Rundsteuerempfänger und Messwandler und andere Problem

  • Hallo zusammen


    Seit 14 Tagen ist meine neue Anlage (8,4kwp) auf dem Dach meine alte Anlage (29,6kwp) ist aus 2010


    Nun habe ich im November mit meinem EVU telefoniert da wurde mir gesagt ich habe einen 2Richtungszähler welcher 100A kann. Ich dürfte bis 40KWp bauen.


    Nun hat mein Elektriker alles in die Wege geleitet und plant auch den Anschluss. Jetzt wurde ihm vom EVU gesagt:


    1.ich brauche einen Rundsteuerempfänger damit die Anlage komplett ausgeschaltet werden kann wenn Zuviel Strom vorhanden ist.


    2.mein Zähler müsse raus und ich brauche einen Messwandler ( Ausrichtung der alten Anlage ist SW und SO ) es kommen nie über 22kw gleichzeitig vom Dach.


    3. Ich bräuchte noch einen zusätzlichen Zähler, welcher genau Zählt von welcher Anlage ich wieviel Strom selber benutze. Mir wurde mal gesagt das der Eigenverbrauchte Strom prozentual nach Anlagengrösse errechnet wird. Gibt es dort im EEG nicht etwas drüber zu lesen ?


    Vielen Dank schonmal


    Gruß Sebastian

    29.6 KW SolarFabrik( Mono SF150 185W) / 3X Kostal (06/2010)
    8,4 KW Heckert (NeMo 60 Mono 280W) / Fronius Symo 7.0-3-M (02/2017)
    Beide Anlagen laufen im Eigenverbrauch und werden von einem Plexlog Datenlogger erfasst

    6,84 KW Q.Cells(BFRG-4.1 285W) / Fronius 7.0-3-M (03/2019) Nur für die Wärmepumpe

  • Hallo,


    Zitat von SebastianPB84

    Seit 14 Tagen ist meine neue Anlage (8,4kwp) auf dem Dach meine alte Anlage (29,6kwp) ist aus 2010


    läuft die 2010er Anlage als Volleinspeisung oder als Überschusseinspeisung?


    Du hast derzeit insgesamt 38 kWp auf dem Dach und Deine beiden Wechselrichter sind insgesamt vermutlich noch kleiner (unter 35 kVA, oder?).


    Welche WR haben die alte und die neue Anlage?



    Zitat von SebastianPB84

    Nun habe ich im November mit meinem EVU telefoniert da wurde mir gesagt ich habe einen 2Richtungszähler welcher 100A kann. Ich dürfte bis 40KWp bauen.


    Eigentlich hängt`s nicht von den kWp ab, sondern von den kVA, die Deine Wechselrichter können.
    Manche Netzbetreiber fordern bei Einspeiseleistungen über 40 kVa eine Wandlermessung.


    Zitat von SebastianPB84

    Jetzt wurde ihm vom EVU gesagt:


    Ich vermute mal, Du meinst Deinen Netzbetreiber, nicht das EVU, oder?
    Dein EVU hat i.d.R. nix mit der Sache zu tun.



    Zitat von SebastianPB84

    1.ich brauche einen Rundsteuerempfänger damit die Anlage komplett ausgeschaltet werden kann wenn Zuviel Strom vorhanden ist.


    Diesen Punkt hätte Dein Solarteur mit Dir schon vor Errichtung der Anlage klären müssen!


    Nach EEG hast Du die Wahlfreiheit zwischen der Begrenzung der neuen Anlage auf max. 70% Einspeiseleistung, bezogen auf die installierte PV-Leistung in kWp oder einem RSE. Letzterer macht meisten keinen Sinn, weil zu teuer und fast jeder begrenzt dann den WR entweder hart auf 70% (in Deinem Fall auf 5,88 kW max. Wirkleistung) oder mittels entsprechender Zusatzgeräte auf 70% dynamisch, d.h. die neue Anlage darf mehr wie 5,88 kW produzieren, wenn zeitgleich im Haus diese Mehrproduktion verbraucht wird und nicht eingespeist wird.


    Wie ist das Dach ausgerichtet und geneigt, auf dem die neue Anlage sitzt?
    Was soll der RSE kosten?


    Die alte Anlage ist in jedem Fall nicht davon betroffen, die hat Bestandsschutz. Also weder 70% noch RSE.



    Zitat von SebastianPB84

    2.mein Zähler müsse raus und ich brauche einen Messwandler


    Mit welcher Begründung? Ohne Begründung ist das erstmal nur dummes Geschwafel.
    Der Netzbetreiber muss Dir die Notwendigkeit des Zählertausches nachweisen, indem er rechnerisch beweist, dass die alten Zähler nun ausserhalb ihrer zulässigen Betriebsbedingungen arbeiten müssten. Diesen Beweis wird er wohl nicht liefern können.



    Zitat von SebastianPB84

    3. Ich bräuchte noch einen zusätzlichen Zähler, welcher genau Zählt von welcher Anlage ich wieviel Strom selber benutze. Mir wurde mal gesagt das der Eigenverbrauchte Strom prozentual nach Anlagengrösse errechnet wird. Gibt es dort im EEG nicht etwas drüber zu lesen ?


    Selbstverständlich können beide Anlage über nur einen Zähler abgerechnet werden (EEG 2017 §24, Abs.3).
    Abgerechnet wird dann so, wie Du schon beschrieben hast.
    Ich würde das aber nur machen, wenn die neue Anlage nicht auf einem schlechteren Dach sitzt (vom Ertrag her) wie die alte Anlage, weil sonst die neue Anlage die Vergütung der alten herunterzieht.



    Alles in Allem habe ich den Eindruck, dass der zuständige Mitarbeiter bei Eurem Netzbetreiber (falls Du den auch gefragt hast und nicht das EVU) nicht sehr sattelfest ist in dem Thema.
    Die Jungs dort haben oft keine Ahnung, meistens werden die aber ganz geschmeidig, wenn Du ihnen freundlich, aber bestimmt auf die Sprünge hilfst.
    Der Mitarbeiter braucht lediglich die Sicherheit, nix falsch zu machen für eine Entscheidung.
    Wenn Du ihm dabei freundlich hilfst, sollte das alles kein Problem sein.
    Denn irgend etwas willkürlich verlangen darf er nicht.

  • Hey Vielen Dank für deine Antwort.


    Ich meine Natürlich meinen Netzbetreiber. Sorry.


    So wo fange ich jetzt an?


    Also meine 2010er Anlage läuft auch im Eigenverbrauch mit überschusseinspeisung.


    Die alte Anlage hat 3WR 2xKostal 10 und 1xKostal 8
    Die neue Anlage hat den Fronius 7


    Ich habe jetzt am Freitag noch mit dem Netzbetreiber telefoniert. Er sagte es dürfen max 44kva am Zähler ankommen.Da die alte Anlage SO und SW ausgerichtet ist kommen maximal 20KW am Zähler an, ich habe es jetzt mit meinem Solateur so vereinbart, das die Alte Anlage gedrosselt wird (21KW) so das ich da schonmal keine Verluste mache und die neue sollte ja eh auf 70% hart laufen 8.4->5.88kw. Die neue Anlage ist SW ausgerichtet mit 45grad geneigt.


    Zu dem RSE:


    Da wurde mir vom Netzbetreiber gesagt ab 30 KWp ist das Pflicht das die abgeschaltet werden kann. Dieser kostet 295€ netto.
    Und ich habe ja jetzt 38kwp insgesamt. Oder zählt das nicht bei einer Erweiterung?
    Zu meinem jetzigen 2 Wege Zähler:


    Da wurde mir vom Netzbetreiber gesagt es darf nicht mehr als 44 Kva ankommen obwohl er ja eigentlich 100 A kann???


    Also das mit dem eigenen Zähler für die neue Anlage finde ich ganz ok, allerdings wollten die einen errichtungszähler haben plus dann noch einen Zähler womit man herausfindet wieviel kWh jetzt von welcher Anlage verbraucht wurde.......


    Steht irgendwo im EEG das bis 10kwp die KWh am WR abgelesen werden dürfen ?? Dann werde ich die da am Montag nochmal anrufen.


    Vielen Dank

    29.6 KW SolarFabrik( Mono SF150 185W) / 3X Kostal (06/2010)
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  • Moin


    Nach der neusten TAB müssen Anlagen größer 22kVA( ich will mich jetzt nicht auf ein par kVA festlegen) über eine Wandlermessung erfasst werden haben..
    Anlagen größer 30kVA müssen einen Zentralen NA-Schutz besitzen.
    Anlagen größer 30kWp fernregelbar über RSE
    unabhängig wann welcher Anlagenteil errichtet wurde.


    Gerne kannst Du mich über PN anschreiben um die Sache zu klären.

    Grüße von der Nordsee


    Olaf Harjes


    Harjes Elektrotechnik Am Hillernsen Hamm 39 26441 Jever FON 04461 3315

  • Zitat von harjes


    Nach der neusten TAB müssen Anlagen größer 22kVA( ich will mich jetzt nicht auf ein par kVA festlegen) über eine Wandlermessung erfasst werden haben..


    Hat das auch einen technischen Hintergrund oder ist das die neueste Behinderungstaktik der VNB?

    Zitat


    Anlagen größer 30kWp fernregelbar über RSE


    Die einzelnen Anlagen sind ja kleiner und werden nach §9 Abs. 3 EEG2017 ja nicht zusammengefaßt, weil nicht innerhalb 12 Monaten in Betrieb genommen. Oder übersehe ich da gerade was (weil ich dachte auch immer das wäre so, wie du geschrieben hast)?

  • alterego


    Ich habe mir gerade das Gesetz durchgelesen und sehe das auch so das es sich um 2 Anlagen handelt die jeweils aber unter 30kwp sind. Werde dies am Montag mal den netten Herren sagen.

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    Beide Anlagen laufen im Eigenverbrauch und werden von einem Plexlog Datenlogger erfasst

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  • Moin
    Es geht hier aber in erster Linie um den Netzwerkverknüpfungspunkt und da ist es unerheblich ob 1 2 3 oder 4 oder sonst viele Anlagen den Punkt belasten. Leistung ist Leistung egal wann sie zugebaut wurde.
    Zur Wandlermessung

    Bei PVA haben wir es halt mit einer Dauerlast zu tun und nicht nur mit einer kurzzeitigen Belastung der E. Anlage.
    Als Techniker kann ich diese Forderung durchaus nachvollziehen. Als Händler nerven solche Forderungen.


    So, jetzt gehts zu nach Messe Party.Prost :mrgreen:

    Grüße von der Nordsee


    Olaf Harjes


    Harjes Elektrotechnik Am Hillernsen Hamm 39 26441 Jever FON 04461 3315

  • Vielen Dank für die Info

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    Beide Anlagen laufen im Eigenverbrauch und werden von einem Plexlog Datenlogger erfasst

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  • Zitat von harjes

    Moin
    Es geht hier aber in erster Linie um den Netzwerkverknüpfungspunkt und da ist es unerheblich ob 1 2 3 oder 4 oder sonst viele Anlagen den Punkt belasten. Leistung ist Leistung egal wann sie zugebaut wurde.


    Bei den andren Dingen sehe ich das auch so, der RSE ist ja eine Forderung des EEG, wer keine Vergütung will, muß den nicht haben. Und im EEG gibt es klare Regeln wann zusammengefaßt wird und was nicht.

  • Also heißt das jetzt ich brauche keinen RSE??

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