2 Fragen & keine KLARE Info (Speicher + Erweiterung)

  • Hallo liebe PV-Freunde,


    ich habe 2 Fragen auf die ich keine eindeutigen Antworten hier im Forum oder sonst irgendwo im Netz gefunden habe. Vielmehr habe ich viele undifferenzierte und unklare Antworten und veraltete Infos zu diesen Themen gelesen, aber leider keine völlig klaren Informationen.


    Zu meinem Szenario:
    Ich nehme im November privat eine nicht EEG-Umlagepflichtige 9,9 kWp Anlage in Betrieb und möchte diese um eine Tesla Powerwall 2.0 ergänzen. (bitte keine Bemerkungen hinsichtlich der finanziallen Sinnhaftigkeit. Ist mir bewusst, dass es sich nicht oder nur gerade so rechnet). Ich werde den Strom aus der Powerwall dann wenn es dunkel ist ausschließlich selbst nutzen und den sonstigen Überschuß aus der PV-Anlage (also nicht aus dem Speicher) einspeisen. Meine erste Frage lautet nun:


    1. Wäre die Tesla Powerwall in irgendeiner Hinsicht EEG-umlagepflichtig. Muss ich darüberhinaus einen weiteren Zähler einbauen lassen? Welche sonstigen „Stöckchen“ würden mir zwischen die Beine geworfen.




    Zu meiner zweiten Frage muss ich noch einmal ausholen. Meine GmbH betreibt ebenfalls eine 9,9 kWp Anlage. Wir könnten bis zu 40 kWp auf unser Flachdach packen, aber wir scheuen den Verwaltungsaufwand mit der „PV-Verhinderungs-EEG Umlage“ :wink: die dann anfallen würde, wenn die Anlage grösser als 10 kWp würde. In diesem Forum mehrfach gelesen, dass man nach Ablauf eines Jahres eine neue Anlage mit < 10 kWp installieren kann, für die dann ebenfalls keine EEG-Umlage anfallen würde, aber auch hier habe ich viele widersprüchliche Informationen gefunden. Meine 2. Frage lautet also:


    2. Kann man nach Ablauf eines Jahres als derselbe Betreiber der Erstanlage auf demselben Dach tatsächlich eine weitere Anlage mit unter 10 kWp in Betrieb nehmen, die dann ebenfalls EEG-Umlagefrei wäre oder würde diese dann der Erstanlage hinzugerechnet?


    Ich würde mich über klare Antworten sehr freuen.


    LG
    Stephan




    PS: Es ist mir absolut schleierhaft, wie ein Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energien genau diese erneuerbaren Energien mit Hürden und Kosten belastet. Da haben die Lobbys wirklich ganze Arbeit geleistet. Das Ganze scheint eine reine Alibiveranstaltung zu sein wo die Vernunft wieder einmal der Gier der Konzerne geopfert wird. Genau wie beim Verbrennungsmotor...

  • Also zur Frage 1.:


    Ich habe keinen Speicher, aber soweit ICH das verstanden habe ist deine Speichergröße oder ähnliches komplett irrelevant für die Zahlung der EEG Umlage, solange du ihn ausschließlich für deinen Eigenverbrauch einsetzt (ich hoffe da ist kein Mieter oder sonst ein dritter im Spiel?). Allerdings bitte bedenke, dass Speicher i.A. nur dann als Teil der Anlage vom FA akzeptiert werden (wenn überhaupt), wenn der Speicher direkt mit der PV gekauft wurde. Nachträglich installierte Speicher werden i.A. nicht akzeptiert, so dass du den Speicher BRUTTO bezahlen müsstest.
    Außerdem beachte, dass du für den Strom, den du in deinen Speicher reinschiebst auch USt zahlen musst solange du nicht in der KUR bist :)



    2. Das mit dem Ablauf des Jahres ist meines wissens nach korrekt. Allerdings nicht nicht Kalenderjahre gemeint, sondern 12 Monate nach dem IBN der ersten Anlage. Außerdem musst du dir überlegen, wie du die Abrechnung machst (alles über einen Zähler mit Mischvergütung oder mit unterzählern)


    bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege :mrgreen::mrgreen:

  • Dann noch Willkommen im Forum,
    wenn im Speicher nur EE gespeichert werden, ist der genauso eine Anlage nach EEG wie deine PV oder ein Windrad. Auch dafür gilt die 10kW-Grenze (kW, nicht kWh!), was die EEG-Umlage angeht. Im Heimbereich liegen die meisten Speichersysteme da deutlich drunter.


    Wer die Betreiebr sind ist völlig egal, zusammengezählt wird innerhalb 12 Monaten alles was am gleichen Grundstück (nicht Flurstück) installiert wird. Solltest du jetzt zweimal 9,9kWp gleichzeitig installieren wollen, ist das Kind schon in den Brunnen gefallen.
    Für die paar Euro EEG-Umlage lohnt es in aller Regel nicht zu "stückeln". Auf einmal installiert sollte pro kWp deutlich günstiger sein als nach und nach zu bauen. Da hättest du durch verzicht auf den Speicher mehr gespart, aber das nur nebenbei. Ausnahme wäre allenfalls, wenn du wirklich einen extrem hohen Verbruach hättest und fast nichts mehr einspeist.


    OT: warum gehst du im November ans Netz? Januar dürfte geschickter sein dann hast du 21 Jahre Vergütungsanspruch statt 20 1/6 und die beiden Monate dieses Jahr wird nicht mehr viel kommen. Zumal sich abzeichnet, daß es bis dahin keinen Schnellschuß bezüglich Änderung des EEG geben wird.