Neue Anlage auf Bestandshaus, PV und/oder ST

  • Hallo,


    ich spiele seit Längerem mit dem Gedanken auf unserem Haus eine Solaranlage zu installieren und schon hier und da mal etwas zumThema gelesen. Jetzt habe ich mich hier angemeldet, um das Thema mal etwas konkreter zu verfolgen und zu rechnen. Ganz konkrete Fragen habe ich noch garnicht. Möchte nur wissen, ob meine Gedanken einigermaßen in die richtige Richtung gehen.


    Hier erst einmal ein paar Eckdaten:


    Dachfläche ca 80m², Dachneigung 55°, Ausrichtung fast Süd, ca. 10° Richtung West gedreht. Keine Verschattung durch einzelne Objekte.Die Schornsteine liegen symmetrisch im Giebel. Im Winter sind morgens und abends die unteren 1-2m von First des Nachbarhauses verschattet.
    Das Haus liegt bei Erlangen/Nürnberg.


    Derzeit wird das Haus mit einer ca 15 Jahre alten Gastherme über Heizkörper beheizt. Ein paar Jahre wird sie es noch tun. Bei der Kernsanierung inkl. Dämmung vor 10 Jahren hat der Vorbesitzer schon Leitungen für Solarthermie vom Heizungskeller zum Dach legen lassen. Für PV liegen leider keine Kabel oder Leerrohre. Es existiert aber ein ungenutzter Schornstein. Ein zweiter Schornstein mit 2 Zügen ist saniert und wird für Heizung und Kamin genutzt.


    Unser Dachboden ist als Wohnraum ausgebaut. Das Dach ist gut gedämmt inkl. aufgedoppelten Sparren. Allerdings wird der Dachbodenraum im Sommer doch recht warm. Eine Markise am Giebelfenster im Osten hat schon gegen die starke Morgensonne geholfen, einige Wärme wird jedoch auch durchs Dach kommen. Da erhoffen wir uns von der Solaranlage noch etwas Schatten und Temperatursenkung.


    Insgesamt ist unser Energieverbrauch recht niedrig, genaue Zahlen müßte ich raussuchen. Wir sind eine Familie mit einem, vielleicht auch mal zwei Kindern. 1-2 Tage pro Woche arbeitet jemand zu Hause. Es gibt keine Großverbraucher. Mit einer PV Anlage würden wir versuchen, Waschmaschine oder Geschirrspüler zu günstigen Sonnenscheinzeiten laufen zu lassen. Viel mehr Möglichkeiten zur Steuerung unseres Verbrauches sehe ich nicht. Aber vielleicht Ihr?


    Eine PV Anlage würden wir innerhalb des nächsten Jahres installieren lassen, ST würden wir erst bei einem notwendigen Tausch der Gastherme in einigen Jahren mit installieren. Dann bräuchten wir ja auch einen Pufferspeicher. Platz dafür ist vorhanden. Platz im Zählerschrank ist auch vorhanden.


    Nun zu meinen Gedanken/Erkenntnissen:
    ST macht wenig Sinn, da es nur im Sommer etwas bringt, wo man maximal Warmwasser braucht.
    Diverse Reklamerechner auf PV Webseiten schätzen, dass ich etwa 10kWp installieren könnte.
    Batterie ist noch zu teuer. In einem Hausbauforum habe ich mal von im Endeffekt 50Cent/kWh für gespeicherte Energie gelesen. Prinzipiell finden wir es wichtig, unseren Ressourcenverbrauch nachhaltif zu gestalten, aber irgendwo ist auch ein persönliches Preislimit/Schmerzgrenze erreicht. Wir würden bis zu 20k€ investieren.
    Ich würde mir in nächster Zeit mal Angebote von einigen lokalen Solateuren machen lassen. Könnt Ihr jemanden im Raum Erlangen/Nürnberg empfehlen?
    Ich habe von Grenzen hinsichtlich Notwendigkeit eines Smart Meters und weiterem Aufwand mit dem Netzbetreiber gelesen. 10kWp scheinen da ein ganz guter Wert zu sein, damit der Aufwand nicht zu hoch wird.


    Habt Ihr sonst noch HInweise, wie ich am Besten weitermache?


    Gruß und Danke
    Michael

  • Moin Michael,


    willkommen im PV-Forum :D


    Gutes Ansinnen :D


    ST kannst getrost vergessen - zu teuer. Da bekommst fast die kpl. PV Anlage für. Zur Zeit gibt es 'Hammerpreise' bei Anlagen mit 10 kWp. Ohne Gerüst waren wir schon bei 999 €/kWp mit sehr guten Komponenten.


    Vorschlag für Dein WW: Kauf Dir ne Nuos 100/120 und mach Dein WW damit für die Übergangszeit bis Du komplett auf WP gehst.
    Mit PV kannst alle Anforderungen erschlagen, die Du mit ST sehr teuer und unrentabel einkaufst.


    Für PV muß nichts vorbereitet sein. Da legt man einen Kabelkanal hinterm Regenfallrohr runter und fertig!


    Hol Dir Angebote und stell sie im Angebotsthread ein. Aber sag den Anbietern gleich, dass sie keine Angebote oberhalb 1200 €/kWp abgeben müssen. Zeitverschwendung. Normale Installationsbedingungen vorausgesetzt. Ist Dein Zählerkasten nach aktueller TAB?
    Smartmetering wird auf lange Sicht alle treffen - es sei denn, die Politiker merken ihren Schwachsinnsbeschluss bei Haushalten mit geringem Verbrauch.


    Bei 80 qm Dachfläche sind 10 kwp Null Problem.


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V


  • Das klingt recht günstig. Die Reklamerechner spucken mir für knapp 10kWp um die 13000€ Investition aus. Keine Ahnung, wie das genau gerechnet ist.


    Zitat

    Vorschlag für Dein WW: Kauf Dir ne Nuos 100/120 und mach Dein WW damit für die Übergangszeit bis Du komplett auf WP gehst.


    Du meinst, ich sollte später komplett auf Wärmepumpe umstellen? Leider hat das Haus keine Fußbodenheizung sondern Wandheizkörper. Deren Daten müsste ich mal hinsichtlich WP-tauglichen Vorlauftemperaturen prüfen. Prinzipiell hatte ich aber drüber nachgedacht, weiter mit Gas zu heizen und auch WW zu machen. Würde die PV im Winter genug bringen, um das Haus per WP zu heizen?


    Zitat

    Mit PV kannst alle Anforderungen erschlagen, die Du mit ST sehr teuer und unrentabel einkaufst.


    Für PV muß nichts vorbereitet sein. Da legt man einen Kabelkanal hinterm Regenfallrohr runter und fertig!


    Wir müssten zumindest durch die Dämmung in den Keller und den Kabelkanal farblich etwas anpassen. Aber das geht schon.


    Zitat

    Hol Dir Angebote und stell sie im Angebotsthread ein. Aber sag den Anbietern gleich, dass sie keine Angebote oberhalb 1200 €/kWp abgeben müssen. Zeitverschwendung. Normale Installationsbedingungen vorausgesetzt.


    Was ist normal? Das Dach ist gut zugänglich, allerdings hat das Haus z.T. eine umlaufende Holzterasse, auf der ein Gerüst stehen müsste. Das Dach ist mit Bieberschwanzziegeln gedeckt. Der Zählerschrank liegt im Keller auf der anderen Hausseite. Da muss zumindest etwas Kabel quer durch gezogen werden.


    Zitat

    Ist Dein Zählerkasten nach aktueller TAB?


    Ich weiß nicht genau, wann er eingebaut wurde und was sich seitdem geändert hat. Ich schätze, er ist etwa 20 Jahre alt. Dürfte schon vor der Kernsanierung des Hauses (die war vor etwa 10 Jahren) eingebaut worden sein. Ich gehe mal davon aus, dass er es noch tut. Er hat Platz für 3 Zähler, da das Haus mal ein Zweifamilienhaus war und früher zusätzlich Schalteinrichtungen für Nachtspeicheröfen drin waren. Mittlerweile ist nur noch ein Zählerplatz besetzt, die Sicherungen aber etwas verteilt. Das kann man sicher umgruppieren.


    Zitat

    Smartmetering wird auf lange Sicht alle treffen - es sei denn, die Politiker merken ihren Schwachsinnsbeschluss bei Haushalten mit geringem Verbrauch.


    Das nehme ich auch an. Damit ist die 7kWp Grenze uninteressant.


    Zitat

    Bei 80 qm Dachfläche sind 10 kwp Null Problem.


    Gut zu wissen. Auf die gelegentlich empfohlenen >13 oder 14kWp kommt man aber sicher schwer, oder?


    Grüße
    Michael

  • Zitat von miho9


    Würde die PV im Winter genug bringen, um das Haus per WP zu heizen?


    Nein - aber die ST genau so wenig!


    Zitat

    Das Dach ist mit Bieberschwanzziegeln gedeckt. Der Zählerschrank liegt im Keller auf der anderen Hausseite. Da muss zumindest etwas Kabel quer durch gezogen werden.


    Das ist z.B. 'nicht standard'. Da wird es dann schon etwas teurer, da Du dann Metalldachziegel o.ä. nehmen solltest.


    Zitat


    Gut zu wissen. Auf die gelegentlich empfohlenen >13 oder 14kWp kommt man aber sicher schwer, oder?


    Grüße
    Michael


    Da müsstest dann mal die Dachmaße genau einstellen. Über 10 kWp geht da schon.


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Zitat von MBIKER_SURFER

    Nein - aber die ST genau so wenig!


    Ok, das klingt dann nach wie gedacht bei Gas zu bleiben.


    Zitat

    Das ist z.B. 'nicht standard'. Da wird es dann schon etwas teurer, da Du dann Metalldachziegel o.ä. nehmen solltest.


    Ok, Habe mir die gerade mal angeschaut. Macht Sinn. Gibt es eigentlich Faustregeln, wieviele Dachhaken man braucht?


    Zitat

    Da müsstest dann mal die Dachmaße genau einstellen. Über 10 kWp geht da schon.


    Da muss ich noch mal genau in die Pläne schauen. Wir spielen auch noch mit den Gedanken, 1 oder 2 Dachfenster nachzurüsten. Da würde ja deutlich mehr Platz als die reine Fensterfläche durch die Modulraster verloren gehen. Insofern werde ich mal weiter mit 10kWp rechnen.


    Gruß
    Michael

  • Zitat


    Ok, Habe mir die gerade mal angeschaut. Macht Sinn. Gibt es eigentlich Faustregeln, wieviele Dachhaken man braucht?


    ja, Statik Berechnung bei der Planung der Unterkonstruktion

    ZOE intens 10/2014, Kona 12/2018, Peugeot e-208 11/2020, 2021

    Hyundai I5, P45 Paket seit 07/2021 :), Enyaq 80 bestellt
    9,69 kWp = 38 St. WSP-255P6, STP10000-10
    6,7 kWp = 28 St. Risen 240, STP5000-20
    Solar-Lamprecht - 90765 Fürth - mail: info @ solar-lamprecht.de