Photovoltaik-Anlage für reinen Eigenverbrauch

  • Hallo Zusammen,
    wir planen eine Anlage (7KWp PV; 5,9KWh Akku) für den reinen Eigenverbrauch. Rechnerisch werden wir nicht mehr als 600 KWh p.a. ins Netz einspeisen, wenn wir einen Heizstab für das Warmwasser einsetzen noch deutlich weniger. Das E-Auto macht über Nacht die restlichen Wattstunden aus dem Akku platt.


    Welches Modell ist dann das richtige?
    Beim EVU anmelden ist kein Problem aber der Aufwand für Steuererklärung, Gewerbeführung, EEG Abrechnung, allgemeine weitere Korrespondenz dazu halte ich für übertrieben. Was ist Eure Meinung?

  • Welches Anliegen versteckt sich hinter der Frage? Bzw. was willst du mit der PV erreichen?

    Zitat von griangeal

    Rechnerisch werden wir nicht mehr als 600 KWh p.a. ins Netz einspeisen...


    Wie hast du das gerechnet bzw. wie hoch ist der Verbrauch (tagsüber und im Sommer, wenn die Haupterträge kommen)?
    Hat das was mit dem MFH in deinem anderen Beitrag zu tun?

  • ohne Finanzamt bringt der Eigenverbrauch dir einen Ertrag in Höhe der gesparten Strombezugskosten. ( ca 26cent / kwh )
    Das ist doppelt so viel als du Einspeisevergütung bekommst, und steuerfrei.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Zitat von machtnix

    ohne Finanzamt bringt der Eigenverbrauch dir einen Ertrag in Höhe der gesparten Strombezugskosten. ( ca 26cent / kwh )
    Das ist doppelt so viel als du Einspeisevergütung bekommst, und steuerfrei.


    Man kann auch sagen, der Eigenverbrauch mit Heizstab bringt so viel, wie eine kWh Gas kostet. Das ist fast halb so viel, wie Du an Einspeisevergütung bekommst.
    Aber man spart natürlich die Steuern, das darf dann auch gerne was kosten. :juggle:

    26 Aleo S25 240 Wp
    Fronius Symo 6.0-3-m mit Smart Meter 63A-3


    Wir neigen dazu, die kurzfristigen Auswirkungen einer Technologie zu überschätzen und die langfristigen Auswirkungen zu unterschätzen (Amaras Gesetz)

  • Stehe selber vor der Entscheidung. Mangels Fläche könnte ich nur 3,6kwp.


    Mit E-Auto(s), Speicher und, vermutlich mangels Fläche, kleiner PV ist eine Zero-Export-Anlage doch gar nicht so blöd.
    Ich würd mich jedenfalls Ärgern, wenn mir das FA, aufgrund von fehlender Einspeisung, mangende Gewinnabsichten unterstellen würde.


    Was wär die Alternative? Insel? Guerilla? Warten bis Guerilla offiziell bis 0,x kwp legalisiert wird?
    Alles nicht so richtig verlockend, oder?

  • Wie willst du den im Sommer sicherstellen, dass du nichts einspeist? Wie überdimensioniert soll ein dazugehöriger Speicher den sein? Meine 8kWp bringen an EINEM Tag gerne mal 50 kWh, meist aber zumindest über 40 kWh. Das wären bei dir gern mal 20 kWh :roll:

  • Zitat von tnetwork

    Stehe selber vor der Entscheidung. Mangels Fläche könnte ich nur 3,6kwp.


    Mit E-Auto(s), Speicher und, vermutlich mangels Fläche, kleiner PV ist eine Zero-Export-Anlage doch gar nicht so blöd.
    Ich würd mich jedenfalls Ärgern, wenn mir das FA, aufgrund von fehlender Einspeisung, mangende Gewinnabsichten unterstellen würde.


    Was wär die Alternative? Insel? Guerilla? Warten bis Guerilla offiziell bis 0,x kwp legalisiert wird?
    Alles nicht so richtig verlockend, oder?

    Hi,
    wo soll da das Problem sein?
    Die zurückerhaltene Umsatzsteuer des Anlagenkaufes? Falls das dein Grund sein sollte wähle einfach die Kleinunternehmenerregelung.....Damit hast du das Thema Umsatzsteuer zerschlagen.


    Nebeneinkünfte bis 410€/a sind zudem steuerfrei
    http://www.finanztip.de/haerte…h-veranlagungsfreigrenze/


    Erläutere doch sonst mal deine Bedenken...


    Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk

    Gruß Red5FS
    ---
    37 Hanwha Q-Cells G2 265W & SMA STP 8000TL-20 & SHM (30.09.13)
    17 Trina TSM DC80.08 215W & SMA SB 3600TL-21 (03.06.14)
    Do it or don`t do it!There is no try!
    The Force is with you!
    GroßMeisterLusche L:82 D:5 T:3
    Meine Anlage
    SV@fb

  • Anlagen für reinen Eigenverbrauch bleiben im Privatvermögen. Die Anschaffung wird also weder steuerlich abgeschrieben und Vorsteuer wird auch keine erstattet. Für das Finanzamt hat es sich damit erledigt. Es giebt auch keine Notwendigkeit übersc
    hüssigen Strom einzuspeisen.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Hallo Zusammen,
    vielen Dank für die vielen und guten Antworten!


    Zitat von alterego

    Welches Anliegen versteckt sich hinter der Frage? Bzw. was willst du mit der PV erreichen?


    Wie hast du das gerechnet bzw. wie hoch ist der Verbrauch (tagsüber und im Sommer, wenn die Haupterträge kommen)?
    Hat das was mit dem MFH in deinem anderen Beitrag zu tun?


    Die Idee ist, etwas für die Umwelt zu tun und dabei noch Strom und dadurch Geld zu sparen.
    Die eine Hälfte der Anlage (4kWp) steht auf der Südseite (150°), die andere Hälfte (3kWp) steht auf der Nordseite des Daches (23° Neigung).
    Ein E-Auto zieht jeden Abend ab ca. 19:00 Uhr zwischen 6 und 8 kWh Strom aus dem Akku. Trockner, Waschmaschine, Geschirrspüler etc. laufen per Zeitschaltuhr über Tag. Der aktuelle Strombedarf liegt ohne Auto bei etwa 10 kWh/Tag. Das war Ausgangslage meiner Rechnung. Aber was Du schreibst, stimmt natürlich: Die Haupterträge sind es, die dann "Verloren" gehen.
    Nein, anderes Dach, hat mit dem anderen Thread nix zu tun ;-)


    Zitat von passra

    Wie willst du den im Sommer sicherstellen, dass du nichts einspeist? Wie überdimensioniert soll ein dazugehöriger Speicher den sein? Meine 8kWp bringen an EINEM Tag gerne mal 50 kWh, meist aber zumindest über 40 kWh. Das wären bei dir gern mal 20 kWh :roll:


    Ich speise einfach ein? Oder ist das nicht erlaubt? Falls nicht, kann man dem WR (StecaGrid4200 für Süd & Steca Grid 2500 für Nord) das konfigurieren?


    Zitat von -Nordlicht-

    Man kann auch sagen, der Eigenverbrauch mit Heizstab bringt so viel, wie eine kWh Gas kostet. Das ist fast halb so viel, wie Du an Einspeisevergütung bekommst.
    Aber man spart natürlich die Steuern, das darf dann auch gerne was kosten. :juggle:


    Das ist ein guter Hinweis! Zur Einspeisevergütung kommen aber noch die Kosten wie Steuerberater, Organisation und natürlich Steuern... etc.

    Zitat von machtnix

    ohne Finanzamt bringt der Eigenverbrauch dir einen Ertrag in Höhe der gesparten Strombezugskosten. ( ca 26cent / kwh )
    Das ist doppelt so viel als du Einspeisevergütung bekommst, und steuerfrei.


    So rechne ich im Moment auch, daher die Überlegungen dazu alles selbst zu verbrauchen, zur Not mit Heizstab um Gaskosten zu sparen.


    Was mir gar nicht klar ist, sind die verschiedenen Geschäftsformen, die hierfür in Frage kommen, aus dieser Unwissenheit kommt auch der andere Thread... Was sind denn die Vor- und Nachteile der jeweiligen Formen, da gibts im Netz nix was ich finde...