Repowering einer Anlage aus BJ 2010, EEG 2009

  • Hallo Leute,


    ich bräuchte mal zu oben genannten Thema eure Hilfe.
    Es geht um eine Bestandsanlage welche 2010 errichtet wurde und somit ja dem EEG 2009 unterliegt. Die Anlage um welche es geht hat mittlerweile ca. 30-40% eingebüßt, es geht um eine Dünnschichtanlage welche mit Trafolosen Wechselrichtern betrieben wurde, wobei alles zu vom Hersteller freigegeben war und auch von diesem kam. Im Nachhinein kam natürlich der ganze Terz mit Trafo WR und negativer Erdung etc, da war aber schon alles zu spät. Ich habe dem Netzbetreiber schon mündlich mitgeteilt das Aufgrund eines inneren irreperablen Schaden die Anlage Repowert werden soll, also Module und auch die WR da es die Hersteller beide nicht mehr gibt. Dieser sagte nun das die Vergütung dann auf null sinkt, was ich mir nicht vorstellen kann da die Altanlage ja verschrottet wird bzw. dem EEG entzogen wird. Da es den Hersteller nicht mehr gibt, werde ich dort wohl keine Bestätigung bekommen, das die Leistungsgarantie weit unterschritten ist (90%) darüber brauchen wir nicht streiten. Auch sieht der Netzbetreiber ja das die Anlage die ersten 2 Jahre gut lief und dann kontinuierlich abgenommen hat. Vielleicht habe ich die Stelle im EEG übersehen worauf ich mich berufen kann bzw. wie es dort gehandhabt wird. Kann mir dort jemand helfen?
    Zur not wurden wir dann auch anders vorgehen wenn dort keine Einsicht kommt, aber der Fehler im Modul ist hinlänglich bekannt und ausdiskutiert worden womit dann ja ein defekt vorliegt, welcher aber auf den ersten blick nicht ersichtlich ist wie zB. ein Glasbruch...


    Vielen dank euch schonmal :wink:

    31,74kw Solarwatt M230-96 GET (235w) 12/2009 2x10000TL, 1x11000TL SMA
    40,42kw Solarwatt M220-60 GET (235w) 06/2010 2x11000TL, 1x10000TL, 2x3000TL SMA

  • Moin,


    das EEG sagt da klar, dass das zulässig ist. Natürlich max die Leistung, die die Altanlage bei Genehmigung hatte. Das was leisutngsmäßig drüber liegt, ist dann eine Neuanlage.
    Also nichts wie ran. An den Netzbetreiber die Daten schicken und um Genehmigung bitten - können sie nicht ablehnen. Die Vergütung bleibt natürlich erhalten, wenn Du die Module verschrottest oder verkaufst mit dem Hinweis, dass sie keine EEG Vergütung erhalten dürfen -> also Ausland.
    Wir haben das erst in 2016 mit DS Modulen durchgezogen. Aus 33 kWp DS Anlage wurde eine 70 kWp Poly Anlage, Seither Topp Erträge - eben 2 Anlagen.


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer

  • Noch was:



    > Wie ein Nachweis zum Defekt der Module geführt werden kann, erläuterte
    > die Clearingstelle EEG im Hinweis 2015/7, dort ab Leitsatz 5 bzw.
    > Rd.-Nr. 35 ff.


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer

  • Hört sich interessant und bekannt an.
    Ein Solateur aus dem Münsterland?

    gruss Bernd


    2014: 30,94KWp REW 260, ABB PVI 3,6 und 27.6; +63 W. DN. 35 Rundsteuerempf., SL 1200PM/ Seid Ende 21 Plexlog
    2017: 7,7KWp QcellsPlus 275, SMA TP. 7000; -27 O. DN 45

    2022 hoffentlich 15,4 KWp SO / NW mit 10-15 kW Speicher dazu... Wenn das Bauamt endlich mal seine Arbeit macht

  • Nein, kein Installateur aus dem Münsterland. Die super Module kommen von einem großen Schraubenhersteller welcher die Cis Technik im gegensatz zu Solar Fontier nicht in den Griff bekommen hat :(
    In dem Dokument steht Eeg 2012, gilt das auch für 2010?!

    31,74kw Solarwatt M230-96 GET (235w) 12/2009 2x10000TL, 1x11000TL SMA
    40,42kw Solarwatt M220-60 GET (235w) 06/2010 2x11000TL, 1x10000TL, 2x3000TL SMA

  • Repowering ist eigentlich unabhängig vom Jahr der IB. Also bei uns war das total problemlso, nachdem ich dem netzbetreiber die Unterlagen mit ca. 15% Verlust innerhalb 4 Jahren nachgewiesen habe. Wir hatten exakt diesselbe Schrottsituation: Am Anfang hat der Verkäufer die Anlage ohne Erdung in Betrieb genommen -> TCO Korrosion.


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer

  • Weitere Erkenntnisse bezgl. des EEG kann ich nicht liefern, gehe aber davon aus, dass der Tausch EEG-mäßig keine Probleme macht. Ich selbst habe resigniert und tausche nicht, kommt ökonomisch einfach zu wenig raus.


    Meine 20,2 kWp amorphen Dünnschichtmodule Mitsubishi MA100 (9 kleine Trafo-WR) von 2004 liefen anfangs mit 1100 kWh/kWp und verloren Jahr um Jahr an Leistung. Repowering ist durch den Standort auf einer Bahnlärmschutzwand erschwert (kann wegen dem Zugverkehr nur nachts erfolgen, auch die Oberleitungen müssen aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden. Diese Leitungen werfen zudem Schatten, kristalline Module reagieren darauf empfindlicher. Außerdem habe ich weitere Teilschatten durch Bäume und Masten. Ich habe aufgegeben hier irgendwas zu ändern. 2017 nahm zum ersten Mal überhaupt der Ertrag wieder leicht zu auf 692 kWh/kWp. Wäre alles frei zugänglich, müsste ich für das Repowern von 20 kWp etwa 25 T€ aufwenden und hätte dann vielleicht eine Mehrvergütung von 4000 €/a für noch 8 verbleibende EEG-Jahre. Zudem ist die Anlage über 300 km weit weg vom Wohnort.


    Andererseits habe ich damals nur 68 T€ bezahlt, die Anlage ist längst amortisiert. 2017 erhielt ich 8020 € Vergütung, Pacht muss ich keine bezahlen. Wirtschaftlicher als die meisten Neuanlagen.


    Was ich sagen wollte: Man muss schon genau rechnen und abwägen. Wegen ein paar Tausendern verteilt auf die Restlaufzeit lohnt sich der Tausch oft nicht wirklich. Man braucht aber eine gewisse Sicherheit dass die Degradation nicht immer stärker wird. Mein Ertrag scheint sich halbwegs stabililisiert zu haben. Ob das bei Würth auch der Fall ist? Zumindest müssen die TL-WR getauscht und die Module geerdet werden. Und du hast noch 6 EEG-Jahre mehr als ich.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Neuanlage durch leistungsfähigere Module ist auch nicht zu verachten, siehe unseren surfenden Mountainbiker...


    Und die Situation ist ja anders als bei Dir, mehr Restjahre und wahrscheinlich einfachere Montagesituation.
    Rechnen muss man natürlich...

  • Die Situation ist natürlich blöd, weil ja inzwischen jedes Modul eine Anlage ist, müßte man eigentlich wirklich Module mit der selben Leistung nehmen. Ich vermute mal die DS haben irgendwas wie 100W, das dürfte schwer werden. So könnte es der VNB sehen.
    Ich habe gerade keien Zeit zum suchen - liegt sowas wirklich noch nicht bei der Clearingstelle? Das passiert doch jede Woche. Wenn nicht, würde ich als Betreiber von, nach Signatur, 70kW das Geld einsetzen und mir dort Rat suchen. Auch, wenn man §37b Absatz 2 EEG2017 rein formal so lesen kann, kann ich mir nicht vorstellen, daß der Gesetzgeber das für den Fall so gemeint hat als er die Anlagendefinition geändert hat.


    Zitat von MBIKER_SURFER

    um Genehmigung bitten


    Wozu? Mitteilen würde ich allenfalls den Tausch der WR und die nötigen Dokumente mitliefern.

  • Modu

    Zitat von Kollektor

    Zumindest müssen die TL-WR getauscht und die Module geerdet werden. Und du hast noch 6 EEG-Jahre mehr als ich.


    Moin,


    das bringt exakt NULL!!


    Unsere WR wurden nach Hinweis von mir dann auch geerdet - nach ca. 2 Jahren. Indiskutabel - TCO Korrosion kann man nicht stoppen.


    Wir hatten ja nur noch volle 9 J Zeit für die Amortisation. Aber meine Berechnungen zeigten, dass wir es in 8 J schaffen müssten. Und das unter dem Aspekt, Ruhe zu haben. Will sagen: Neue WR mit 10 J Garantie - Module mit 12 J Garantie.
    Das erste volle Jahr 2017 war sensationell von den Erträgen (wie von mir erwartet auf Grund andererer O-/W Anlagen im Bestand). Trotz 3 Monaten Abschaltung der halben Anlage (Ostseite) über 800 kWh/kWp. Und 2017 war ein eher durchschnittliches Jahr. Ich rate jedem, DS Repwowering durchzuführen, sobald über 10% Verlust innerhalb kurzer Zeit feststellbar und DS Module nicht geerdet waren. Eine wahre Freude - erstmals in 2017 mit 11% Ausschüttung an die Gesellschafter!


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer