PV Anlagenplanung / Angebot und Speicherfrage

  • Hallo zusammen,


    Erstmal vielen Dank für den freundlichen Empfang in der Rubrik "Steuer" :D


    Ich bin neu hier im Forum, da wir in der nächsten Zeit eine PV Anlage auf unser 2-Familienhaus installieren lassen möchten.
    Das Thema gestaltet sich für einen PV Neuling doch nicht so einfach wie erhofft.


    Kurz zu uns:
    Mehrfamilienhaus mit zwei Parteien
    120qm Satteldach, allerdings einige "Hürden" wie z.B. Balkon im Dach
    6500kwh Gesamtverbrauch
    Dachausrichtung Süd / Süd-Ost


    Nun denn, momentan liegt uns ein Angebot der EnBW vor welches mir Bauchschmerzen verursacht. Die Wirtschaftlichkeitsrechnung geht meiner Meinung nach nicht wirklich auf...
    EnBW möchte für die schlüsselfertige Anlage 27.999 EUR brutto haben, inklusive 32 Q Cells Modulen mit 9,76kwp gesamt und einem 8,2 KW Batteriespeicher.
    Natürlich ist bei EnBW eine PV Anlage nur in Verbindung mit Speicher erhältlich, deshalb meine Frage an die Profis, inwiefern sich ein Speicher überhaupt rechnen kann?


    Alternativ habe ich telefonisch noch mit einem regionalen Anbieter gesprochen. Er meinte sofort er würde mir keinen Speicher empfehlen. :!::?:
    Seiner groben Rechnung nach, würden wir bspw. 12 Cent fürs Einspeisen bekommen, und 28 Cent für die bezogene kwh bezahlen, demnach kostet uns eine kwh 16 Cent, plus die Kosten für die Anlage, Wartung, Rücklagen... Ist seine Rechnung da nicht sehr einfach? Wenn die Einspeisevergütung noch weiter sinkt, wäre dann ein Speicher nicht doch sinnvoll?


    Gerade im Internet gibt es etliche Berichte, dass bei Neubau einer PV Anlage der Speicher durchaus Sinn macht....


    Fragen über Fragen... Ich hoffe ihr nehmt mir meinen Fragenkatalog nicht krumm... Wir sind, auf Grund der verschiedensten Aussagen doch ein wenig ratlos...
    Danke vorab für eure Hilfe!

  • Hi,


    Zitat von Anterious

    Nun denn, momentan liegt uns ein Angebot der EnBW vor welches mir Bauchschmerzen verursacht.


    mir auch, wo ich schon EnBW gelesen hab`. :shock:



    Zitat von Anterious

    Die Wirtschaftlichkeitsrechnung geht meiner Meinung nach nicht wirklich auf...


    Hmm, warum wundert mich das jetzt nicht? :lol:



    Zitat von Anterious

    EnBW möchte für die schlüsselfertige Anlage 27.999 EUR brutto haben, inklusive 32 Q Cells Modulen mit 9,76kwp gesamt und einem 8,2 KW Batteriespeicher.


    Ah, jetzt weiss ich`s wieder: Völlig überteuerte Anlage und dann auch noch mit Speicher. :-?
    Klar, dass sich das nicht rechnet . . .



    Zitat von Anterious

    . . . deshalb meine Frage an die Profis, inwiefern sich ein Speicher überhaupt rechnen kann?


    Für den Verkäufer rechnet sich das immer . . . für Dich rechnet sich ein Speicher so wie die Alufelgen auf Deinem Auto.
    Der Neid Deiner Freunde wird Dir sicher sein . . . das Loch in der Geldbörse auch.



    Zitat von Anterious

    Alternativ habe ich telefonisch noch mit einem regionalen Anbieter gesprochen. Er meinte sofort er würde mir keinen Speicher empfehlen. :!::?:
    Seiner groben Rechnung nach, würden wir bspw. 12 Cent fürs Einspeisen bekommen, und 28 Cent für die bezogene kwh bezahlen, demnach kostet uns eine kwh 16 Cent, plus die Kosten für die Anlage, Wartung, Rücklagen... Ist seine Rechnung da nicht sehr einfach?


    Stark vereinfacht, aber richtig.



    Zitat von Anterious

    Wenn die Einspeisevergütung noch weiter sinkt, wäre dann ein Speicher nicht doch sinnvoll?


    Selbst in Österreich, wo`s nur 4 Cent/kWh für die Einspeisung gibt rechnet sich ein Speicher nicht wirklich, er lindert nur den Schmerz etwas.


    Speicher rechnen sich dann, wenn die Speicherpreise um etwa die Hälfte sinken, wovon ich in 2-3 Jahren ausgehe.


    Es gibt heute einige Strom-Cloudmodelle von Speicherherstellern, die rechnen sich insofern, als dass man mit Glück eine schwarze Null schreiben kann, wenn alles so klappt wie geplant und nix dazwischen kommt.
    Auf 20 Jahre Amortisationsdauer gesehen ist das mutig, aber nicht unmöglich.



    Zitat von Anterious

    Gerade im Internet gibt es etliche Berichte, dass bei Neubau einer PV Anlage der Speicher durchaus Sinn macht....


    Ja, die Werbeflimchen vom Herrn Farenski mit dem guten Herrn Laudeley als Hauptdarsteller.
    Marketing at it`s best. :roll:


    Im Bereich PV wird über nichts soviel Blödsinn geredet wie über Homespeicher. Genial eingefädelt von den konventionellen Stromerzeugern, die damit den PV-Ausbau und die Energiewende massiv ausbremsen, weil viele Leute lieber eine kleine PV-Anlage kaufen, weil sie noch Geld übrig haben müssen für den Speicher.


    Dämlicher kann man das gar nicht machen.

  • EnBW?
    Mir fehlen die Worte. Ein Anbieter der nur vermittelt, und dazu noch ein Stromkonzern.
    In deinem Fall müssen mehrere Parteien Verdienen (EnBW Vermittlungsprovision, Solateur für Material + Montage )...
    Da muss man ja ein super duper Akku mit verkaufen, damit die Provision für beide reicht ;)
    Kannst ja fragen, ob die Anlage erst zu zahlen ist, wenn der Zwei-Wege Richtungszähler vom der netzbw gesetzt ist...


    P.s. bei mir hat die netzebw knapp 9 Wochen benötigt zum Zählerwechsel... Und das hätte noch länger gedauert, wenn ich nicht wöchentlich an der.hotline telefonisch + per Email genervt hätte


    Gesendet von meinem Redmi 4X mit Tapatalk

    - PV-Module: Winaico 300Wp Full Black + Winaico 275Wp => Gesamt 9,85kWp

    - PV-Module: Winaico 375Wp Full Black => Gesamt 4,875kWp

    - Wechselrichter: Fronius Symo 8.2 + Symo 5

    - Heizung: Panasonic Heisha Luft-WP + HeishaMon

    - Stromzähler: commetering Zähler (Discovergy)

    - smarten Stromanbieter: keinen mehr ;(