Mikrorisse durch Hagel . Sunpower Module NRW 2016

  • Hallo Zusammen,


    in Juni 2016 hatten wir einen heftigen Hagelschlag im Raum Erkelenz, Kreis Heinsberg, Mönchengladbach. Dabei kamen Körner von 5-7 cm runter. Hunderte Autos wurden beschädigt, Solar-Module, Hausverkleidungen, Rolläden, Fensterscheiben etc. gingen kaputt.


    Unsere Anlage hat äußerlich nichts abgekriegt - kein sichtbarer Schaden wie Glasbruch. Aufgrund der Beschädigungen rund um die PV-Anlage habe ich eine EL-Prüfung (Elektrolumineszenz) durchführen lassen.


    Dabei wurden bei 60% der Module Mikrorisse festgestellt. Was bei meinen Modulen auffällt, die meisten der Risse habe nicht das typische Sternmuster. Der Gutachter meint aber, es wären eindeutig Hagelschäden. - Fotos anbei. Derzeitig diskutiere ich mit der Versicherung, ob ein Hagelschaden vorliegt...


    Hat noch jemand Schäden beim Hagel letztes Jahr an seiner PV-Anlage? Gibt es weitere EL-Prüfungen und Fotos? Hat jemand Erfahrung mit der Versicherungsabwicklung?


    Viele Grüße!
    Florian

  • Hallo lupo1,


    was kostet so eine EL-Untersuchung heute ungefähr?


    Hast du im Winter bei Reif auf den Modulen mal aufgepasst, ob am Morgen, kurz bevor die Module auftauen an einigen Stellen der Reif schon sehr viel früher auftaut und wenn ja, ob diese Flecken etwa deckungsgleich mit den bei der EL-Prüfung entdeckten Schadstellen ist?


    Bei einer Anlage konnte ich solche Stellen fotografieren:
    [IMG:http://fs5.directupload.net/images/user/170223/temp/2t2w5awg.jpg]


    In diesem Fall sind sie von Anfang an vorhanden und ich denke, nur wenn sich die Anzahl oder die Flächen vergrößern, wird es bedenklich.


    Solltest du solche Fotos auch haben, versuche doch mal, sie beim nächsten Frost erneut aus der gleichen Perspektive zu machen. Dann hättest du einen Vorher-Nachher-Vergleich und so ein weiteres Indiz, das du eventuell bei deiner Versicherung anbringen könntest.


    Oder hat jemand anderes mal auf so etwas geachtet? Achtet mal drauf und stellt vielleicht mal Bilder hier rein, das kann vielleicht vielen anderen auch helfen!

    Gruß,
    amoss


    Ich bin ein Pessimist. Also ein Optimist mit großer Erfahrung. Denn ich weiß: Manchmal sind nur bei mir Wolken. Doch meistens scheint die Sonne bei den anderen.


    11 kwp * DN 28° * Ausrichtung 201° * Verschattungsverlust ca. 8% * Freising

  • Hallo amoss,


    Fotos bei Reif habe ich noch nicht, werde drauf achten und versuchen, welche zu machen.


    Ich habe eine EL-Prüfung machen lassen bei Nacht mit Rückbestromung und IR-Kamera.
    Kosten: Anfahrt 150 €, Prüfung 475 €, Detailfoto wenn ein Modul offensichtlich beschädigt je 20 €. alles + MwSt. Das war, fand ich, die günstigste Lösung.


    Grüße!
    lupo1

  • Zitat von lupo1

    Der Gutachter meint aber, es wären eindeutig Hagelschäden. - Fotos anbei. Derzeitig diskutiere ich mit der Versicherung, ob ein Hagelschaden vorliegt...


    Was sagt denn die Versicherung zum Gutachten, da steht doch hoffentlich drin, daß es eindeutig ein Hagelschaden ist :?:

  • Zitat von lupo1

    Versicherung sagt, es seien nicht eindeutig Hagelschäden, könnten auch von Herstellung oder Montage stammen.


    Wenn ich dich richtig verstanden habe dann hast du doch einen Gutachter mit der Begutachtung der Schäden beauftragt. Da hast du doch ein Schriftstück was du der Versicherung vorlegen kannst oder nehmen die das einfach nicht zur Kenntniss :?:

  • Tja - so ist das eben. Wenn man keine EL Aufnahmen von den Modulen bei Verlassen des Werkes hat, wird es schwierig, bei der Versicherung zu argumentieren.
    Meiner Meinung nach handelt es sich nicht um einen Hagelschaden.


    Hast Du schon Leistungsminderung festgestellt?


    Gruß
    MBiker_Surfer

  • Ist bei rückseitenkontaktierten Zellen überhaupt eine signifikante Leistungsminderung denkbar? Die Busbars auf der Rückseite werden wohl kaum brechen, und da die Zelle an so vielen Stellen durchkontaktiert ist werden auch keine größeren Bereiche vom Stromfluss abgeschnitten werden.