EFM, Verschattung durch große Gaube, optimale Belegung

  • Hallo zusammen,


    ich bin Max und wohne in der Nähe von Darmstadt. Seit einiger Zeit lese ich hier immer mal wieder rein und plane eine PV-Anlage (vorerst ohne Akku) auf mein Dach zu setzen.


    Mein „Problem“ ist jedoch, dass wir uns vor 2 Jahren eine große Gaube haben einbauen lassen, sodass ein vorher super geeignetes Dach (41° Neigung, 20° Richtung Westen gedreht, ca. 12m x 8,5m) jetzt stark zerschnitten ist und es jetzt viel Verschattung gibt…
    Das Dach der Gaube hat eine Neigung von 16°, ist 4,5m breit und beginnt ca. 1,6m unterhalb des Firsts und geht bis zur Hauswand. Ich habe die Maße in der Skizze eingetragen (In der Skizze ist die Traufe oben und der First unten :oops: ):



    Die beiden Dachfenster habe ich beim Neueindecken ausgebaut:





    In der Skizze ist auch eine erste Belegung von mir mit Modulen eingetragen, von der ich jetzt vermuten würde, dass hier die Verschattung nur kurz vor Sonnenuntergang stattfindet.
    Im Winter werden zusätzlich die unteren ca. 2 bis 3m des Daches durch das Nachbarhaus verschattet.



    IST-ZUSTAND:
    Hier kurz meine aktuellen Verbrauchsdaten von 2017 (2 Erwachsene + 2 jähriges Kind): 2400 kWh
    Januar: 245 kWh
    Februar: 215 kWh
    März: 228 kWh
    April: 200 kWh
    Mai: 185 kWh
    Juni: 161 kWh
    Juli: 166 kWh
    August: 173 kWh
    September: 191 kWh
    Oktober: 176 kWh
    November: 217 kWh
    Dezember: 240 kWh


    Heizung + Warmwasser 2017: ca. 850 Liter Öl, davon ca. 200 Liter (+/- 100 Liter) für Warmwasser. Der Niedertemperatur-Ölbrenner ist mit 21kW, bei ca. 5-6 KW maximaler Heizlast, leider viel zu groß.


    Zum Dach: Das Dach habe ich vor zwei Jahren neu gedeckt, sodass jetzt auch der Unterbau passen sollte. Die Lattung ist 30x50, die Konterlattung 40x60 (auf der Gaube 30x50).



    PLANUNG:
    Was ist noch an größeren Verbrauchern in den nächsten Jahren geplant:
    - 2. Kind ;-)
    - Vermutlich neue Heizungsanlage: entweder eine Luftwärmepumpe, da Erdwärmesonden nicht erlaubt sind ODER Pellets. Leider benötigen die Heizkörper bei -8°C eine mittlere Vorlauftemperatur von ganz grob 43°C, aufgrund der starke Taktung und ohne Pufferspeicher taktet die Heizung stark, wodurch die Vorlauftemperatur stark schwankt und schlecht zu ermitteln ist.
    - Falls Pelletheizung, dann ggf. eine Brauchwasserwärmepumpe
    - Großes Aquarium (1500 – 2000 Liter) (Hauptverbrauch mit dem Licht wäre Tagsüber bis Abends)
    - Irgendwann einmal E-Auto
    - Evtl. Klimaanlage



    MEINE AKTUELLEN GEDANKEN:
    Aufgrund der großen Verschattung durch die Gaube würde ich gerne die Gaube komplett voll packen und - falls die 5 Ziegelreihen über der Gaube reichen – hier noch eine Reihe mit Modulen über die gesamte Dachbreite hin packen, sowie diese Reihe im Randbereich etwas nach untern erweitern (in der Skizze nach oben... :oops: ), sodass ich knapp an die 10 kWp herankomme. Ohne konkrete Preise der Module zu kennen, würden m.E. die SunPower X22-360 Module ganz gut passen. Zum Einen passen sie von der Größe vermutlich auch auf das schmale Stück über der Gaube und füllen auch die Gaube gut aus, zum Anderen kann ich so den Bereich mit der Verschattung aufgrund der hohen Effizienz fast komplett aussparen.


    MEINE ERSTEN VIELEN FRAGEN AN EUCH:
    1. Wie würdet ihr die Verschattung durch die Gaube beurteilen?
    2. Würde es ggf. Sinn machen die größere Dachfläche neben der Gaube voll zu packen und die ab Mittag einsetzende Verschattung in Kauf zu nehmen?
    3. Macht eine Aufteilung in 2 Strings (in der Skizze hell- und dunkelblau) bei einem WR Sinn oder sollte die Gaube und das Dach aufgrund der Neigungsunterschiede je einen eigenen WR bekommen?
    4. Ist das von mir ausgesuchte Modul bei meinen Anforderungen für mich gut oder habt ihr andere Vorschläge?
    5. Kennt jemand die Preise für die SunPower X22-360 Module? Ich konnte keine Preise im Internet finden und wollte in der noch frühen Planungsphase keinen Händler anschreiben.
    6. Kann ich die Verlegung auf dem Dach teilweise oder gar ganz selbst vornehmen? Das Dach habe ich vor 2 Jahren komplett selbst gedeckt, inkl. Lattung und allem was dazugehört.
    7. Wenn es eine Firma verlegt: Reicht dann ein Gerüst auf der Traufseite?



    Vielen Dank für eure Unterstützung und Geduld! :danke:


    Beste Grüße
    Max

  • Hallo Max,
    deine Überlegungen sind ja schon richtig, wenn du dir die Beiträge dieses threads anschaust, dann sehe ich viele
    Parallelen, ohne auf Einzelheiten einzugehen:
    https://www.photovoltaikforum.…-eine-anlage-t121741.html
    Mein Rat: Gaube und größere Dachfläche daneben voll belegen, Installateur hier aus dem Forum suchen und dann
    spätestens im nächsten Monat aufs Dach damit!
    Gruß
    Solarkatsche

    >100kWp,
    Sharp 165Wp, Isofoton I 150, ASE 283Wp,Kyocera KC120, BP 75, TE 2000, MHI 165, Multisol 150 S,
    A2Peak, Sharp NT-175, Yingli 235, JA 180,
    SMA 700, 1100,1700,2100, 2500, 3000, 4200 TLMC, STP8000, 17000, Steca 3600,3010, PSM 2500

  • Hi,


    Zitat von Manpower84

    Aufgrund der großen Verschattung durch die Gaube würde ich gerne die Gaube komplett voll packen und - falls die 5 Ziegelreihen über der Gaube reichen – hier noch eine Reihe mit Modulen über die gesamte Dachbreite hin packen, sowie diese Reihe im Randbereich etwas nach untern erweitern (in der Skizze nach oben... :oops: ), sodass ich knapp an die 10 kWp herankomme.


    Du hast da schon eine sehr gute Planung hingelegt.


    Aufgrund der möglichen Höhe würde ich 54-zellige Module verwenden, die sind etwa 99 x 155 cm bei 260 Wattp.
    Auf dem Hauptdach kannst Du rechts der Gaube noch mehr belegen, diese Module werden ja nur am Spätnachmittag verschattet, das ist nicht tragisch.
    Und links außen der Gaube würde ich auch noch eine Reihe übereinander montieren, so dass Du einen 12er String auf er Gaube hast und einen 24er oder 25er auf dem Hauptdach.
    Dann kommst Du auf 9,36 oder gar 9,62 kWp mit preiswerteren Modulen bei guter Stringspannung und dadurch hoher Schattentoleranz im langen String.



    Zitat von Manpower84

    Ohne konkrete Preise der Module zu kennen, würden m.E. die SunPower X22-360 Module ganz gut passen.


    Schau` Dir die Preise von Sunpower an, dann weisst Du, warum ich die Alternative mit 54-Zellern favorisieren würde. 8)


    Zitat von Manpower84

    1. Wie würdet ihr die Verschattung durch die Gaube beurteilen?


    Ist nicht wirklich dramatisch, wenn der String eine hohe Schattentoleranz hat.


    Zitat von Manpower84

    2. Würde es ggf. Sinn machen die größere Dachfläche neben der Gaube voll zu packen und die ab Mittag einsetzende Verschattung in Kauf zu nehmen?


    Würde ich so machen wie beschrieben.


    Zitat von Manpower84

    3. Macht eine Aufteilung in 2 Strings (in der Skizze hell- und dunkelblau) bei einem WR Sinn oder sollte die Gaube und das Dach aufgrund der Neigungsunterschiede je einen eigenen WR bekommen?


    Zwei Strings an einem WR. Ich empfehle einen Fronius Symo 8.2, der kann mit dem kurzen Gaubenstring klarkommen.


    Zitat von Manpower84

    4. Ist das von mir ausgesuchte Modul bei meinen Anforderungen für mich gut oder habt ihr andere Vorschläge?


    Imho viel zu teuer. 54-Zeller werden von sehr vielen Firmen angeboten, die Auswahl ist groß.


    Zitat von Manpower84

    6. Kann ich die Verlegung auf dem Dach teilweise oder gar ganz selbst vornehmen? Das Dach habe ich vor 2 Jahren komplett selbst gedeckt, inkl. Lattung und allem was dazugehört.


    Dann kannst Du auch den Generator selbst montieren, wenn Du Dich zuvor gut informierst.


    Zitat von Manpower84

    7. Wenn es eine Firma verlegt: Reicht dann ein Gerüst auf der Traufseite?


    Links und rechts müssen mindestens Absturzsicherungen montiert sein.

  • Hallo Solarkatsche und Ralf,


    erst einmal vielen Dank für eure super Antworten! Den anderen Thread habe ich leider erst nach meinem Post gelesen, auch wenn er 2 Tage vor mir war. Auch wenn es hier viele Parallelen gibt, habe ich doch ein paar andere Fragen als Werner.


    Zitat von Solarkatsche


    Mein Rat: Gaube und größere Dachfläche daneben voll belegen, Installateur hier aus dem Forum suchen


    Bei der Händlersuche habe ich leider nur einen Solateur im Umkreis von 100km gefunden, der zudem auch noch 77km entfernt ist. Habe ich etwas bei der Suche falsch gemacht oder sind die Händler wirklich so rar?



    Zum Dach vollmachen: Ich habe mal den Schattenverlauf durch die Gauben am 21.12., 21.3. und 21.6. grob und sehr vereinfacht skizziert. Die Gaube an sich ist auf den schwarzen Strich in der Mitte reduziert. Die Zeiten, wann der Schatten wo ist, habe ich dazugeschrieben - ist aber glaube ich die Greenwich-Zeit (GMT). Die eingezeichneten Module sind 62er:




    Zu den Schatten kommt dann im Winter noch zur Mittagszeit eine Verschattung durch das Nachbarhaus im unteren Bereich hinzu.



    Zitat von Ralf Hofmann


    Du hast da schon eine sehr gute Planung hingelegt.


    Danke! :lol:


    Du schreibst, dass du 54er Module verwenden würdest. Nur weil sie besser mit der Verschattung / Stringspannung zurechtkommen oder auch wegen der Dachausnutzung? Ich habe hier einmal beispielhaft das Dach mit 60er Modulen voll bestückt, diese würden doch das Dach noch besser ausfüllen, oder hat das andere Nachteile? Mit denen würde ich dann bei 300W/Modul auf 14,4 kWp kommen, wäre dann aber auch sehr dicht an die Gaube gegangen. Achja - nach dem heute das Dach mal wieder trocken war konnte ich auf die Gaube und die richtigen Maße ausmessen. Somit sind die ca. Maße aus meinem ersten Post durch die richtigen Maße im folgenden Bild ersetzt:


    Die Abstände wären dann bei 60er Modulen mit einer angenommenen Größe von 164cm x 102cm (inkl. 2cm für die Halterungen pro Modul an den Längsseiten) wie folgt:
    - Abstand zum First: geht gegen Null
    - Abstand zur Traufe: ca 23cm beim Hauptdach bzw. 33cm bei der Gaube
    - Abstand zum Ortgang: ca 15cm beim Hauptdach bzw. 23cm bei der Gaube
    - Abstand Hauptdach zum Gaubendachüberstand: ca. 15cm, der Dachüberstand beträgt ca. 40cm, sodass die Module dann ca. 55cm von der Gaubenwand entfernt wären.
    Bei der kleineren Dachfläche mit den 6 Modulen sind die seitlichen Abstände etwas größer. Nach oben und unten ist noch reichlich Spiel, sodass man die Module evtl. unten bündig mit denen auf der anderen Dachhäfte enden lassen könnte oder sie für einen höheren Ertrag weiter hoch ans Pult schiebt. Hier wären 66er Module der gleichen Serie aus optischer Sicht super (falls es die denn gibt), die gängigen 72er Module sind dann leider doch zu groß...



    Zitat von Ralf Hofmann

    Dann kannst Du auch den Generator selbst montieren, wenn Du Dich zuvor gut informierst.


    Wo kann ich mich denn dazu am besten informieren, außer dass ich euch mit 1000 Fragen löchere? :lol: Beim Dachdecken hatte ich das Handbuch geneigte Dächer von Braas, das super geholfen hat. Gibt es etwas ähnliches auch für PV für einen ambitionierten Heimwerker?
    Wenn die Module nur mit Steckern verbunden werden die nicht extra vorbereitet oder abgedichtet werden müssen, dann ja. Aber irgendwo hatte ich mal etwas von speziellem Werkzeug gelesen. Das ist aber schon länger her. Gibt es Solateure, die da mitspielen? Die Elektrik habe ich im Haus selbst gemacht, dazu habe ich den Sicherungskasten auch ab dem SLS komplett zerlegt und neu aufgebaut. Den konnte ich aber auch stromlos machen - Solarmodule produzieren ja nahezu immer Strom und Nachts wollte ich es dann doch nicht machen. Wenn es aber nur Plug and Play ist wäre es kein allzugroßes Ding, denke ich. :)



    Zwei weitere Fragen habe ich noch:
    - Reicht mein Sicherungskasten platzmäßig für PV aus? Als er vor vier Jahren neu gesetzt wurde, habe ich noch nicht an PV gedacht, bzw. hatte andere Sachen um die Ohren:


    - Dürfen die Kabel durch den ungenutzten Lüftungsschacht des benutzten Schornsteins vom Dach in den Keller gezogen werden? Der Schornsteinfeger hat keine Bedenken.



    Danke schonmal für eure hoffentlich weiterhin super Untersützung!


    Beste Grüße und einen guten Start in die Woche
    Max

  • Hi Max,


    Zitat von Manpower84

    Bei der Händlersuche habe ich leider nur einen Solateur im Umkreis von 100km gefunden, der zudem auch noch 77km entfernt ist. Habe ich etwas bei der Suche falsch gemacht oder sind die Händler wirklich so rar?


    Händler sind so rar. Solarteure sind nicht ganz so rar. Findest Du nicht genug, schau` auch mal in den gelben Seiten.
    Solarteure, die kompetent UND preiswert sind, sind allerdings wieder rar.



    Zitat von Manpower84

    Du schreibst, dass du 54er Module verwenden würdest. Nur weil sie besser mit der Verschattung / Stringspannung zurechtkommen oder auch wegen der Dachausnutzung?


    Nur wegen der Dachausnutzung. Eine bessere Stringspannung ist möglicherweise eine Folge von besserer Dachausnutzung, muss aber nicht.



    Zitat von Manpower84

    Ich habe hier einmal beispielhaft das Dach mit 60er Modulen voll bestückt, diese würden doch das Dach noch besser ausfüllen, oder hat das andere Nachteile?


    Die Abstände wären dann bei 60er Modulen mit einer angenommenen Größe von 164cm x 102cm (inkl. 2cm für die Halterungen pro Modul an den Längsseiten)


    Normalerweise hat ein 60-zelliges Modul die Abmessungen 99 x 166 cm. Die Breite kann aber auch 1000 cm sein, die Höhe auch 164 cm, ist von Hersteller zu Hersteller verschieden.
    60er mit 162 cm (+2 cm Modulklemme = 164 cm Dachmaß) kenne ich jedoch nicht.


    Wenn Du die Belegung wie von Dir gezeichnet mit 60ern realisieren kannst, ist das natürlich die beste Variante.
    Ich hatte befürchtet, dass da ein paar cm in der Höhe fehlen würden.



    Zitat von Manpower84

    Mit denen würde ich dann bei 300W/Modul auf 14,4 kWp kommen, wäre dann aber auch sehr dicht an die Gaube gegangen.


    Egal, das wäre eine super Belegung.



    Zitat von Manpower84

    Wo kann ich mich denn dazu am besten informieren, außer dass ich euch mit 1000 Fragen löchere?


    Wenn Du die Antworten zu allen relevanten Fragen, die hier sicher schon einmal gestellt worden sind gelesen hast, kannst Du die wenigen restlichen Fragen hier ja noch stellen. :wink:



    Zitat von Manpower84

    Aber irgendwo hatte ich mal etwas von speziellem Werkzeug gelesen.


    Brauchst Du nur, wenn Du Stecker auf ein Solarkabel aufpressen musst.
    Also für die Kabel, die vom Generator zum WR gehen.



    Zitat von Manpower84

    Gibt es Solateure, die da mitspielen?


    Vereinzelt, ja. Vielleicht reicht ja auch ein Elektriker, der für die Anmeldung beim VNB mitspielt.



    Zitat von Manpower84

    Die Elektrik habe ich im Haus selbst gemacht, dazu habe ich den Sicherungskasten auch ab dem SLS komplett zerlegt und neu aufgebaut.


    Dann wird das bisschen PV auch kein Problem sein für Dich.



    Zitat von Manpower84

    Den konnte ich aber auch stromlos machen - Solarmodule produzieren ja nahezu immer Strom und Nachts wollte ich es dann doch nicht machen. Wenn es aber nur Plug and Play ist wäre es kein allzugroßes Ding, denke ich.


    Dass die Module bei Sonne unter Spannung stehen ist kein Problem bei der Montage.



    Zitat von Manpower84

    - Reicht mein Sicherungskasten platzmäßig für PV aus?


    Sieht nicht so aus. Ich sehe da keinen Platz mehr für eine 3-phasige Absicherung des WR, von weiterem Platz (falls der VNB den erfordert) mal abgesehen.



    Zitat von Manpower84

    - Dürfen die Kabel durch den ungenutzten Lüftungsschacht des benutzten Schornsteins vom Dach in den Keller gezogen werden? Der Schornsteinfeger hat keine Bedenken.


    Ist die Frage, wie warm oder gar heiß der werden kann.

  • Hallo Ralf,


    danke für deine ausführliche und lange Antwort und bitte entschuldige meine späte Antwort darauf, aber ich wollte erst einmal weiter Informationen zusammentragen und weiter Planen bevor ich dich und alle anderen hier mit 0-8-15-Fragen löchere. ;)


    Zitat von Ralf Hofmann

    Solarteure, die kompetent UND preiswert sind, sind allerdings wieder rar.


    Ja, dass ist wie in jedem Gewerk, Qualität hat ihren Preis - nur leider kann man die Schlechten nicht nur über den Preis herausfiltern...



    Zitat von Ralf Hofmann

    60er mit 162 cm (+2 cm Modulklemme = 164 cm Dachmaß) kenne ich jedoch nicht.


    Da hast du mich glaube ich falsch verstanden. Auf einer anderen Internetseite hatte ich gelesen, dass 60er Module i.d.R. 164 cm x 100 cm +/- ein paar cm groß sind. Das Maß hatte ich angenommen. Da die Klemmen aber i.d.R. an der langen Seite der Module angebracht werden, muss man ja die 2 cm für die Klemmen in der Breite dazu addieren, deshalb kam ich auf das Maß 164 cm x 102 cm.


    Zitat von Ralf Hofmann

    Wenn Du die Belegung wie von Dir gezeichnet mit 60ern realisieren kannst, ist das natürlich die beste Variante.
    Ich hatte befürchtet, dass da ein paar cm in der Höhe fehlen würden.


    Jep, du hattest richtig befürchtet, es wird mit 60er Modulen über der Gaube sehr eng – wohl zu eng… Ich habe mal das Ganze mit dem LG335N1C-A5 NeON 2 durchgerechnet / skizziert. Durch die Unterkonstruktion, welche laut LG min. 10 cm hoch sein soll, wird der Abstand zwischen Gaube und First praktisch um 2,9 cm kürzer. Ich könnte zwar auch über den First gehen, das sieht aber auch nicht schön aus.


    Hier meine Skizzen dazu:




    Als ich das gemerkt habe, habe ich Tetris mit den richtigen Maßen des LG Moduls (169,2 cm x 102,2 cm) und des SunPower 360 Moduls (155,9 cm x 104,6 cm) gespielt / gerechnet. Den Abstand zwischen den Modulen an der Stirnseite habe ich mit 6 mm angenommen, die Klemmen an den Längsseiten mit 2 cm.
    Achja, das LG habe ich genommen, weil es einen guten Wirkungsgrad bei passablem Preis (ca. 265€/Stück) hat. Das SunPower, weil ich damit am Anfang bereits geliebäugelt habe und ein anderes Forenmitglied im „Angebote vergleichen“-Bereich eine 10kWp Anlage mit eben diesem Modul für 1480€/kWp gepostet hat.




    Hier sind meine ersten neuen Überlegungen, welche so wohl nicht umsetzbar sind. Meine Begründung habe ich gleich in die Bilder geschrieben.:






    Vier Verlegeideen (3x SunPower und 1x LG) scheinen mir aber nicht ganz abwegig, sodass ich dich und alle anderen stillen Mitleser bitte, hierzu euren Senf abzugeben und das ganze weiter zu verfeinern. Die Nummern in den Bildern entsprechen meiner aktuellen Präferenz. Das erste Bild zu jeder Möglichkeit zeigen einmal die Vor- und Nachteile aus meiner Sicht. Danach kommen je drei Bilder mit dem von mir berechneten Schattenverlauf. Die Uhrzeiten sind in der Winterzeit, bzw. im Juni in der Sommerzeit angegeben. Die gestrichelten Linien sind jeweils der Schattenstand zur halben Stunde.
    Die farbigen Zahlen auf den einzelnen Modulen sind mein erster Deutschuss für die Stringaufteilung. Hiermit kenne ich mich aber noch nicht wirklich aus und ich habe keine Ahnung, ob das so Sinn macht oder ob es hierzu überhaupt geeignete WR gibt. Das ist meine Hausaufgabe fürs Wochenende. :shock: Aber falls jemand von euch schon konkrete Ideen hat, dann würde ich sie gerne hören. :D


    Die Eintwürfe 1 bis 4 poste ich im Anschluss extra!




    Zitat von Ralf Hofmann

    Wenn Du die Antworten zu allen relevanten Fragen, die hier sicher schon einmal gestellt worden sind gelesen hast, kannst Du die wenigen restlichen Fragen hier ja noch stellen. :wink:


    Ich gebe mir Mühe nicht allzu banale Fragen zu stellen. ;)


    Zitat von Ralf Hofmann


    Vereinzelt, ja. Vielleicht reicht ja auch ein Elektriker, der für die Anmeldung beim VNB mitspielt.


    Die größte Herausforderung wird sein, dass ich meine Frau überredet bekomme, dass ich es selbst machen darf… Aber falls wir ein gutes Angebot mit den SunPower Modulen bekommen, dann wird es wohl gemacht, die werden scheinbar nicht an Endkunden verkauft – leider.




    Zitat von Ralf Hofmann


    Sieht nicht so aus. Ich sehe da keinen Platz mehr für eine 3-phasige Absicherung des WR, von weiterem Platz (falls der VNB den erfordert) mal abgesehen.


    Wenn es nur um eine 3-phasige Absicherung geht, könnte ich den Platz dafür sicherlich noch links schaffen, falls diese links im unverplombten Bereich eingebaut werden darf. Solange es eine Lösung gibt, ohne dass der ganze Sicherungskasten ersetzt werden muss ist alles OK. Sonst könnte man noch einen zweiten Schrank links daneben hängen und verkabeln.


    Zum Luftschacht des Schornsteins: Der sollte nicht warm werden, da die Heizung nur zur Warmwasserbereitung 2 mal am Tag für ca. 15 Minuten am Stück läuft. Dazwischen taktet sie wie ein Weltmeister und läuft nur ca. 3-4 Minuten um dann ca. 20 – 60 Minuten (je nach Außentemperatur) zu ruhen. Und darüber hinaus ist der Schornstein sehr massiv, sodass der Luftschacht kalt bleiben sollte. Aber wenn wir wirklich auf eine Wärmepumpe umsteigen sollten, dann hat es sich eh geklärt.



    Beste Grüße
    Max

  • Hier ist mein Entwurf Nr. 1 mit ein paar Anmerkungen:



    Und hier sind die Schattenverläufe:





    Hier würde ich die größte Leistung (16,2 kWp) erziehlen, die Symmetrie stimmt und die Abstände zur Gaube bringen ein paar mehr unverschattete Stunden.


    Danke für's Anschauen!

  • Hier ist mein Entwurf Nr. 2 mit ein paar Anmerkungen:



    Und hier sind die Schattenverläufe:





    Hier würde ich die auch noch eine sehr große Leistung (15,84 kWp) erziehlen, die Symmetrie stimmt, alle Module sind gleich ausgerichtet und die Abstände zur Gaube bringen ein paar mehr unverschattete Stunden auf der Ostseite.


    Danke für's Anschauen!

  • Hier ist mein Entwurf Nr. 3 mit ein paar Anmerkungen:



    Und hier sind die Schattenverläufe:





    Hier würde ich die Leistung wieder etwas kleiner sein (15,12 kWp), die Symmetrie stimmt unten nicht mehr. Über der Gaube wird gute unverschattete Dachfläche verschenkt, dafür sind die Abstände zur Gaube hier mit am größten und man würde nicht ganz so dicht an den First gehen müssen.


    Danke für's Anschauen!

  • Hier ist mein Entwurf Nr. 4 mit ein paar Anmerkungen:



    Und hier sind die Schattenverläufe:





    Hier würde ich sehr wahrscheinlich das beste Preisleistungsverhältnis und die größte Rendite bei den 4 Entwürfen erziehlen. Allerdings wird auch hier wieder wertvolle unverschattete Dachfläche verschenkt und die Abstände zur Gaube sind deutlich kleiner bei einer auch insgesamt kleineren Leistung der Anlage (14,74 kWp) im Vergleich zu den Entwürfen 1 bis 3.


    Auch hier danke für's Anschauen!


    Was haltet ihr von den Entwürfen? Mit 54er Modulen könnte ich das auch nocheinmal durchspielen, falls es etwas bringt.



    Beste Grüße
    Max