Darf man Kohle abschreiben?

  • Genau, wir brauchen nicht mehr Gas statt Kohle, also kein Nordstream 2.

    Eine weitere Privilegierung von PV und Windkraft brauchen wir nicht. Jede Anlage, ob Kohle, Gas oder Erneuerbare muss sich denselben Genehmigung unterziehen.

    Eine Beseitigung von Eigenverbrauchsumlage und Mieterstrom-Hemmnissen sollte genügend Schub geben. Bezahlen müssen wir das dann wohl über höhere Netzentgelte und EEG-Umlage.

    Die Dumme sind dabei dann leider die Mieter. Mieterstrom geht wohl nur im Neubau.

  • @eba


    Ich drehe es mal um: Durch den Kohleausstieg gibt es zumindest für einige der von dir genannten Punkte (wie den Ausbau der Erneuerbaren) wieder eine Motivation für die Politik die auch tatsächlich umzusetzen.

    Weil was ist die Alternative? Kraftwerk abschalten und im dunkeln sitzen? Kann sich keine Regierung leisten. Aktuell brauchte man keine Erneuerbaren im großen Stil ausbauen weil ja eh die Kohlekraftwerke weiterliefen. Schaltet man die erst einmal ab ist man gezwungen was zu tun. Offenbar braucht es für die Politik diesen Zwang wenn sie nicht freiwillig bereit ist das richtige zu tun. Aber am Ende kommt das gleiche raus. (Wenn auch komplizierter und teurer als man es haben hätte können.)

  • Die Alternative sieht so aus, dass es die Märkte regeln. Also Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus Pole und Tschechien. Hautsache die Bevölkerung ist glücklich und glaubt das Märchen vom grünen Strom. Aktuell haben wir noch einen Übschuss, ja, das habe ich hier zu genüge gelesen. Nur wenn mal 20 Gigawatt Erzeugungsleistung wegfallen?

    Entweder Nord Stream und Gaskraftwerke, darauf setzt die Regierung indirekt oder, wenn es für die Berreiber nicht rechnet eben Strom aus dem Ausland.


    Um die Erneuerbaren auszubauen gibt es genug Motivation! Wem die aktuellen Bedingungen um in PV zu investieren nicht genügen, dem kann man wirklich nicht mehr helfen. Bei kWp Preisen unter 400 € kann man nun wirklich nicht viel verlieren.

  • Ich drehe es mal um: Durch den Kohleausstieg gibt es zumindest für einige der von dir genannten Punkte (wie den Ausbau der Erneuerbaren) wieder eine Motivation für die Politik die auch tatsächlich umzusetzen.

    :/:?: Das sind aber nur Träume. die meisten dieser verkalkten Kleptomanen in der Politik werden das doch gar nicht mehr mitbekommen.


    Was ich gut finde ist daß die Jugend sich endlich wehrt. Denn vor deren Wahlstimmen werden sie demnächst kuschen und anders ist den Schmarotzenden Volksverrätern nicht bei zu kommen.


    Schade, heute würde ein 10 kW Windrad bei uns wieder mehr Ertrag erwirtschaften als die PV anlage mit 9,25 kWp. Leider gibt es nichts vernünftiges in der klasse das man ins Wohngebiet stellen könnte.



    Django

  • Schön, das jetzt langsam auch hier durchsickert, dass der Ausstieg aus der Kohle ( vor allem der Braunkohle ) kein primäres Ziel darstellt, sondern der Umbau der Energiebereitstellung, das primäre Ziel sein muss! Da nur dies, den Wohlstand dauerhaft sichert!


    Es geht dabei nicht darum, nur die ca. 700 TWh Stromverbrauch (Heute) zu ersetzen, sondern auch darum:


    Die massive Verschwendung von Strom einzudämmen, die immer noch aller Orten auszumachen ist.

    Die Total irre Verschwendung von Gas in KWK Anlagen endlich zu stoppen und zurückzufahren (bester möglicher WG < 90% laut eigenen Unterlagen des Marktführers)

    Endlich neue Gas und Ölheizungen zu untersagen

    Die KfW Förderung und die entsprechenden Vorgaben so auszugestalten, das Wärmepumpen verstärkt eingesetzt werden (Zur Zeit nur ca. 70 MW p.A. Zubau)

    Den Strom und den Wärmemarkt zu koppeln!

    Die massiven Subventionen im Bereich Fossilien Stromerzeugung zurückzufahren (Thema Brutto und Nettostromerzeugung, EV etc.)

    Die massiven Subventionen zeitlich zu begrenzen, der "Eigenerzeugung' von Audi bis VW

    Die Subvention auf Stromnetzkosten, EEG Umlage etc. auf die wenigen Unternehmen einzugrenzen, deren Energiestückkosten nachweislich nicht wettbewerbsfähig sind.

    Die e-Mobilität voranzubringen und die Subvention bei Kraftstoffen schrittweise abzubauen!


    Und viele andere Maßnahem, die ich vielleicht vergessen oder nicht auf dem Schirm habe.


    Den Schwachsinn nur die Leistung (Kraftwerke vom Netz nehmen) zurückzufahren, zeigt ein mal mehr, das es um Taschenspieler Tricks geht! Die leider super ankommen!


    Die Braukohleverstromung wird im Tagebau entschieden ! Deckelt man diese Mengen, macht Braunkohle endlich mal knapp und teuer, wird sofort weniger verfeuert ! Und selbst das, wenn alle Kapazitäten der Kraftwerke stehen! (Bleiben)

    Die könne auch noch bis ins Jahr 2100 stehen, falls die Betreiber meinen, das die paar Bh p.A. lukrativ genug sein werden. Das sollen sie selbst entscheiden dürfen.


    Was hat man gemacht? Korrekt! Den teuersten und ineffizientes Weg beschritten, der zu fast keiner Reduktion führen wird, aber massiv neue Subventionen begründet und dauerhaft etabliert!


    Danke! für weniger als Nix du " Wirtschaftsverhinderungsminister"

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Die Total irre Verschwendung von Gas in KWK Anlagen endlich zu stoppen und zurückzufahren (bester möglicher WG < 90% laut eigenen Unterlagen des Marktführers)

    Genau das wird doch passieren. Was wird aktuell noch gebaut? Gaskraftwerke am laufenden Band, ob mit oder ohne KWK, egal. Hauptsache bereit und flexibel, wenn die Strompreise 2022 steigen. Was will die Netzagentur da sagen: Kohle kann zu, Gaskraftwerke sind ja da.

  • Die Alternative sieht so aus, dass es die Märkte regeln. Also Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus Pole und Tschechien.

    Sorry, aber bitte informiere Dich. In der Zeit wo es genugend Automstrom aus Frankreich gibt, haben wir selber mehr als genug Erneuerbare. Jetzt im Winter wo wir noch mehr Ernerbare brauchen, müssen wir zusätzlich die mardoden AKWs in Frankreich unterstützen, weil bei Temperaturen unter +3°C die Stromproduktion in Frankreich vor dem Kollaps steht.


    Und für Kohlestrom aus Polen und Tschechien hätte ich gerne mal Quellen. Ein Export/Import-Saldo würde es zu Anfang schon tun.

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


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    GroßMeisterLusche

  • Das hier wird Tobi dir nicht liefern:


    https://energy-charts.de/energ…rt&period=daily&year=2019


    Sowas schauen sich nur diejenigen an, die nicht von "Kohlestrom aus Polen und Tschechien" reden. Die reden noch nicht mal von "Atomstrom aus Frankreich" auch wenn der Saldo in der Jahressumme was anderes nahelegen würde.

    Solche Leute wissen, über welche Leitungen der Strom fliesst, wenn die Polen Atomstrom in Frankreich kaufen.

    Oder die Schweizer / Italiener mehr Leistung von dort abrufen als die direkten Verbindungen hergeben.

    Oder....oder...


    Nachtrag:

    Ich wollte eigentlich auch noch den Transparenzbereich der ENTSO-E verlinkten:

    https://transparency.entsoe.eu/


    Die liefern ähnliches für ihren gesamten Netzbereich

    https://de.wikipedia.org/wiki/…Cbertragungsnetzbetreiber

  • Der Kohleausstieg wird eher als 2038 kommen. 2035 wird es spätestens soweit sein. Oder eher.


    • Bis 2023 werden nun vermutlich 25-30GW Atom- und Kohlekraftwerke vom Netz gehen.
    • Zusätzlich wird wohl der CO2 Preis steigen
    • Beides wird die Börsenstrompreise steigen lassen
    • Auf der anderen Seite sinken die Kosten für Erneuerbare, schon heute sind die ja teils billiger als der Börsenstrompreis. Insbesondere bei PV
    • Außerdem wird es jetzt mehr Planungssicherheit Investoren geben


    Unter den Voraussetzungen kann ich nicht sehen wie PV bis 2030 nicht im Sommer Tagsüber nahezu 100% des Bedarfs deckt. Und sobald das soweit ist, gibt es keinen Markt mehr für unflexible Braunkohlekraftwerke.