Sonnenbatterie (Wirkungsgrad Akku und Eigenverbrauch)

  • Zitat von Klaus44

    Hallo in die Runde,


    die Tabelle des KIT mit den 16 verschieden Speichersystemen ist enorm aufschlussreich. Es ist mir aber ein Rätsel, welcher Hersteller hinter der Spalte 6 der Tabelle steckt. Mit der schlechten Regelzeit könnte ich leben. Bei einem Eigenverbrauch von kleiner 3W frage ich mich aber schon, wie's um die Lebensdauer des Akkus bestellt ist. Bei der Sonnenbatterie wurde, meiner Meinung nach, alles für eine lange Lebensdauer und eine gute Autarkie getan mit dem Nachteil eines schlechten Wirkungdgrades.
    Bevor ich mir die SB zulegte, habe ich mit einem Eigenbauspeicher, bestehend aus einem 640 Wh Pedelecakku, einem effizienten Ladegerät, einem Modulwechslrichter und einer Leistungsregelung, Erfahrung gesammelt. Da hatte ich einen relativ guten Wirkungsgrad, aber natürlich keine wesentliche Autarkiesteigerung. Nach dem Motto "Spezialisten leisten etwas Besonderes", habe ich mir dann die SB gegönnt und damit ein neues teueres Hobby.



    Hallo Klaus44,


    was hat der Eigenverbrauch < 3 Watt mit der Lebensdauer einer Batterie zu tun ?
    Ich schließe aus so einem geringen Eigenverbrauch, dass das System in einen Standby oder Ruhemodus fährt und aus meiner Sicht höchst effektiv und effizient ist.


    Klaus44: Mit der schlechten Regelzeit könnte ich leben: Spalte 6 im KIT-Schaubild:
    Eine Reaktionszeit von ca. 10 Sekunden und eine Ausregeldauer von ca. 41 Sekunden wäre für mich auf jeden Fall
    ein K.O. Kriterium für ein Speichersystem.


    Schau dir mal folgenden Beitrag von mir zum Thema erforderliche Regelgüte eines Batteriespeichersystems zur Bedienung der Lastanforderung für ein Cerankochfeld an:
    https://www.photovoltaikforum.…stausch-t116314-s300.html


    Das untersuchte System 6 im KIT-Schaubild könnte die Lastanforderung eines Ceranfeldes keinesfalls effektiv und effizient bedienen.
    Ein Ceranfeld hat eine pulsierende Lastanfoderung von ca. 10 Sekunden mit ca. 2000 Watt und anschließend eine Ruhepause von ca. 40 Sekunden fast gegen Null. Bei einem Induktionskochfeld ist die Herausfoderung nochmals um eine Stufe höher.
    Hier würde man nach deinen akzeptierten Kriterien regelmäßig systematisch daneben schießen.


    Gleiches Problem bei pulsierendem Anlaufstrom eines Kühlschranks für ca. 5 Sekunden.


    Ich befürchte bei solchen Werten für Reaktionszeit und Ausregeldauer wird, meines Erachtens, ein Batteriespeichersystem zur Energievernichtungsmaschine. :wink:




    Karl

  • Hallo Goetschhofer,


    Hat Herr Schröder von Sonnen auf Deine Mail geantwortet? Du wolltest ja wissen, ob es gute Gründe gibt, nur Fragmente aus dem Effizienzleitfaden zu veröffentlichen.

  • Zitat von Klaus44

    Hallo Goetschhofer,


    Hat Herr Schröder von Sonnen auf Deine Mail geantwortet? Du wolltest ja wissen, ob es gute Gründe gibt, nur Fragmente aus dem Effizienzleitfaden zu veröffentlichen.


    Hallo Klaus44,


    natürlich nicht.
    Habe ich auch so erwartet.


    Also haben die doch was zu verbergen ! :wink:


    Ich sehe dies aber gelassen.


    Es wird in 2018 wieder eine Handvoll Ergebnisse aus Prüfungen im Detail nach dem Effizienzleitfaden von anderen Speicherprodukten geben und dann schaut natürlich die Optik nicht wirklich gut aus, wenn man mit Detailinformationen selbst hinter dem Berg hält.


    Spätestens zur nächsten Intersolar 2018 im Juni (ist ja bereits in 6 Monaten) wissen wir sicherlich mehr.



    Karl

  • Vielen Dank für die Vergleichswerte bzgl. des Wirkungsgrads der SB, danach hatte ich schon gesucht.


    Hier unsere Werte lt. SB Webseite, die ich in meiner eigenen Statistik, die ich durch Aufzeichnung der Istwerte aus dem REST Interface der SB erstelle, auch in etwa bestätigen kann:


    SB ist seit Mitte August 2017 in Betrieb. Wir haben etwa 250W Mindestverbrauch.
    SB Modell eco 8.


    Ladung 719,12 kWh
    Entladung: 579,83 kWh


    Entspricht damit knapp 81%.


    Im Monat September war der Wert bei knapp 83%


    Ladung 150,91 kWh
    Entladung: 124,57 kWh


    Gruß,
    Volker

  • Hallo volker25,


    leider hast Du nicht geschrieben, wieviele KWh Dein Speicher hat. Nachdem der Wirkungsgrad aber relativ gut ist, muss es aber ein größerer Speicher sein, da sich hier der Eigenverbrauch von 250 KWh/Jahr weniger stark auswirkt. Meintest Du mit dem Mindestverbrauch von 250W, daß Deine nächtliche Grundlast 250W beträgt?

  • In der Signatur steht xx KW/h :D also 6

    3.2018 40 x BenQ Solar Sun Vivo PM060MB2 -> 12kWp bei DN 38° mit ca. -18 ° SO

    8.2019 22 x Ja Solar JAM60s03 - 325 WP mit 22 X SE P370 + SMI35-> 7,15 kWp bei DN 10 mit ca. -18° SO

    WR 25000TL-30 mit SHM 2.0 + MultiPlus II + 26 kWh DIY Akku
    07.2020 VW e-up! Style Honey + go-eCharger HOME+ an OpenWB

    01.2023 Hyundai Tucson Plug-in-Hybrid + go-eCharger HOME+ an OpenWB

    11.2022 WP von Vaillant VWF 117/4 mit Sole

    Mein Tibber / Einladungslink https://invite.tibber.com/ugmxwnn7.

  • Zitat von Klaus44

    Hallo volker25,


    leider hast Du nicht geschrieben, wieviele KWh Dein Speicher hat. Nachdem der Wirkungsgrad aber relativ gut ist, muss es aber ein größerer Speicher sein, da sich hier der Eigenverbrauch von 250 KWh/Jahr weniger stark auswirkt. Meintest Du mit dem Mindestverbrauch von 250W, daß Deine nächtliche Grundlast 250W beträgt?


    Größe der Batterie ist 6kWh.
    Und ja, Grundlast ist bei uns so um die 250W.


    Ich habe mal geschaut, was die Batterie an Tagen ohne nennenswerte Sonne macht: Die Erhaltungsladung an solchen Tagen variiert zwischen 350Wh und 400Wh pro Tag. Eine komplette Ladung aus dem Netz haben ich nur direkt nach der Installation einmal gesehen.


    Optimierungspotential bei der Sonnenbatterie gibt es aus meiner Sicht bei der prognosegestützten Ladung: Unsere PV-Anlage ist auf 70% Einspeisung limitiert und ich sehe immer mal wieder, dass die SB zu früh lädt und dann in der Mittagsspitze die Anlage abregeln muss. Das ist in der Herbstzeit und auch gerade jetzt wieder der Fall. Im Sommer trat das Problem nicht auf.


    Gruß,
    Volker

  • Hallo zusammen,


    wenn ich mal zusammenfassen darf, ergibt sich folgendes Bild:
    Der Eigenverbrauch der eco 8.0 ist bei jeder Speichergroesse etwa 250 KWh im Jahr.
    Der verbaute Wechselrichter hat immer 3,3 KW mit entsprechender Wirkungsgradkurve und wird je nach Speichergroesse bis auf 1,5 KW begrenzt (bei 2 KWh)
    Aus diesen beiden Tatsachen erklärt sich, daß der Wirkungsgrad zwangsläufig umso schlechter wird, je kleiner der Speicher ist. Aus den technischen Daten der Sonnenbatterie kann man dies allerdings nicht entnehmen.

  • Zitat von Klaus44

    Hallo zusammen,


    Der Eigenverbrauch der eco 8.0 ist bei jeder Speichergroesse etwa 250 KWh im Jahr.


    Wenn ich 400Wh Erhaltungsladen pro Tag rechne, komme ich auf 146kWh im Jahr.
    Das gilt für eine SB mit 6kWh.
    Sollte das mit einer kleineren Batterie nicht weniger werden?


    Gruß,
    Volker

  • Hallo volker25,


    genau diese 400Wh habe ich auch bei meiner eco 8.0/2 Das ist die Summe der Erhaltungsladungen, die bei meiner kleinen Batterie alle 2 Std. stattfinden, wenn diese leer ist. Das ist aber nur der Standby Verbrauch. Übers Jahr gesehen haben nach meinen Recherchen alle SB etwa 250 KWh Eigenverbrauch.