Wechselrichter-Netzverbindung bei Schnee auf der Anlage?

  • Guten Mittag, allerseits.


    Nach Wintereinbruch vor ca. 1 Woche hat es nun richtig zu schneien begonnen. Folglich liegt ja auf den Platten Schnee.
    Seit heute Mittag um 10:00 Uhr versucht sich der Wechselrichter, mit dem Netz zu verbinden, was aber jedes Mal scheitert, da von den Platten nichts kommt.
    Ich habe jetzt vorerst die Sicherung rausgenommen, damit er nicht die ganze Zeit weitermacht.
    Sollte man etwas dagegen tun, und wenn ja, was?


    Freundliche Grüße
    L

  • Die Sicherung würde ich drinnen lassen, bei mir wäre die Gefahr zu zu groß, das ich das wiedereinschalten vergesse & der
    WR sollte das ja auch abkönnen.


    Sofen der Wetterbericht mehrere Sonnenstunden vohersagt, kehre ich die Module neben & unterhalb der Dachfenster ab,
    was zur Folge hat, das sich diese Module auch in der Wintersonne soweit erwärmen, das die unter den Module aufsteigende
    Warmluft auch die oberen Modulreihen vo unten her antaut, so dass dieser Schnee auch abgleitet.


    Das Ganze beim Hausdach nur vom Dachboden aus.
    Hat nicht wirklich was mit Ertragssteigerungen zu tun, sondern eher was mit Spass am Hobby.
    Tauender Schnee löst Verunreinigungen ganz gut an & nimmt diese mit nach unten.
    Zusätzlich verhindert das, das sich große des nächtens hartgefrorene Schnee&Eisbatzen am unteren Ende ansammeln
    & dann die untersten Rahmen der Module abziehen.


    Was sich nicht auf den Modulen anhäufen kann, verursacht auch keine Probleme mehr.
    Viele kleine kontrollierte Dachlavinen ersparen unkontrollierte mit evtl. Folgen.


    HofeBY

  • Vielleicht erzählst Du uns erst einmal etwas mehr zu Deiner Anlage. Welche Module, wie viele, wie verstringt an welche(m/n) Wechselrichter(n)? Aufgrund der WR-Wahl scheinen die unzuverlässige Startspannung als Startkriterium zu verwenden, auf welchem Wert steht die denn? Denn den Wert nach unten schrauben ist halt kontraproduktiv, wie Du wohl gerade siehst...
    Welche DC-Spannung liegt denn in der Zeit der vergeblichen Zuschaltversuche an?


    Ciao


    Retrerni

  • Hallo,


    Keine Sorge ist vollkommen Normal bei dem Wetter.
    Durch den Schnee kommt Licht, darum erzeugen die
    Module ihre Leerlaufspannung.
    Dann denkt der Wechselrichter ich Starte mal,
    merkt dann aber das kein Strom fliest und die
    Spannung zusammen bricht.
    Dann schaltet er ab und das Spiel beginnt vom Neuem...


    Also Sicherungen drinn lassen.


    Gruß Verona

    7,995 kWp - 37 IBC 215TS - Solarmax + Mastervolt
    2,160 kWp - 12 Day4 180 - Solarmax
    2,250 kWp - 10 Sanyo HIP225 - Solarmax
    1,890 kWp - 06 Sunpower 315 - Mastervolt
    6,000 kWp - 24 Yingli 250 - 2 Steca
    12 kW ESS Peus-Testing
    http://www.solarlog-heckmann.de

  • Hallo zusammen,
    und schon mal herzlichen Dank für eure Antworten.
    @ Retrerni
    Folgendes kann ich zu den technischen Faktoren sagen:
    55 Module CNPV 200M
    Also 11 kWp
    3 Stränge a 14 Module (Eingang A)
    1 Strang a 13 Module (Eingang B)
    Wechselrichter SMA Tripower 10000 TL-10


    Zur Startspannung kann ich nichts sagen.
    Ist die während der Zuschaltversuche irgendwo ablesbar?
    (Ich habe lediglich die Software "Sunny Explorer" von SMA für den Zugriff
    auf den WR. Hier kann ich nichts finden zu Startspannungen o. ä.)


    Zur Erklärung: Der WR hängt bei mir in der Wohnung im EG, Technikraum.
    Deshalb bekomme ich, wenn ich am Wochenende zu Hause bin mit, wie der WR stundenlang versucht
    sich ins Netz zu schalten (wie gesagt wenn Schnee auf der Anlage liegt)
    Zum einen nervt das ständige Klackern und aufheulen, zum anderen kann ich mir nicht vorstellen, dass das
    auf Dauer dem Gerät gut tut.
    Oder sind meine Bedenken da grundlos?
    LG
    L.

  • Nun, wir reden hier wohl über die Module von https://www.photovoltaikforum.…s=3&mode=display&id=16408, richtig? Du kannst üblicherweise die WR-Parameter z.B. über Bluetooth auslesen. Sollte eine Startspannung unter 312 V bei obigen Modulen eingestellt sein, kannst Du sie erst einmal sofort bedenkenlos auf diesen Wert erhöhen (da sie u.U. noch bei 188 V steht). Ansonsten kannst Du den Wert ab dann auch schrittweise (schrittweite etwa 10 V) erhöhen, bis die zu häufigen Schaltvorgänge auf ein erträgliches Maß reduziert wurden. Ansonsten hättest Du einen WR benötigt, der wie es technisch eigentlich erforderlich wäre die auf der DC-Seite zur Verfügung stehende Leistung misst (denn wie Du merken wirst ist die Startspannung denkbar ungeeignet, zumal sie nicht in Abhängigkeit der Außentemperatur verändert wird).


    Ciao


    Retrerni

  • Zitat von DeBedenHasen


    Seit heute Mittag um 10:00 Uhr versucht sich der Wechselrichter, mit dem Netz zu verbinden, was aber jedes Mal scheitert, da von den Platten nichts kommt.
    Ich habe jetzt vorerst die Sicherung rausgenommen, damit er nicht die ganze Zeit weitermacht.
    Sollte man etwas dagegen tun, und wenn ja, was?


    Nein.
    "Das muss das Boot abkönnen"


  • Ja, das haben die dummen Einspeisewechselrichter so an sich und irgendwann ist dann das fest eingelötete Relais kaputt.
    Deshalb hatte ich letztes Jahr einen Modulfelddetektor entwickelt, um den WR zu steuern. Aber ich wurde nur ausgelacht.
    So hatte ich mir auch das Schaltbild gespart und bloss ein Foto publiziert:
    https://www.photovoltaikforum.…g-im-mfh-t108527-s50.html
    Das Gerätchen funktioniert einwandfrei und der WR macht was er soll! :wink:
    einstein0

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Zitat von Retrerni

    Nun, wir reden hier wohl über die Module von https://www.photovoltaikforum.…s=3&mode=display&id=16408, richtig? Du kannst üblicherweise die WR-Parameter z.B. über Bluetooth auslesen. Sollte eine Startspannung unter 312 V bei obigen Modulen eingestellt sein, kannst Du sie erst einmal sofort bedenkenlos auf diesen Wert erhöhen (da sie u.U. noch bei 188 V steht). Ansonsten kannst Du den Wert ab dann auch schrittweise (schrittweite etwa 10 V) erhöhen, bis die zu häufigen Schaltvorgänge auf ein erträgliches Maß reduziert wurden. Ansonsten hättest Du einen WR benötigt, der wie es technisch eigentlich erforderlich wäre die auf der DC-Seite zur Verfügung stehende Leistung misst (denn wie Du merken wirst ist die Startspannung denkbar ungeeignet, zumal sie nicht in Abhängigkeit der Außentemperatur verändert wird).


    Ciao


    Retrerni


    An die Einstellungen für die Startspannung komme ich leider nicht ran, da ich mich nicht
    im "Installateurmodus" einloggen kann. Ich habe kein funktionierendes Passwort dafür.
    Ich habe mich auch noch nie in diesem Modus eingeloggt.
    Was ich so gelesen habe, komme ich da nur mit einem PUK ran, den ich bei SMA kaufen muss, wenn das "vorgegebene" Passwort nicht akzeptiert wird
    Bin ich da richtig informiert, oder gibt es alternative Möglichkeiten an diese Einstellungen ran zu kommen?
    LG
    L

  • Ich bin ja schon etwas überrascht, > 10'000 Zugriffe auf diesen einfachen Thread und niemand hat eine Lösung. :(
    Sogar die WR-Hersteller haben das Klickerproblem noch nicht einmal im Griff. Dabei wäre es doch so einfach: :idea:
    Einen kurzen Belastungstest der Strings, bevor die Sequenz der Anbindung ans Netz losgeht... :mrgreen:
    Muss man immer alles selber machen? :oops:
    einstein0

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
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    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.