Blitzschlag, Module ausgetauscht: Neu-oder Altanlage?

  • Guten Tag!


    Meine Photovoltaikanlage ging am 27. Juli 2011 in Betrieb.


    Durch einen Blitzschlag am 04. Juni 2017 waren mein Wechselrichter und 26 Module von 63 Modulen defekt.


    Montiert waren Centro Solar-Module S-Class Exellent monocriystalline S 225M54, schwarz.


    Da nicht auszuschließen war, dass die Bypassdioden der restlichen Module ebenfalls teilgeschädigt waren und weil die Beschaffung gleicher Module mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden waren bzw. nicht beschafft werden konnten,wurden die gesamten 63 Module mit gleicher Leistung ausgetauscht. Nachdem die alten beschädigten Module auf einem Schienen-Einschubsystem montiert waren, mußten die Maße der Austauschmodule genau zum vorhandenen Schienensystem passen. Die Länge und Stärke der Module mußten gleich sein.


    Leztendlich wurden folgende Module mit gleicher Leistung montiert:


    Solarfabrik Professionell 54 poly, 225 w, blau. Zwar neu, aber Baujahr 2014. Keine Garantie.


    Der Leistungsstand der Anlage blieb also mit 14,175 KWp gleich.


    Die gesamten Altmodule wurden nachweislich verschrottet.


    Der Verteilnetzbetreiber LEW meint nun: Meine Anlage wäre jetzt eine Neuanlage geworden. Der Sachbearbeiter schickte mir entsprechende Formblätter zu.


    Meine Frage lautet: Ist meine Photovolatikanlage eine Altanlage geblieben oder ist sie durch den Austausch der teilweisen defekten Module eine Neu-Anlage geworden?


    Ich möchte natürlich meine alte Einspeisevergütung nicht verlieren.


    Ich bitte um eure Meinung zu diesem Sachverhalt.


    Besten Dank im voraus!

  • das ist ein sachmangelbedingter Austausch des Generators ,und hat keine Auswirkungen auf Dauer und Höhe der Einspeisevergütung.
    Das "Verschrotten" der ersetzten Module war nicht erforderlich, die hättest du grad so gut auch verkaufen können (als "defekt", und natürlich ohne EEG Vergütung)

  • Zur Vollständigkeit der Angaben erstmal, welcher WR war vorher montiert und welcher ist es jetzt?

    WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
    ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
    Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest

  • Zitat von jodl

    das ist ein sachmangelbedingter Austausch des Generators ,und hat keine Auswirkungen auf Dauer und Höhe der Einspeisevergütung.
    Das "Verschrotten" der ersetzten Module war nicht erforderlich, die hättest du grad so gut auch verkaufen können (als "defekt", und natürlich ohne EEG Vergütung)

    Einmal editiert, zuletzt von Luggi1 ()

  • Es war ein Wechselrichter von SMA, Typ STP15000TL-10 eingebaut. Der Wechselrichter wurde ebenfalls durch den gleichen Typ ersetzt.


    Die Verschrottung der Module wurde von der Versicherung und von der Versicherung beauftragten Installatuer trotz Beschwerde von mir, vorgegeben. Einen Verschrottungsnachweis bekam ich vom Installatuer.

  • Grundsätzlich sollte dies vorher abgeklärt werden. Ich sehe ein Problem inwieweit der Nachweispflicht für defekte Module nachgekommen wurde und ob eine fachgerechte Reparatur der Anschlussdosen wirtschaftlich machbar gewesen wäre.


    https://www.clearingstelle-eeg.de/files/Hinweis_2015_7.pdf


    wirtschaftlich vertretbar ist meiner Ansicht ein mobiler Flasher (inkl EL-Aufnahme), bei nicht vergossener Anschlussdose können auch Bypass Dioden entfernt werden und eine Messung gemacht werden.
    https://www.mbj-services.com/p…-buchung/partnernetzwerk/


    https://www.clearingstelle-eeg…chiedsspruch_2017_5_0.pdf
    https://www.clearingstelle-eeg.de/files/Votum_2014_30.pdf

  • Zitat von wig

    Grundsätzlich sollte dies vorher abgeklärt werden. Ich sehe ein Problem inwieweit der Nachweispflicht für defekte Module nachgekommen wurde und ob eine fachgerechte Reparatur der Anschlussdosen wirtschaftlich machbar gewesen wäre.


    ich sehe da garkein Problem.
    bei der Beurteilung ob eine "fachgerechte Reparatur" wirtschaftlich machbar gewesen wäre, muß ja auch das Thema Gewährleistung mit in die Abwägung einbezogen werden.
    Ich kann mir nicht vorstellen daß derjenige der mit einem "mobilen Flasher" die betroffenen Module prüft und in gute und schlechte sortiert, eine irgende Form von Garantie dafür gibt wie lange die noch "gut" sind und daß nicht doch in einem halben Jahr, in einem Jahr, usw. doch die Leistung einbricht.
    Vorteilhaft ist es wenn man solche Abwägungen dokumentiert damit man sie im all der Fälle auch belegen kann.

  • Zitat von Luggi1

    26 Module von 63 Modulen defekt.


    Zitat von jodl

    ... wie lange die noch "gut" sind und daß nicht doch in einem halben Jahr, in einem Jahr, usw. doch die Leistung einbricht.


    entscheidend ist ob eine wirtschaftlich vertretbare Überprüfung stattgefunden hat, und ob sie zu diesem Zeitpunkt ein Defekt oder eine Minderleistung vorhanden war.