Brandklassifizierung Photovoltaikmodule

  • Wenn man ein bisschen stöbert, findet man doch einiges zum Brandverhalten der Module.
    Die Glas/Glas-Module schneiden in Punkto Brennbarkeit wesentlich besser ab, als die Module mit Folie.


    Dann werde ich wohl noch einmal zum Bauamt flitzen und versuchen, eine Genehmigung zu bekommen.
    Wenn es nicht fruchtet, war meine Idee, mich mit einem Brandsachverständigen zusammenzusetzen.
    Wenn da auch nichts bei rauskommt, wird's eng mit der Machbarkeit.


    https://www.irbnet.de/daten/kbf/kbf_d_F_2897.pdf


    https://books.google.de/books?…ch%20photovoltaik&f=false

  • Möchte diesen Thread nochmal ausgraben, da mich das Thema auch aktuell beschäftigt.


    Die Anlage kan zwar in jedem Fall gebaut werden, aber 32 Module wäre besser als 21.


    Hat irgendjemand mal eine schlüssige Einordnung der PV-Module als "nicht brennbar" gefunden?


    Gruß
    DD

    2005: 8,91 kWp BP Module an Fronius Symo 8.2 (Eigenanlage)

    2015: 500W an AeConversion 500-90 (Friends and Family)

    2018: 9,3 kWp Ost-West an Fronius Symo (Friends and Family)
    2019: 9,15 kWp Nord-Süd an Fronius Symo mit Victron ESS an 24kWh-BleiGel (Eigenanlage)

    2019: 9,9 kWp Südost-Nordwest an Fronius Symo (Friends and Family)

    2019: 7 kWp Süd an Fronius Symo (geplant)


  • Diese "schlüssige Einordnung" kann es nicht geben, solange Kunststoffe eingesetzt werden, die nur durch Additive den Flammpunkt künstlich erhöhen, aber nicht intrinsisch sicher sind. Sobald mehr als 400°C erreicht werden kann man davon ausgehen, dass sich Kohlenstoffgase ergeben werden, die brennbar sind und zusätzlich die Masse als Brandlast dient.
    Glas-Glas mit externen Silikonkabeln würde vermutlich als Baustoff mit Brandschutzklasse B1 durchgehen können.
    Normal ist alles mit Kunststoff der Brandschutzklasse B2 zuzuordnen.
    Siehe: https://photovoltaiksolarstrom…photovoltaik-brandschutz/
    Grüße

  • Danke Voltologe, über den Link war ich auch schon gefallen...


    Ich denke, dass es in der Praxis kein Problem wäre bis an die Grundstückgrenze bzw. Gebäudegrenze heran zu bauen, da ja dann beim Nachbarn wieder der Betondachstein schlimmeres verhindern würde. Es ist eine rein formale Einschränkung, weil die regelsetzenden Gremien kein Interesse für eine ordentliche Dachausnutzung haben, eher das Gegenteil.


    Gruß
    DD

    2005: 8,91 kWp BP Module an Fronius Symo 8.2 (Eigenanlage)

    2015: 500W an AeConversion 500-90 (Friends and Family)

    2018: 9,3 kWp Ost-West an Fronius Symo (Friends and Family)
    2019: 9,15 kWp Nord-Süd an Fronius Symo mit Victron ESS an 24kWh-BleiGel (Eigenanlage)

    2019: 9,9 kWp Südost-Nordwest an Fronius Symo (Friends and Family)

    2019: 7 kWp Süd an Fronius Symo (geplant)

  • Zitat von doppeldecker1678

    Danke Voltologe, über den Link war ich auch schon gefallen...


    Ich denke, dass es in der Praxis kein Problem wäre bis an die Grundstückgrenze bzw. Gebäudegrenze heran zu bauen, da ja dann beim Nachbarn wieder der Betondachstein schlimmeres verhindern würde. Es ist eine rein formale Einschränkung, weil die regelsetzenden Gremien kein Interesse für eine ordentliche Dachausnutzung haben, eher das Gegenteil.


    Gruß
    DD


    Nun das mit den 1,25 m Abstand (hier der Module) zu Brandabschnittsgrenzen ist bereits in der Vor-PV-Ära gesetzt gewesen, bei reinen elektrischen und bautechnischen Anlagen.
    Aber der Vortrag vom Ralf Haselhuhn (DGS) beim TüV-Workshop kann da eventuell etwas mehr erläutern:
    http://www.pv-brandsicherheit.…stallieren_PV-Anlagen.pdf
    Grüße

  • Ich grabe diesen Thread mal aus.


    Gibt es inzwischen PV-Module, die nicht brennbar (Klasse A1 oder A2) sind? Die meisten Module scheinen - wenn im Datenblatt überhaupt eine Klasse angegeben ist - zur Klasse C (schwerentflammbar) zu gehören.


    (Etwas off-topic: Wie sieht das eigentlich mit Solarthermie aus? Gibt es da nicht brennbare Kollektoren? Wenn man den Streifen zum Nachbarn schon nicht mit PV-Modulen belegen darf, wäre das ja theoretisch eine Alternative, doch das ganze Dach zu nutzen.)