Glyphosatfehlentscheidung Ähnlkt zur Laufzeitverlängerung?

  • Unabhängig davon, ob die Entscheidung gekauft war oder nicht, ob der deusche Entscheider durch die Regierung legitimiert war (auch wenn 3/4 der Europäer gegen die Wiederzulassung des stark unter krebsverdacht stehenden Glyphosates sind) oder nicht; Wie Umkehrbar ist diese Fehlentscheidung? Bzw.was kostet die Rückgängigmachung? Wieviel wird Monsanto/Bayer sich dafür bezahlen lassen, dass Sie uns doch nicht mehr vergiften (provokativ ausgedrückt) dürfen?
    Das muss die neue GroKo nun entscheiden: Zahlen oder (weiter)vergiften lassen.

  • Moin,


    da braucht man(wir) nicht rum zu lamentieren: Unumkehrbar - die 5 J sind fix.
    So viel zu dem Satz der Kanzlerin: Wir werden keine Entscheidungen treffen, die Verhandlungen bzw. das Regieren in Zukunft schwieriger machen - > zum Start der ehemaligen Jamaika Verhandlungen. Und eben dieser Schmidt war es auch, der bei dem Gülleentscheid keine schärfere (vernünftigere) Grenzwerte zugelassen hat.


    Und ich dachte, Deutschland wäre ein Hightech Land. Jetzt sind wir aber nur ein popeliges Agrarland - sofort austauschbar.


    Ein mehr als enttäuschter
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Inmotion V5F + V10F

  • Naja, das ist halt mal wieder so eine Grenzentscheidung. Krebsverdacht heist, Nicht bestätigt, nicht ausgeräumt, Effekt bewegt sich auf der Nachweisgrenze. Die meisten die sich damit weitergehend befasst haben plädieren, da die Alternativen nicht nennenswert besser sind, für weiternutzen mit möglichst reduzierter Menge, und Entwickeln von ALternativen (z.B. Agrarroboter die selektiv hacken etc. ) die dann wirklich klar besser sind. Die 5 Jahre sind daher nict unsinnig (Monsanto hin oder her, Patente dürften da längst ausgelaufen sein ergo kann das Zeug jeder produzieren) Was vermutlich unter den Tisch gefallen ist im Hickhack, weil sich die Gegnerseite zu einseitig auf das Verbieten konzentriert hat ist der möglichst reduzierte Einsatz - den man z.B. mit einer Steuer oder ähnlichem herbeiführen kann. Sowie das verstärkte Entwickeln wirklicher Alternativen.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Das mit Krebsverdacht ist noch nicht bestätigt aber selbst bei kleinsten Zweifel ist die Verlängerung durch nichts zu rechtfertigen.
    Noch schlimmer finde ich die sonstigen negativen Auswirkungen (Insektensterben, ausgeräumte Langschaften etc.).


    Ich vermute hinter der Aktion vom Schmid eine gesteuerte Aktion unseres mittlerweile amoklaufenden Horstes um die Verhandlungen zur GroKo zu stören!

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
    Elektrisch unterwegs mit Leaf II

  • Der bay. Landwirtschaftsminister Schmidt (CSU) Heute Morgen im MOMA, einfach ätzend :twisted:
    Wenn die SPD noch einen Funken...........

    9,1kwp - 3x14 Schott Poly 217 - Fronius 100 IG+
    Azimut = -2° Süd, 35° Dachneigung


    Man muss auch mal die Schuld bei anderen suchen!

  • Aber Hauptsache das Essen kommt aus dem Rewe.


    Ganz ohne solche Mittel geht es nicht. Für mich hat das wieder etwas Quasireligiöses, Faktenfremdes, mit dem die Gegner hier argumentieren. Warum versteift man sich auf ein Verbot, statt Alternativen hervorzuheben?


    Wenn man will, dass umweltfreundliche Landwirtschaft sich durchsetzt, sollte man mehr auf Marktmechanismen setzen. Wie wäre es mit einem Label "Glyphosatfrei"?

  • Der Herr Minister wird als "Glypho Schmidt" in die Agrargeschichte eingehen! :?
    Vorher hat er sich mit Satz:" An apple a day keeps Putin away" bekannt gemacht.
    Hat auch niemand verstanden.

  • Zitat von Eisbaer


    Noch schlimmer finde ich die sonstigen negativen Auswirkungen (Insektensterben, ausgeräumte Langschaften etc.).


    Das ist grundsätzlich richtig, aber bei genauerer Betrachtung haben diese Auswirkungen nur indirekt etwas mit Glyphosat zu tun. Insektensterben läßt sich eher durch Insektizideinsatz erklären und durch die Tatsache, dass man grundsätzlich neben der angebauten Frucht keine "Unkräuter" dulden will. Wobei wir auch schon bei der Grundursache für die "ausgeräumten Landschaften" wären.
    Ich als studierter Biologe traue mir jedenfalls nicht zu, ohne intensive Auseinandersetzung mit den Rahmenbedingungen hier zu bewerten, ob nun ein Glyphosat-Ausstieg im Gesamteffekt positiv oder negativ zu bewerten ist. Es müsste die gesamte Philosophie der Landwirtschaft verändert werden. Wird Glyphosat verboten, steigt de Landwirt sonst eben einfach auf das nächstbeste alternative Herbizid um - ob das wirklich gesünder ist?


    Patrick