Abschreibung/Besteuerung gebrauchte Photovoltaikanlage

  • Hallo liebes Photovoltaik-Forum,


    ich habe bereits versucht mich über die bestehenden Beiträge etwas einzulesen, bin jedoch bisher nicht auf einen Fall wie meinen gestoßen und noch neu in dem ganzen Thema.


    Kurz zur Übersicht der Gegebenheiten:
    Wir haben einen Kaufvertrag für ein Einfamilienhaus unterschrieben, das im August bezogen werden soll. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage aus dem Jahr 2010 installiert, die 4,56 kWp Leistung laut der Rechnung hat. Im letzten Jahr wurden 3819 kWh Strom erzeugt, von denen 1089 kWh selbst verbraucht wurden. Bleiben also 2730 kWh, die der Vorbesitzer über einen Einspeisevertrag ins Netz gespeist hat. Er hat die Variante Regelbesteuerung mit entsprechender Vorsteuer an das Finanzamt gewählt.


    Nun folgende Problematik:
    1. ) Im notariellen Kaufvertrag ist die Anlage nicht separat ausgewiesen, da mir der Makler damals die Auskunft gegeben hatte dass es sich um ein Immobil handelt und sie somit zum Haus gehört. Mittlerweile weiß ich durch die Beiträge hier, dass es bei Einspeisung ins Netz nicht so ist, und die Anlage separat hätte bewertet und rausgerechnet werden müssen. Ärgerlich in diesem Zusammenhang vor allem die zu viel gezahlten Grunderwerbssteuern, die Notar- und Maklergebühren.
    Leider ist bezüglich der Steuer die Einspruchsfrist schon vorbei und auch die anderen Posten sind schon bezahlt. Den notariellen Kaufvertrag jetzt noch (es fehlt nur noch die Kaufpreiszahlung) zu ergänzen wäre mit weiteren Zusatzkosten verbunden.


    2.) Da ich jetzt keinerlei Übernahme-Rechnung über die Anlage habe und auch keine separate erstellen lassen kann, da im notariellen Kaufvertrag Nebenabreden ausgeschlossen sind, ist jetzt die Frage wie ich die zukünftige Bewertung der Anlage / Abschreibung gegenüber dem Finanzamt hin bekomme wenn ich mich als Unternehmer neu anmelde. Immerhin bleiben da ja noch 13 Jahre Abschreibung. Kann man in dem Fall einfach auf die Originalrechnung von 2010 verweisen bzw. anhand der Formel von Dr. Stefan Rode den aktuellen Wert der Anlage bestimmen? Oder reichen dem Finanzamt die Werte vom Vorbesitzer und der Verweis auf das bisherige steuerliche Vorgehen?


    3.) Dann stellt sich mir noch die Frage ob ich nicht der Einfachheit halber zur KUR wechseln sollte, die 5 Jahre sind ja vorbei, dann sollten ja eigentlich weder mir noch dem Vorbesitzer finanzielle Nachteile durch den Wechsel entstehen. Die Abschreibung der Anlage müsste ich doch auch beim Wechsel zur KUR fortsetzten können, oder?
    Den einzigen Nachteil, den ich bisher an der KUR sehe ist bei einer eventuellen Reparaturrechnung.
    Mich scheut momentan mehr der Aufwand mit dem Finanzamt, wenn ich mich als neuer Besitzer monatlich mit der noch unbekannten Umsatzsteuervoranmeldung auseinandersetzen müsste.


    Ich hoffe der ein oder andere hier hat ein paar Tipps/Erfahrungen, wie ich die Sache am besten angehen könnte, auch wenn das Kind ja eigentlich schon im Brunnen liegt.


    Mit freundlichen Grüßen
    Jpcony

  • Dir liegt für die Anlage keine Rechnung mit Mehrwertsteuer vor. Meines Erachtens ist dies - wenn es das einzige Gewerbe ist - meistens die Vorassetzung damit sich die Regelbesteuerung rentiert.
    Meinung ohne Empfehlung oder Beratung: Die Buchwerte des Verkäufers bei Plausibilität zu übernehmen wäre denkbar.
    Andererseits hast du durch die PV im Brunnen höhere AHK - vielleicht lässt sich dadurch ein höherer Wert ansetzen.


    Ist der Ertrag in Ordnung für deine Region und Ausrichtung?

  • Es liegt geradezu zwingend in der Natur des Laien, das er vom Sachverhalt ("dem ihm Bekannten") zum Steuerdeklaration ("unbekanntes Terrain") geht. Das würde wohl jeder in jeder anderen Lebenslage auch tun. Gerade aber damit legt man sich die Schlinge um den Hals. Der korrekte Weg geht von den Deklarationspflichten aus....und von dort zum Sachverhalt.


    Du hast eine Einkommensteuererklärung zu erstellen. (Das war bei Dir schon früher so. Das bleibt auch so.)
    Du hast darin Deine Einkünfte zu erklären. (Prima. Auch ein alter Hut).
    Es gibt 7 Einkunftsarten... bei allen ist zu prüfen, ob Einkünfte vorliegen.
    Bisher war bei "§15 ... EK aus Gewerbebetrieb" Fehlanzeige. Jetzt leuchtet da die Lampe auf.


    Damit Du Einkünfte deklarieren kannst - müssen sie erstmal ermittelt werden.
    Ergo hast Du eine Gewinnermittlung zu erstellen.
    Die wirst Du nach §4 Abs. 3 EStG erstellen. Als Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausaben.
    (Bis hierher.... sollte sich eigentlich nix dolles ergeben haben)


    Dummerweise .. mal vereinfacht ausgedrückt... gelten "für alles rund ums Anlagevermögen" die Vorschriften zur Gewinnermittlung nach §4 Abs. 1 EStG = Betriebsvermögensvergleich. Und der wiederum basiert auf den handelsrechtlichen Vorschriften.


    Und nun sind wir endlich am Boden angekommen: Den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften.
    Jetzt wirds spannend. Egal was nun im Sachverhalt passiert.... egal wie verkorkst der Sachverhalt ist... egal wie dämlich man sich angestellt hat... egal ob fremde Dritte einem den Bockmist eingebrockt haben: Die handelsrechtlichen Vorschriften sind einzuhalten. Amen. (Wer das kapiert hat.... hat den eigentlichen Knoten gelöst.)


    In der Zugangsbewertung ist die Anlage mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten zu bewerten.
    Da ändert auch die Tatsache nichts, dass unseeligerweise kein anteiliger Kaufpreis im notariellen Vertrag festgelegt wurde.
    (By the way: Für Zwecke der Grunderwerbsteuer lässt sich das natürlich korrigieren. Anders wäre nur einfacher gewesen).


    Zur Ermittlung der AHK ist in dem Fall der Gesamtkaufpreis im Verhältnis der Verkehrswerte aufzuteilen.
    Das klingt erstmal grausam... weil das klingt nach "Oh Gott... jetzt soll ich auch noch zwei Gutachten bezahlen???"
    (Antwort: Im Ernstfall: Ja!).
    Aber keine Panik. Der Ernstfall liegt nicht vor.


    Da das Haus ja gerade gehandelt wurde, liegt ja ein Verkehrswert vor. (Es sei denn, aus irgendeinem Grunde hast Du da ein besonderes Schnäppchen gemacht... oder völlig überteuert gekauft. Zweiteres hätte Konsequenzen, die dem FA egal wären).
    Im Normalfall brauchst Du also nur den Verkehrswert der Anlage ermitteln. In Normalfall. Bitte selbst prüfen, ob irgendwelche Umstände vorliegen, warum das Haus zu einem offensichtlichen Schnäppchenpreis vertickt wurde.


    Tatsächlich ist die Formel von Sonnenstevie nichts anderes als eine (vereinfachte) Methodik zur Schätzung des Verkerhrswertes. (Fragt sich, was nun länger dauert
    a) Dem Sachbearbeiter klar zu machen, dass die einfache Formel sehr gut brauchbar ist, oder
    b) Dem Sachbearbeiter eine andere Methodik vorzurechnen. (Stichwort "Stuttgarter Verfahren"; denkbar auch die viel komplizierter klingende "DCF-Methode" (Discounted cashflow). Da die Cashflows einer PV aber extrem gut geschätzt werden können, ist der Rest eigentlich nur noch Sache von Excel... und ein klein wenig Finanzmathematik. Andere nennen es Prozentrechnung)


    Am Ende hast Du so die AHK als anteiligen Verkehrswert im Gesamtkaufpreis ermittelt.
    (Das hätte man mit einer Zeile im notariellen vertrag deutlich einfacher haben können.)
    Und damit ist die Zugangsbewertung auch abgeschlossen.


    Die Folgebewertung am 31.12. erfolgt nun zu fortgeführten AHK; = AHK abzüglich Abschreibungen.
    Abschreibung.... linear. über 20 Jahre ab 2010.. besser: über 120 Monate ab MM/2010; ==> Restzeit ab Erwerbszeitpunkt ist Deine ND.
    That's it.



    KUR:
    Macht bei Dir ehrlich gesagt keinen Sinn.
    Generell: Die KUR ist sinnvoll, wenn branchenbedingt
    a) die Absatzpreise "brutto" vereinbart werden;
    b) der Natur der Sache nach keine Vorsteuer anfällt.
    Typische Beispiele: Trauerredner, Kinderbuchillustratorin


    Bei PV werden
    a) die ABsatzpreise netto vereinvart
    b) kann immer mal wieder Vorsteuer anfallen.
    Eigentlich grundlegend falsche Voraussetzungen.


    Die KUR ist bei PV interessant, weil man mit ihr die USt auf den Direktverbrauch vermeiden kann, wenn die Anlage nach dem 31.3.2012 ans Netz gegangen ist. Das ist bei Dir aber nicht der Fall.
    Bei Dir entsteht die Umsatzsteuerbelastung auf den Direktverbrauch noch in Form nicht abzugsfähiger Vorsteuer aus der (fiktiven) Rücklieferung des Direktverbrauchs vom VNB an den Anlagenbetreiber.
    Um hier die Steuerbelastung wegzudrücken, müsste der VNB zur KUR wechseln. Nicht Du. Es darf unterstellt werden, dass der VNB dies weder tun kann noch will.


    Die sich ergebende Arbeitsentlastung will und kann ich nicht beurteilen. Bei mir ist das wie Nase putzen... lästig.. aber auch nix was aufhält. Wenn Dir größere Reparaturen ins Haus stehen..... dann wieder rückwirkend das Ruder rumzureissen... ist definitiv wesentlich komplexer und langwieriger, als stupide ein paar USt-Voranmeldungen hinzuzaubern.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Zitat von Jpcony

    Im notariellen Kaufvertrag ist die Anlage nicht separat ausgewiesen, da mir der Makler damals die Auskunft gegeben hatte dass es sich um ein Immobil handelt und sie somit zum Haus gehört.


    Tolle Auskunft.......und aus seiner Sicht sogar "verständlich", denn nur so gibt es unkompliziert die Maklerprovision auch auf die PV-Anlage. :roll:


    Ich werde nie verstehen, wie diese Fälle entstehen können! Zumindest sollte der Wert der Anlage im Notarvertrag stehen, wenn schon kein separater Vertrag geschlossen werden soll/kann.
    Es gibt einen Verkäufer, dessen Finanzamt nach dem Verkauf die Differenz zwischen Verkaufswert und Buchwert versteuert haben möchte. Wenn nichts ausgewiesen ist, läuft er Gefahr, geschätzt zu werden.
    Es gibt einen Notar, der es eigentlich besser wissen müsste. Ich bin immer wieder erschrocken, wie wenig doch Notare wissen.
    Es gibt dich als Käufer, der sich vor einem Kauf eigentlich über die steuerlichen Erfordernisse und Umstände schlau machen sollte; und wenn es schon keinen StB gibt, dann doch wenigstens aus öffentlich zugänglichen Quellen wie z.B. diesem Forum.
    Scheinbar macht die Vorfreude über einen Hauskauf viele Leute teilweise betriebsblind.


    Ich würde sagen, je nach Inbetriebnahmemonat hat die Anlage einen Wert zwischen 9.000,- € und 12.000,- €, unterstellen wir einfach mal 10.500,- €.
    Wenn man sich nicht auf einen gemeinsamen Wert festlegt, könnte der Fall eintreten, dass das Verkäuferfinanzamt den Wert mit 15.000,- € schätzt und das Käuferfinanzamt den Wert mit 5.000,- € unterstellt. Verkäufer und Käufer schauen in die Röhre und die jeweiligen Finanzämter empfinden "tiefen Frieden".


    Ich würde mich an deiner Stelle daher mit dem Verkäufer auf einen gemeinsamen, nachvollziehbaren Wert festlegen (z.B. Stefan Rode oder Barwertverfahren) und diese Festlegung dem Finanzamt mitteilen.


    Du solltest ohnehin ein weiteres gemeinsames Dokument mit dem Verkäufer aufsetzen, in dem ihr dem Netzbetreiber gegenüber erklärt, zu wann mit welchem Zählerstand die Anlage an wen verkauft wird. Manche Netzbetreiber haben dafür sogar schon ein besonderes Formular.


    Umsatzsteuer wird in der Regel bei einem derartigen Verkauf einer PV-Anlage auf einem EFH nicht ausgewiesen, da es sich normalerweise um eine Veräußerung im Ganzen handelt, die nicht steuerbar ist. Es schadet also nicht, dass keine ordnungsgemäße Rechnung vorliegt, da ohnehin keine USt. ausgewiesen werden könnte, die du dir als Vorsteuer wiederholen könntest.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Was spricht dagegen, den Buchwert als Wert für das Finanzamt anzusetzen?
    Dieser liegt dem Finanzamt (im Rahmen einer Abschreibung) eh bereits vor und für das Finanzamt ändert sich in diesem Fall (Eigentümerwechsel) genau überhaupt nichts.
    Die Abschreibung läuft dann weiter, wie gehabt und für das Finanzamt absolut transparent.

  • Was spricht dagegen, das Geburtsdatum der Urgrossmutter dividiert durch den Wechselkurs griechischer Drachmen am 23.7.1967 zu dividieren und mit der Eulerschen Zahl zu multiplizieren, davon die Schuhgrösse des Sachbearbeiters beim FA abzuziehen und die Oberweite von Sophia Wollersheim hinzuzurechnen?


    Ganz einfach: Weil es falsch ist.


    Die Bewertung erfolgt gerade nicht mit dem Buchwert - sondern mit den Anschaffungskosten.
    Da hilft jetzt auch kein buckeln und bocken..... das Thema hätte man nicht, wenn man einen anteiligen Kaufpreis in den Vertrag geschrieben HÄTTE.
    Hätte. hätte Fahrradkette. Ist nun mal nicht passiert... also muss man andere Methoden wählen, um die AHK zu bestimmen.


    Es gibt vielleicht viele Wert die man als AHK-Schätzung nehmen kann. Der Buchwert ist meist der untauglichste.


    Warum? Weil es gesetzgeberische Absicht ist, beim entgeltlichen Ausscheiden eines Vermögensgegenstands aus einem Betriebsvermögen (egal wohin) die stillen Reserven aufzudecken.


    Anders, wenn ein Vermögensgegenstand UNENTGELTLICH von einem Betriebsvermögen in ein anderes Betriebsvermögen gelangt. Hier muss der Buchwert fortgeführt werden.
    Warum? Weil der Gesetzgeber in diesen Fällen die stillen Reserven nicht aufdecken will

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Der Buchwert errechnet sich aus dem Anschaffungspreis über die Abschreibung der Jahre.
    Wir sprechen hier doch nicht über den Verkauf einer hochkomplexen Firma, ich bitte dich...
    Es dürfte in so einem Fall wohl auch kaum stille Reserven geben, oder?
    Und, es kann ja durchaus sein, dass der Verkäufer mit dem Verkauf in so einem Fall keinen Gewinn machen möchte?

  • Worüber diskutieren wir?
    Es geht doch überhaupt nicht um komplex oder nicht komplex.
    Es geht darum, was im Gesetz steht. Da steht drin, dass Zugänge mit den AHK zu bewerten sind ... bzw. dass Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit den AHK vermindert um Abschreibungen zu bewerten sind.
    Da steht nix von: Wenns dem Steuerpflichtigen zu lästig wird, darf mit dem Buchwert bewertet werden. (Wenn doch, ist das an mir vorbeigegangen. Glaub ich aber nicht.)


    Wo ist Dein Problem?



    Keine stillen Reserven? auf einer Anlage aus 2010? Nun... wenn Du meinst.....
    Also meine Anlage ist gerade 7 Jahre und drei Tage alt..... mal grob über den Daumen:
    AHK ca. 48.000 Euro; Buchwert aktuell ca. 14.500 Euro
    Degradation nicht feststellbar. Jährlicher Erlös ca. 6.700 Euro.
    Ich gönn Dir üppige 3% Rendite und zieh noch knapp 5.000 Euro für neue Wechselrichter ab. (Gott.. bin ich heute großzügig)
    Für 65.000 Euro kannst Du Sie haben. (invitatio ad offerendum, kein Antrag nach §145 BGB. Nur zur Sicherheit).


    Macht mal schlappe 50.000 Euro stille Reserve und selbst bei der Eigentümerin der Anlage dann noch 12.500 Euro Steuern.
    (Die Formel von S. Rode ist glaub ich so aus der Zeit 2010.... und soweit ich mich erinnere, rechnet er noch mit 10% Rendite. Passt heute nicht ganz in die Welt. Er käme bei ca. 53.000 Euro Kaufpreis an.... macht c.p. immer noch 33.000 stille Reserve.)


    Wenn Dein Verkäufer keinen Gewinn hätte machen wollen, dann hättet ihr das ja nur in den Vertrag schreiben müssen.
    Habt ihr aber nicht . Selbst dann wäre das - für den Verkäufer - zum Problem geworden. Weil... gewerbliche Einkünfte... Gewinnerzielungsabsicht.... da war doch was....)
    Bei ihm hätte man dann eine Entnahme zum Verkehrswert unterstellt - die auch die stillen Reserven aufdeckt; und dann hätte er sie Dir aus steuerlicher Sicht aus dem Privatvermögen heraus vertickt. (Teilgentgeltliche Veräußerung)

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Zitat von chaosman

    Es dürfte in so einem Fall wohl auch kaum stille Reserven geben, oder?


    Wenn du dich da mal nicht irrst!

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die vielen schnellen und sehr ausführlichen Antworten.


    Der Notar hat auf Nachfrage mitgeteilt, dass bei Einigkeit beider Parteien, dass die Anlage im Gesamtpreis enthalten ist, auch ein separates Dokument über die Höhe des Anlagenpreises zulässig sei. Somit könnte ich jetzt zusammen mit dem Verkäufer einen sinnvollen AHK Preis ermitteln.
    Er geht momentan noch vom Buchwert aus, was ja laut den letzten Beiträgen hier nicht korrekt wäre, da werde ich wohl noch Überzeugungsarbeit leisten müssen. Die DCF-Methode und das Barwertverfahren muss ich mir noch genauer ansehen, falls die einfache Formel nicht ziehen sollte, danke für die Hinweise.


    Die KUR lasse ich dann außen vor und werde mich wohl mit dem Thema USt-Voranmeldungen auseinandersetzen.
    Das Formular vom Netzbetreiber für die Übertragung habe ich mir bereits besorgt.


    Ob der Ertrag der Anlage in Ordnung ist müsste ich dann auch noch ermitteln, gibts da Formeln zu was alles beachtet/eingerechnet werden muss?


    Den Schuh mit dem (noch rechtzeitiger) vorher damit beschäftigen muss ich mir leider anziehen, in letzter Zeit waren aber noch genug andere Dinge für den Umzug vorzubereiten. Daher habe ich der nicht korrekten Aussage vom Makler erst mal Glauben geschenkt, betriebsblind würde ich das aber jetzt nicht nennen, sonst hätte ich hier nicht geschrieben (by the way, der Notar sieht es genauso dass die Anlage fest mit dem Haus verbunden ist und dazugehört).
    Man kann ja als Laie nicht unbedingt vorher erahnen dass das Ganze derart komplex ist, sonst wäre ich das schon zeitiger angegangen, wie gesagt mit Photovoltaik habe ich mich vorher nie beschäftigt.


    Gruß Jpcony