Darf man Kohle abschreiben?

  • Die Kohlekraftwerksbetreiber reiben sich schon die Hände: Milliarden Geschenke warten.

    Und die ehemaligen Ostländer werden weiter jammern - egal ob 1,5 Mrd. € oder 15 Mrd. € fliessen - es ist echt zum Heulen!!

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Inmotion V5F + V10F

  • Yo, die haben ihre Lobby-Geschütze gut in Stellung gebracht. Also so wie ich es verstanden habe: Ausstieg bis 2030 völlig utopisch, wir wollen jede Menge Entschädigung und Strompreis geht auf 40-50 cent ohne die liebe Kohle. Das ist ja wie ein Überraschungsei, drei Wünsche auf einmal erfüllt.

  • Laut ARD Deutschlandtrend wünschen sich 59% einen schnellen Braunkohleausstieg, 36% wollen länger am Abbau festhalten: https://www.tagesschau.de/mult…art-4871~_v-videowebl.jpg


    Laut ARD Deutschlandtrend wünschen sich 59% einen schnellen Braunkohleausstieg, 36% wollen länger am Abbau festhalten: https://www.tagesschau.de/mult…art-4871~_v-videowebl.jpg

    ..Und wie schnell soll der sein....? 2 Jahre...5 Jahre...10 Jahre,oder gar 30 Jahre.

    Man sollte (muss) schon erstmal genau wissen wie man die ersetzt ?

    Zugleich Pv und Windkraft ausbremsen...,so geht das nicht ?


    Viele Grüße

  • Min.


    Na, mit Gas natürlich... dazu "wird man ja gezwungen", daher gibts NS2 und wegen der ungewollten Abhängigkeit vom pösen Putin verzapft man noch die Mär vom tollen Flüssiggasimport aus Goodol'Trumpland... und weils das alles nicht umsonst gibt muss natürlich massiv subventioniert werden... und leiderleider der Strompreis auch nach oben!

    Natürlich nicht ganz so weit wie von den EE angeblich unabkehrbar notwendigen Leveln... daher muss man diese ja auch nicht weiter ausbauen...

    Grüße,
    Klaus


    9,18 kWp 34xPlus SW 270 Mono, Symio 7.0.3M O/W 39°, 4,72 kWp 16xPlus SW 295 Mono, Symio Hybrid 4.0-3 s O 39°
    20,18m²/135VR SunExtreme HD SteamBack an 1500L W 39°
    Seit 05/16 Twizy, 2016er Zoe R210, 2019er Kona Trend 64

    Verbrennerfrei... bis auf die Fichtenmoppeds :mrgreen:

  • Meine Meinung: Wenn man die falschen Fragen stellt, bekommt man die falschen Antworten.

    Warum überhaupt die Frage nach Kohleausstieg?

    Das Ziel ist NICHT der Kohleausstieg.

    Das Ziel ist ein hoher Anteil an EE Strom.

    Ein sinnvolles Ziel wären z.B. 80% EE Strom bis 2030.

    Ob die restlichen 20% Strom aus Kohle, Gas oder Kuhkacke erzeugt werden ist doch vollkommen egal.


    Dann überlegt man sich wie man Geld dafür ausgibt um dieses Ziel zu erreichen.

    Wenn man das Geld nehmen würde um z.B. in der Lausitz alles mit PV und Windkraft vollzupflastern, dann würde das dort jede Menge zukunftssichere Arbeitsplätze schaffen. Und wenn man dafür sorgt, daß das Kapital auch lokal in der Lausitz ansässig ist (Gesellschaften und Gesellschafter), dann hat man dort mindestens 20 Jahre sichere Steuereinahmen und Einkünfte für die arbeitende Bevölkerung.

    Total irre Kohle und Kohlearbeitsplätze im Todeskampf zu pampern. An obsoleten Unfug festzuhalten war schon extrem schädlich für NRW - nix draus gelernt.

  • Mir ist es schleierhaft!

    Warum macht man es nicht wie "üblich" durch die Steuer in dem Fall die CO² Steuer?

    einfach je Tonne den Preis jährlich verdoppeln...

    Dann können sie sich den Ausstieg selbst finanzieren!

    ...klar kann man es auch SO machen. - Nur dann ist es halt Mist!


    §328 StGB Abs. 2.3

    Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird derjenige bestraft der eine nukleare Explosion verursacht. :saint:

  • Meine Meinung: Wenn man die falschen Fragen stellt, bekommt man die falschen Antworten.

    Warum überhaupt die Frage nach Kohleausstieg?

    Das Ziel ist NICHT der Kohleausstieg.

    Das Ziel ist ein hoher Anteil an EE Strom.

    Wow! Bravo !

    Als ich das sagte, sagte ich es so:

    Mehr EE erzeugen UND VERBRAUCHEN.

    Niemand hat über den zweiten Teil nachgedacht.

  • Die Regierungskommission für den deutschen Kohleausstieg hat sich nach Informationen des SPIEGEL auf einen Kompromiss geeinigt:

    • Bis 2022 sollen demnach zusätzlich Braunkohlekraftwerke mit einer Kapazität von drei Gigawatt sowie vier Gigawatt Steinkohlekraftwerke stillgelegt werden. Rechnet man noch die Kraftwerke mit ein, die bis dahin ohnehin vom Netz gehen oder in die sogenannte Sicherheitsreserve überführt werden, dann gehen bis 2022 insgesamt sogar Meiler mit einer Leistung von rund 12,5 Gigawatt vom Netz.
    • Bis 2030 sollen weitere sechs Gigawatt Braunkohle und sieben Gigawatt Steinkohle vom Netz. Insgesamt wären dann noch Kohlekraftwerke mit einer Kapazität von 17 Gigawatt am Netz.
    • Der letzte Meiler soll 2038 abgeschaltet werden. Es gibt zudem die Option, dies auf 2035 vorzuverlegen.
    • Die vom Kohleausstieg betroffenen Regionen sollen in den kommenden 20 Jahren 40 Milliarden Euro an Strukturhilfen bekommen. Die konkreten Maßnahmen für den Umbau der Regionen sollen in einem separaten Gesetz festgeschrieben werden, das auch für die kommenden Regierungen bindend sein soll.
    • Auch die Energiekonzerne sollen ab Anfang der Zwanzigerjahre für das vorzeitige Abschalten der Kraftwerke entschädigt werden, eine konkrete Summe dafür wurde in Kommissionskreisen zunächst nicht genannt.
    • Einen Stopp der Rodungen im Hambacher Forst hält die Kommission für "wünschenswert", spricht sich aber nicht explizit für den Erhalt des Waldes aus.


    http://www.spiegel.de/wirtscha…aussteigen-a-1250104.html

  • Was man braucht, wäre nicht der Kohleausstieg, der kommt sowieso mit steigenden C02-Zertifikatspreisen, wir brauchen aber den Wiedereinstig in die EE mit dem Ziel eines Zubaus von 10GW jährlich.

    Wir brauchen die Beseitigung der Hemmnisse wie EEG-Umlage auf EV und Mieterstrom, auch für Anlagen > 30kW, Schlagwort: Verbrauch in unmittelbarer Nähe, aber über Grundstückgrenzen hinweg d.h. um die örtliche Nähe zu ergänzen.

    Die Privilegierung der Windkraft und PV sowie die Abschaffung der 10h Regeln in Bayern.

    Wir brauchen die Kombination von PV und Agrar (Sonderkulturen).

    Wir brauchen auch wieder Desertec und dafür den Verzicht auf Nordstream 2.

    Tesla P85+ seit 8/13 >414.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.