Anlagengröße. Fragen zur 10KWp Grenze

  • Hallo zusammen,


    Ich könnte bei mir etwa 19KWp installieren. Nun habe ich mich mit dem Thema der EEG Umlage mehr beschäftigt. Aus aktueller Sicht (2018) ist es ja so, dass ich aufgrund der Anlagengröße (18KWp) die anteilige EEG Umlage von 40% (= 2,75 Cent/kWh) ignorieren könnte. Wenn ich aber sehe wie sich die EEG Umlage in den letzten Jahren entwickelt, sehe ich es nicht mehr so rentabel über 10KWp zu bauen.
    Siehe hier: https://www.tagesschau.de/wirt…-133~magnifier_pos-0.html


    1: Spricht irgendetwas dagegen 2018 9,5KWp zu bauen und 366 Tage später nochmal 9,5KWp zu bauen? Es sollte doch lediglich der Wechselrichter gleich ausreichend dimensioniert werden oder? So spare ich mir doch 20 Jahre (+ Inbetriebnahmejahr) die anteilige EEG Umlage von 40% (= 2,75 Cent/kWh). Stimmt dies?


    2: Wenn ich "jetzt" meine Anlage installieren lasse, ist Vergütung ja auf 20 Jahre (+ Inbetriebnahmejahr) festgeschrieben. Wenn die Anlage dann 9,5KWp hat, ist dann auch für 20Jahre festgeschrieben das ich keine anteilige EEG Umlage Anteil von 40% (= 2,75 Cent/kWh) bezahle? Oder könnte die Politik nächstes Jahr z.B. sagen: "Ab jetzt zahlt jeder die Umlage egal wieviel KWp installiert sind?"


    Viele Grüße
    Alex

  • Die EEG-Umlage wird zu sehr in den Fokus gerichtet. Ist ein Thema bei 11 oder 12 Kwp, aber nicht bei möglichen 19 Kwp!


    Also rauf mit der Anlage (so bald wie möglich) und freu dich über die Erträge.
    Die zu zahlende EEG-Umlage holst du mit der größeren Anlage locker rein (etwas günstigerer Preis und schöne Erträge). :)


    Gilt natürlich nur wenn keine anderen Einschränkungen vorliegen!

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
    Elektrisch unterwegs mit Leaf II

  • Um es nochmal etwas zu verdeutlichen - ich plane auch in der Größe und meine ich muss jährlich ca. 60 Euro anteilige EEG-Umlage zahlen. Das x20 sind 1200 Euro im Zeitraum der Vergütung. Die Kosten von 2 Anlagen a 10 kwp dürften noch deutlich teurer sein als dieser Mehrpreis für EEG Umlage, auch wenn der richtige Wechselrichter im 2. Jahr bereits hängt.
    Wenn dann vllt sogar die Vergütung noch etwas sinkt... Also ein Mehrwert finanzieller Natur bleibt bei 2 einzelnen Anlagen eher nicht übrig.


    Grüße
    Roppo


    Gesendet von meinem WAS-LX1A mit Tapatalk

    22,4 kWp LG320N1K-V5 Black, Huawei 17KTL, Plexlog, Ost-West-Anlage DN 42°, Betrieb seit 2019 :mrgreen:

  • wie bereits geschrieben wurde, der günstigere Gesamtpreis je kWp plus mehr Ertrag holt das locker wieder rein.


    Aber, falls du es noch nicht weißt, wirst du auch noch mehr bezahlen als die anteilige EEG-Umlage. Völlig unabhängig der Anlkagengröße. Du wirst~3ct je kWh Eigenvebrauch als Sachentnahme als Betreiber dem Finanzamt abführen dürfen (entgangene MwSt. an das FA) dazu kommt noch auf deiner Einkommensseite als Privatmann der fiktive Wert der Sachentnahme als Einkommen dazu. Und je nach Freigrenze bzw. was du sonst noch so zusätzlich bekommst, wird das nochmals versteuert. Nur als Info

    Gruß PV-Express


    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Datenlogger mit weicher 70%-Regel, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012
    Renault ZOE Z.E.40

  • Zitat von Adler14

    die anteilige EEG Umlage von 40% (= 2,75 Cent/kWh). Stimmt dies?


    es fehlt noch die Umsatzsteuer auf die 2,75cent und somit sind wir schon bei 3,27cent EEG Umlage je Kwh

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Also wenn 19 kwp aufs Dach gehen und dein Budget nicht gesprengt wird, solltest du die auch bauen. Wie bereits geschrieben wird es (im Verhältnis) auch deutlich billiger.


    Wenn du die EEG Umlage vermeiden möchtest (was ich nachvollziehen kann), solltest du darüber nachdenken, die Anlage zu teilen. Also 19 kwp mit entsprechendem Wechselrichter aufs Dach und einen String nicht anklemmen und nur die 9,9 kwp melden. Dann nach 366 Tagen eine zweite Anlage melden und das Kabel einstecken.


    Du verlierst zwar den Jahresertrag deiner 9 kwp Anlage und bekommst ev. eine etwas geringere Einspeisevergütung, sparst aber die EEG Umlage auf 20 Jahre. Vor allem sicherst du dich gegen eine Erhöhung der EEG Umlage ab und bist für eine Zukunft mit großem PV Speicher und entsprechendem Eigenverbrauch (ev. erst in 10 Jahren) gerüstet.

  • Zitat

    Wenn du die EEG Umlage vermeiden möchtest (was ich nachvollziehen kann), solltest du darüber nachdenken, die Anlage zu teilen. Also 19 kwp mit entsprechendem Wechselrichter aufs Dach und einen String nicht anklemmen und nur die 9,9 kwp melden. Dann nach 366 Tagen eine zweite Anlage melden und das Kabel einstecken.


    Also ich (als alter PVler) könnte das nicht! :wink:

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
    Elektrisch unterwegs mit Leaf II

  • Hallo,
    da würde ich mal gerne nachhaken. Also 9.9kWp auf das Dach und 366 Tage später nochmal 9.9kWp auf das Dach löst keine EEG Umlage und Zweiwegezähler aus ?. Was ist mit den 10MW/Jahr Eigenverbrauch ?


    Michael

  • Hallo zusammen,


    Danke für die Rückmeldungen.
    So wie Robbo gerechnet hat, habe ich das bei mir auch gerechnet. Allerdings wusste ich da nicht, dass die EEG Umlage variabel ist. es wird nicht bei 60€ im Jahr bleiben. Zumindest wenn ich mir den trennt der letzten 17 Jahre ansehe. Ich denke auch, dass dieser so weiter geht. Dazu kommt noch, dass der Stromverbrauch hochgeht. Z.B. Wärmepumpe, großer Akku, E-Auto,....


    Was natürlich für den Bau auf einmal spricht, ist die Tatsache, dass der Preis pro KWp etwas geringer sein wird.


    Die Aussage von "PV-Express" nehme ich mal so auf. Steuertechnisch kenne ich mich leider nicht wirklich gut aus. Aber deine Aussage ist aus steuerlicher Sicht auch, dass die Anlage auf einmal gebaut werden soll?!


    Schwierige Entscheidung das Ganze :shock::shock::shock:


    Viele Grüße
    Alex

  • Wenn ich mein Dach mit 330 W-Modulen komplett vollmache, dann komme ich auf ca. 14 kWp.
    Ich hatte es bisher so verstanden, dass für die Zweiteilung der Anlage über die Jahresgrenze ausreicht
    (theoretisch 7 kWp am 31.12, die nächsten 7 kWp am 1.1) und habe daher diese Anlagengröße
    zumindest in die erweiterte Erwägung gezogen.
    Ist dem nicht so?

    Ab 12.07.1996 bis 24.04.2019 = 2,64 kWp

    Ab 25.04.2019 = 9,75 kWp.

    30 x LG Neon2 Black 325N1K-V5 mit SE10k-WR