Wechselrichter? Modulwechselrichter? Empfehlungen?

  • Servus allerseits.


    Ich plane eine kleine private Anlage mit 10 monokristallinen 300w 32v Nennspannung Modulen (Jinko Solar JKM300M-60 Eagle) auf der heimischen Garage (15% Neigung nach Süden) die später noch um weitere 4-6 Module der gleichen Leistungsklasse auf dem Wintergarten erweitert werden soll. D.h. peak 4.8kw und es werden 2 mppt tracker benötigt?
    Die Module auf der Garage könnten, bzw werden zu bestimmten Tageszeiten wahrscheinlich eine leichte Teilverschattung durch einen hohen Baum des Nachbarn haben.


    Nun bin ich das Angebot an Wechselrichtern durchgegangen ebenso wie die eine oder andere Verschattungsanalyse mit Hiobsbotschaften etc.....
    Mich erschlägt die Informationsflut gerade etwas und ich hoffe, dass ich hier etwas "kondensierte" Antworten erhalten kann.


    Was würdet ihr in meiner Situation für einen Wechselrichter einplanen, welche Größe, welchen Anbieter, einphasig, dreiphasig, eventuell sogar Modulwechselrichter wegen der zu erwartenden Teilverschattung?
    Geplant ist erst einmal nur für den Eigenverbrauch da ich mir nicht sicher bin was ich tatsächlich für einen Ertrag erwarten kann, ich würde mir die Option einer Netzeinspeisung aber gerne offen halten sofern das geht.



    :)

  • Moin Phrixotrichus,


    willkommen im PV-Forum :D .


    Bei 10 Modulen hättest reichlich Auswahl an WR - natürlich 1-phasige Geräte nehmen.
    Wenn Du 6 Module noch zusätzlich bauen könntest, ginge das auch noch mit einem Standard-WR mit 2 MPP Trackern, 4 Module sind zu wenig - da würde ich dann kpl. auf SE/Tigo gehen. Hast Du keine Dachfläche am Haus mehr frei oder warum planst Du ohne Dach des Hauses?


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer


  • Servus und danke schon einmal für deine Antwort.


    Garage und Wintergarten wären halt erst einmal leicht zugänglich und für mich sozusagen ein Einstieg im Kleinen um kostengünstig zu testen wie gut das mit der PV bei unserer Wetter- und geographischen Lage tatsächlich funktioniert. Wenn ich mit dem Dach anfangen würde könnte ich sie auch nicht selbst montieren und würde dann auch gleich Nägel mit Köpfen machen, sprich die 80+m² zupflastern wollen.


    "da würde ich dann kpl. auf SE/Tigo" Kannst du mir das übersetzen? :D


    Und bezüglich der Wechselrichter...wenn es denn ein einphasiger tut.
    Was hält die Forumsgemeinde denn z.b. von dem Sunnyboy 4.0 / 5.0 von SMA?

  • Zitat von Phrixotrichus

    "da würde ich dann kpl. auf SE/Tigo" Kannst du mir das übersetzen? :D


    Anstatt String WR eben der Einsatz von Moduloptimierern.



    Zitat von Phrixotrichus


    Und bezüglich der Wechselrichter...wenn es denn ein einphasiger tut.
    Was hält die Forumsgemeinde denn z.b. von dem Sunnyboy 4.0 / 5.0 von SMA?


    Bei max. 4,8 kWp generator eben zu groß. Ein SB 3600 TL-21 hat fast die gleiche Leistung, da er keine Blindleistung zur Verfügung stellen muss.
    Nicht testen - machen.
    Dann sag mal was zu Deinem Standort/Ausrichtung/Dachneigung!!


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer

  • Zitat von MBIKER_SURFER


    Bei max. 4,8 kWp generator eben zu groß. Ein SB 3600 TL-21 hat fast die gleiche Leistung, da er keine Blindleistung zur Verfügung stellen muss.


    Ok, ich verstehe.
    Und SMA generell? Empfehlenswert? Vergleichbar gute/schlechte Hersteller?



    Zitat von MBIKER_SURFER


    Nicht testen - machen.
    Dann sag mal was zu Deinem Standort/Ausrichtung/Dachneigung!!


    Zur Garage hatte ich die Angaben schon gemacht ;)
    Das Dach hat ~45°, eine West - Ost Ausrichtung, pro Seite jeweils ca 80m² Platz und steht in der Heidelberg-Mannheimer Region. Aber das ist Zukunftsmusik. Ob ich da jemals etwas installiere hängt von den Erfahrungen mit der Garagenanlage ab, und das ist nicht diskutabel ;)



    Um auf die Garage zurückzukommen. Wie sieht die Erfahrung mit Teilverschattung aus? Wie schlimm ist es wirklich? Würdet ihr zu Modulwechselrichtern raten in dieser Situation, oder reichen Wechselrichterfeatures wie SMA´s OptiTrack aus die Problematik zu minimieren?

  • Zitat von Phrixotrichus


    Um auf die Garage zurückzukommen. Wie sieht die Erfahrung mit Teilverschattung aus? Wie schlimm ist es wirklich? Würdet ihr zu Modulwechselrichtern raten in dieser Situation, oder reichen Wechselrichterfeatures wie SMA´s OptiTrack aus die Problematik zu minimieren?


    Dann stell doch mal ein Bild mit den Schattenspendern ein! Pauschale Aussagen nützen hier nichts!


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer

  • Zitat von MBIKER_SURFER

    Dann stell doch mal ein Bild mit den Schattenspendern ein! Pauschale Aussagen nützen hier nichts!


    Gruß
    MBiker_Surfer


    Gut, dann lasse ich an einem sonnigen Vormittag mal die Drohne steigen und schaue ob ich ein aussagekräftiges (Schatten-)Bild hinbekomme, danke :)

  • Zitat von alexNOE

    bekommst du denn auf die garage wirklich nur 10 Module? Wie sind denn da die Abmessungen?


    5.5m auf 3.8m hat das Dach. d.h. entweder 3x3 oder 5x2 bei Modulmaßen von (L*B*H in mm): 1650 x 992 x 40

  • Hi,


    Zitat von Phrixotrichus

    Geplant ist erst einmal nur für den Eigenverbrauch da ich mir nicht sicher bin was ich tatsächlich für einen Ertrag erwarten kann, ich würde mir die Option einer Netzeinspeisung aber gerne offen halten sofern das geht.


    dann möchte ich als erstes Dein Konzept in Frage stellen.


    Kleine Anlagen baut man nur, wenn man entweder keinen Platz oder kein Geld hat, um eine richtige PV-Anlage zu bauen, weil`s nämlich nur sehr begrenz Sinn macht.
    Die spezifischen Systemkosten (EUR/kWp) sind bei so kleinen Anlagen recht hoch, das ist für die Wirtschaftlichkeit nicht gerade förderlich. Ausserdem wirst Du erstmal ein halbes Jahr weinen mit nur 3 kWp auf dem Dach, im Winter kommt da nämlich so gut wie nix `runter.


    Standard sozusagen ist heute eine Anlage mit 10 kWp, die hat dann zwischen 30 und 40 Modulen (mehr, aber dafür schwächere ist besser) und kostet 12 - 13.000 EUR.
    Damit hat die Familie in einem normalen EFH richtig Spaß und es lohnt sich auch.



    Zitat von Phrixotrichus

    Ich plane eine kleine private Anlage mit 10 monokristallinen 300w 32v Nennspannung Modulen (Jinko Solar JKM300M-60 Eagle) auf der heimischen Garage (15% Neigung nach Süden) die später noch um weitere 4-6 Module der gleichen Leistungsklasse auf dem Wintergarten erweitert werden soll. D.h. peak 4.8kw und es werden 2 mppt tracker benötigt?


    Falls Du wirklich so klein bauen willst:
    2 Tracker brauchst Du, wenn die beiden Dachflächen in Neigung und Ausrichtung wesentlich voneinander abweichen.
    Sonst baut man die Module besser alle in einen String, die ganze Sache wird um so toleranter gegenüber Verschattung, je länger die Strings sind.
    Bei solchen winzigen Anlagengrößen sind die WR von Steca das Maß der DInge, wenn man nur einen MPPTracker braucht.



    Zitat von Phrixotrichus

    Was würdet ihr in meiner Situation für einen Wechselrichter einplanen, welche Größe, welchen Anbieter, einphasig, dreiphasig, eventuell sogar Modulwechselrichter wegen der zu erwartenden Teilverschattung?


    Bei 16 der 300er Module in einem String würde ich den Stecagrid 4200 (je nach dem reicht der 3600er auch) nehmen, der hat den besten Wirkungsgrad, ein prima Schattenmanagement und ist ausserdem noch preiswert.
    https://www.photovoltaikforum.…tus=3&mode=display&id=794


    Dreiphasige WR machen erst ab 5 kVA Sinn, also bei Anlagengrößen ab 6,5 kWp.