Darf man Kohle abschreiben?

  • Dürfte um drei Ecken gedacht auch die EEG Umlage reduzieren...

    Aber halt nicht die CO2-Emissionen....


    Ah das glaube ich schon bei Kohle durch Gas ersetzt.

    Ist nicht CO2 frei, aber einiges weniger...


    Das kann vor allem nur zur Heizperiode laufen!

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Braunkohle stoesst IIRC sogar fast das Doppelte an CO2 von einem Gaskraftwerk aus pro erzeugter kWh.


    Gibt es eigentlich Infos dazu, was passieren wurde, wuerde man kurzfristig Kohle durch Gas ersetzen? Momentan sind ja etwa ~20 GW Gas nicht in Benutzung. Ich meine nicht nur in Sachen Emissionen sondern auch hinsichtlich der Preise. Der Boersenpreis wird steigen, aber um wie viel? Und wie stark koennte dadurch die Umlage sinken?

  • Vollkommen korrekt, es ist nicht sinnvoll, die Fernwärmenetze zu übernehmen und dann welche Wärmepumpe auch immer aufzusetzen. Man kann durchaus bei 150° Verflüssigen, gar keine Frage, nur wo verdampft man dann? Also das Delta ist das Problem, nicht die Verflüssigung an sich. Mehrstufige Systeme um Wohnwärme bis sagen wir mal sehr kuschligen 26° C in einem Raum zu generieren? Das ist ähnlich teuer und sehr ineffizient, wie die großen Fernwärmenetze es heute schon sind.


    Das Netz und dessen Unterhalt ist sau teuer, die Wärmeerzeugung ist ein Abfallprodukt. Wurde ja auch schon korrekt ausgeführt, das der Dampf nach dem Turbinendurchgang für das Kraftwerk sozusagen nutzlos wird. Das Fernwärmenetz spart den Kühlturm ein.


    In Berlin gibt es ja richtig fett KWK Kohle! *Reuter

    Da wurde bis vor kurzem noch wie blöd investiert in das Netz. Logisch muss dann genauso als Ersatz GuD her, wie im Ex Braunkohle KWK Rummelsburg, das heuer eben mal wieder Gas verbrennt : Da war wohl schon alles am Start, was man so lesen kann.


    Bei den großen Dingern sehe ich im Moment keine Chance ohne extreme Abschreibungen auf die Netze aus der Hochtemperatur Versorgung rauszukommen . Aber was soll das bitte, mit den ganzen Mini KWK Gas?

    Da wird einem richtig übel, was da abgeht. Das gehört erstmal verboten und nicht noch gefördert.


    Wie kommt man von der Fernwärme Kohle weg? Es wird wohl der Preis richten, wobei ich vermute, dass es für die Mietre teuer werden wird, denn der Umbau kostet halt reichlich Geld und die Eigentümer der Häuser werden das abwälzen wollen.

    Also schön teure Kontrakte ! Nach dem Motte, die kWh Wärme kann auch 20 Cent kosten, wenn man sich nur genug Mühe gibt!

  • Fernwärme hat aber u.a. auch diese hohen Temperaturen, damit da auf Kilometer am Ende noch was ankommt.

    Wenn der Erzeuger näher am Wohnblock mit Fernwärme steht … und wenn es ein zentrales Gasheizdingsbums ist … dann kommt die VL einiges runter und nebenbei kann das Ding noch Strom machen.


    ...


    Dafür gibt es das Konzept der Fernkälte. Da sind die Temperaturen im Verteilnetz moderat, und werden erst direkt beim Verbraucher per WP hochgepumpt.

  • Dafür gibt es das Konzept der Fernkälte. Da sind die Temperaturen im Verteilnetz moderat, und werden erst direkt beim Verbraucher per WP hochgepumpt.

    Wenn man bedenkt dass warmes oder heißes Abwasser von Bad, Geschirrspüler, Waschmaschine einfach so den Bach runter geht ...

    Stromspeicher auf Selbstfahrlafette: 17,6 kWh Made in Kamenz/Sachsen im Smart Electric Drive Bj. 2013 mit 22-kW-Lader

  • Dafür gibt es das Konzept der Fernkälte. Da sind die Temperaturen im Verteilnetz moderat, und werden erst direkt beim Verbraucher per WP hochgepumpt.

    Ich glaube das hast du falsch verstanden. Du meinst ein Niedertemperatur Fernwärmenetz.


    Ein Fernkältenetz dient zur Kühlung bzw. Klimatisierung.

    Die Kälte wird zentral bereit gestellt, bestenfalls durch eine Absorptionskältemaschine die mit der Abwärme des

    Kraftwerkes betrieben wird.

  • Die Sonne verbrennt keine Kohle.




    Zu dem Schluss kommen Wissenschaftler in einem Artikel im Scientific American in 1863.


    Zitat

    “If the sun were composed of coal, it would last at the present rate only 5,000 years. The sun, in all probability, is not a burning, but an incandescent, body. Its light is rather that of a glowing molten metal than that of a burning furnace. But it is impossible that the sun should constantly be giving out heat, without either losing heat or being supplied with new fuel. Assuming that the heat of the sun has been kept up by meteoric bodies falling into it, it is possible from the mass of the solar system to determine approximately the period during which the sun has shone. The limits lie between 100 millions and 400 millions of years.”

    https://www.scientificamerican…is-actually-burning-coal/

  • Also viele bestehende Fernwärmenetze sind wegen besser werdenden Dämmungen in den Rohrquerschniten eher zu groß. Wenn man wällte könnte man die Vorlauftemperaturen schrittweise senken - nicht einen großen Schritt von jetzt auf gleich, aber z.B. 2° je Jahr oder 3° je Jahr, und damit in dem Maße wie der Bedarf im Mittel sinkt bzw. sinken sollte. Das wird kommen müssen, sonst bleibt in wenigen Jahren nur die Stilllegung der Netze. Aber bisher ist da völlig schweigen im Walde, man vertraut auf den Schutz dadurch dass man früher - so vor 40 Jahren und mehr - mal umweltfreundlich war.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Werden die nicht immer noch mit Erdgas-Kraftwerken gefördert und ausgebaut?


    Und wenn der Bedarf ohnehin sinkt, könnte man ja wirklich an Quartiers- oder Wohnblock-Wärmepumpen als Alternative nachdenken, auch wenn das vielleicht nicht flächendeckend klappt. Abwasser-Wärmepumpen u.ä. etc. etablieren sich ja auch so langsam in dem Bereich. Wie verbreitet ist eigentlich Warmwasser aus Fernwärme? Besonders in MFH? Gibt es Zahlen zu dezentralen Lösungen (Durchlauferhitzer...) im Bestand? Gefühlt erlebt das auch eine Renaissance bei Renovierungen (subjektiv!). Mit Fernwärme habe ich aber persönlich gar keine Berührungspunkte.


    Gibt es irgendwelche Dokumente wie sich der gesunkene Wärmebedarf auswirkt? Vielleicht sogar an konkreten Beispielen?