Offizielle Anlage komplett selber bauen, wen brauche ich

  • Ich träume von einem Carport für den Wohnwagen, bei dem das Dach aus PV Modulen besteht. Das ganze muss nicht ultimativ dicht sein, ich fänd es schon genial wenn die schlimmste Mittagssonne vom Wowa fern gehalten wird und wenns dann noch ein bißchen Regen ist um so besser.


    Damit das ganze für mich machbar ist muss ein Großteil des Projektes in Eigenleistung gebracht werden. Ich hatte hier schon länger mitgelesen und mir die Checkliste zu Gemüte geführt aber es bleiben Fragen offen.


    Als Module schweben mir 16 "alte" 250Watt Module vor. Die haben die Preis-Leistung die suche. Sehe ich das richtig, dass wenn ich den Strom herschenke - also keine fetten 12.5 cent EEG haben will - kann ich machen was ich will? Also auch einen gebrauchten Wechselrichter von 2012 oder so?


    Brauche ich die Unterschrift von einem Elektriker und sonst nochwas, damit ich meinen Rücklaufgesperrten Zähler bekommen kann?


    Letze Frage: Wenn dann die Tesla Powerwall so für sagen wir 3000euro verfügbar wäre, was könnte ich jetzt schon richtig machen, damit man die dann problemlos anschließen kann?


    Danke!

  • 1. Fachkunde für die Elektroarbeiten?
    2. Du bist dir schon sicher daß dein VNB dir einen "Zähler mit Rücklaufsperre" einbauen und deinen "überschüssigen" Strom "entsorgen" möchte?


    Für Änderungen an der Zähleranlage brauchst du einen eingetragenen Installateur, da musst du halt schauen ob du einen findest der Lust darauf hat deine Vorstellungen und die Vorstellungen des VNB zur Übereinstimmung zu bringen. Für den bedeutet das dann, viel Arbeit, sich beim VNB in die Nesseln setzen, und das Ganze wofür?
    Aus Sicht des Installateurs sicher ein äußerst lukrativer Auftrag.

  • Das ist eine lustige Antwort. Ich muss fürs Strom verschenken auch noch auf guten Willen angewiesen sein aha.


    Oh der Installateur könnte bein VNB in Ungnade fallen aha.


    Ich nehme an der letzte Satz war ironisch gemeint.


    So was ist meine alternative. Einfach rein damit, am Ende des Jahres ne Zahlungsaufforderung an den VNB :ironie: und ihn dann halt setzen lassen was er meint setzen zu müssen. Ich meine meinen Wechselrichter kann er mir ja nicht abnehmen.

  • Also ich würde mir überlegen, die Anlage offiziell ans Netz zu bringen und steuerlich als "Liebhaberei" einstufen zu lassen. Wir haben das bei unserer neuen Anlage mit 4,3 Kw/P so gemacht. Wir bekommen jedem Monat unser "Solargeld" vom Energieversorger und haben mit der Steuer nichts am Hut.


    Wenn die die Kosten der Unterkonstruktion (Carport), Wechselrichter, Module und ein paar 100 € für den Elektriker rechnest, kommt da schon einiges zusammen. Wenn diese Kosten größer sind als die Einspeisevergütung über die nächsten 20 Jahre, sollte sich das lohnen.

  • Hi,


    Zitat von christosser

    Das ist eine lustige Antwort. Ich muss fürs Strom verschenken auch noch auf guten Willen angewiesen sein aha.


    korrekt, so ist das nunmal. Jede kwh, die Du einspeist muss in einem Bilanzkreis verbucht sein.
    Darum musst Du für jede kwh einen offiziellen Abnehmer haben, der sie in seinen Bilanzkreis übernimmt.
    Wenn Du eine PV-Anlage nach EEG baust, ist dein zuständiger Netzbetreiber zur Abnahme verpflichtet, Dein eingespeister Strom wird von Gesetz wegen seinem Bilanzkreis zugeordnet.
    Wenn Du Dich nicht auf`s EEG berufen kannst oder willst, ist das nicht so und Du musst Deinen Strom anderweitig offiziell "loswerden".



    Zitat von christosser

    Oh der Installateur könnte bein VNB in Ungnade fallen aha.


    Der Installateur haftet mit seiner Zulassung dafür, dass alles was er an`s Netz anschliesst den Vorschriften genügt.
    Tut`s das nicht (weil Du irgendeinen Scheiß zusammengebaut hast) und er kontrolliert`s nicht, kann er seine Lizenz verlieren, am Netz arbeiten zu dürfen.



    Zitat von christosser

    So was ist meine alternative. Einfach rein damit, am Ende des Jahres ne Zahlungsaufforderung an den VNB :ironie: und ihn dann halt setzen lassen was er meint setzen zu müssen. Ich meine meinen Wechselrichter kann er mir ja nicht abnehmen.


    Nee, aber er wird Deinen Netzanschluss einfach trennen und Dich ohne Stromanschluss sitzen lassen, wenn Du etwas netzparallel anschliesst, was nicht der AR-N 4105 entspricht oder gegen andere Vorgaben verstößt.



    Was Du machen kannst: Dir einen für Arbeiten am Niederspannungsnetz zugelassenen Elektroinstallateur suchen, mit ihm zusammen die Anlage planen und unter seiner fachlichen Aufsicht (die sich durchaus auf die reine Endkontrolle beschränken kann) bauen.
    Der Installateur macht dann mit dem VNB den ganzen Papierkram incl. Antrag für den Zählertausch.
    Er kann auch versuchen, den Netzbetreiber dazu zu bewegen, Deinen überschüssigen Strom kostenlos zu übernehmen.
    Ob das der Netzbetreiber tut oder nicht, ist seine Entscheidung.
    Wenn Du unbedingt kein Geld haben willst, aber dem Netzbetreiber den Strom aufzwingen willst, kannst Du einen kleinen Kunstgriff zu Hilfe nehmen: Du gibst als Einspeisemanagement 70% an, kommst dem aber nicht nach.
    Die Folge nach dem EEG ist, dass Dein Anspruch auf die Einspeisevergütung so lange auf Null fällt, bis Du den WR auf 70% drosselst.
    Tust Du das nie, gibt`s auch nie Kohle, der VNB muss den Strom aber trotzdem übernehmen.

  • Zitat von Ralf Hofmann


    Wenn Du Dich nicht auf`s EEG berufen kannst...


    Jede EE-Anlage in Deutschland fällt unters EEG, mit der Vergütung hat das nichts zu tun. Recht bekanntes Beispeil dürfte die letzte Ausschreibung für Offshore-Wind sein, die bekommen keine Vergütung, dank EEG aber den Netzanschluß vom VNB/ÜNB. Gut, die müssen sowieso 100% direkt vermarkten, damit haben sie das Problem mit den Zählern etc. nicht.


    Da er gebrauchte Module verwenden will, ist die Vergütung wohl sowieso Null, da braucht man ncihts weiter diskutieren.
    Was man dem eingetragenen Elektriker zahlen muß, damit er seine Unterschrift drunter setzt und welche Arbeiten er auf jeden Fall selbst erledigen will, wird Verhandlungssche sein.

  • Du kannst aber auch eine Teilinsel bauen.(Mit Batterie)
    Dann mußt du nur bei der BNA und beim VNB anmelden.Du speist dann nicht ins Netz.

    PIP 2424HS an 750Wp 3xShinsung Black Mono250 +1,5Kwp (6xShinsung Black Mono250)
    an FPS 100/50 an Bluebatt 24v 465Ah

    EA Sun ISolar SMV III 3K

    EA Sun SP 3K-24
    Siliken 3,3i 3,25Kwp 13xShinsung Black Mono 250
    VW T4 mit Evective 2000w + Varta 110Ah +0Wp

  • Ich sag mal so


    Mein Carport Stahl verzinkt mit 5,7kWp ist auch in Eigenleistung entstanden.
    Der Ganze Carport rechnet sich nach 17 Jahren komplett durch die PV.


    Ich würde mir das überlegen mit den "fetten" 12 Cent.

    19,8kWp - LG Mono 275 - STP20000TL-30 - Süd-West 40° - DN 30°
    5,7kWp - LG Mono 285 - STP5000TL-20 - Süd-Ost -30° - DN 11°
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    Plugwise