Abrechnung Stadtwerke Pforzheim fehlerhaft ? Nein !

  • Die Stadtwerke Pforzheim übernahmen letztes Jahr von der EnBW Teile des Netzes im Enzkreis. Ich habe nun erstmals die Abrechnung von den Stadtwerken erhalten für meine PV-Anlage :



    Mir wurden 11.617 kWh mit dem Satz bis 30 kWp vergütet und 50.469 kWh mit dem Satz >30 kWp. Richtig vergütet wären 32269 kWh mit 24,43 Ct/kWh und 29817 kWh mit 23,23 Ct/kWh.


    Die Stadtwerke habe ich auf den Fehler aufmerksam gemacht und tue das auch hier falls noch weitere Betreiber betroffen sind und es noch nicht bemerkt haben sollten.

  • Die Stadtwerke Pforzheim haben korrekt abgerechnet!


    Auf dem gleichen Gelände wurde 4 Monate vor meiner Anlage eine weitere Anlage mit 19,2 kWp installiert, so dass mir nur 10,8 kWp mit der höchsten Vergütungsstufe zustehen.


    Meine Anlage habe ich gebraucht gekauft, sie wurde von dem Solarteur errichtet der auch die andere Anlage errichtet hat. Er hat die Anlage 2 Jahre später dann an mich verkauft. Dass die andere Anlage nur 4 Monate vorher errichtet wurde ist mir erst jetzt aufgefallen. Er hat jedenfalls nichts dazu gesagt...


    Auf dem gleichen Gelände gibt es noch eine sehr große Anlage des Hofbesitzers mit IBN 2009, die jetzt aber keine Rolle spielt. Der Solarteur hat meine Anlage zuerst dem Hofbesitzer angeboten, dem war aber der Preis zu hoch. Über ein bekanntes Portal hat er dann die Anlage einem größeren Publikum angeboten und ich habe dann gekauft.


    Die Anlage hatte auch sonst einige Mängel, schlampig aufgebaut und schlecht dokumentiert (keine Modul- und Stringpläne etc.) Mit 2000 €/kWp habe ich etwas viel bezahlt für IBN März 2012, aber die Anlage bringt ja nun auch fast 1100 kWh/kWp nachdem ich mehrere Fehler beseitigt habe.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Zitat

    Meine Anlage habe ich gebraucht gekauft


    Dann dürfte nicht der Tag der Errichtung entscheidend sein, sondern die Inbetriebnahme der Module. Wenn die mehr als 12 Monate von der 4 Monate vorher installierten Anlage auseinander liegen, sollte die Aufteilung bis 30kW und über 30 kW gelten. Dies scheint der bisherige NB auch so abgerechnet zu haben.


    Gruß


    gruennetz

  • Zitat von gruennetz

    Dann dürfte nicht der Tag der Errichtung entscheidend sein, sondern die Inbetriebnahme der Module.


    Danke für die Antwort! Die Inbetriebnahme meiner Anlage war 4 Monate nach der Inbetriebnahme der anderen Anlage.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Vielleicht lohnt es sich doch, einmal die vielen von der EEG-Clearingstelle untersuchten Fälle zur Anlagenzusammenfassung anzuschauen und nach einer vergleichbaren Situation zu suchen.

  • Da braucht man nicht suchen, die Situation ist recht eindeutig. Allenfalls könnte man versuchen beim Verkäufer nachzuhaken, weil er das wohl verschwiegen hat.
    Kollektor : hast du dir nicht die alten Abrechnungen zeigen lassen? Da du das nicht zum ersten mal machst, hätte ich erwartet, daß das Standard ist.


    Hätte er damals gewartet, wäre ja nicht nur die Vergütung deutlich geringer gewesen sondern auch noch unter das MIM gefallen.

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

    Rechtschreibhilfe besser ausschalten statt unlesbare Texte zu produzieren.

  • Zitat von alterego


    Kollektor : hast du dir nicht die alten Abrechnungen zeigen lassen? Da du das nicht zum ersten mal machst, hätte ich erwartet, daß das Standard ist.


    Klar habe ich mir die Abrechnungen zeigen lassen! Aber nicht centgenau nachgerechnet weil das Resultat im erwarteten Bereich lag. Wer denkt denn im Augenblick an sowas... :juggle: Die Meldung an die Bundesnetzagentur mit dem IBN-Zeitpunkt wurde mir übergeben und den Zählerstand habe ich auf Plausibiltät geprüft und hochgerechnet. Ich habe noch nicht einmal die eigenen Abrechnungen in den Folgejahren centgenau gecheckt, erst beim Wechsel des VNB ist mir das aufgefallen. :roll:


    Die technische Dokumentation bestand aus ein paar handschriftlichen Zetteln. :juggle:


    Eine Fernüberwachung war nicht vorhanden, als ich einen Solarlog installiert habe sah ich gleich dass einer der Strings keine Leistung brachte und nach aufwändiger Suche auch nie angeschlossen war weil eine Verbindung zwischen 2 Modulen fehlte. Die Leitungen selbst hingen lose herum und wurden erst durch mich ordentlich befestigt. Die WR waren direkt an einer Holzwand befestigt, auch die habe ich erst brandsicher neu montiert bzw. von einem Fachbetrieb montieren lassen.


    Immerhin läuft die Anlage jetzt besser als es die Abrechnungen suggeriert haben. Preis entspricht nun der Vergütung von 8 Jahren, ich kann die Anlage fast fast 19 Jahre nutzen. :P


    Zugegeben habe ich die Anlage in meiner Gier etwas fahrlässig gekauft, die schlampige Verkabelung und WR-Montage habe ich gesehen und akzeptiert dass ich nachbessern musste. Immerhin ist die Anlage nur 75 km (eine Autostunde) entfernt.


    Was will man auch machen wenn man noch etwas investieren will und die Zeit für einen eigenen Neubau auf gepachtetem Dach EEG-mäßig vorbei ist, mit den heutigen Vergütungen kann man kaum noch eine Pacht bezahlen die einen Dachbesitzer glücklich macht... :juggle:

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Auch mit recht viel Erfahrung sieht man nicht alles, nächstes mal machst du es besser, aber du willst ja eh nicht mehr...

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