Wassertank frostfrei halten

  • hallo ersteinmal,


    Wir brauchen für unsere Tiere auch im Winter Wasser auf der Weide. Zur Verfügung stehen diese 1000 l Plastetanks. Nun möchte ich dort einen Heizstab (Stäbe) einlassen, die über Solarpaneele betrieben werden. Pfiffig währe es sicher auch eine "pumpe" zu integrieren.
    Platz für Akkus für den Nachtbetrieb ist vorhanden.


    Es geht nicht darum, dass das Wasser warm ist, sondern tatächlich nur, dass es frostfrei bleibt.


    Ist so etwas überhaupt realistisch? Ich bin technisch nicht ganz unbedarft, habe aber mit Solar so gar keine Erfahrung und hoffe hier auf Hilfe.


    Grüße von Karin

  • Hallo Karin und willkommen im Forum!


    Hmmm, nicht ganz einfach. Denn gerade im Winter mit wenig Sonnenstunden kommt wenig vom Himmel. Dazu mögen Akkus auch keine Kälte - aber auch keine Hitze. Zu den technischen Gegebenheiten dieses "Sonder-Inselfalls" können sicher die Inselexperten mehr dazu sagen.
    Das Problem ist, daß eine Heizung niemals wenig Strom zieht. Vielleicht mal bei Aquarienheizern oder so schauen, ich kenne mich selbst mit diesen aber nicht aus.
    Ich denke es würde schon viel bringen, wenn Du die Südseite des Tanks schwarz streichst und die anderen drei Seiten möglichst gut isolierst. Vielleicht reicht das schon aus. Wo und in welcher Höhe steht der Tank?


    Gruß Torsten

    15,81 kWp: 1 SMA SB4200TL mit 29xAleoS03 1 SMA SB2100TL mit 16xAleoS03 sowie 2 SMA SB3300 mit 48xAleoS03
    seit 2007 sowie seit 03/2012 12,675 kWp 1 SMA STP12000TL mit 65xSchott Mono 195
    17,745 kWp 2 SMA SB5000TL+ 1 SB4000TL mit 91xSchott Mono 195

  • Möglich ist alles. "ÀBER" was sind deine Budget vorstellungen dafür? Weil die haben wolle, und dafür zahlen wollen, sind oft Welten voneinander entfernt

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
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    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Hallo Karin, ich kenne das Problem zur Genüge. Sag doch erstmal welche und wieviele Tiere, wie weit die Weide von
    der nächsten Wasser- und Stromleitung entfernt ist und ob oder in welcher Tiefe auf der Weide Grundwasser ansteht !
    Wie füllst Du bisher den Plastetank? Wie ist die Bodenbeschaffenheit? Diese Fragen dienen alle dazu eine andere Lösung
    zu finden, z.B Weidepumpe, Schlagbrunnen, Wasserleitung oder Stromkabel verbuddeln usw. oder halt den Viechern
    irgendwie einen Zugang zu auch weiter entfernten Wasser zu verschaffen.
    Aber z.B diesen Winter war hier bei uns der recht schnell fließende Bach quer durch die Pferdeweide komplett zugefroren!
    Deswegen waren die Tiere nachts am Hof und ich bin tagsüber mit zwei 20l-Eimern auf die Weide marschiert :)
    Jedenfalls wird das mit PV sehr schwierig bzw. halt teuer. Und dabei wird das ja alles nur einige Wochen bis max. Monate gebraucht. Kommt natürlich noch darauf an wo Du wohnst ...
    lg,
    Philip

  • Ich sehe die einzige Möglichkeit, einen Holzverschlag um den 1000 Liter Behälter zu bauen, mit einer extrem guten Isolierung um den Behälter, sodass der Solarstrom nur den Wärmeverlust ausgleichen muss. Einfach einen Heizstab in den Behälter zu bauen wird bestimmt nicht funktionieren. :oops:

  • vielen Dank schon mal für die Antworten.


    Wir wohnen im Havelland/ Brandenburg. Klassische märkische Heide. Ist das Wasser vom Himmel da, ist es auch schon wieder weg. Das Wasser für unsere Tiere wird über die Dachrinnen an den Unterständen gewonnen.
    Grundwasser haben wir in ca. 25-30 m Tiefe. Schon schwierig und teuer da ranzukommen. Stromleitungen oder Wasserleitungen dorthin zu verlegen ist nicht möglich. So ein Bach durch die Weiden ist immer noch ein Traum :D .Derzeit bringen wir unseren Schafen das Wasser tgl. mit Auto und kleinem Wasserfass (ca. 100 l).
    Die Unterstände liegen total frei und wirklich ideal für Solarnutzung.


    Die Wassertanks brauchen wir für Sommer und Winterbetrieb. Wir können sie also nicht an die Südseite stellen und schwarz anpinseln, weil dann im Sommer das Wasser schnell umkippen würde. Einen isolierten Verschlag zu bauen, ist dagegen durchaus möglich, so dass die Wärmeverluste geringer sind.


    Evt. gibt es ja irgendwie ne Lösungskombination.


    Grüße von Karin

  • Dramatisch kalt wird es bei euch eigentlich nicht, da reicht eine gute Isolierung. Wasser speichert Wärme ungeheuerlich.
    Mit 10 cm Isolierung kommt man da sehr weit. Bei unseren -15°C in Oberschwaben dauert es sogar ein paar Nächte bis ein unisolierter 1000l IBC ordentlich durchgefriert.


    Das einfachste wäre einen Tank in 1 Meter Tiefe zu verbuddeln, der Boden gefriert ja nicht allzu tief. Mit ein paar Vorkehrungen lässt sich auch ein IBC Tank verbuddeln.


    Mit einer billigen China PV Pumpe lässt sich das Wasser dann nach oben holen.
    Im Sommer ist dann das Wasser auch gut frisch.

  • Zitat von Cruso

    Dramatisch kalt wird es bei euch eigentlich nicht, da reicht eine gute Isolierung. Wasser speichert Wärme ungeheuerlich.
    Mit 10 cm Isolierung kommt man da sehr weit. Bei unseren -15°C in Oberschwaben dauert es sogar ein paar Nächte bis ein unisolierter 1000l IBC ordentlich durchgefriert.


    Das einfachste wäre einen Tank in 1 Meter Tiefe zu verbuddeln, der Boden gefriert ja nicht allzu tief. Mit ein paar Vorkehrungen lässt sich auch ein IBC Tank verbuddeln.


    Mit einer billigen China PV Pumpe lässt sich das Wasser dann nach oben holen.
    Im Sommer ist dann das Wasser auch gut frisch.


    Da hat Cruso schon recht, jedoch sehe ich das Problem, daß der Auslaufhahn als erstes gefrieren wird. Aber die Idee, einen (zusätzlichen) IBC-Tank einzugraben und das Wasser bei Frost aus diesem mit einer Solarpumpe herauszuholen, sehe ich noch am ehesten umsetzbar bzw. auch vom Kosten-Nutzen-Verhältnis her.


    Gruß Torsten

    15,81 kWp: 1 SMA SB4200TL mit 29xAleoS03 1 SMA SB2100TL mit 16xAleoS03 sowie 2 SMA SB3300 mit 48xAleoS03
    seit 2007 sowie seit 03/2012 12,675 kWp 1 SMA STP12000TL mit 65xSchott Mono 195
    17,745 kWp 2 SMA SB5000TL+ 1 SB4000TL mit 91xSchott Mono 195

  • Hi Karin,


    Mit solar bist Du schon auf der richtigen Spur, wenn Du weder Stromanschluss noch Brunnen realisieren kannst und kein 2 m tiefes Loch graben willst.
    Das Billigste ist jedenfalls, die Sonnenwärme direkt zu nutzen. Also den Tank so aufstellen, dass eine Seite nach Süden zeigt. Etwas kippen wäre gut. Schwarz anstreichen ist bei Polyethylen (PE) nicht so einfach, weil die Farbe da leicht wieder abblättert oder Schweinkram enthält, das nicht ins Trinkwasser gehört, auch nicht bei Tieren. Jedenfalls ein Isolierglasfenster davor. Vielleicht reicht das schon.
    Ein solarthermisches Modul mit Rückschlag- und Thermostatventil ist haltbarer und effektiver. Den Behälter in jedem Fall gut, dick und trocken einpacken. Strohhäcksel ist das Naheliegendste. Ein Rohr durch's Wasser zu und vom Sonnenkollektor. Für Schafe kein Kupfer. Dann noch ein Ausdehnungsgefäß an den höchsten Punkt des Kreislaufs.
    Wenn Du Dich mit dieser Lösung anfreunden kannst bekommst Du hier noch mehr Hinweise oder Du fragst einen Solarinstallateur wegen einer Mini-Schwerkraft-Solaranlage.
    Elektrisch ist weniger effektiv und viel teurer.


    Freundliche Grüße
    pvx

  • hallo pvx,


    Boh, Ideen ohne Ende.
    Einbuddeln ist kein Ding, aber dann bekomme ich das nie wirklich sauber, weil ich ja mit Regenwasser vom Dach hantiere.


    Eine Mini- Schwerkraft Solaranlage finde ich hingegend interessant. Cu Rohre muss ja nicht sein. Da gibt es schöne Alternativen, die nur gequetscht werden. Aber ist diese Variante nicht auch frostgefährdet? Wenn ich das richtig verstehe, wird das Behälterwasser zum Sonnenkollektor gepumt?, um dann wieder in den Behälter zurückzufließen. Und auch im Ausdehnungsgefäß ist Wasser, welches Frostgefährtet ist? Oh, ich stehe irgendwie technisch da auf dem Schlauch :? .


    Grüße von Karin aus dem Havelland