PV-Anlage Garantie und Vertragsklausel

  • Hallo Zusammen,


    da mir nun das abschließende Angebot meiner PV-Anlage vorliegt, hätte ich noch zwei Fragen:


    1. Der Installateur hat eine gesetzlich Gewähleistungsfrist (unabhängig der erweiterten Garantie des Modulherstellers, Optimierer oder des WR), wie verhält es sich nun wenn nach einem Jahr ein Optimierer oder ein Modul defekt sein sollte.
    Muss er dies auf seine Kosten tauschen, oder bekomme ich nur die Hardware ersetzt und muss diese selber tauchen?

    2. In meinem Angebot steht folgender Passus: Nach der Montage der Solarmodule auf Ihrem Dach, bzw. nach der Übergabe der Module an den Bauherrn, geht die Gefahr des unvorhergesehenen Untergang auf den Bauherrn über.
    Kann mir jemand diesen Satz übersetzen? :-)


    Vielen Dank

  • Zitat von Palimos


    ...
    2. In meinem Angebot steht folgender Passus: Nach der Montage der Solarmodule auf Ihrem Dach, bzw. nach der Übergabe der Module an den Bauherrn, geht die Gefahr des unvorhergesehenen Untergang auf den Bauherrn über.
    Kann mir jemand diesen Satz übersetzen? :-)
    ...


    An dem Zeitpunkt wo die Module in deinem Besitz sind, bist du für sie verantwortlich. Z.B. ein Baum fällt auf die Module, ein Sturm beschädigt sie, dir fallen die Module beim umlagern runter ...

  • Zitat von Palimos

    1. Der Installateur hat eine gesetzlich Gewähleistungsfrist (unabhängig der erweiterten Garantie des Modulherstellers, Optimierer oder des WR), wie verhält es sich nun wenn nach einem Jahr ein Optimierer oder ein Modul defekt sein sollte.
    Muss er dies auf seine Kosten tauschen, oder bekomme ich nur die Hardware ersetzt und muss diese selber tauchen?


    Bitte schau in die Service Zertifikate des Modulherstellers und des Herstellers der "Optimierer" oder stell sie hier ein.
    Da gibt es unterschiedliche Angaben.
    Du kannst deinen Solateur fragen, ob er einen Austausch anbietet und zu welchen Konditionen.
    Das ist dein erster Ansprechpartner bei Problemen mit der Anlage.

  • Zitat von kalle bond

    Bitte schau in die Service Zertifikate des Modulherstellers und des Herstellers der "Optimierer" oder stell sie hier ein.
    Da gibt es unterschiedliche Angaben.
    Du kannst deinen Solateur fragen, ob er einen Austausch anbietet und zu welchen Konditionen.
    Das ist dein erster Ansprechpartner bei Problemen mit der Anlage.


    Der Solarteur hat zwei Jahre gesetzliche Gewährleistung zu gewähren.
    Nach sechs Monaten hast du - falls er sich drücken will - das Problem zu beweisen, dass die Anlage schon von Anfang an fehlerhaft war. IdR wird er innerhalb von zwei Jahren Defekte aber beheben. Unabhängig von irgendwelchen Garantieversprechen der Modulhersteller oder anderer Komponenten.


    lg
    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 3045x

  • Zitat von citystromer


    Der Solarteur hat zwei Jahre gesetzliche Gewährleistung zu gewähren.
    Nach sechs Monaten hast du - falls er sich drücken will - das Problem zu beweisen, dass die Anlage schon von Anfang an fehlerhaft war. IdR wird er innerhalb von zwei Jahren Defekte aber beheben. Unabhängig von irgendwelchen Garantieversprechen der Modulhersteller oder anderer Komponenten.


    Der TS sollte sich sowohl beim Hersteller als auch beim Solateur schlau machen.
    Wenn nach fast zwei Jahren ein G Fall eintritt ist doch die erste Frage, gibt es den Solateur noch?
    Und gleich danach kommt der Punkt, wenn nichts schriftlich vereinbart wurde, warum sollte es der Solateur kostenlos machen?
    Der Satz:"Edel sei der Mensch, hilfreich und gut" gilt nicht überall und jederzeit im postfaktischen Zeitalter. :wink:

  • Zitat von kalle bond


    Der TS sollte sich sowohl beim Hersteller als auch beim Solateur schlau machen.
    Wenn nach fast zwei Jahren ein G Fall eintritt ist doch die erste Frage, gibt es den Solateur noch?
    Und gleich danach kommt der Punkt, wenn nichts schriftlich vereinbart wurde, warum sollte es der Solateur kostenlos machen?
    Der Satz:"Edel sei der Mensch, hilfreich und gut" gilt nicht überall und jederzeit im postfaktischen Zeitalter. :wink:


    Tja, natürlich... falls es den Solarteur noch gibt... sonst greift eben die Produktgarantie...
    ... mit dem netten Givaway, dass der TS die defekten Teile selbst austauscht oder jemanden Anderes kostenpflichtig für den TS die unter der Garantie fallenden Teile austauschen lässt... Die Garantie bezieht sich eben nur auf die Teile (Module o.ä.)-
    Wenn nichts schriftlich vereinbart wurde, gilt eben die gesetzliche Regelung, wobei eine Vereinbarung nur über die gesetzliche Regelung hinaus gehen darf, also keine Verschlechterung...


    ... so mal so postfaktisch gesehen... also quasi... :juggle::mrgreen:


    lg
    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 3045x

  • Zitat von Palimos


    2. In meinem Angebot steht folgender Passus: Nach der Montage der Solarmodule auf Ihrem Dach, bzw. nach der Übergabe der Module an den Bauherrn, geht die Gefahr des unvorhergesehenen Untergang auf den Bauherrn über.
    Kann mir jemand diesen Satz übersetzen? :-)


    Stell dabei aber auf jeden Fall sicher, dass die Übergabe erst NACH Montage und Betriebsbereitschaft der Anlage erfolgt. Das würde ich schriftlich festhalten. Die Formulierung ist durch den "bzw." Teil ziemlich unpräzise.


    Ansonsten kann es passieren, dass die Übergabe der Module bei Lieferung erfolgt und der Solateur Deine Module dann noch auf dem Dach anbringt. Werden sie aber in den Tagen des Aufbaus von Deinem Grundstück gestohlen, hast Du Pech gehabt. Denn dann haftet (ohne Zusatzvereinbarung) noch nicht Deine Diebstahlversicherung für die Anlage und nicht mehr der Solateur.


    Diese paar Tage kann man üblicherweise über einen recht moderaten Aufpreis mitversichern.


    Am einfachsten aber den Gefahrenübergang auf den Tag der Herstellung der Betriebsbereitschaft legen.

  • Ok, vielen Dank für die Tipps.
    Bei meinem Solateur mache ich mir dann erst einmal keine Sorgen, ist schon einige Jahre im Geschäft.

  • Hab hier noch nen recht interessanten Absatz in den AGB's gefunden:


    Preisänderungen ohne vorherige Benachrichtigung des Käufers bleiben vorbehalten. Preisberichtigungen aufgrund von Irrtümern sowohl auf den Rechnungen als auch auf Preislisten, Lieferscheinen, Auftragsbestätigungen und Angeboten bleiben dem Verkäufer ebenfalls vorbehalten.


    Ist das Normal?
    Für mich bedeutet dass er eigentlich an nichts gebunden ist, oder?