PIP 2424 GE Dünnschicht Erdung galvanische Trennung

  • Hallo Allerseit,
    nachdem ich vor einiger Zeit ja hier schon fachkundigen Rat zu meiner PzS einholen konnte, möchte ich nun vermelden das seit 2 Wochen meine Halbinselanlage funktioniert. Erstmal nur für die Versorgung der Heizungssteuerung samt Solarthermie Umwälzpumpe und der Kellerlüftung.
    Sooo...nun zum Problem, Dünnschichtmodule, mag sein das der Kauf überhastet war aber es war auch ein optischer Aspekt, es sind Rahmenlose, schwarze und ich finde nachdem sie nun auf dem Dach sind bilden die ein Interessantes Ensemble mit den dahinter etwas höher und steiler stehenden Vakuumröhrenkollektoren, werde mal ein Foto machen.
    Ich hatte lange hin und her überlegt wegen der hohen Modulspannung, nachdem es nun aber den PIP2424GE gab dachte ich alle Probleme wären gelöst, habe immer 3 Module in Reihe und die dann Parallel, macht im Leerlauf ca 230V, gemessen.


    Es geht nun das Gerücht das bei Dünnschichttechnik der negative Generatorpol geerdet werden sollte um Potentialinduzierter Degeneration zu entgehen. Das wollte ich heute mal probieren und habe, vorsichtshalber erstmal über 60WGlühobst PV- und PE verbunden, Lampe war sofort ausgesprochen hell, Potential an PV- gegen PE gemessen kaum verändert.
    Also bleibt mir wohl erstmal nichts übrig als die Erdung zu ignorieren.
    Ist die explizit denn bei CIGS nötig?
    Ich sollte noch erwähnen, daß ich eine Brücke zwischen N in und N out am PIP habe um in allen Betriebszuständen mit nachgeschaltetem FI arbeiten zu können.
    Jede Art vo Hinweisen ist wilkommen, außer andere PV Module kaufen, da würde ich dann erstmal abwarten.
    Gruß Milan

    PIP2424GE
    21x UF85 CIGS SÜD
    24V 345AH PzS

  • Aufgrund des trafolosen Designs ist der PIP formal nicht für Dünnschichtmodule + Erdung geeignet

    PIP 2424HS an 750Wp 3xShinsung Black Mono250 +1,5Kwp (6xShinsung Black Mono250)
    an FPS 100/50 an Bluebatt 24v 465Ah

    EA Sun ISolar SMV III 3K

    EA Sun SP 3K-24
    Siliken 3,3i 3,25Kwp 13xShinsung Black Mono 250
    VW T4 mit Evective 2000w + Varta 110Ah +0Wp

  • Das scheint ja nachdem was ich heute rausexperimentiert habe zu stimmen :-? .
    Richtig verstanden hab ich es aber noch nicht, ich hatte hier im Forum mal ein Handgezeichnetes Prinzipschaltbild von einem anderen PIP gesehen, da gab es einen Übertrager der aus dem Batteriekreis in den Zwischenkreis transformierte. Dieser Übertrager sollte doch die galvanische Trennung bewirken die es ermöglicht den Akku oder die PV zu erden.
    Hat mein PIP nun als trafolose Ausführung diesen Übertrager nicht? Oder liegt das problem in dem GE also dem anderen Ladereglerteil welches ja bis 450V PV verarbeiten kann?
    Der GE ist ja noch relativ neu un möglicherweise interessiert es ja auch andere.
    Ich habe jetzt noch kein Oszi dran gehabt aber das Multimeter sakt (alles gegen N bzw PE)
    PV+ DC-30V AC230V
    PV- DC-200V AC230V
    also eine kompliziertere Mischspannung, scheinbar doch irgendwie direkt mit dem Zwischenkreis verbunden.


    2.Problem ist das seit die Anlage in Betrieb ist, meine 1-Wire Temperatursensoren von der Himbeerheizungssteuerung besonders vormittags, ich vermute bei höherem Ladestrom, gestört werden (werden dann 85 Grad ausgelesen), gibt sich aber im Laufe des Tages wieder. Kann das zusammenhängen, in welche richtung könnte man Entstörmaßnahmen treffen?


    Gruß Milan

    PIP2424GE
    21x UF85 CIGS SÜD
    24V 345AH PzS

  • Wahrscheinlich würde es, wenn man PV erden wollte nur mit einem Trenntrafo sauber zu lösen sein?
    Sehe ich es richtig, daß ich 2 Stück benötigen würde? Einen in der Netzzuleitung zum PIP und einen Ausgangsseitig?
    Positiver Nebeneffekt dabei wäre wahrscheinlich, daß wenn die PV eiseitig geerdet wäre die Störabstrahlung über die recht langen PV-Kabel nachließen, sehe ich das richtig?
    Was wäre beim Trenntrafokauf zu beachten wenn das Ziel in einer verlustarmen Lösung besteht? Ringkern? Überdimensionieren oder lieber knapper? die Maximalleistung wird nicht abgerufen, meißt sollte die Last unter 1 KW liegen.
    sowas hier:
    https://www.voelkner.de/produc…1SJwW6EAQYASABEgK05PD_BwE
    Und wie ist es mit dem Einschaltstrom bei so einem Brummer?


    Danke,
    Gruß Milan

    PIP2424GE
    21x UF85 CIGS SÜD
    24V 345AH PzS

  • Hi Milan,


    Zitat von Bahnhofsvorsteher

    Wahrscheinlich würde es, wenn man PV erden wollte nur mit einem Trenntrafo sauber zu lösen sein?


    nee, gibt noch eine Lösung. Du musst über einen passenden Widerstand erden.


    Trafolose Geräte dürfen normalerweise nicht geerdet sein, weil sie zu Beginn eine RISO-Messung machen und bei Erdschluss abschalten. Die messen aber nur bis zu einem bestimmten Wert, etwa um 1 Megaohm.
    Musst mal nachsehen, bis wo der WR Deiner Wahl misst.


    Die Erdung muss dann eben über einen Widerstand erfolgen, der etwas höher liegt.
    Ich hab` das so gemacht, allerdings nicht mit Widerstand, sondern mit SMA-Offsetbox geerdet.
    Die nächste Dünnschichtanlage erde ich über einen Widerstand mit 1,2 MOhm.

    MfG
    Ralf Hofmann
    ___________


    EEG-Anlagen: 30 kWp (12/2011) + 9,2 kWp (4/2013) + 8 kWp (10/2015) + 4,3 kWp (10/2017)
    Degertraker

    E-Auto: Nissan e-NV 200
    Meine Anlagen: PV-Anlage 30 kWp in 35745 Herborn

    • Offizieller Beitrag
    Zitat von Ralf Hofmann

    Die Erdung muss dann eben über einen Widerstand erfolgen, der etwas höher liegt.
    Ich hab` das so gemacht, allerdings nicht mit Widerstand, sondern mit SMA-Offsetbox geerdet.
    Die nächste Dünnschichtanlage erde ich über einen Widerstand mit 1,2 MOhm.


    Hast du denn inzwischen die Spannung des Generatorminuspols gegen Erde im Betrieb gemessen?
    Ich glaube nämlich immer noch nicht, dass du damit tagsüber eine Erdung zustande kriegst! (Nachts vielleicht schon, aber das dürfte zur allnnächtlichen Regeneration der PID nicht reichen.)


    Um welche CIGS-Module gehts denn?

  • Hi,


    Zitat von Weidemann

    Hast du denn inzwischen die Spannung des Generatorminuspols gegen Erde im Betrieb gemessen?
    Ich glaube nämlich immer noch nicht, dass du damit tagsüber eine Erdung zustande kriegst! (Nachts vielleicht schon, aber das dürfte zur allnnächtlichen Regeneration der PID nicht reichen.)


    nee, gut dass Du mich dran erinnerst. Stelle ich gleich für morgen auf die Agenda.

    MfG
    Ralf Hofmann
    ___________


    EEG-Anlagen: 30 kWp (12/2011) + 9,2 kWp (4/2013) + 8 kWp (10/2015) + 4,3 kWp (10/2017)
    Degertraker

    E-Auto: Nissan e-NV 200
    Meine Anlagen: PV-Anlage 30 kWp in 35745 Herborn

  • Danke für die Antworten,
    es geht um Solibro Q.Smart UF 85. Die werden ja immernoch häufig auf den entsprechenden Portalen angeboten, muss wohl aus irgendeiner Insolvenzmasse sein?


    Das mit dem Erden über Widerstand passt wohl nicht auf meine Konfiguration, oder ich habe es nicht richtig verstanden. Ich habe im laufenden Betrieb, am Tage Das Potential vom Anschluß -PV am PIP2424GE gegen Masse (Ich habe PE genommen) mit ca -200V auf dem Multimeter im DC Bereich gemessen. Diesen -PV und PE habe ich dann über eine 60W Glühlampe verbunden und der Messwert hat sich NICHT signifikant geändert.
    Ich fürchte da wird ein Widerstand ebensowenig ausrichten können wie mein Glühbirne?


    Gruß Milan

    PIP2424GE
    21x UF85 CIGS SÜD
    24V 345AH PzS

  • Hallo,
    auch auf die gefahr das das hier zum Selbstgespräch ausartet möchte ich noch einige Überlegungen zu meinem Problem bringen und wäre über Bestätigung und Wiederspruch gleichermaßen dankbar.
    Pid scheint ja kein Problem ausschließlich vonn Dünnschichttechnik zu sein insofern wäre eine Erdung der PV in jedem Fall nicht falsch.


    Am PIP GE liegt (bei geerdetem N vom AC Out) bei Sonne an am PV- eine Gleichspannung von -200V überlagert non einer AC ca entsprechend Netzspannung, und somit eigentlich jetzt auch nicht so negativ, bei pid tests geht man ja oft von -1000V aus.

    Hat schonmal jemand einen PIP mit einem Trenntrafo kombiniert, schafft der das mit dem Anlaufstrom, hat der PIP am AC Out eine Art Softstartfunktion?


    Oder wäre es ein Ansatz die Module immer wenn es dunkel ist über ein Relais auf zb +800V zu legen?


    Oder soll ich lieber warten ob PID überhaupt auftritt und dann ggf. neue Module raufmachen?


    bin wirklich verunsichert, bitte um Antwort.

    PIP2424GE
    21x UF85 CIGS SÜD
    24V 345AH PzS

    • Offizieller Beitrag
    Zitat von Bahnhofsvorsteher

    es geht um Solibro Q.Smart UF 85. Die werden ja immernoch häufig auf den entsprechenden Portalen angeboten, muss wohl aus irgendeiner Insolvenzmasse sein?


    Könnte sein. Q-Cells war ja insolvent, daher leider auch keine Garantie auf die Module.
    Du musst auf jeden Fall mit PID rechnen, ist bei mir (bei nur 4 Modulen in Reihe, also niedriger Spannung) auch heftig im dritten Jahr passiert:
    https://www.photovoltaikforum.com/viewtopic.php?f=99&t=83989


    Zitat

    Diesen -PV und PE habe ich dann über eine 60W Glühlampe verbunden und der Messwert hat sich NICHT signifikant geändert.
    Ich fürchte da wird ein Widerstand ebensowenig ausrichten können wie mein Glühbirne?


    Das seh ich ganz genauso!


    Zitat von Bahnhofsvorsteher

    Oder wäre es ein Ansatz die Module immer wenn es dunkel ist über ein Relais auf zb +800V zu legen?


    Das würde die Degradation höchstens verlangsamen, aber nicht umkehren können. Erfolgsaussichten sind also sehr unklar. (Kann sein, dass die Degradation wegen der Wärme tags schneller läuft... kann aber auch sein, dass mehr Feuchte/Tau nachts die Regeneration begünstigt, während es tags öfter trocken ist. Für den Normalbetrieb willst du möglichst kein Erdpotential=Feuchte in Modulnähe, für die Regenneration schon.)


    Zitat

    Oder soll ich lieber warten ob PID überhaupt auftritt und dann ggf. neue Module raufmachen?


    Das hängt an den Kosten... ein Trafo-WR oder ein AC-Trafo sind wohl nicht billig?