Wir werden Messstellenbetreiber: ComMetering

  • Also, ich habe jetzt bei Westnetz nachgefragt, und siehe da, es stellt sich also doch wieder anders dar als geschildert oder als ich verstanden habe.

    Die unterbrechbare Verbrauchseinrichtung wird hergestellt mittels eines Zählers, der durch Signale des Netzbetreibers und/oder eine Zeitschaltuhr mit den programmierten Zeiten des Netzbetreibers durch den Netzbetreiber zu bestimmten Zeiten ausgeschaltet werden kann (ob das tatsächlich geschieht, steht auf einem anderen Blatt).


    Also wird hier doch die ganze Zeit aneinander vorbeigeredet, da ich davon ausgegangen bin, dass die unterbrechbare Verbraucheinrichtung dadurch hergestellt wird, dass mir irgendwer (also Netzbetreiber oder grundzuständiger Messstellenbetreiber) ein Gerät einbaut, welches dann als solche registriert wird und die Unterbrechungen steuert.


    Jetzt sagt mir Westnetz, ich solle mich an einen Elektriker wenden, der bestellt den Zäher (er wüsste, welchen er braucht!?), baut den ein, schließt meine Wallbox daran an und meldet das dann an Westnetz an als unterbrechbare Verbrauchseinheit.


    Kosten Elektriker muss ich wohl dann tragen, der grundzuständige Messstellenbetreiber stellt mir dann eine Rechnung für den Betrieb des Zählers (ich meine max. 120,00 €/Jahr), wobei ich mir diesen grundzuständigen Messstellenbetreiber ja aussuchen kann. richtig??


    Soweit, so gut. Dann habe ich das mit der Wallbox geschafft.


    Für den HH-Strom und die Einspeisung würde ich dann auf den Zweitrichtungszähler wechseln. Hier ist dann aber wieder der Messstellenbetreiber gefragt oder macht das auch der von mir beauftragte Elektriker?? Commetering sagt doch, wenn ich wechsele, dann bauen die auch die neuen Zähler ein, warum klappt das nicht auch für einen Zähler für die unterbrechbare Verbrauchseinrichtung?

    Wenn dann erst "mein Elektriker" was einbaut und später durch Commetering eingebaut wird, hier aber anderer Platz/Anschlüsse etc. benötigt werden, ist das doch mehr Aufwand, als direkt alles von einem durchführen zu lassen.


    Frage: Kennt Commetering Elektriker, die sie sowieso beauftragen, um mir deren Zähler einzubauen, die mir auch diesen Zähler für die unterbrechbare Verbrauchseinrichtung einbauen könnten?

    Das wäre doch die einfachste und auch zeitlich beste Lösung oder nicht?

  • Kann man beim Neubau schon gleich den Messstellenanbieter frei auswählen ?

    Wenn man nichts tut bekommt man ja die Messstelle vom Netzbetreiber . Könnte ich aber für unsere geplante 29 KWp Anlage schon gleich einen Zähler von ComMetering nehmen ?

    Ja, das geht. Bedarf aber Feinabstimmung von ComMetering mit dem VNB, da der Zählpunkt zu dem Zeitpunkt noch keine eigene ID in den Systemen hat. Habe das gerade selber durch und es hat geklappt.

  • Der Diskussionspunkt von mir wwar aber auch vielmehr, dass der gMSB für weitere moderne Messeinrichtungen (bei Messkonzepten mit mehreren Zählern) diese auch in Rechnung stellen darf und wird... und zwar mit 20 Euro.

    Ich muss diesen Beitrag von Januar 2018 nochmal aufgreifen. Ich habe das Gesetz gerade überflogen und dort steht

    (5) Sind bei einem Anschlussnutzer mehrere Messstellen innerhalb eines Gebäudes mit intelligenten Messsystemen auszustatten, gelten die Vorgaben aus den Absätzen 1 und 2 mit der Maßgabe, dass dem Anschlussnutzer für den Messstellenbetrieb insgesamt nicht mehr als die höchste fallbezogene Preisobergrenze jährlich in Rechnung gestellt werden darf. Entsprechendes gilt, wenn ein Zählpunkt von mehr als einem Anwendungsfall der Absätze 1 und 2 erfasst wird.

    Die Hervorhebung stammt von mir.


    Zwar sagt

    Die Ausstattung einer Messstelle mit einer modernen Messeinrichtung nach § 29 Absatz 3 ist wirtschaftlich vertretbar, wenn für den Messstellenbetrieb für jeden Zählpunkt nicht mehr als 20 Euro brutto jährlich in Rechnung gestellt werden.

    , aber das bezieht sich nach §29 (3) nur auf Messstellen, die eben NICHT mit intelligenten Messsystemen, sondern NUR mit modernen Messeinrichtungen ausgestattet werden. Das kann also keinesfalls zusätzlich berechnet werden.


    Im konkreten Fall interessiert mich, ob bei unserem Neubau künftig ein Kostenunterschied wäre, wenn wir eine Kaskadenschaltung mit 3 Zählern (Gesamt, Haushalt, Erzeugung) machen oder die WP einfach über den Haushaltsstrom laufen lassen (Gesamtzähler, Erzeugungszähler). Durch die PV-Anlage >15kWp ist doch die POG bei 130€ gesetzt. Die unterbrechbare WP (POG 100€) wird dadurch irrelevant, d.h. auch bei Kaskadenschaltung keine Mehrkosten für den dritten Zähler. Oder verstehe ich da was falsch?


    Wi

    Private PV-Anlage (Inbetriebnahme ca. 07/2019):
    19,84 kWp | Heckert NeMo2.0 60M 310W | E3/DC S10 E PRO (13 kWh Speicher) | SMA SB3.6
    Bürgersolaranlage (seit 04/2009):
    25,2 kWp | Sharp NT175E1 | SMA SMC8000TL | SMA WebBox | SunnyPortal

  • wir sind an dieser Stelle auch gehangen und ich habe den Text so verstanden wie Du auch und immer dann, wenn ich es wieder lese verstehe ich es wieder so...


    Grundsätzlich soll der Anschlussnutzer ja geschützt werden, damit er nicht 100 Euro für die WP zahlt und 130 für die PV... Dieses Ziel ist nachvollziehbar... Wenn jetzt vier moderne Messeinrichtungen (E-Auto, WP, Überschusseinspeiser mit Erzeugungszähler) an einem Gateway hängen (=4 iMSys), kann es ja nicht im Sinn des Gesetzgebers sein, dass hier nur bspw. 100 Euro verlangt werden können. Logik ist jetzt nur ein schwaches Argument bei der Interpretation von Gesetzen, aber komplett ausblenden würde ich diese auch nicht.


    Als wir gestartet sind haben wir uns hier eingehend informiert (bei Menschen, die sich auskennen oder uns glauben gemacht haben sich auszukennen) und hier war die einhellige Meinung, dass es im §31 Abs. 5 darum geht, dass POGs nicht addiert werden. Ich bekomme die Argumentation mit dem insgesamt nicht mehr als die höchste fallbezogene Preisobergrenze nach wie vor nicht übereinander, aber habe das einfach so angenommen. Ggf. ist das eine von zahlreichen nicht eindeutigen Formulierungen im Gesetz und wahrscheinlich wird es hier dann auch Klagen geben... Auch wenn es sich anders liest dann würde ich in Deinem Fall von 130 Euro + 20 Euro + 20 Euro ausgehen.


    Ist jetzt natürlich nur bedingt hilfreich, da die eigentliche Erklärung fehlt.






  • Es lebe die deutsche Gesetzgebung, wenn wir alle, so arbeiten würden, wäre es nur noch Pfusch.


    Der Wortlaut des Gesetzes ist erst mal so: Sind bei einem Anschlussnutzer mehrere Messstellen .. bedeutet: 130 Euro + 0 Euro + 0 Euro

    Dass das nicht im Sinne des Erfinders war, sei mal dahingestellt, denn dann wäre es : 130 Euro + 20 Euro + 20 Euro


    Jetzt muss man aber auch noch den Anschlussnutzer betrachten. Wer ist auf dem Hauptzähler Anschlussnutzer, wer auf dem Erzeugungszähler, wer auf der WP? Die gleiche Person, ein Gewerbe, ein Lieferant im Mieterstrom ...


    Ich gehe von einer Korrektur vor der ersten Klage, Anfang des nächsten Jahres aus.

    22.05.2012: 8,8 kW/P, 100 % Eigenverbrauch, netmetering mit Ferrariszähler [Belgien]
    25.02.2016: 2,6 kW/P, netmetering mit Vergütung [Niederlande]

  • Ich hätte auch mal eine dumme Frage: In einem dreiphasig betriebenen Verteilerschrank habe ich einen Zähler (von mehreren) welcher noch 1-phasig betrieben wird - kann man beim Wechsel des Messtellenbetreiben auch gleich einen 3-Phasigen Zähler erhalten?

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Hmm, ist die frage nun zu schwierig zum beantworten, oder zu einfach?

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Sorry - hatten die Frage übersehen :-(

    Wir verbauen grundsätzlich 3phasige Zähler. Die Zähler können auch 1phasig betrieben werden.

    Die Frage ist, aus welchem Grund liegt nur eine 1phasige Verdrahtung/Ausführung vor? Ist es eine Volleinspeiseanlage, die nur 1phasig inkl. Zähler ausgeführt ist? Wenn es hier ein grundsätzliches Problem gibt, dann lösen wir das auch nicht durch die Zähler.


    Wichtig: Eine Nachverdrahtung auf 3phasige Ausführung kann im Rahmen des Zählerwechsels nicht von uns übernommen werden. Dass werden unsere Monteure bzw. die von Discovergy aus Haftunggründen nicht machen... Aber wenn ein Elektriker im Haus ist, könnte er vielleicht die Zähler einbauen.


    Grüße

  • Hallo :)


    Überlege meinen Commetering Auftrag für 2 Zähler stornieren, jetzt frage ich mich ob:


    Ich überhaupt einen Vertrag habe ?