Erste Berührungen mit PV

  • Hallo Zusammen,


    wir, 2 Erw. + 1 Kind, interessieren uns für die Installation einer PV-Anlage. In den vergangenen Tagen habe ich bereits einiges durch das Forum hier gelernt. :danke:


    Unser EFH steht im beschaulichen Teltow-Fläming in Brandenburg. Das Haus wurde in den 1930er Jahren gebaut und immer wieder mal um- und angebaut. Besonderheit (bzw. scheint es zumindest nicht zu häufig) haben wir eine Mansarddach welches die eigentliche nutzbare Dachfläche (ca. 8m x 3,5m - rot markiert) recht klein hält. Wir haben zwar noch ein Nebengelass (gelb markiert), welches aber unter einer recht hohen Verschattung leidet, somit für mein derzeitiges Verständnis mehr als ungeeignet ist. Hier noch ein paar Daten:


    Dachneigung ca. 35 Grad
    Ausrichtung Süd
    Dachfläche ca. 25 m²
    Verschattung relativ gering. in den Abendstunden könnte eine Birke etwas Licht rauben
    Aktueller Stromverbrauch 2600 kwh


    Soweit ich es nun richtig verstanden habe könnte ich mit der o.g. Dachfläche vermutlich einen maximalen Ertrag von rund 2500 kwh erreichen. Korrigiert micht bitte, wenn ich falsch liege. Derzeit mache ich mir primär Gedanken über die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage. Derzeit arbeite ich mit folgenden Annahmen:


    Anteil Eigennutzung: 20 %
    Ertrag je Jahr: 2500 kwh
    aktueller Strompreis: 0,26 €
    Strompreisanstieg: 2 % / a
    Invest-Kosten Brutto: +- 4000 Euro


    Demnach amortisiert sich die Anlage erst nach ca. 10 Jahren. Dann habe ich noch weitere 10 Jahre bis die EEG-Vergütung wegfällt. Was dann passiert habe ich leider nocht nicht genau gefunden. Welche Kosten können denn durch den Betrieb einer PV-Anlage noch entstehen welche die Wirtschaftlichkeit mindern (durchaus nahe am Worst-Case-Szenario)? Mir fallen derzeit nur die Wartung und der mögliche Ausfall des WR ein. U.u. kommt noch jährlich der Smart-Meter hinzu. Sofern ich diese Kostentreiber mit berücksichtige lande ich bei ca. 15 Jahren bis sich mein Geldbeutel erholt hat. Gibt es denn weitere Punkte die ich bisher vergessen habe? Seien es kostentreiber oder auch zusätzliche Erträge? Sind meine Annahmen oben korrekt? Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen.


    Viele Grüße
    Nico

  • Südausrichtung und 35 Grad Dachneigung ist ideal.
    auf dein Dach mit 8,0 m x 3,5 m sollten 8 Module nebeneinander und 2 Reihen übereinander passen, bei 300 Watt pro Modul wären das dann 4,8 kWp, die im Jahr ca. 4.500 kWh erzeugen sollten.
    Wegen des Mansarddaches kann die Gerüststellung aufwendiger sein, so daß du nicht mit den allerniedrigsten Montagekosen rechnen solltest.
    Mit einem angenommenen Direktverbrauchsanteil von ca. 20 % solltest du richtig liegen. Mehr wird bei deinem geringen Stromverbrauch nicht ohne weiteres realisierbar sein, ist aber auch nicht entscheidend da sich die PV Anlage auch ohne Direktverbrauch selbst bezahlt.
    Allerdings sind die Zeiten in denen sich zweistellige Renditen erzielen ließen schon länger vorbei.

  • Ohne dein (rot markiertes) Dach zu kennen, hätten doch gegen 5 kWp platz...
    Wie kommst du denn auf nur den halben Ertrag?
    Ich würde das Dach voll machen (kostet dann halt auch etwas mehr) aber der Aufwand würde sich rechnen.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • einstein0: Danke für den Hinweis. Ich habe doch glatt nach dem Tippen den Anhang vergessen. Habe ich gerade ergänzt.
    bezüglich Ertrag: ich hatte gelesen das man ca. 8 bis 10 qm für eine KWp benötigt. Das scheint demnach wahrscheinlich veraltet zu sein.

  • Zitat von schnico87

    einstein0: Danke für den Hinweis. Ich habe doch glatt nach dem Tippen den Anhang vergessen. Habe ich gerade ergänzt.
    bezüglich Ertrag: ich hatte gelesen das man ca. 8 bis 10 qm für eine KWp benötigt. Das scheint demnach wahrscheinlich veraltet zu sein.


    Gern geschehen. Naja, der Ertrag hängt von den Modulen ab. Ein Standardmodul von rund 1,6 qm erzeugt heute um die
    300 Wp.
    Aber es gibt auch noch "bessere" und "schlechtere" und hängt von der Auslegung des Modulfeldes ab.
    In deinem Fall sieht das nach einer homogenen Fläche aus... :wink:
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
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