Darf man Kohle abschreiben?

  • max 19 Jahre? 2038 ist ja Ende mit Kohle ^^

    Im schlimmsten Falle ist dann die Braunkohle abgewickelt, die Steinkohle wird dann fröhlich weiter importiert, weil sie am Weltmarkt billig zu haben sein wird.


    Ansonsten wird ja die böse Kohle (Braunkohle und Steinkohle) durch bestes Erdgas ersetzt, vor allem in Segment KWK ! Auf dem Papier spart man da in D. jede Menge Zertifikate und mehr zählt halt nicht.


    *Bei ca. 1.000 TWh Verbrauch (eher mehr) kann man sich ja bei dem Zubau der EE, wie viel Stein-Kohle und Gaskraftwerke + KWK noch am laufen sein werden.

  • Für das neue Datteln-Kraftwerk wird man wahrscheinlich mehr Entschädigung herauspressen können. Um den Betrieb geht es doch eher sekundär... Da läuft doch ohnehin einiges nur noch für die ausstehende Entschädigung weiter. Große Teile sind ja ohnehin defizitär. Die kann man ja noch mal mitnehmen.

  • Reine Spekulation!


    Noch ist nicht klar, ob die Zertifikate dem Markt entnommen werden, wenn man massiv Braunkohlekraftwerke mit Steuergeld aus dem Markt nimmt. Zudem könnte der Markt für Strom sich ganz andres entwickeln, als alle so gerne glauben mögen.


    Laut BDI haben wir unerträglich hohe Strompreise!


    Dank der 'Modernisierungen' von EDF & Co. wird ja bald, unendlich viel, unendlich billiger Strom den Markt überschwemmen! *fg


    Ich sehe nach 2022 eher den Preis in Richtung stabil über 7 Cent liegen, als dass sich die Dumpingpreise am Strommarkt dauerhaft verfestigen. Kaum Zubau in D. (den EE) neuer Offshore Zubau nicht vor 2025. Frankreich braucht noch Minimum 1,5 frische Präsidenten oder 'endlich' die Blonde Retterin (die dann auch schnell merkt, dass sie auch kein Geld findet (hat) , um an den EE vorbei zu kommen und die Nationale Ikone EDF zu retten.


    Und z.B. den Polen etc. geht wohl eher die Lust auf Steinkohle aus, selbst wenn sie patriotisch National ist!


    Technisch ist Datteln wohl weit vorne, daher sehe ich gar keinen Grund dafür, dass der Betreiber Datteln für ein Butterbrot hergibt.


    Die korrekte Antwort wäre ein starker Zubau von onshore, PV und offshore! Da man alle drei im Moment im Griff hat, gibt es noch viele schöne (lukrative) Jahre für Datteln.

  • Mit stabilen 7ct/kWh werden no-EEG PV-Freiflächenanlagen der große Hit. Da werden wir schnell wieder in die Regionen von > 10GW/a Zubau kommen.

    Wir werden also wieder einen funktionierenden Merit-Order Markt bekommen.

    Tesla P85+ seit 8/13 >452.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.

  • Mit stabilen 7ct/kWh werden no-EEG PV-Freiflächenanlagen der große Hit. Da werden wir schnell wieder in die Regionen von > 10GW/a Zubau kommen.

    Wir werden also wieder einen funktionierenden Merit-Order Markt bekommen.

    Und Offshore Windkraft wird sich mittelfristig auch mit 7 cent/kWh anfreunden können. :-)

  • bei 7ct/kWh dreht auch die Onshore Windkraft auf - wenn nicht bei uns dann direkt hinter der Grenze - ergo wird es so hoch mit den PReisen im Schnitt nicht mehr kommen können. Wenn man nicht die grenzüberschreitenden Leitungen abschaltet.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Ja, so einfach ist das.

    Welche Ideen die schwarze Kohlepartei bis dahin wohl entwickelt ... immerhin hängen da hunderttausende von Arbeitdsplätzen dran, es drohen Stromausfälle und überhaupt, ohne Kohle geht das gar nicht! *kotz*

    Wozu so dogmatisch?


    Bei CO2 zählt, was am Ende unterm Strich emittiert wird. Das Kraftwerk wurde nun mal gebaut und steht herum, warum es nicht noch einige Jahre nutzen und stattdessen ein älteres KKW mit schlechterem Wirkungsgrad und weniger Flexibilität weiterlaufen lassen.

    Wir müssen uns erstmal die ersten Winter in den 20er Jahren anschauen, wie die Situation in den Stromnetzen ist, wenn ein paar GW AKW Leistung im Netz fehlen.

    Bei Kraftwerksleistung gilt: Lieber haben und nicht brauchen als brauchen und nicht haben.


    Dass die russischen Propagandablätter gegen Kohle und unsere Regierung anschreiben ist nix neues. Ich finde es schade, wenn man den Seiten auch noch Klickzahlen beschert.


    Ansonsten sieht es zumindest in 2019 schlecht für die Auslastung der deutschen Steinkohlekraftwerke aus:


    https://www.carbonbrief.org/gu…r-is-falling-fast-in-2019


    Für den CO2 Ausstoß ist das fein, man muss hoffen, dass sich CO2 Preise über 30€/t jetzt im europäischen Handel dauerhaft festsetzen.


    MfG

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp

  • Mit stabilen 7ct/kWh werden no-EEG PV-Freiflächenanlagen der große Hit. Da werden wir schnell wieder in die Regionen von > 10GW/a Zubau kommen.

    Wir werden also wieder einen funktionierenden Merit-Order Markt bekommen.


    7ct/kWh im Schnitt bedeuten nicht, dass das auch der Marktwert für Solarstrom ist. Wir sind da mittlerweile in einem Leistungsbereich wo man klar sieht, dass der Solarstrom in den Sommermonaten deutlich weniger wert wird, das wird sich natürlich noch erheblich verstärken, wenn wir bei PV dann mal Richtung 100GW gehen würden...


    Man muss also über kurz oder lang davon ausgehen, dass in Zeiten hoher Solarstromproduktion der Wert eben dafür Richtung 0ct/kWh marschiert, das muss dann zu anderen Zeiten ausgeglichen werden.


    MfG

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp

  • im Sommer 2018 sah das Anders aus, da waren Börsenpreise von 7-8ct/kWh in der Mittagszeit normal (außer am Wochenende)

    Tesla P85+ seit 8/13 >452.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.