Einspeisevergütung an caritative Verbände spenden = möglich?

  • Guten Tag
    Nachdem der lokale Energieversorger mit den Balkon-Convertern nicht klar kommen will, nun herum bockt,
    wird es vermutlich eine einfache 6 kWp Anlage mit Standard-Wechselrichter.
    Eine Batterie-Option wird nach ausreichender Kalkulation nicht gewünscht ( un-rentabel )


    Wie schaut es aktuell aus, mit der Einspeisevergütung. Der Energieversorger will keinen Gratis-Strom
    haben und pocht auf Einspeisezähler und Vergütung des eingespeisten Stromes.


    ? Ist es möglich, dass man diese Rückvergütung einer caritativen Organisation "spendet", d.h. es wird
    der generiert Umsatz dann einfach gespendet - so dass eine 0-Rechnung entsteht.


    Frage: Wird diese Spende von den Finanzämtern aktzeptiert ? Oder ist eine Angabe in der Einkommensteuer-
    Erklärung notwendig.


    Hintergrund: Es soll umsatzmässig nichts über Finanzamt, Steuerberater, usw. laufen - lediglich der selbst
    produziert Strom soll zu 90% selber verbraucht werden - der
    Überschuss in das Netz eingespeist werden ( zwangsweise - weil eine Batterieanlage nicht in Frage kommt,
    bzw. ein Halb-Insel-Anlage genauso wenig )


    Ziel ist, dass man mit der Steuergeschichte so ziemlich 0 € raus geht - wenn möglich, mit so geringstem Auf-
    wand wie gerade möglich.


    ps. Dass man sich aus dem Unternehmerstatus nach 5 Jahren befreien lassen kann ist bekannt. Abgeschrieben
    soll auch nichts werden, da zu 100% eigenkapitalfinanziert / keine Kredite oder Fördergelder beantragt werden.


    Gibt es da eine Beratungsstelle, welche hinsichtlich Steuerbefreiungen weitere Informationen bietet. Die
    lokalen Solateure wollen nur verkaufen - hinsichtlich Steuerangelegenheiten wird man da eher "mau beraten"
    als schlau.


    Vielen Dank

  • Zitat von hugendubel

    Wie schaut es aktuell aus, mit der Einspeisevergütung. Der Energieversorger will keinen Gratis-Strom
    haben und pocht auf Einspeisezähler und Vergütung des eingespeisten Stromes.


    das ist keine Frage des "wollens", sondern des Bilanzkreises.
    warum sollte sich ein Netzbetreiber irgendwelche Schwierigkeiten ans Bein binden nur damit du ein leichteres Leben hast?
    der Netzbetreiber will es so machen wie es das Gesetz vorschreibt, willst du ihm deswegen etwas vorwerfen?


    Zitat von hugendubel


    ? Ist es möglich, dass man diese Rückvergütung einer caritativen Organisation "spendet", d.h. es wird
    der generiert Umsatz dann einfach gespendet - so dass eine 0-Rechnung entsteht.


    Frage: Wird diese Spende von den Finanzämtern aktzeptiert ? Oder ist eine Angabe in der Einkommensteuer-
    Erklärung notwendig.


    natürlich kannst du deine Einspeisevergütung spenden an wen du möchtest.
    eine Angabe dieser Spende in deiner Einkommensteuererklärung ist nicht notwendig.
    die Einspeisevergütung musst du natürlich schon angeben


    Zitat von hugendubel

    Hintergrund: Es soll umsatzmässig nichts über Finanzamt, Steuerberater, usw. laufen - lediglich der selbst produziert Strom soll zu 90% selber verbraucht werden - der Überschuss in das Netz eingespeist werden ( zwangsweise - weil eine Batterieanlage nicht in Frage kommt, bzw. ein Halb-Insel-Anlage genauso wenig )


    das solltest du dir vielleicht noch genauer überlegen, speziell wie du es schaffen möchtest bei einer PV Anlage mit 6 kWp ohne Batteriespeicher ("sinnvoll") auf 90 % Direktverbrauch zu kommen


    Zitat von hugendubel

    Gibt es da eine Beratungsstelle, welche hinsichtlich Steuerbefreiungen weitere Informationen bietet. Die lokalen Solateure wollen nur verkaufen - hinsichtlich Steuerangelegenheiten wird man da eher "mau beraten" als schlau.


    diese Beratungsstelle heißt Steuerberater, und ein lokaler Solateur darf dich garnicht in Steuerangelegenheiten beraten (so fern er kein Steuerberater ist)

  • Zitat von hugendubel

    Frage: Wird diese Spende von den Finanzämtern aktzeptiert ? Oder ist eine Angabe in der Einkommensteuer-
    Erklärung notwendig.


    Ja, leider ist Einkommensteuer auf diese vorgelagerte Einkunft zu zahlen.

    WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
    ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
    Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest

  • Zitat von hugendubel

    Gibt es da eine Beratungsstelle, welche hinsichtlich Steuerbefreiungen weitere Informationen bietet.


    für gewerbliche Einkünfte giebs normalerweise einen Freibetrag von 410€. Das Geld darfst du dann auch ganz behalten.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Zitat von jodl


    das ist keine Frage des "wollens", sondern des Bilanzkreises.
    warum sollte sich ein Netzbetreiber irgendwelche Schwierigkeiten ans Bein binden nur damit du ein leichteres Leben hast?


    Der Österreich reguliert via Genossenschafts-Mitgliedschaft, somit aus dem Schneider. So was ist sportlich & fair.
    In D habe ich Unternehmerstatus, Finanzamt, Steuerberater an der Backe. Möchte man, wenn es geht, vermeiden.
    Daher als Spende abtreten.
    ( würde via Genossenschaft geregelt, wären merklich mehr Interessenten bereit für eine Installation einer PV - so
    aber warten Zahlreiche auf " bessere Zeiten "


    Zitat von jodl


    die Einspeisevergütung musst du natürlich schon angeben


    Auch wenn der generierte Umsatz letztendlich gespendet wird? hmm


    Zitat von jodl


    das solltest du dir vielleicht noch genauer überlegen, speziell wie du es schaffen möchtest bei einer PV Anlage mit 6 kWp ohne Batteriespeicher ("sinnvoll") auf 90 % Direktverbrauch zu kommen


    die Anlage wird halt dann entsprechend angepasst. Einen Speicher mit Elektro-Heizstab könnte man optional erweitern?
    6 kWp muss nicht unbedingt sein, 3,5 kwp würden evtl. auch reichen - mir pers. würden sogar 2 x Mastervolt 1500 auf zwei Aussenleitern reichen - darf man aber nicht, lt. Netzbetreiber ( wg. Grauzone + 2-Richtungszählerpflicht )


    Zitat von jodl


    diese Beratungsstelle heißt Steuerberater, und ein lokaler Solateur darf dich gar nicht in Steuerangelegenheiten beraten (so fern er kein Steuerberater ist)


    Die Frage ist, ..wie kann ich den Berater vermeiden?
    Die Frage ist ernsthaft, ob man den generierten Umsatz spenden kann - man hat ja durch den "Zweirichtungszähler"
    schon gesonderte Kosten, welche den Umsatz wieder negieren ( Unterschied ob 8 € x 12Monate oder 19 € x 12 Monate
    zu bezahlen sind, bei den paar kWh, welche dort generiert werden - steht in keinem Verhältnis )

  • Hi,


    Zitat von hugendubel

    Wie schaut es aktuell aus, mit der Einspeisevergütung. Der Energieversorger will keinen Gratis-Strom
    haben und pocht auf Einspeisezähler und Vergütung des eingespeisten Stromes.


    Hintergrund: Es soll umsatzmässig nichts über Finanzamt, Steuerberater, usw. laufen . . .


    wenn der Netzbetreiber es so genau nimmt, dann wird er sicher auch alle Gesetze so genau nehmen.
    Im EEG steht z.B., dass sich die Höhe der Einspeisevergütung auf Null reduziert, wenn Du das vorgeschriebene Einspeisemanagement verweigerst. Abnehmen muss der Netzbetreiber den eingespeisten Strom trotzdem.


    Wie wär`s, bau` einfach weder einen RSE noch eine 70% Lösung für Deine Anlage und der Netzbetreiber DARF Dir gar keine Einspeisevergütung zahlen.

  • Hi,


    ich nutze trotz PV-Anlage auf dem Dach keinen Steuerberater. Die Einnahmenüberschussrechnung kannst Du auch selber machen. Man (Du) füllt zwar den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung aus, aber ein Gewerbe must Du mit der PV-Anlage nicht anmelden.
    Auf der Internetseite http://www.pv-steuer.com findest Du ein nettes kleines Exceltool gegen schmales Entgelt, welches Dir die meiste Arbeit abnimmt. Man trägt lediglich später bei der Einkommenssteuererklärung in den entsprechenden Anlagen und Zeilen via Elsteronline oder diverser Steuerprogramme seine Zahlen ein und fertig.
    Natürlich darfst oder solltest Du dich etwas mit der Materie vertraut machen, aber da findest Du hier im Forum so einige Thread... wie z.B.
    https://www.photovoltaikforum.…genbetreiber-t112637.html
    https://www.photovoltaikforum.…nkommensteuer-t36945.html
    http://www.photovoltaikforum.c…ic.php?p=1359407#p1359407


    Wie machtnix schon geschrieben hat gibt es einen Freibetrag von 410€ und noch einen "weiteren" bis 820€


    Diese 820€ Grenze errechnet sich wie folgt. Gewinn z.B. 600€
    820€ - 600€ = 220€
    600€ - 220€ = 380€ zu versteuern
    http://www.finanztip.de/haerte…h-veranlagungsfreigrenze/

    Gruß Red5FS
    ---
    37 Hanwha Q-Cells G2 265W & SMA STP 8000TL-20 & SHM (30.09.13)
    17 Trina TSM DC80.08 215W & SMA SB 3600TL-21 (03.06.14)
    Do it or don`t do it!There is no try!
    The Force is with you!
    GroßMeisterLusche L:82 D:5 T:3
    Meine Anlage
    SV@fb

  • Zitat von Ralf Hofmann


    Wie wär`s, bau` einfach weder einen RSE noch eine 70% Lösung für Deine Anlage und der Netzbetreiber DARF Dir gar keine Einspeisevergütung zahlen.


    Besten Dank
    ? und mit welchem Converter ohne RSE, ohne 70% Lösung erreicht man dann, dass keine Vergütung erfolgt?
    Fronius-Spezial-Wechselrichter ? :mrgreen:


    nur als reine Insel-Anlage, parallel geschaltet über eine Generator-Umschaltung + Battery ?
    hmm...

  • Wechselrichter ist egal.
    Wie erreicht man das.....
    70% Regelung nicht einhalten...sprich 100% am Einspeisepunkt anlegen oder z.B. die Anlage nicht bei der Bundesnetzagentur melden.
    Das sind dann quasi Pflichtverstöße eines Anlagenbetreibers und dadurch entfällt die EEG Vergütung


    Nachzulesen im EEG §52
    https://www.gesetze-im-interne…g_2014/BJNR106610014.html

    Gruß Red5FS
    ---
    37 Hanwha Q-Cells G2 265W & SMA STP 8000TL-20 & SHM (30.09.13)
    17 Trina TSM DC80.08 215W & SMA SB 3600TL-21 (03.06.14)
    Do it or don`t do it!There is no try!
    The Force is with you!
    GroßMeisterLusche L:82 D:5 T:3
    Meine Anlage
    SV@fb

  • Die Umsatzsteuer wird man durch einfache Meldung ans Finanzamt los (Kleinunternehmerregelung wahlen).


    Die Vergütung wird man los wenn man wie gesagt die Regeln zum Einspeisemanagement nicht einhält. Allerdings bekommt man dann den Marktwert von 3 bis 4 c/kWh. Einer meiner Kunden ist den losgeworden, indem er einfach dem Netzbetreiber keine Kontonummer gegeben hat.


    Die ESt wird man los wenn man nachweisen kann, dass die Anlage keine Aussicht auf Gewinnerzielung hat - - > Liebhaberei. Dazu kann man ja die volle Degradation laut Garantie des Modulherstellers annehmen, zudem hohe Reparaturrücklagen, etc. Ohne Vergütung auf die Überschüsse sollte das eigentlich gelingen.


    Gruß
    Jochen


    Gesendet von meinem F5321 mit Tapatalk

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH