Thermie-Röhren starke Leistungseinbuße, mit PV ersetzen?

  • Hallo, Experten!
    Meine Thermie-Anlage mit 60 Klöckner Thermomax-Röhren (einwandig) aus dem Jahr 2001 zeigt seit letztem Sommer einen erheblichen Leistungsabfall gegenüber der im Jahr 2009 mit Thermoskannen-Röhren erweiterten Anlage.
    Da beide Anlagen etwa gleich groß sind und anfangs etwa die gleiche Leistung lt. WMZ brachten, ist dieser Leistungsverlust echt spürbar.


    Waren 2014 beide Anlagen noch gleich, hat ab Jahr 2015 die Altanlage bereits Leistung verloren. Ab 2016 hat sie fast 5% nachgelassen und in diesem Jahr sind es bereits schon ca 10% Verlust, wobei bei bedecktem Himmel nahezu nichts mehr runterkommt (nur noch 10-20%) der Thermoskannenröhren.. Bei direkter Sonneneinstrahlung ergeben sich noch leidliche Wärmegewinne von ca 50-70%, wie sie bei Flachkollis ja auch üblich sind. Diese gemannten Verluste beziehen sich gegenüber der Neuanlage aus Thermoskannen-Röhren


    Lt Aussage meines Klempners, der vor einigen Tagen das Dach kontrollierte, sind mehrere Röhren wohl ohne Vacuum, teilweise mit Wasser gefüllt? Die Thermomax-Röhren sind nicht mehr zu beschaffen, da der englische Hersteller insolvent.
    Ich überlege nun, was ich mit er def.Anlage in Zukunft mache, abmontieren oder ersetzen? Die verbleibende nachinstallierte Anlage aus 2009 könnte den Warmwasserbedarf für 3 Personen schon decken und es bliebe noch ein Überschuß für die Heizungsunterstützung. An der Hydraulik sind auch nur geringe Änderungen notwendig.


    Eine weitere Möglichkeit wäre, die defekte Anlage abzubauen und die frei gewordene Fläche mit einer weiteren PV-Anlage zu bestücken, zumal bereits 4kwp auf dem Dach liegen plus 3,2 kwp auf der Garage.. Ca. 6 Platten mit 300/330 WP hätten dann noch Platz. Diese Aktion müßte kurzfristig erfolgen und ein Zuwarten bis zum Zotalausfall der Thermie aus 2001 ist nicht möglich, da das neue EEG-Gesetz 2017 nur noch in diesem Jahr einen Zubau zu Altanlagen erlaubt, ohne das Privileg der EEG-Zulagenfreiheit zu verlieren.


    Wie würdet Ihr entscheiden?
    Grüße von miel13

  • Hi,


    Zitat von miel13

    Wie würdet Ihr entscheiden?


    ich würde die defekte Thermie sofort `runterbauen und durch PV ersetzen.


    Kannst ja über Hybridkollektoren (PV/Thermie) nachdenken, wenn Du willst.
    Aber auch eine normale PV-Anlage wär`s schon wert, montiert zu werden.
    Kannst evtl. sogar die alten Dachhaken der Thermie dafür verwenden.

  • Zitat von Ralf Hofmann

    Hi,



    ich würde die defekte Thermie sofort `runterbauen und durch PV ersetzen.


    Kannst ja über Hybridkollektoren (PV/Thermie) nachdenken, wenn Du willst.


    Hybrid Kollektoren funktionieren nicht wirklich. Kann man aus meiner Sicht nur brauchen für Vorwärmung oder Bodensonden von WP zu regenerieren. Außerdem zu teuer...

    Sonnige Grüsse
    Michi
    14 x Schott Poly 235/ Fronius Symo Hybrid 5.0, BYD HVM 11kWh, Ohmpilot, Wattpilot + 75kWh im Tesla

  • Danke für Eure Antworten und Tips!
    Ihr habt mich mit Eurer Meinung bestärkt, die Sache anzupacken. Ich werde daher in nächster Zeit versuchen, einen Installateur zu finden, der mir diese kleine Anlage, 2 kwp dazu baut. Wenn weitere Fragen auftauchen, werde ich mich noch einmal melden. Zeitgleich bekommt der Klempner den Auftrag, die alte Thermie-Anlage zu entfernen. So könnte es laufen.
    Danke noch einmal
    und Grüße miel13

  • Wenn die Anlage viele Jahre gut funktioniert hat und jetzt die Röhren nicht mehr funktionieren
    dann würde ich doch einfach die Röhren ersetzen.


    Neue Kollektoren kosten weniger als der Staat dafür Bafa Geldzuschuss gibt nämlich min. 2000 Euro.

  • Ich empfehle ebenfalls die ST durch PV zu ersetzen.


    Bei ST hast du immer das Problem das Überschüsse nicht verwertet werden können. Bei PV hast du immerhin die Möglichkeit den Überschuss zu verkaufen.



    mfg JAU

    No Shift - No Service

  • mit den zusätzlichen 2 Kwp lassen sich ca 2000Kwh ins Warmwasser direkt verbrauchen. :idea:

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Das ist so oberflächlich das man freiweg "falsch" schreien möchte.


    Pro Person braucht man ca. 1,2-1,5kWh Warmwasser täglich. Mit 2kWp bekommt man im Schnitt 5kWh täglich, würde (per Heizstab) für 3-4 Personen reichen. Wohlgemerkt Durchschnitt. Was im Winter nicht stört weil man eh heizen muss und im Frühjahr/Sommer den Vorteil hat das man die Überschüsse verkaufen kann.
    Was bei 2kWp sehr wenig sein wird. Aber der TE möchte ja die bestehende PV erweitern...



    mfg JAU

    No Shift - No Service

  • Zitat von machtnix

    mit den zusätzlichen 2 Kwp lassen sich ca 2000Kwh ins Warmwasser direkt verbrauchen. :idea:


    Aber hätten die Kollektoren nicht einen wesentlich höhere KWhausbeute, denke da so an 400 - 550 Kwh/m²/a ?
    Bei ca. 10 m² sind das 4000 - 5500 und keine 2000 :-? Röhrenkollektoren sind da glaube ich noch besser.


    Ist das dann nicht effizienter? Ich stelle die Frage etwas provokativ, denn ich überlege derzeit
    Solarthermie 10 m² oder 1,67 kwp PV einzusetzen.

    Meine Anlagen:
    1.) 31 x NeMo 60P-260W, poly. DN 32 Grad, 17xOst/14xWest,
    WR Symo 8,2; 3-phasig, 2 MPP- Tracker.
    2.) 6 x NeMo 2.0 60M-300W, mono, DN 26 Grad, Süd, WR Galvo 1,5; 1-phasig
    SENEC. Home V2.1 LI 7,5; Wallboxen Zappi 11 kw und go-e fix 11kW

  • Zitat von miel13

    da das neue EEG-Gesetz 2017 nur noch in diesem Jahr einen Zubau zu Altanlagen erlaubt, ohne das Privileg der EEG-Zulagenfreiheit zu verlieren


    wie ist denn das nun wieder zu verstehen?

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!