Wie viel Energiebedarf hat ein kleiner Durchlauferhitzer?

  • Meine Frau hat sich vorigen Monat dazu hinreißen lassen, eine kleine Ferienwohnung an der Müritz zu kaufen. Ich finde das soweit ganz okay, jedoch ist in dieser Wohnung ein kleiner elektrischer Durchlauferhitzer installiert, der mir ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet. Ich hab so Bedenken, dass mir das kleine Ding "die Haare vom Kopf frisst", wenn wir da einmal duschen? Oder mach ich mir da zu viele Sorgen?

    Wenn jemand sich nicht auf seine Chance vorbereitet hat, macht ihn sie nur lächerlich

  • Klein hin oder her...wenn das Ding wirklich heißes Wasser auch bei niedrigen Vorlauftemperaturen machen soll wird er um die 20 kW Leistungsaufnahme haben.


    Jetzt kannst Du den Verbrauch ausrechnen: 1h Duschen 20 kwh, 6 Min Duschen 2 kWh, 3 Min Duschen 1 kWh....
    Wenn das Teil einstellbar ist und es nur warn/lauwarm werden soll kommt ihr wohl mit der Hälfte hin.
    Schlecht wäre es, wenn es ein altes Teil ist das immer "volle Pulle" läuft und ihr die Temperaturregulierung über die Beimischung von kaltem Wasser macht --> Energieverschwendung


    Kosten hängen natürlich von Eurem Stromtarif ct/kWh ab.


    Also alles eine Frage der Nutzung :)

    Meine Dachterrassen-Guerilla-Halbinsel: 2,15 kWp (13 x Dunalsolar DS-50W + 2 x Solon 145W+ 6 x Conergy 200W) + Outback FM80 + 24V 900 Ah Trojan PzS + 3 × Steca Solarix PI 1100 + Parallelschaltbox + Netzumschalter

  • einfache Lösung für ein schwieriges Problem:
    1. Stromzähler ablesen, Zählerstand "1" notieren
    2. Duschen
    3. Stromzähler ablesen, Zählerstand "2" notieren
    4. Differenz zwischen Zählerstand 1 und Zählerstand 2 rechnerisch ermitteln
    5. Kosten fürs Duschen ausrechnen und überlegen ob man sich das noch leisten kann

  • in der Regel sind Durchlauferhitzer sehr sparsam.
    Einmal Duschen mit 30 Lietern Wasser verbraucht max. 1 kwh.
    Wer es genau wissen möchte, baut einen Unterzähler ein.

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

  • Boiler verbraucht mehr Strom, da ja noch die Speicherverluste dazu kommen.

    Vorsicht bei Shenzhen Basen

    9,99KWp Yingli 270W Ost/West, SMA9000TL-20, Home Manager.
    32 x 280Ah Lifepo4 EVE Cell, REC BMS, 4A NEEY Balancer

    an 2 Victron Multigrid
    2,7KWp Axitec AC-300M/156-60S Südausrichtung
    Victron BlueSolar 150/60-Tr

    Panasonic Aquarea 9KW Split

    Vectrix VX-1

  • Bei 40l Wasser pro Duschvorgang und einer Temperaturerhöhung von 32°C (5°C Wasservorlauf) komme ich grob über den Daumen auf 1.3kwh. Wer ausgiebiger duscht liegt bei >2kwh und mehr als 50cent pro Duschgang.

  • Zitat von Nachtstrom

    Bei 40l Wasser pro Duschvorgang und einer Temperaturerhöhung von 32°C (5°C Wasservorlauf) komme ich grob über den Daumen auf 1.3kwh. Wer ausgiebiger duscht liegt bei >2kwh und mehr als 50cent pro Duschgang.


    Die Annahmen sind realistisch, die Rechnung nicht ganz richtig.
    40 l x 32°K = 1280 kcal / 860 kcal/kWh = 1,49 kWh um 40 l Liter um 32° zu erwärmen!


    Hinzu kommt noch der Wasserpreis (mit Abwasser), der bei 40 l durchaus auch 10-40 ct beträgt.


    40 Liter dürften für 4-5 Minuten Duschen reichen und kosten rd. 40 cent Strom und 20 cent Wasser, insgesamt rd. 60 cent.


    Und wie schon von einem Vorredner geschrieben, günstiger als mit einem Durchlauferhitzer wird man Warmwasser kaum erzeugen können, gerade in einem Ferienhaus, das nur sporadisch oder im Sommer genutzt wird.

  • Zitat von Poul

    Ich hab so Bedenken, dass mir das kleine Ding "die Haare vom Kopf frisst", wenn wir da einmal duschen? Oder mach ich mir da zu viele Sorgen?


    10min Duschen mit 11KW oder 60min Auto aufladen mit 11KW , was glaubst du was mehr Stromkosten verursacht? :juggle:

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Wie die anderen schon zu Recht gesagt haben - wenn man eine Dusche nur relativ selten nutzt, weil man nur ab und zu in einem Ferienhaus ist, und das sonst leer steht, dann gibt es nichts besseres als einen Durchlauferhitzer. Keine Probleme mit Legionellen, keine Bereitstellungskosten, sofort an.


    Anders sähe das aus, wenn man täglich dort wohnt, dann wäre eine WP oder Gas mit Speicher natürlich eine Überlegung wert.


    Wichtig ist eher, dass der Durchlauferhitzer was taugt. Ich hatte in Köln mal Ärger mit einem uralten Modell Made in West Germany, das konnte genau 2 Stufen, 9 und 18 kW, hydraulisch gesteuert.


    Der konnte also nur kochen oder frieren, und der angenehme Bereich war genau in der Mitte.