Darf man Kohle abschreiben?

  • Grundsätzlich stimme ich Dir ja zu aber wenn man sich die Diskussion rund um Klimawandel, Energiewende, Windkraft, PV, Atomkraft, EMobilität etc. so anschaut und dann sieht was Dummschätzer für Pseudo-argumente ablassen, dann darf und muss man weiterhin auch über Kohle diskutieren.


    Das wirklich schlimme: Besagte Personengruppe und Pseudo-Argumente findet man in diesem Fachforum auch zu hauf. Und leider warge ich zu beweifeln, dass das alles Trolle sind. Bei einigen habe ich leider den Eindruck, dass die den Schrott den sie hier verbreiten selber glauben.

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    Twitter & Sonnenertrag


    L:70
    D:4
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    GroßMeisterLusche

  • Zitat von Henning_PV

    Bzgl Südkorea: Ihr macht jetzt alle Witze wenn ihr die Kompetenz von Südkorea diskutiert, oder (Hanwha-Q-cells, LG, Samsung kennt doch wohl jeder hier...)?
    Bzgl Kohlekraftwerke: Ist jetzt auch eher als Spaß gemeint das im Jahr 2017 zu diskutieren, oder? Also vor 5 Jahren hätte ich da noch halbwegs ernsthaft mitdiskutiert, aber jetzt?



    Deshalb auch meine Anmerkung mit beiden Beinen auf der Bremse stehen.


    Samsung + Samsung Werft kann sicher innerhalb von 48 Monaten mit den Kumpanen (Die Wirtschaft ist schon sehr verdächtig organisiert im Land) eine Super Offshore WKA (Schwimmend) auf die Beine stellen. Da der Schiffsbau einen Tiefpunkt erlebt, wäre das im 'Rahmen des Möglichen'.


    Was braucht es dazu? Die richtigen Politischen Rahmenbedingung , den Rest haben sie ja ohnehin.


    und sehr viel mehr Meer: Gelbes Meer, Japanisches Meer


    Und weil man Japan zeigen möchte, das man besser ist, wird man sicher auch eine nette Strippe rüberwerfen. *1.000 KV HGÜ mit ??? GW Kapazität.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Moin! :D

    Zitat von PV-Berlin

    von 5% auf 20%? Dann muss er aber volle Pulle mit beiden Beinen auf der Bremse stehen bleiben.

    Zitat von hfrik

    Naja auch in Korea wird man sich da vermutlich verschätzen, und wenn man die Schleusen einmal öffnet, die 20 % schen 2022 erreichen.


    In dem Artikel geht es doch nicht nur um den Anteil der EE an der Stromerzeugung. Am gesamten Energieverbrauch hat Deutschland noch nicht mal 15% EE-Anteil erreicht. Im Wärmebereich und Mobilitätsbereich hat sich seit Jahren nichts getan und es fehlen immer noch 86% (Wärme) und 95% (Mobiltät) die durch EE zu ersetzen sind.
    Im Vergleich zu Dtl. sehe ich das Ziel Südkoreas als ambitioniert an, wenn es sich nicht nur um die Stromerzeugung handelt.


    PS: Ich mache mir momentan keine Hoffnung, dass ich das Ende der Energiewende (in Deutschland) erleben werde. Dabei habe ich noch vor ca. 40 Jahre zu leben. :( Es müssten richtig radikale Maßnahmen her, um hier mehr Tempo zu erzeugen. Z.B durch Verknappung des Stromangebots durch Abschaltung aller Kohlekraftwerke innerhalb von 5 Jahren und aller anderen fossilen Kraftwerke in 10 Jahren. Mit so einem "Fahrplan" würden jährlich über 10 GW Wind und 10 GWp PV zugebaut werden. Im Mobilitäts- und Wärmebereich müsst ähnlich drastische Maßnahmen getroffen werden. Die martwirtschaftliche Lösung wäre wohl eine Steuerung über den CO2-Preis (aktuell 5€/t) auf alle Verbrennungsprozesse und dessen jährlich Anhebung um 10€/t ohne Limit nach oben.

    Mit sonnigen Grüßen
    -eggis-


    "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." (Gandhi)


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  • eggis ,
    wenn man Kohle "abschreiben" möchte, dann muss man sie substituieren ...... da ist aber eine Verknappung des Stromangebots genau der falsche Weg ..... sondern Strom müsste im Gegenteil günstig angeboten werden ..... zu Herstellkosten, ohne Stromsteuer, ohne EEG-Umlage .....


    Wenn sich dadurch der Stromverbrauch verdoppeln würde, würden sich auch die Netzkosten pro kWh halbieren .... der Strompreis läge dann deutlich < 10 ct/kWH und jede Öl-, Kohle oder Pelletsheizung hätte es dann schwer gegen eine WP anzukommen.


    Das gleiche gilt für die Elektromobilität ...

  • Zitat von wschmeiser

    eggis ,
    wenn man Kohle "abschreiben" möchte, dann muss man sie substituieren ...... da ist aber eine Verknappung des Stromangebots genau der falsche Weg ..... sondern Strom müsste im Gegenteil günstig angeboten werden ..... zu Herstellkosten, ohne Stromsteuer, ohne EEG-Umlage ..... ..


    Der erste Teil ist richtig, aber das sagte er auch nicht. Der zweite Absatz ist mal wieder typisch Grütze.


    Warum muss ich eine Subvention mit einer anderen Subvention (aus) steuern?


    Jede kWh bekommt am Ursprung die EEG Umlage draufgeknallt, die ja dann deutlich unter dem Satz liegen sollte, den die irrwitzige Wirtschaftspolitik generiert hat. Damit sollte selbst eine verstrahlte FDP mitgehen können, oder?


    Wenn man aus Steinkohle, Gas, Braunkohle und Öl nun mal nicht genug erwirtschaften kann, dann wird sich der Markt schon bewegen. Wohin auch immer! 8)


    Es soll ja jedem frei stehen, welche Energieform er bevorzugt. Die Aufgabe des Staates ist ja 'nur' identische Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Damit ist auch klar, das auf alle Importe ohnehin eine Wertschöpfungsabgabe on Topp zu veranlagen ist. Da PV und Wind weit über 90% liegen, wäre ich mit 45% schon zufrieden. 8)


    *ersetzt die komischen Steuern wie Mineralölsteuer etc.


    Wenn man das in einem Zeithorizont von sagen wir mal 10 Jahren einbettet, dann möchte ich mal sehen, wie es bei einem mickrigen Zubau von 10 GWp PV + 10 GWp Wind bleibt.


    * eine BASF kann ja einer Allianz garantieren, dass sie p.A. 20 TWh Strom abnimmt, der Rest ist Handwerk


    Zum Thema:


    30% auf alles, ist dann schon eine richtige Hausnummer, die dem Ehrgeiz dieses Volkes näher kommt.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • PV-Berlin ,
    im Austeilen bist Du ja normalerweise groß ..... aber wie wäre es denn, wenn Du vor dem Austeilen erst einmal lesen würdest ...


    Ich habe kein Wort von Subventionen geschrieben, sondern ausschließlich, dass der Strom ohne Stromsteuer und ohne EEG-Umlage kosten sollte.


    Denn Strom können wir im wesentlichen aus EEs günstig erzeugen, also sollte man so weit wie möglich auf eine Stromwirtschaft umstellen .....das wird man aber nur erreichen, wenn man den Preis nicht künstlich erhöht ...... und das gilt ja nicht nur für die direkten Belastungen wie Stromsteuer und EEG-Umlage sondern auch für die Berechnung der Fixkosten.


    Deshalb ist es auch Unfug, fixe Kosten auf die variablen Kosten draufzuschlagen ......denn das führt dazu, dass am Ende des Tages gespart wird und damit die variablen Kosten immer weiter steigen.


    Richtig wäre es deshalb, für Strom eher die Fixkosten (Grundpreis) zu erhöhen und den Strompreis möglichst an die variablen Kosten anzupassen ....... dann stellt sich automatisch eine Stromwirtschaft ein und Öl, Gas, Kohle, Pelltes, Holz etc. wird z.B. durch die WP verdrängt.

  • Zitat

    Ich habe kein Wort von Subventionen geschrieben, sondern ausschließlich, dass der Strom ohne Stromsteuer und ohne EEG-Umlage kosten sollte.


    Vielleicht ist es hilfreich da mal nachzuschlagen. Das Streichen von Steuern und Abgaben , bzw. der Verzicht auf 'Natürliche' Abgaben (weltweit) ist klassisch einer der fettesten Subventionstatbestände.


    Am 'Praktischen Bespiel' der "Leistungspartei" FDP : Hotelübernachtung gut nachzulesen! * man sollte dazu gutes Material finden.


    Ich unterhalte mich immer gerne mit Leuten wie dir, dann begreife ich stückchenweise, was solche Worte wie Bildungsbürgertum mir sagen sollen.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • PV-Berlin ,
    was willst Du nun ..... eine Strom-, Kohle-, Gas- oder Erdölwirtschaft?


    Sicher ist nur, dass DU die, wo Du zusätzliche Belastungen erhebst (seien es Steuern, Abgaben oder sonstiges) ganz sicher nicht bekommen wirst.


    Und lass die Parteien weg .... da ist die eine nicht besser als die andere .... und die unterschiedliche USt auf Hotelübernachtungen, Frühstück usw. ist mehr als Schwachsinn! Abschaffen tut es aber keiner!


    Und jede Regierung hätte ja die Möglichkeit, den Schwachsinn der Vorgängerregierung wieder aufzuheben. Tut aber keine.

  • Genau so muß man denken wschmeier - Steuern sind ein Naturgesetz, gottgegeben sozusagen.
    So denkt man in Berlin.
    Dort kriegt man es auch hin, daß der MIttelstand schon bei €2500/Monat beginnt und die Progression zuschlagen kann.
    In dieser neuen Mittelklasse fühlen sich dann alle so wohl, daß sie auch gerne hohe Strompreise zahlen.
    Weniger Steuern zahlen wollen nur die Schlechtmenschen.

  • Zum Thema Kohle ein Zitat aus der RWE Hauptversammlung 2016: Wir werden das Kraftwerk BOA2 zur Genehmigungsreife weiterplanen, aller Voraussicht nach aber nicht bauen.


    Es wird nach Datteln IV in Deutschland kein einziges neues Kohlekraftwerk mehr geben. Und weltweit sieht das ähnlich aus.