Reality-Check für Daimler

  • Daimler UK hat per Twitter Mercedes-Fahrer gefragt, ob man sich denn vorstellen könnte ein BEV zu fahren könnte.
    Die Antworten waren wohl nicht im Sinne von Daimler, welche mit der elektrische B-Klasse jüngst ihr einziges BEV eingestellt haben.

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    Twitter & Sonnenertrag


    L:70
    D:4
    T:1
    GroßMeisterLusche

  • Was es wirklich braucht ist genau so ein Reality-Check. Bei den langen Entwicklungszeitlinien kann man nicht jetzt auf Tesla schauen und sagen, die sind ja nur im kleinen Luxussegement unterwegs. Da muss man schon weiterdenken.


    Meine Sicht der Dinge:
    1. Ich stehe voll hinter der Grünen Forderung, ab 2030 keine neuen Verbrenner mehr zuzulassen. Dass ist ein ganz wichtiges Stück Industriepolitik. Denn wenn den deutschen Herstellern jetzt niemand kräftig in den Allerwertesten tritt, verlieren wir nicht nur die 700.000 Arbeitsplätze in der Fertigung der ICE Antriebsstränge, sondern alle Arbeitsplätze in der deutschen Autoindustrie (außer bei der Deutschen Post). Der Wechsel kommt, und die Frage ist nur, ob wir dann weiter überwiegend VW, Audi, Mercedes und BMW fahren, oder eben Nissan, Renault, Tesla, BYD und Deutsche Post.


    2. Der Tritt in den Allerwertesten ist nicht nur wichtig, wir haben es damit auch sehr eilig. Schaut Euch mal die Entwicklungszeitlinien an. Von 2030 zurück gerechnet:
    - 2030 keine neuen Verbrenner mehr (PKW Bereich)
    - 2024 letztes neuentwickeltes Verbrenner Model kommt auf den Markt (wenn man den üblichen 6 Jahre Modelzyklus nicht ohne Not verkürzen möchte)
    - 2020 letzte PKW-Verbrennerentwicklung beginnt (bei 4 Jahren Entwicklungszeit)
    - 2016 letzter Student der Motorentechnik, der noch eine komplette Neuentwicklung mitmachen wird, hat angefangen zu studieren


    3. Bei eAutos ist es wie bei PV. Je mehr man davon macht, umso billiger wird es. Gleichzeitig ist es auf der anderen Seite, ob fossile Stromerzeugung oder Verbrenner-Autos, genau andersrum, je mehr man davon macht, umso teurer wird es.
    Erinnert Euch mal an die Entwicklung im Strombereich in den letzten 10 Jahren. Der Abstand von PV und RWE-Stromerzeugung war riesig. Heute ist PV billiger als neue Kohlekraftwerke und billiger als Spitzenlast aus Gaskraftwerken.
    eAutos sind heute viel dichter an den Verbrennern dran als PV in 2007 an der konventionellen Stromerzeugung. Warum soll es da länger dauern, bis der Markt kippt?



    Die deutsche Autoindustrie muss jetzt in großem Stil anfangen, sich auf den Wandel einzustellen. Dazu gehört der Aufbau und das Sichern von den entsprechenden Fachkräften, Zugang zu kritischen Ressourcen und Fertigkeiten, Aufbau von haltbaren Patentpositionen, Demonstration am Markt, dass man im Bereich eAutos was kann, etc., etc. Das sind alles sehr langfristige Prozesse. Da kann man nicht warten, bis man 2025 einige vollelektrische Modelle am Markt hat, und dann mal sehen, wie der Kunde diese annimmt, wie Herr Zetsche das bei uns auf dem Parteitag im November 2016 noch vorgestellt hat. Bis man das durch hat, und merkt was abgeht, ist der Zug schon 10 Jahre abgefahren.


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Den ersten hat er ja nichtmal selber gemacht... Ganz der Chinese !


    Glückwunsch zum nächsten Verbrennerthread im PV Forum !

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • 100 % :!::idea:


    Zitat von JayM

    Da kann man nicht warten, bis man 2025 einige vollelektrische Modelle am Markt hat, und dann mal sehen, wie der Kunde diese annimmt, wie Herr Zetsche das bei uns auf dem Parteitag im November 2016 noch vorgestellt hat. Bis man das durch hat, und merkt was abgeht, ist der Zug schon 10 Jahre abgefahren.


    Ich weis schon wieder Tesla aber was solls.


    Auf YT gibt es ein Interview mit einem Taxifahrer aus Würzburg der einen Tesla als Taxi betreibt.
    Bei dem Interwiew erzählt er, daß er einen Fahrgast hatte der sich das Auto erst sehr interessiert von außen angeschaut hat und dann im Gespräch während der fahrt erklärte, daß er bei einem Deutschen Autobauer arbeitet und sie vor sieben 7 Jahren ein E Auto entwickelt hatten und es dann im Tresor verschwand. §Heute haben wir 7 Jahre Rückstand bei der E-Mobilität gab er offen zu.


    Vor 30 Jahren wäre das nicht passiert. Da hätte die Deutsche Politik der Industrie die Vorgabe gemacht und danach hätte sie sich dann gefälligst zu richten gehabt und das hätte funktioniert. Siehe KP in China.


    Seit dem Autokanzler der denen in den Allerwertesten gekrochen ist anstatt sie in den selbigen zu treten und seine Nachfolgerin eine Verwaltungsangestellte der Stasi ist es mit der Deutschen Wirtschaft bergab gegangen und geht weiter bergab weil die bequemen alten Managerseilschaften sich mit den Politikversagern arrangiert haben.


    N8 D


    Zitat von photoenchen4me

    Aber geh!
    Wie lang hat der Nerd nochmal gebraucht um ein komplettes Auto auf die Beine - ähh Reifen - zu stellen. Von Null weg!


    So ein elektrovehikel ist technisch gesehen doch pipifax


    Vollkommen richtig meine Kumpels und ich haben schon fünf Karosserien in der Scheune stehen die wir in drei Monaten anfangen können zu Produzieren sobald die Presswerkzeuge fertig sind. Unser größtes Problem ist daß wir noch nicht den optimalen Werkzeugaccu gefunden haben der auch in ausreichender Stückzahl zur verfügung stehen würde und sich entsprechend schnell laden läßt. :(:cry:



    Nur daß beim E-Auto nicht der Motor => die Mechanik das "Problem" ist sondern der "Tank"/Accu und dass ist ein gebiet das die Autobauer schon lange zukaufen also kein eigenes Wissen haben sonst wären sie ja nicht mit der "Schummelsoftware" übers Ohr gehauen worden. :cry::mrgreen:
    Und die die Accus bauen können warten bestimmt schon auf die "super duper hochnößigen deutschen Autobauer" die als erstes den Preis ins bodenlose drücken wollen.


    ich bin da skeptisch und werde wenn es so weit ist auch vermeiden von jemanden der eine neue Technologie ablehnt diese von demjenigen zukaufen.


    Django

  • Zitat von letsdoit

    Den ersten hat er ja nichtmal selber gemacht... Ganz der Chinese !


    Glückwunsch zum nächsten Verbrennerthread im PV Forum !



    Sicher, der wird sich aber schnell totlaufen,
    aber seit viele Leute PV haben, haben sie mit einem E-Auto die Möglichkeit zu Hause zu tanken und das ist doch auch ein Argument gegen den Verbrenner.


    Damals haben sie sich auch Gedanken gemacht ob man in den Apotheken genügend Petroleum für die ersten Verbrenner bekommen würde.


    Da war aber klar daß man das nicht selber herstellen kann.


    Django

  • Zitat von django65


    Nur daß beim E-Auto nicht der Motor => die Mechanik das "Problem" ist sondern der "Tank"/Accu und dass ist ein gebiet das die Autobauer schon lange zukaufen also kein eigenes Wissen haben sonst wären sie ja nicht mit der "Schummelsoftware" übers Ohr gehauen worden. :cry::mrgreen:


    Wow (Zitat stellvertretend für den ganzen - beduselten - Rest)
    nur mehr :kopschüttel:

  • Zitat von django65


    Auf YT gibt es ein Interview mit einem Taxifahrer aus Würzburg der einen Tesla als Taxi betreibt.
    Bei dem Interwiew erzählt er, daß er einen Fahrgast hatte der sich das Auto erst sehr interessiert von außen angeschaut hat und dann im Gespräch während der fahrt erklärte, daß er bei einem Deutschen Autobauer arbeitet und sie vor sieben 7 Jahren ein E Auto entwickelt hatten und es dann im Tresor verschwand. §Heute haben wir 7 Jahre Rückstand bei der E-Mobilität gab er offen zu.


    nabend.
    das war stefan müller aus aschaffenburg, mit seinem tesla taxi.
    sehr netter mensch. hab ihn letzten sonntag getroffen und werd mal
    mit paar bekannten ein, zwei, drei??? schnupperfahrten bei ihm mitmachen :)
    kann man bei ihm an wochenenden anfragen. dann gehts ne runde
    "um den block" und zum supercharger nach neuberg...

    9,135kwp, z.T. verschattet, Bj. 5/16
    5 Grad SW, 30 Grad Dachneigung
    29 Module LG 315 Watt
    Leistungsoptimierer
    Solar Edge 10kw Wechselrichter
    SENEC Home 8.0pb
    und, aaahh! Jetzt ja, eine Insel!
    (kleine, ständig wachsende PV "Halb-Insel-Kette")

  • Zitat von photoenchen4me


    Was es eher bräuchte ist sowas wie BYD mit dem 6e vorgelegt hat. Ein einigermassen bezahlbares und geräumiges "Weitstrecken"-EV mit Schnellladefähigkeit (und vielleicht a bissal mehr Mmpf).
    http://www.grueneautos.com/201…-oesterreich-erhaeltlich/


    Also für den gleichen Preis bekommt man mittlerweile einen gebrauchten Tesla. Der ist im Gegensatz zum e6 wirklich praxistauglich, langstreckenfähig und hat Mmpf.

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III