Umlage für Eigenverbrauch oder nicht?

  • Meine 9kWp-PV-Anlage auf meinem EFH ging im März 2010 in Betrieb, was ich auch der Bundesnetzagentur angezeigt habe. Im Dezember 2012 ließ ich auf teilweisen Eigenverbrauch umstellen und nutze ca. 15% des erzeugten Stromes selbst. Muß man das der Bundesnetzagentur etwa auch anzeigen??? Langsam nerven die ständigen Änderungen der gesetzlichen Regelungen und immer neuen Fallstricke.
    So wie ich es verstanden habe, sind Altanlagen mit Inbetriebnahme vor August 2014 und Anlagen unter 10kWp von einer EEG-Umlage auf Eigenverbrauch und der Meldepflicht befreit. Nun steht da noch der Zusatz "Stromerzeugung unter 10MWh im Jahr". Eine 9kWp-Anlage erzeugt nun einmal insgesamt je nach Wetter 9500 oder eben auch 10500 kWh im Jahr. Was sollte man da machen? Der Netzagentur melden oder nicht? Wäre die Umlage (theoretisch) fällig oder nicht? Oder gilt dann eher: schlafende Hunde nicht wecken? Oder ist das nur bei Neuanlagen von Bedeutung?
    Die Hotline der Bundesnetzagentur in Bonn ist leider derzeit nicht zu erreichen, die PV-Hotline in Kassel hat von Eigenverbrauch leider keine Ahnung. Gab es sonst Änderungen? Eine Begrenzung der max. Einspeiseleistung muß für Bestandsanlagen aus 2010 unter 10kWp meines Wissens auch nicht nachgerüstet werden.

  • Wenn dem VNB "bereits offenkundig bekannt" (so steht es im Gesetz) bekannt ist, daß dei dir keine Umlage fällig ist, ist nichts weiter zu tun so lang du nichts änderst und deine Zählerdaten fristgerecht bis 28.2. übermittelst. Eine Änderung wäre z.B. auch, wenn du ausziehst und ein Mieter oder der Käufer den Strom nutzt, also nicht nur technische Änderungen.
    Bei dir wird keine Umlage fällig, weil du bereits vor dem 1.8.2014 den Strom selbst verbraucht hast, und davon weiß der VNb ja. Alles andere (auch die Regelung, daß die Befreiung bis 10kWp nur 20 Jahre gilt) ist nur für Anlagen wichtig, die erst danach für den Eigenverbruach erstmalig genutzt wurden.

  • Vielen Dank! Dann bin ich beruhigt. Mit "Melden der Zählerdaten" ist das jährliche Mitteilen der aktuellen Zählerstände an den Netzbetreiber für die Abrechnung gemeint? Oder müssen die jetzt auch an die Bundesnetzagentur samt ggf. geänderter Zählernummer gemeldet werden?

  • An die Bundesnetzagentur muß nur regelmäßig (um die Meldung bei Inbetriebnahme geht es hier nicht, nicht, daß das auch gleich wieder jemand falsch versteht) gemeldet werden, wenn Umlage fällig wird, so steht das auf deren Seite (da steht auch, daß die momentan umbauen und schlecht erreichbar sind).