keine Stromabriff = schädlich für PV-Module?!

  • Hallo Forum,


    ich hab' da mal wieder eine vielleicht "dumme" Frage.


    Kann es für ein PV-Modul (bzw. für die gesamte Anlagenfläche) schädlich sein, wenn das Modul respektive die Fläche einer möglichen Sonnenstrahlung "ausgesetzt" ist, ohne das jedoch ein Stromabgriff erfolgt.


    D. h. der/die Modul-String(s) sind nicht am WR angeschlossen. Z. B. in während der Anlagenmontage oder bei einem Wechselrichterausfall.


    Bisher unterliege ich der Vermutung, dass in diesem Fall die max. Spannung (Leerlaufspannung?!) anliegt, aber das Modul (die Fläche) keinen Schaden davonträgt.


    Kann das einer bestätigen oder widerlegen?!


    Schon mal vielen Dank
    beginner01

    3,01 kWp
    14 Sanyo HIP-215NHE5
    Mastervolt Sunmaster QS3500 IP44
    Hauptfirst: Azimut: -22° = 158°
    Gaube: Azimut: 68° = 248°
    32 Grad Dachneigung
    seit 06.03.08 in Betrieb
    Mein Solar-Log

  • Naja, ganz einfach ist die Sache nicht....


    wenn der Wechselrichter abschaltet, die Kabel jedoch dran sind, so werden die Module (Strings) im Kurzschluss gefahren. Somit ist Anlagenspannung 0V. Jedoch ist ein erheblicher Strom auf den Modulen und die Teile werden warm. Kann jeder an einzelnen Modulen testen..


    Falls die Kabelenden der Strings offen liegen, ist die Anlage im Leerlauf und der Strom 0A. Da fließt kein Strom, aber die Spannung ist die Summe aller Leerlaufspannungen der Module pro String und dies ist nicht ungefährlich.


    Auf jeden Fall niemals: Die Kabel unter Sonneneinstrahlung schließen oder Öffnen. Da sind schon Leute vom Dach gefallen und waren Tot.


    Grüße
    030martin


  • ...das wäre mir ganz neu Martin,
    wenn das Netz fehlt, schaltet der WR ab und die Module werden keinesfalls kurzgeschlossen, die Strings gehen im angeschlossenem Zustand in den Leerlauf. Zur Sicherheit hab ich es eben nochmal getestet ;-).



    Gruß Helios

  • Hallo,


    Bei First Solar aufpassen, die sollte man nicht länger in der Sonne liegen lassen als nötig ohne Last, die mögen das angeblich nicht.


    Ansonsten bei Kristallienen Modulen besteht meines Erachtens keine Gefahr für die Module, jedoch für Mensch, Tier und Brandgefährdete Dine, wenn die String-Leitungen zusammen kommen. Lichtbögen von mehreren cm sind möglich!


    mfg Harald

    4,44 kWp Mitsubishi PV AD 185 MF5, SMA SB 4000 TL-20, 234°SW WebBox
    4,0 kWp Renesola JC255M-24/Bb, ABB PVI 3.6 OUT, 234°SW WebLog Pro
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  • Die Strings werden bei abgeschaltetem WR nicht kurzgeschlossen, das ist totaler Quatsch.


    Das mit der Degradation der Dünnschichtmodule durch Sonneneinstrahlung ist auch völlig normal und in die Leistungsangaben einkalkuliert und betrifft die Anfangszeit. Also auch kein Problem.


    Kein Grund zu irgendeiner Sorge in irgendeiner Hinsicht in irgendeiner Richtung zu sehen.....


    Dass man bei PV-Modulen wegen der hohen Gleichspannungen aufpassen muss und ohne Fachwissen lieber nicht dran rumstöpselt, kann man allerdings nicht oft genug betonen.


    ciao,
    sh

    10 kWp mit 48 Sanyo HIP210, 2 Sunways NT6000. Flachdachgestell mit 20°, Ausrichtung Süd. Inbetriebnahme 13.7.2006.

  • Vielen herzlichen Dank,


    dann muß ich mir um die Module also keine Sorgen machen - nur aufpassen, dass die +/- -Enden nicht zu "nahe" zusammen kommen :lol::lol::lol:

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  • Ein Kurzschluss ist keineswegs sinnlos. Aus Sicherheitsgünden wäre Schütz, der im Ruhezustand kurzschließt und die Leitung zur Elektronik trennt, sehr begrüßenswert.
    Im übrigen wurde die Frage nicht bz. sehr laienhaft beantwortet. Energie strahlt auf das Modul ein und ich entnehme keine Energie.
    Die Spannung steigt bis zur Leerlaufspannung. Warum nicht weiter?
    Gibt es einen Zenerdurbruch und die Module erwärmen sich?
    Gibt es einen Experten, der das weiß?

  • Herzlich willkommen im Forum,


    und direkt Gratulation. Ich glaube Du hast einen Rekord gebrochen, in dem Du eine Antwort in einem 10,5 Jahre alten Thread gegeben hast. :mrgreen:

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