DC-Leistung am Letrika 260

  • Hallo allerseits,


    beim Letrika 260 ist die maximale DC-Leistung mit 310 Wp angegeben. Wenn man das mit diversen großen Stringwechselrichtern vergleicht, erlaubt das ja nur eine vergleichsweise kleine Überbelegung.


    Kennt da jemand die Hintergründe? Eigentlich gibt es für den Wechselrichter doch keinen Grund, mehr Strom zu ziehen, als er verkraften kann, sprich, er kann vor der Selbstzerstörung einfach aus dem MPP herauslaufen. Das scheinen viele kleine WR auch zu tun, denn im Forum gibt es durchaus eine Reihe von Berichten, in denen derlei Geräte sogar an Batterien betrieben wurden, deren "Peakleistung" ja ein großes Vielfaches der WR-Leistung ist.


    Konkret geht es um die Überlegung, zwei 60-Zeller im Bereich 260-275Wp unter eher ungünstigen Bedingungen (Ausrichtung NNW) parallel an einem Letrika 260 zu betreiben. Das geht in der Peakleistung deutlich über die genannten 310 Wp hinaus, nur zwingt ja niemand den WR, einen MPP zu suchen, der ihn grillt.


    Oder ist das schlichtweg eine Marketingangabe, die da besagt, dass es im Normalfall nicht sinnvoll ist, da mehr als 310 Wp anzuschliessen?


    Viele Grüße,


    Jan

  • Wahrscheinlich eine Garantiegeschichte.
    Nimm halt einen AE 350 - der regelt zumindest aus dem MPP raus wenns zu viel wird.

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Na ja zu dem Preis von einem AE 350 bekommt er fast 2 Letrika und
    auch dicke 2 Envertech. Un die geben beide 25 Jahre Garantie.


    Díe AE Geräte sind halt aus 2011 und mittlerweile sowohl von der Leistung als
    auch vom Preis-Leistungsverhältnis nicht mehr zeitgemäß.


    Die Firma AE hat leider ca. 5 Jahre nichts Neues mehr gebracht und das bestraft
    dann der Markt.

  • Genau wie der Markt schwachsinnige 25 Jahre Garantie bestrafen wird...

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  • Hi,


    ich will keinen AEconversion vs. Letrika Krieg heraufbeschwören! Beide haben sicher ihre Berechtigung.


    Die initiale Idee habe ich inzwischen aber wieder etwas zur Seite geschoben, so dass die Frage erst einmal aufgeschoben ist.


    Sie ist aber nicht aufgehoben, weil ich mir gut vorstellen kann, eines Tages mit dem Letrika im sehr kleinen Maßstab (einphasig, max 260 W) eine Nachteigenverbrauchsabdeckung in der Art des Systems von dir, Letsdoit, zu basteln.


    Klappen sollte das, denn in einem Thread (https://www.photovoltaikforum.…-letrika-260-t113021.html) hat hier im Forum schonmal jemand den Letrika 260 erfolgreich an einer Batterie laufen gehabt. Von daher sollte er wohl auch mit >310 Wp klarkommen - und vermutlich stimmt dann die Vermutung, dass das wohl eher eine Garantiegeschichte ist.


    Ob er bei stundenlanger Vollast mit 260 W abfackelt... das ist dann die spannende Frage. Wenn man das alles aber in einer soliden Box aus Ytongsteinen mit hinreichender Luftzufuhr testet, nimmt er zumindest nicht den Rest des Hauses mit.


    Edit: Der Hersteller scheint den Betrieb an einer Batterie sogar explizit zuzulassen:


    http://www.letrikasol.com/down…%20SMI%20260_brochure.pdf


    (Bild auf Seite 2 unten)


    Viele Grüße,


    Jan

  • Hi,


    das Usermanual klingt da wenig vertrauenserweckend, denn es sagt sinngemäß: Wenn PV-Module höherer Leistung (als 310 Wp) verwendet werden, sollte beachtet werden, dass der WR etwa 300 W AC für ungefähr 20 Minuten bei 30 Grad Celsius liefern kann.


    Was danach passiert, steht da nicht. Von daher ist zwischen Wegregeln des MPP hin zu einem sicheren Betriebspunkt und der Selbstzerstörung alles möglich.


    Von daher scheint es also keine besonders gute Idee zu sein, unter Schwachlichtbedingungen (z.B. Nordseite mit keiner Chance auf senkrechte Sonneneinstrahlung) zwei Module der Klasse 250-300Wp parallel an einem Letrika 260 zu betreiben, auch wenn es vermutlich nur ganz wenige Momente gibt, in denen die beiden Module zusammen mehr als 310 Wp liefern.


    Oder seht ihr das anders?


    Viele Grüße,


    Jan

  • Hallo,


    das wär der erste WR der bei
    Überlast / Übertemp sich selbst zerstört...


    Gruß Verona

    7,995 kWp - 37 IBC 215TS - Solarmax + Mastervolt
    2,160 kWp - 12 Day4 180 - Solarmax
    2,250 kWp - 10 Sanyo HIP225 - Solarmax
    1,890 kWp - 06 Sunpower 315 - Mastervolt
    6,000 kWp - 24 Yingli 250 - 2 Steca
    12 kW ESS Peus-Testing
    http://www.solarlog-heckmann.de

  • Liebe Letrika SMI260 - Freunde,


    der Letrika SMI260 darf, um die Gewährleistung von 25 Jahren zu erhalten, mit max. 310 Wp betrieben werden. Wie bei allen anderen (seriösen) Wechselrichtern auch, garantiert Letrika bis zu dieser Leistungsgrenze, dass Sie auch unter ungünstigen Randbedingungen nicht zu einer Schädigung des Geräts führt.
    Zum "bestimmungsgemäßen Gebrauch" eines Solarwechselrichters gehört schliesslich auch, dass die Maximalleistung eines Solarmoduls eben nur für eine relativ kurze Zeit und nicht konstant über 24 Stunden geliefert wird.


    Zum Betrieb an einer Batterie ist zu sagen, dass dieser Betriebsmodus nur mit abgeschaltetem MPPT zulässig ist. Das kommt daher, dass im MPPT-Betrieb eines Wechselrichters, der Maximalstrom nicht begrenzt wird. Nun können (nicht zwangsläufig, aber man kann sie halt auch nicht ausschliessen) im MPPT-Modus aber Arbeitspunkte des Geräts auftreten, bei denen die Spannung runter geht und der Strom stark ansteigt. Da der Strom in diesem Modus nicht begrenzt wird, kann er dann auch Werte erreichen, die zu einer Zerstörung von Bauteilen führen (auch wenn die Leistung durchaus noch im erlaubten Bereich ist).
    Soll der SMI260 an einer Batterie betrieben werden, dann wird vor Auslieferung (vom Fachhändler oder Hersteller) der MPPT abgeschaltet und eine Strombegrenzung aktiviert. Er arbeitet dann quasi als regelbare Konstant-Stromquelle. Damit können dann keine für das Gerät gefährlichen Arbeitspunkte eintreten.
    Soll zu einem späteren Zeitpunkt der Wechselrichter wieder mit MPPT an einem Solarmodul betrieben werden, so muss dann der MPPT im Gerät wieder aktiviert werden.


    Gerade in jüngster Zeit findet diese Betriebsart immer mehr Freunde, um eine unschlagbar günstige Speicherlösung aufzubauen:
    Solarmodule laden über einen (mit Schutzfunktionen versehenen) Laderegler eine (Solar-)batterie. Der SMI260 wird nun an den Verbraucher-Ausgang des Ladereglers gehängt und wandelt den Batterie-Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom um, der bedenkenlos eingespeist werden kann. Die Leistung, die der Batterie entnommen und ins Hausnetz eingespeist wird, kann mit dem SMI260 schön eingestellt werden. Bisher noch mit konstanter, einstellbarer Leistung, demnächst auch mit dynamischer Leistungregelung abhängig vom Strom-Überschuss im Hausnetz.

    Paul Wieland | CarpeDiem Energy | Energiemanager ecoControl, Speicher ecoStore | Wir sind Service- und Vertriebspartner von LetrikaSol, Enphase, Envertech und SOLIS-Ginlong | Wir kämpfen für eine nachhaltige, dezentrale Energieversorgung