LiFePo4(y) Umrüstung Wohnmobil

  • Hallo zusammen,


    ich habe auf meinem Kastenwagen aktuell 3*100WP verbaut (überdimensioniert), dazu einen Toyo mppt 30A. Ich hatte bei Installation 2*100Ah Banner Traktionsakkus verbaut. Bei meiner Nutzung sind die Akkus idR um 10:00 Uhr prallvoll gewesen. Ich vermute hierin auch die die geringe Haltbarkeit der Akkus: Akkus köcheln fröhlich vor sich hin, während das Wohnmobil z.t. wochenlang ungenutzt rumsteht. Akkus sind schlecht zugänglich,also zu selten den Flüssigkeitsstand geprüft.


    Jetzt stehen mal wieder neue Akkus an.


    Zum Verbrauch: Waeco cf50 Kompressorkühlbox - rechnerisch 13ah Tagesverbrauch bei 20 grad C. Truma E2400 - max 5Ah/Tag. Die Kühlbox läuft im Frühjahr und Herbst nachts kaum an, die Truma bleibt nachts auch aus.
    Meine Idee:


    Winston 60Ah /12v Akkupack. Dort Balanceranschlüsse nach außen legen.
    Solarladeregler so einstellen, dass er die Lade- und Floatspannung im schonenden Bereich hält und Standbyverbrauch ausgleicht. Vor Urlaubsantritt bei Bedarf dann die Spannungen erhöhen, um mehr Kapazität nutzen zu können und gleichzeitig einen top-balancer arbeiten zu lassen.


    Eine etwas geringere Zyklenzahl bei 3*14Tagen/Jahr (Urlaub) dürfte kaum ins Gewicht fallen.


    Was haltet ihr von dieser Idee?

  • Hallo und willkommen im Forum! Ich habe meine Banner (95751) jetzt schon ca 5 Jahre. Du brauchst den externen Temperatursensor für deinen Laderegler. Den schliesst du an die Akkus an. Deine Akkus werden wohl ständig geblubbert haben weil die Ladeschlussspannung permanent überschritten wurde (13,8 Volt bei 20 Grad C). Die Ladeschlussspannung wird niedriger je wärmer die Akkus sind. Es ist keine konstante Größe. Der Laderegler hat zwar einen internen Temperatursensor, aber wenn die Akkus an einem anderen Ort stehen, wo andere Temperaturen herrschen, errechnet der Laderegler die falsche Ladeschlussspannung. Traktionsakkus eher nicht geeignet für die kleinen Verbraucher-du brauchst Versorgungsakku so wie die Banner 95751. Akkus müssen an einem kühlen Ort verbaut sein.....


    LiFePO4 habe ich keine Ahnung aber evtl. schrottet man die auch vorzeitig wenn die Überwachungselektronik aus Fernost kommt und zeitig kaputt geht und man das nicht merkt.....

  • Danke für die Infos. Ich habe tatsächlich die Banner 95751. Zuletzt hatte ein Akku Zellenschluss und evtl. den anderen Akku in den Tod gerissen. Letzterer hat kaum noch Kapazität, reicht mir im aktuellen Urlaub allerdings.


    Daher auch die Überlegung, dass weniger Kapazität reicht.


    Da ich entgegen der Vorsätze, doch zu selten den Flüssigkeitsstand geprüft habe (blöd verbaute akkus), muss etwas wartungsfreies her. Zuerst sollte es ein exide gelakku werden, welcher leider bzw. zum Glück nicht rechtzeitig geliefert wurde. Dadurch habe ich u.a. hier viel quer gelesen.


    Fazit: LiFeYPo4 dürfte das richtige für mich sein.


    Den könnte ich ggf sogar gut zugänglich verbauen.(Keine Entlüftung notwendig,Abmessungen)


    Vermutlich mit einem Victron BlueSolar 75/15 Laderegler. Der Toyo lässt mir zu wenig Konfigurationsmöglichkeiten und hat einen viel zu hohen Standby-Verbrauch. Da investiere ich nicht noch in einen Temperaturfühler.


    Jetzt lese ich mir den Link mal durch. Das Thema hatte ich bei der Suche wohl übersehen.


    update: Das liest sich gut und macht Hoffnung!


    Spricht etwas gegen ein Victron BlueSolar 75/15 + Bluetooth-Dongle (oder gar RaspberryPi+usb-ttl-Dongle)?


    Nach meinen Recherchen kann man dort die benötigten Parameter einstellen. Die maximal 15A reichen auch locker, und durften wg flach liegender Module selten erreicht werden.

  • Wenn die LiFePo nicht genutzt werden dann höchstens auf 50% laden. Hohe SOC und das noch bei hohen Temperaturen mögen alle Lion nicht und führt zu einer hohen kalendarischen Alterung.



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    Tesla P85+ seit 8/13 >365.000km gefahren. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.

  • Danke für den Tipp. Kann man den Soc mit einfachen Mitteln feststellen? Die Spannungskurve ist zu blei doch sehr flach.


    Würde es reichen dem Solarladeregler eine bestimmte Maximalspannung mitzuteilen? Das könnte ich beim Victron 75/15 per App festlegen und bei Urlaubsstart die Spannung für bessere Ausnutzung der Kapazität hoch setzen.

  • Also soc mittels tf01n ermitteln? Das könnte bei mir Probleme geben, da der Akku auch als Notstartakku für einen 2.5L Tdi ggf. herhalten muss. Der Anlasserstrom dürfte das nette Teil aus dem Takt bringen. An der massiven (langen) Leitung zum Starter hängt praktischerweise (oder in diesem Fall dummerweise) auch mein Hauptstromverbraucher - die Kühlbox.

  • Ich habe nun einen 12V 60 Ah Winston-Block gekauft. Der ganze Block war günstiger, als die Einzelkomponenten und ich muss mir kein Gehäuse mehr zusammenzimmern.


    Der Gehäusedeckel war in wenigen Minuten vom Gehäuse getrennt. Aktuell hängen die 4 Zellen parallel an einem Imax B6 Modellbaulader im LiFe-Ladeprogramm. Ein Labornetzteil habe ich leider nicht. Die parallele Ladung auf 3,6V dürfte bei 6A etwas dauern. Im Lieferzustand lagen die Einzelzellen laut günstigem Conrad-Multimeter (VCC140?) bei 3,28 oder 3,29V.


    Ich werde morgen Kabel für das von photoenchen4me in der Verlinkung beschriebene manuelle Balancing anschließen. Evtl. kommt dort direkt ein Anschluss für einen LiPo-Warner dran. Dieser liegt hier eh rum und kann mir dann die Einzelzellpannungen bei Bedarf anzeigen.

  • https://www.photovoltaikforum.…s--p1550831.html#p1550831

    Zitat von photoenchen4me

    Noch ein Wort zu den verschiedenen LiFePO Typen


    Neben dem "normalen" LiFePO Typ gibt es seit längerem jene mit Yttrium Dotierung (Hersteller zB Winston). Diese LiFeYPO Type erfordert eine einmalige sogenannte Initiationsladung mit erhöhter Ladespannung, iA 4V - 4,2V - ja nach Herstellerangabe. Diese sogenannte Initiationsladung sollte noch vor der eigentlichen Inbetriebnahme durchgeführt werden.

    LiFePO ist anders.