Fronius Anlage mit Speicher im Notbetrieb

  • Hallo Forumsgemeinde,


    ich habe seit Ende Juni 2017 eine PV Anlage am laufen.
    Fronius Symo Hybrid 5.0-3-S
    Fronius Speicherbatterie
    22x 300 Watt Module
    außerdem wurde die Umschaltbox von Enwitec verbaut so das die Anlage in den Notstrombetrieb gehen kann.
    Bisher läuft die Anlage ohne Störungen, ich bin sehr zufrieden. Auch der Notstrombetrieb wurde von der Firma welche die Anlage installierte getestet. Nach simuliertem Stromausfall, alles wie es sein soll und nach "Netz wieder da" ebenfalls.
    Aber da gibt es noch eine Sache auf die ich noch keine Antwort gefunden habe, ich suche jetzt schon Wochen im www und habe auch hier im Forum schon recherchiert, jedoch ohne Erfolg.
    Ich möchte gern bei Stromausfall wenn die Anlage im Notstrombetrieb ist bei Bedarf den Speicher mit einem Stromaggregat nachladen können. Hintergrund ist das gemäß murphy's Gesetzen wahrscheinlich genau dann der Strom weg ist wenn kaum bis gar keine Sonne da und der Speicher (ziemlich) leer ist. Aggregat anschmeissen, 2 Stunden laufen lassen und danach wieder vom Speicher versorgen lassen.
    Der Symo Hybrid kann ja laut Werbeaussagen von Fronius in alle Richtungen Energieflüsse managen also auch mit AC laden, außerdem gibt es die Möglickeit zusätzliche Energieerzeuger einzubinden.
    Für Tipps wie man ein Stromaggregat in die Anlage einbinden kann bin ich sehr dankbar.


    Grüße
    Dirk


  • Hallo dachsparren,


    dieses Thema wurde vor längerem schon mal gekaut.


    https://www.photovoltaikforum.…-hybrid--t113278-s70.html


    Ab Seite 8


    Soweit ich dies noch im Kopf habe, so gaukelt man dem Fronius Hybrid mit dem Dieselnotstromaggregat ein Netz mit 50 Hz vor und auf dieses kann er sich dann aufsynchronsieren.
    Normalerweise fährt er im Notstrombetrieb 53 Hz, damit sich keine anderen Erzeuger aufsynchronisieren können.


    Laut "Diritech" funktioniert dies.
    Re: Status Update "Notstromfähigkeit" für Symo Hybrid?


    Beitragvon Diritech » 16.09.2016, 10:10
    Sofern du die Nachzählersicherung auf AUS schiebst sollte dies mit der NetzOÖ kein Problem geben, da du ja im Inselmodus fährst.
    Ich habe ein Einhell Aggregat und speise über die 380er Leitung ins Hausnetz (fronius WR akzepiert dies als Netz!)



    Karl

  • das Problem ist 50 hz vs. 53 hz..


    falls dein akku leer ist und kaum strom vom dach kommt dann könnte man folgendes versuchen:


    anlage ausschalten..
    Notstrom Aggregat starten..
    somit hast du eine Insel mit 50 hz..
    wr starten und der müsste sich nun auf den Generator auf synchronisieren..


    du gaukelst dem WR mit dem Generator ein Netz vor..
    du musst halt den Wechselrichter umstellen auf 0 (null) Einspeisung, denn sonst wird dir der WR den Generator "schießen" sobald er zum einspeisen beginnt.

    5.0 kWp Fronius Energy Package 9kW
    Ausrichtung: DN ~ 35°, SSO


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    Herzoglicher JK: 45 D: 9 T:1
    LK: 2

  • Einhell und 50Hz ??
    Hängt euch mal mit einem Messgerät mit 3poliger Spannung/Strom Überwachung rein und schaut euch die Fakten an.
    Falls überhaupt eine AVR Regelung vorhanden ist, haut euch spätestens eine Spannung beim Einschalten größerer Geräte ab.( AVR regelt die schwächste Phase aus und hebt die anderen hoch)
    Hab das selber bei mir im Haus mit einem 8kW Benziner (Pramac S8000 THB) getestet und bei 260V hab ich dann den Versuch abgebrochen. Von 50Hz bin ich weit weg. (gestestet mit http://bg-etech.de/bgshop/prod…e0p4aaqc03jt61vuj9ic7no42)
    Mag ja sein das er sich für eine kurze Zeit aufgeschaltet hat aber ein mehrstündigen Dauerbetrieb??


    Fronius weist ja selber darauf hin das man eine definierte Notstromschiene verwenden soll wo eine max. Leistung nicht überschritten werden kann.


    Umschalten auf Notbetrieb macht man nur mit einer ENS oder einem Umschalter alles andere ist nicht zulässig. (zumindest in OÖ)

    MS, 5 Smart Socket´s Air, Airbase, Modbusext.,2*Eastron Sdm630 Modbus, Zählerinterface,3 S0 Zähler, Wetterstation Elsner P03 Modbus, Fronius Symo 10 - Überschuss, WP Waterkotte DS5017.3, WW WP M-Tec WPE2000 + WW Speicher Stiebel Eltron 400 + 6kW E-Patrone


  • Hallo alealdata,


    selbstverständlich sind folgende, laut Ausführungsbestimmungen der Energie AG OÖ-Netz vorgeschriebenen technischen Einrichtungen vorzusehen (Notstromumschalter: Netz/Null/Notstrom, Spannungswiederkehr-Anzeige, Frequenz + Spannungswächter)


    Meiner Meinung kann ja nur angedacht sein, den Speicher mit einer Maximalen Leistung von 1000 - 2000 Watt soweit zu
    laden, dass er in die nächste PV-Ertragshase hinübergerettet wird um dann im Speichernotstrombetrieb zu laufen und wieder vom Dach zu laden.


    alealdata:
    Habe im Internet recherchiert. Dein Notstromaggregat Pramac S8000 THB) hat doch eine AVR-Regelung ! ?
    Automatic Voltage Regulation, englisch für automatische Spannungsregelung, siehe Spannungsregler


    Warum hattest Du dann eine Spannungsanhebung auf 260 V ?

  • Kommt von der Schieflast bei größeren 1~ Lasten. Im meinem Fall war es das Backrohr.
    Die AVR geht ja nur 1mal zum Generator und regelt das Magnetfeld vom Rotor.


    Erklärung:
    http://media.rotek.at/aalg/gen…ow_1-oder-3-phasig_de.pdf


    Deckt sich auch mit deinen Berichten bei den 20kVA Langsamläufern/50% Schieflast
    Bei den kleineren Aggregaten ist bei einer Herdplatte die Grenze überschritten!

    MS, 5 Smart Socket´s Air, Airbase, Modbusext.,2*Eastron Sdm630 Modbus, Zählerinterface,3 S0 Zähler, Wetterstation Elsner P03 Modbus, Fronius Symo 10 - Überschuss, WP Waterkotte DS5017.3, WW WP M-Tec WPE2000 + WW Speicher Stiebel Eltron 400 + 6kW E-Patrone

    2 Mal editiert, zuletzt von alealdata ()

  • Ersteinmal vielen Dank für die schnellen Antworten.
    Ich werde mir mal den genannten Beitrag durchlesen.
    Ich verstehe das jetzt so das es möglich ist wenn man in Kauf nimmt das der WR ausschaltet und neu hochfährt.
    Aber man benötigt offenbar ein Aggregat mit 3Phasen, meins hat leider nur eine. Als es angeschafft wurde war PV kein Thema. Gibt es da was preislich im Rahmen zum wandeln von 1 auf 3? Notfalls muss ich das Aggregat tauschen oder umbauen.
    Die Einspeisung müsste, natürlich mit einem Umschalter, vor der Umschaltbox erfolgen weil der WR ja hier seine Abfrage hat. Sehe ich das richtig?


    Grüße
    Dirk

  • Zitat von alealdata

    Kommt von der Schieflast bei größeren 1~ Lasten.
    Die AVR geht ja nur 1mal zum Generator und regelt das Magnetfeld vom Rotor.


    Erklärung:
    http://media.rotek.at/aalg/gen…ow_1-oder-3-phasig_de.pdf


    Deckt sich auch mit deinen Berichten bei den 20kVA Langsamläufern/50% Schieflast
    Bei den kleineren Aggregaten ist bei einer Herdplatte die Grenze überschritten!


    Hallo Alealdata,


    danke für den Hinweis und die Erläuterung.


    Da ich ja kein Elektrotechniker bin, ist die Sache für mich natürlich nicht so einfach zu verstehen.


    Welche technische Eigenschaften müsste nun ein Nostromaggregat aufweisen um einen Speicher (wie das FEP) AC-seitig zu laden ?


    1-ph.-Generator: Auf dieser Phase z. B. L1 hängt der Generator und die AC-seitige Einbindung des Speichers ! ?


    Wäre dies technische möglich ?


    Danke im Voraus für die Info.


    Karl

  • Generell würde ich sagen ist das "Fronius System" für den Insel - Dauerbetrieb nicht geeignet.
    Für etwas Licht und ein paar Kühlgeräte sollte es reichen aber nicht mehr.
    Bin mir nicht ganz sicher ob der Fronius Hybrid überhaupt im Inselbetrieb nachladen kann wenn die Sonne vorhanden ist.


    Für eine vernünftige Hauseinspeisung braucht es schon ein Aggregat >10kW um keine größeren Schäden zu produzieren und das deckt sich mit dieser Empfehlung:
    http://media.rotek.at/aalg/gen…Grundlagen-3p-Netz_de.pdf


    Almhütten im Inselbetrieb sind da die besseren Beispiele.

    MS, 5 Smart Socket´s Air, Airbase, Modbusext.,2*Eastron Sdm630 Modbus, Zählerinterface,3 S0 Zähler, Wetterstation Elsner P03 Modbus, Fronius Symo 10 - Überschuss, WP Waterkotte DS5017.3, WW WP M-Tec WPE2000 + WW Speicher Stiebel Eltron 400 + 6kW E-Patrone

  • Zitat von alealdata

    Generell würde ich sagen ist das "Fronius System" für den Insel - Dauerbetrieb nicht geeignet.
    Almhütten im Inselbetrieb sind da die besseren Beispiele.


    Hallo Aleldata,


    das ist auch nicht geplant und auch nur mit maximal 1500 Jahresbetriebsstunden im Notstrombetrieb zulässig.


    Ich hoffe ja doch nicht, dass zukünftig länger als 62 Tage im Jahr das Netz ausfällt ! :)


    Es geht nur um den Fall der Fälle z,. B. Winter, 1/2 Meter Schnee auf den Modulen, Stromausfall 48 Stunden ! ?




    Karl