EEG-Umlage bei 100% Eigenverbrauch (Anlagengröße 20 kWp)

  • Zitat von Heiko

    Die 40% der EEG Umlage sind ja 2,3cent.
    ...
    Bei z.B. 9000kwh Eigenverbrauch sind 207€ fällig.


    Das war letztes Jahr, für 2017 sind es 2,752ct/kWh netto, also knapp 250€ bei 9000kWh.


    OT:

    Zitat


    10kwp also 33.3% mit 12,30cent und 20kwp 66.6% mit 11,96cent -0,4cent nach §53 :roll:


    Die 0,4ct/kWh sind bei den Werten schon abgezogen.

  • hallo allerseits,


    also, das was ihr da alle schreibt ist nur verlorene zeit, stammtisch-traeume und ansonsten nicht zielfuehrendes roulette spiele.


    stellt euch vor, ihr kriegt einen neuen kuehlschrank/kuehlraum, der weniger verbraucht etc.
    ausserdem irgendwoher braucht der staat sein geld und irgendwer muss die netze etc. bezahlen - will sagen, ob morgen noch so ein spielchen von 10:10 gilt und bei solchen peanuts-fragen bestandsschutz gilt...



    deshalb mein rat:
    baut drauf was geht mit sehr guten modulen und sehr guter technik bzw. installation, lasst euch vernuenftige qualitaet liefern auch wenn es ein bisserl mehr kostet, speisst ins netz ein was ihr nicht braucht und macht nicht lang rum - speicher kann man noch installieren.


    aber ansonsten versteigt euch nicht in solche vermeintlichen optimierungen und gebt dem kaiser was dem kaiser ist, weil der holt sich das sowieso irgendwie - konzentriert euch deshalb auf wesentliches...


    also lieber fragen nur 20kWP? kriegt man vielleicht nicht auch 25 kWP drauf oder noch mehr? kann man das elektroauto vor der tuer aufladen und daraus noch ein geschaeft machen etc. ??? das sind die interessanten fragen, nicht ob man hier ein paar euro umlage oder steuern zahlt...


    und das erste was ich mich fragen wuerde: kauf ich derzeit schon oekostrom? krieg ich vielleicht sogar foerderung von einem anbieter, dem ich den oekostrom liefere mit hohem eigenverbrauchsanteil etc. p.p. ...


    gruesse...

  • Hallo erstmal in diesem Forum, da ich auch eine Inselanlage plane habe ich mich schon etwas in dieses Thema eingelesen.
    Dazu habe ich eine Definitionserklärung von Wolfgang Brettl vom ÖKOTEC Energiemanagement GmbH gelesen.


    "...Es ist im Gesetzestext weder eine 100% autarke Eigenversorgung noch eine 100%ige Eigenversorgung gefordert, sondern nur, dass der Eigenversorger sich zu 100% mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt.
    Der Eigenversorger kann sich damit partiell mit Eigenversorgung aus erneuerbaren Energien und anteilig auch mit Strom aus erneuerbaren Energien (aus dem Netz der allgemeinen Versorgung) fremdversorgen, ohne mach Gesetzestext seinen Anspruch auf EEG-Umlage-Befreiung zu verlieren. Eine vollständige EE-Versorgung ist ja der Idealzustand nach EEG und daher im Sinne des Gesetzes auch nicht mit einer Umlage zu belegen.
    Es liegt meines Erachtens eine überspannte und nicht gesetzeskonforme Interpretation der Bundesnetzagentur vor, welche in unzulässiger Weise den Gesetzestext anders interpretiert, als er geschrieben ist, indem die folgende Gleichsetzungen tätigt:
    „sich selbst …versorgt“ = 100% Eigenstromversorgung, während richtigerweise „100% Eigenstromversorgung“ = sich zu 100% ….eigenversorgt“ heißen müsste, was aber nicht im Gesetz steht.
    "Eigenversorgung" ist nach § 5 Nr. 12 EEG 2014 der Verbrauch von Strom, den eine natürliche oder juristische Person im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit der Stromerzeugungsanlage selbst verbraucht, wenn der Strom nicht durch ein Netz durchgeleitet wird und diese Person die Stromerzeugungsanlage selbst betreibt....
    ...Sonst hätte die rechtliche Definition lauten müssen: "Selbstversorgung" ist nach § 5 Nr. 12 EEG 2014 …. Dies ist nicht der Fall. ..."


    Somit bedarf es nur dem vollem Verbrauch des eigenem erzeugtem Stroms OHNE Einspeisung ins öffentliche Netz. Dann muss man die Gesammtanlage auch nicht anmelden (SOLANGE KEINE GEWINNABSICHT VERFOLGT WIRD) und muss auch keine EEG Umlage zahlen.


    Ich hoffe dass ich das so richtig umgesetzt und verstanden habe ^^ Freue mich auf Antworten dazu.

  • Ich sehe keine Chance, daß du einen Richter findest, der das auch so sieht.
    Außerdem sind wir inzwischen beim EEG2017 und der Leitfaden sollte schon von daher überarbeitet werden, weil sich da auch was geändert hat.

  • alterego, ich glaube du hast recht. Nach einer Suche habe ich auch von der Clearingstelle EEG ein Schreiben zu diesem Thema gefunden.
    https://www.clearingstelle-eeg…013_13_Stellgn_BNetzA.pdf
    Es ist zwar aus dem Jahre 2014, jedoch das aktuellste Dokument und damit das gültige im Bezug auf unmittelbaren und mittelbaren Netzanschluss. Es führt also kein weg daran vorbei, dass man nur um die EEG Umlage herumkommt, wenn man unter 10kWp kommt (siehe Vorredner) oder wahrhaftig galvanisch vom Netz getrennt ist. Also Panzersicherung raus und neu verbomben lassen wäre da das einfachste. Ansonsten gibt es laut dem besagten Dokument keinen Ausweg. Schade eigentlich...

  • Nach EEG2017 genügt es ja, wenn die Eigenversorgungsanlage nicht mit dem Netz verbunden ist, das ist schon deutlich schwächer formuliert, aber auch noch aulegungsbedürftig. Es soll schon mal vorgekommen sein, daß ein Richter die Verkabelung für den Netzstrom im Haus zum Netz gezählt hat. Das sehen zwar viele nicht so, aber es gibt diese Meinung.

  • Ich bin auch langsam soweit statt den 30kwp alles was geht voll zu machen. Das wären um die 60kwp.
    Das "geäffe" wegen paar cent auf 20Jahre gesehen ist völlig übertrieben. :!:
    Nur vorher wissen was alles abgezogen wird ,wäre schon von Vorteil :roll:

    SolarLog800/1000
    2 AchsPairan 16kwp ,

    1 AchsDrehhalle 27kwp,
    7,5kwp Ost/West LgResuX 12.8kwh Si.4.4
    7kwp Süd lG Chem 10M, Storage 5.0
    64kwp Ost/West/Süd Core1
    MX90D, Peugeot Partner Full elektrik

  • Hallo alterego ! Wie sieht es aus , wenn ich nach Panzersicherung und EVU Zähler einen Umschalter setze .
    Netz - 0 - Insel , dann ist ja die Eigenversorgungsanlage nach EEG 2017 meiner Meinung nach nicht mit dem Netz verbunden.
    Dann kann ich zwar nicht Einspeisen - (ich persönlich will das auch nicht ) , aber ich kann z.B. bei längerer Abwesenheit oder
    Arbeiten an der Insel - von Insel auf Netz schalten .
    Ich habe dann die Monatliche Zählergebühr und vermutlich einen Höheren Strompreis ,aber für die wenigen Kw fällt das nicht
    ins Gewicht . Ich hätte aber peer Umschalter im Notfall Netzzugang .


    Gruß Siegi

  • Zitat von k-siegi

    Wie sieht es aus , wenn ich nach Panzersicherung und EVU Zähler einen Umschalter setze .
    Netz - 0 - Insel , dann ist ja die Eigenversorgungsanlage nach EEG 2017 meiner Meinung nach nicht mit dem Netz verbunden.
    Dann kann ich zwar nicht Einspeisen - (ich persönlich will das auch nicht ) , aber ich kann z.B. bei längerer Abwesenheit oder
    Arbeiten an der Insel - von Insel auf Netz schalten .


    Suche mal nach dem Mitglied Vic-Raptor!

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Zitat von Bento


    Suche mal nach dem Mitglied Vic-Raptor!


    bin schon da wenn man mich braucht :D


    Nun gut kurz und knackig..... alles was irgendwie mit den Netz Kontakt hat ist verhaftet, unterliegt also der Kontrolle des Netzbetreibers, egal ob Nulleinspeiser und Allesverbraucher. Hier wird ab 10 kWp die volle EEG-Umlage im ermäßigten Satz von 40% der aktuellen EEG-Umlage fällig und zwar auf alle selbst verbrauchten kWh. Davon kann man jetzt keine 10.000 kWh für die ersten 10 kWp abziehen oder so.


    Alles was keinen Kontakt hat und auch nicht indirekt mit den Netz, z.B. über einen AC-Charger (Ladegerät) Kontakt zum Netz hat, ist nach §61 Abs 2 von der EEG-Umlage befreit. Der Grund liegt darin, dass der Eigenversorger dieser Erzeugungsanlage keine Möglichkeit hat, am Vergütungsmodell EEG-Vergütung teil zu nehmen. Im Gegenzug muss dieser auch keine Umlage zahlen.


    Alles was die Bundesnetzagentur oder sonst wer schreibt sind und bleiben Halbweisheiten und sowieso nicht verbindlich und lediglich Handlungsempfehlungen.


    Zwischenzeitlich gilt "Auskünfte der Clearingstelle" egal welcher Art haben immer Priorität vor Gericht und auf diese Auskunft kann man sich bei Gerichtsverfahren immer beziehen.


    Baut man zum Beispiel eine Umschaltanlage, welche keinen direkten oder indirekten Kontakt zum öffentlichen Netz hat, kann man sich bis zu 80% (Erfahrung), sorgenfrei, auflagenfrei, steuerfrei, EEG-Umlagenfrei, kontrollfrei, überwachungsfrei mit eigenerzeugten Strom versorgen. Das ist die vorgezogene private Energiewende für Zuhause, so die Clearingstelle.


    Also ran an die "neue Energiefreiheit" ganz im Sinne des Threads..... weg mit der blöden EEG-Umlage!


    ... ich mach jetzt mein eigenes Ding! 8)


    Sonnige Grüße :danke:

    Die neue Energiefreiheit kommt an!