Darf man Kohle abschreiben?

  • Eine Seite vorher habe ich eine Grafik aus dem IEA Bericht gepostet, das sieht echt nach einem Peak-Kohle aus. Erst recht wenn man bedenkt, wie stark Erneuerbare zunehmen und das Indien und China sich zunehmend von der Kohle distanzieren. In Europa und den USA werden ja sowieso nur noch ein absoluten Einzelfällen neue Kohlekapazitäten zugebaut. Dazu kommen noch die anhaltend niedrigen Gaspreise.


    Bleibt die Frage wie schnell der Weltweite Kohlebedarf ab jetzt abnimmt.....



    Zitat von hfrik

    Für fast alle Blöce <40% und steinkohle liegt daher der Stillegngsantrag bei der BNA. Für viele ist der Status dann "Netzreserve", inkl. Verbot für die Börse zu produzieren.


    Wonach bemisst sich eigentlich wie viel Geld die Betreiber dafür bekommen?

  • Zitat

    Ich liebe den Geruch von "Peak Kohle" am Morgen :mrgreen:


    Und das ganz ohne grüne Verklärungen, das macht mir große Freude. Dass dies so rasant passiert, wird wohl alle überrascht haben. Ich hoffe in Australien checkt man das und beendet das Hätscheln dieser Branche endlich und 'sucht' nach Alternativen.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Soweit ich das mitbekommen habe ist das Verhandlungssache. Sprich der KArfwerksbetreiber muss Kosten nachweisen, durchgeführte reparaturen oder Automatisierungen sind rückzuvergüten sollte das Kraftwerk nochmal für die Börse produzieren wollen.
    Eine bessere Lösung fällt mir da auch nicht ein. Denn dem Besitzer wird ja keine Wahl gelassen als weiterzubetreiben, als er bebaut hat konnte er davon ausgehen dass er jederzeit zumachen kann. Also muss er fairerweise alle Kosten erhalten. Und wie hoch die sind ist bei einem 20-50 Jahre alten Block, der Jahrelang auf Verschleiss gefahren wurde und nun auseinanderfällt, und wo jerder wieder eine andere Technik hat, nicht pauschal zu sagen. (Beispiel: Altbach 1, das nun in Reserve geht, ist ein Kohle-GUD-Zwitter. Ein Grob 300 MW Kohleblock in den eine offene Gasturbine mit Grob 160MW ihre Abgase heißen reinpustet (nachgerüstet) und so bei Gas+Kohlebetrieb auf der Kohleseite etwa 1/3 Kohle einspart. Eine klevere _Idee, aber was kostet so ein Zwitter mit Rostfeuerung relativ zu einem 10 Jahre Jüngeren Kandidaten mit Wirbelschichtfeuerung an Unterhalt????
    Pauschale Kritik ohne Alternativen anzubieten ist bei der Vergütungsmethode sicher einfach, aber was besseres zu finden sehr schwierig.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Zitat von PV-Berlin

    Und das ganz ohne grüne Verklärungen, das macht mir große Freude. Dass dies so rasant passiert, wird wohl alle überrascht haben. Ich hoffe in Australien checkt man das und beendet das Hätscheln dieser Branche endlich und 'sucht' nach Alternativen.


    Nun, die Australischen Kohle-Kraftwerksbetreiber haben gerade ihrer regierung erklärt dass sie keinerlei Interesse daran haben ein neues Kohlekraftwerk zu bauen, und auch dass sie keinen Sinn darin sehen in ihre alten Blöcke noch einen Cent zu investieren sondern zu den geplanten Terminen abschalten wollen Neuinvestitionen in Wind und Solar..... Ohne deutliche Subventionen wird es wohl bald keinen Kohlestrom in Astralein mehr geben - bei stärkerem Wind, doppelt so viel Sonne und unendlich viel Platz sowie geringer Saisonalität nicht so unerwartet.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Ob das unbedeutende Land Australien (Energiehunger) nun mit Kohle oder PV seinen Strom macht, ist fast egal, nur exportiert ja Australien wie blöd Kohle. Und darauf sollten sie sich einrichten, denn der Bergbau darf in Australien einfach alles machen, noch schlimmer als in Kanada.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Zitat von hfrik

    Soweit ich das mitbekommen habe ist das Verhandlungssache. Sprich der KArfwerksbetreiber muss Kosten nachweisen, durchgeführte reparaturen oder Automatisierungen sind rückzuvergüten sollte das Kraftwerk nochmal für die Börse produzieren wollen.
    Eine bessere Lösung fällt mir da auch nicht ein. Denn dem Besitzer wird ja keine Wahl gelassen als weiterzubetreiben, als er bebaut hat konnte er davon ausgehen dass er jederzeit zumachen kann. Also muss er fairerweise alle Kosten erhalten. Und wie hoch die sind ist bei einem 20-50 Jahre alten Block, der Jahrelang auf Verschleiss gefahren wurde und nun auseinanderfällt, und wo jerder wieder eine andere Technik hat, nicht pauschal zu sagen. (Beispiel: Altbach 1, das nun in Reserve geht, ist ein Kohle-GUD-Zwitter. Ein Grob 300 MW Kohleblock in den eine offene Gasturbine mit Grob 160MW ihre Abgase heißen reinpustet (nachgerüstet) und so bei Gas+Kohlebetrieb auf der Kohleseite etwa 1/3 Kohle einspart. Eine klevere _Idee, aber was kostet so ein Zwitter mit Rostfeuerung relativ zu einem 10 Jahre Jüngeren Kandidaten mit Wirbelschichtfeuerung an Unterhalt????
    Pauschale Kritik ohne Alternativen anzubieten ist bei der Vergütungsmethode sicher einfach, aber was besseres zu finden sehr schwierig.


    Normalerweise erfolgt so etwas vorab nach der Methode Kosten+Gewinnzuschlag. Durch Reduzierung der Kosten hat der Betreiber die Möglichkeit seinen Gewinn zu steigern und damit eine Motivation die Kosten gering zu halten. Andererseits wird der Auftraggeber sich für die Zukunft vorbehalten, dann sowohl den möglichen Gewinnzuschlag zu begrenzen und für die Zukunft auch die vergüteten Kosten nach unten anzupassen. Vergleichbar einer Akkord-Entlohnung.


    Die Kosten sind nachträglich ja immer leicht zu ermitteln bzw. deren Notwendigkeit zu überprüfen.

  • So kann man die Kohle natürlich auch sauberer machen: https://derstandard.at/2000062…gefahren-durch-Kohleabbau


    Zitat

    Das Weiße Haus hat eine Untersuchung über Gesundheitsgefährdungen beim Kohleabbau über Tage gestoppt. Das bestätigte eine Sprecherin des US-Innenministeriums nun in Washington. Die Untersuchung, in Auftrag gegeben noch unter Präsident Barack Obama, sollte dem Verdacht nachgehen, dass Anrainer in der Nähe von Kohleabbau-Gebieten bestimmten Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind.


    Die Forschungsarbeiten sollen unverzüglich eingestellt werden. Es gehe darum, keine Steuergelder zu verschwenden, so die Sprecherin.

  • Das stimmt sogar, es ist ja Tatsache, das die Bergluft oder Seeluft besser für den Titel Luftkurort taugt , als ein Ort an dem ein Kohlkraftwerk , ein Bergwerk oder ein Tagebau betrieben wird. Was gibt es da noch zu untersuchen?


    Das Trump Menschen schieß egal sind, ist ja nicht so neu!

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Wer wirklich für den Umstieg auf EE sich engagieren möchte, die volkswirtschaftlichen Kosten dabei im Auge hat und die Arbeitsplätze, der konzentriert sich heute auf 3 Felder:


    * Die Erschließung von neuen Tagebauen endgültig von der Tagesordnung streichen. *Damit wird sofort der Verschwendung entgegengewirkt und die VLh der Braunkohlekraftwerke werden dramatisch zurückgehen (der Strommarkt erholt sich und alle verdienen wieder Geld + die EEG Umlage könnte sinken! *)
    * Keine weitere Erdgasleitungen nach D. zulassen und auch kein Flüssiggas. Verbot von neuen KWK im Wohnbereich u.ä.
    * Und damit es Spaß macht, Demos gegen Öl Importe zu organisieren, mit dem Ziel: EEG Umlage auf Importenergie durchzusetzen
    + Zusatzaufgabe: Ob Datteln und damit 8.000 t Steinkohle täglich wirklich sein müssen?


    *letzteres geht selbstverständlich nicht, wenn schon der grüne Umweltmister seinen A8 laufen lassen hat, um mal schnell beim Bioladen im Prenzelberg einzukaufen. * nicht nur einmal


    Als Ökomutti, grüner Wähler und Sympathisant ist SuV fahren Pflicht, vor allem wenn man die hochbegabte Brut von der Kita abholt (gegenüber einer meiner Standorte befindet sich eine Öko-Kita)


    Aber warum sich tief ins Thema einarbeiten? Ideologien, politische Zwänge, schöne Posten und viel mediale Aufmerksamkeit sind viel wichtiger, als das Land und die Zukunft der Volkswirtschaft.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010