Radikale Überlegung - PV und Speicher ohne Netzkopplung

  • Guten Abend zusammen ! Ich habe 3 x Vario-Trac und 1x Variostring ( für die 7 Kwp Dünnschicht) .
    Die Laderegler laufen sehr Sauber - Das mit den Spannungs-Schwankungen kann ich nicht bestätigen - die Phasen haben maximal 2 Volt Differenz .
    Ich Habe pro Phase zwei Studer Xtender XTM 4000/48 .


    Mein Stromverbrauch vom 7.5.2017 bis Heute den 28.5.2017 sind 977 Kwh .


    Gruß Siegi

  • Zitat von k-siegi

    Mein Stromverbrauch vom 7.5.2017 bis Heute den 28.5.2017 sind 977 Kwh .


    Wie schafft ihr das bloß? Lege noch 223kWh drauf, das ist unser Jahresverbrauch! (2-Personenhaushalt, Gasheizung, Gasherd)


    Bevor man sich eine "Monster-Insel" aufbaut, sollte man sich über Stromsparen Gedanken machen. Jede nichtverbrauchte kWh spart Kosten bei der Auslegung der Insel.
    Autarkie im Winter.....mit viel Aufwand auch nicht sicher realisierbar. Die Mini-BHKW speisen alle ins Netz ein, um den bürokratischen und sonstigen Aufwand kommt man somit nicht herum. Ob bei Netzausfall der WR des BHKW seinen Betrieb einstellt, weis ich nicht mit Sicherheit, ich nehme es aber stark an.


    Vor einiger Zeit habe ich mich mit dem "Elcore"-Gerät befasst. Zu teuer, keine Aussage zur Lebensdauer der Brennstoffzelle, nur netzeinspeisefähig.....dafür gebe ich keine 15T€ + Installationskosten aus. Ein wenig Wirtschaftlichkeit sollte schon dabei rauskommen. (Kommt aber nicht raus!)


    Was mir Spass machen würde (ich spinne mal ein wenig!), wäre eine kleine gasbeheizte Dampfmaschine mit Generator dran (0,5...1kW), Abwärme zur Hausheizung nutzbar, in Verbindung mit meiner Inselanlage (24V/400Ah, Xtender 3500) das wäre was! Schönes Spielzeug, gibt es aber nicht und Eigenbau kann ich nicht,.....schade. Dann wäre ich (vielleicht) auch im Winter "autark"!
    Gruß Claus

  • Hi,


    Zitat von Bastel

    Nach meiner Erfahrung mit Teilen der PV auf Nord- und Süd-Ausrichtung würde ich sagen, dass die Ausrichtung im Winter eher schnuppe ist. Die meiste Zeit kommt sowieso diffuses Licht von allen Seiten. An bewölkten Tagen hat meine Südanlage in etwa den gleichen Ertrag in Relation zur Anlagengröße wie die Nordseite. Einen Unterschied gibt es an Tagen mit Sonnenschein . . .


    korrekt, genau das beobachte ich auch an meinen Anlagen und insbesondere auch an meinem Tracker, der sich im Winter sofort flach legt, wenn die Sonne mal weg ist.
    Insofern ist eine optimale Winteranlage eine mit Südausrichtung und 1-achsiger Nachführung der Elevation.




    Zitat von smoker59

    Wer für den EV im Winter optimiert speisst im Sommer weniger ein, die Einspeisevergütung aber bringt zumindest einen großen Teil der Investition wieder rein. Da würde nur eine nachgeführte Anlage was bringen aber das sind dann nochmal erhebliche Zusatzkosten.....
    Ohne Einspeisung ist das einfach nur Geld verbrennen....wer`s mag :roll:


    So sehe ich das auch.
    Einzuspeisen ist ja nix verwerfliches, im Gegenteil. Man teilt den EE-Strom mit anderen und tut so noch etwas für die Energiewende und für`s Portemonnaie, ausser nur für die eigene Autarkie.


    Wenn man unbedingt 100% autark werden will, kommt man aber aus den genannten witterungsbedingten Gründen im Winter um eine 1-achsige Nachführung nicht wirklich herum. Ein neuer User hat das vor kurzem auch erkannt und sehr detailliert seine Anlage so geplant und im eigenen Thread hier vorgestellt. Such` mal danach, lohnt sich.



    Zitat von rasen18

    Der Strombedarf in einem Haushalt schwankt von 100% auf 0% innerhalb Millisekunden. Ein BHKW zusammen mit einer Batterie und deren entsprechende Elektronik kann diese Spannungs- und Lastspitzen nicht ohne Qualitätseinschränkungen ausregeln. Es wird zu Flackerlicht und/oder zu Frequenzschwankungen kommen.


    Naja, so schlimm ist`s dann auch wieder nicht.


    Genau solche Systeme (PV, unterstützt von einem BHKW auf Basis eines Batteriespeichers) sind seit vielen Jahren Stand der Technik und laufen völlig stabil.
    SMA, aber auch einige andere namhafte Anbieter haben da sehr gute Lösungen im Portfolio.
    Da ist nix mit Frequenz- und Spannungsschwankungen, die irgendwie relevant wären, die Stromqualität liegt voll innerhalb der Normen.


    Das Problem damit ist ein ganz anderes. Diese Systeme sind i.d.R. für den professionellen Einsatz und entsprechend groß und teuer, zu teuer für ein EFH. Genau daran wird aber in den letzten Jahren ständig gearbeitet und es gibt mittlerweile schon Systeme, die für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern nicht nur technisch geeignet, sonder auch wirtschaftlich sind.
    Jedes Jahr wird die Größe dieser Systeme etwas mehr reduziert und die ersten, für Zweifamilienhäuser geeigneten Systeme sind bereits auf dem Markt.
    Noch kleinere sind i.d.R. noch individuelle Lösungen aus Einzekomponenten und entsprechend teurer, aber auch die gibt`s schon mit Strom in Netzqualität.



    Zitat von rasen18

    Empfehlung: Bau eine PV Anlage aufs Dach; Speicher später; Wenn Geld genügend vorhanden ein BHKW in den Keller aber nur von Mitte Oktober bis Mitte Mai betreiben. Ansonsten den Netzversorger für die zuverlässige Energiebereitstellung bezahlen.


    Dieser Empfehlung schliesse ich mich trotzdem an, halte ich aktuell auch für die sinnvollste Lösung.
    Speicher und Autarkie erst dann, wenn`s wirtschaftlich wird, es sei denn die einzusetzende Kohle ist wirklich völlig egal.

  • Da bist du in der kostengünstigen marketing Abteilung gelandet..... :mrgreen:

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Hi,


    Zitat von hans56

    Das hier ist ein sehr interesantes Thema bei dem ich mich sicher nicht auskenne. Ist das was ich jetzt als Link einstelle kompletter Blödsinn?
    http://www.top50-solar.de/news…2Nzk5NCZNSUQ9MzAwMjE.html


    ist eine interessante Sache, die Brennstoffzelle. Kompakt und leistungsstark, wie in einem U-Boot. Und auch so teuer. :roll:
    Ein User hier hat sich eine gekauft (Bluegen) und hat dazu auch einen eigenen Thread eröffnet, ist sehr interessant.

  • Guten Abend zusammen ! Meine Eigenversorgungsanlage läuft jetzt einen Monat - Zeit für eine Zwischenbilanz .
    Es wurden 1370 Kwh Erzeugt und Verbraucht - Der Höchste 24 Stunden Verbrauch waren 105 Kwh der nidrigste waren 22 Kwh.
    Der Durchschnitt waren 44,19 Kwh / Tag .
    Zu der Frage , wie man einen solch Hohen Verbrauch haben kann , meine Erklärung : Es Laden während der Woche Täglich
    3 bis 4 E- Autos welche im Jahr zusammen ca. 55 000 Km Abspulen - dazu wird 2 bis 3 mal die Woche der E Stapler geladen.
    Dazu kommen noch zwei Haushalte inkl. Warmwasserbereitung .
    Zu dem Thema " BHKW gibt es nur mit Netzeinspeisung " : Ich habe mir schon einen Indischen Dieselmotor besorgt und suche
    noch eine 48 Volt Lichtmaschine von einem LKW oder Buss .
    Es gibt in China einen Hersteller " chistar " , der hat 48 Volt 70A - LKW Lichtmaschinen mit Regler im Programm - Leider komme ich da nicht rann - - - Eventuell kann Jemand aus dem Forum Helfen .
    Dann hätte ich ein BHKW mit dem ich direkt in meine Batteriebank einspeisen könnte . Grüße aus Niederbayern Siegi