Anlagenplanung eines Neulings

  • Hallo,


    ich bin ziemlich neu in diese Materie eingestiegen, von daher bitte ich schonmal vorher um Entschuldigung wenn ich nicht alle Fachbegriffe sofort verstehe und nachfrage.


    Wir planen für ein Haus eine Photovoltaikanlage mit Speicher. Die überwiegenden Dachflächen sind Ost/West, allerdings können wir noch 9-10 Module aufgeständert auf ein Nebengebäude mit Südausrichtung installieren.


    Geplant ist folgende Anlage mit 16,8kWp:


    - 56 Module Aleo Solar S19HE 300W
    - SMA Tripower 12000TL
    - SMA Tripower 3000 TL (für die Module auf dem Nebengebäude
    - SMA S16.0M-11 inkl. SRC-20+ Speeddrive Batteriewechelrichter
    - LG Chem Resu10
    oder
    - SMA S14H-11 Mercedes Benz 10W
    - SMA Energy Meter
    + natürlich diverses Installationsmaterial.


    Wie ist dieses Angebot zu bewerten?


    Der Stromverbrauch in dem Gebäude liegt 24h an, in Gesamtheit bei insgesamt 18.000kwh.

  • Hallo und willkommen im PV-Forum :D

    Zitat von tosa


    Wir planen für ein Haus eine Photovoltaikanlage mit Speicher.


    Was ist das für ein Haus und warum soll ein Speicher angeschafft werden :?:
    Wenn sich die Anlage irgendwann mal rechnen soll muss man den Speicher natürlich weglassen.


    Zitat von tosa

    Wie ist dieses Angebot zu bewerten?


    Leider garnicht denn es fehlt was sehr wichtiges: DER PREIS :!:


    Zitat


    Der Stromverbrauch in dem Gebäude liegt 24h an, in Gesamtheit bei insgesamt 18.000kwh.


    Das ist gut das fünffache eines normalen Haushaltes :shock:
    Jetzt bin ich aber wirklich neugierig was für ein "Haus" dahinter steckt :roll:
    Wichtig wäre noch der Anlagenstandort sowie die genaue Ausrichtung, Dachneigung und Maße der zur Verfügung stehenden Dächer.
    Wenn nur 9-10 Module nach Süden ausgerichtet werden können und sonst nur Ost/West Ausrichtung möglich wäre ist die angedachte Wechselrichterleistung wahrscheinlich zu groß.
    Ausserdem sollte man nach Möglichkeit nur einen Wechselrichter für die gesamte Anlage verwenden.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Hallo und Danke für die schnelle Antwort....


    Zitat von smoker59

    DER PREIS


    ok, das ist einfach: 31000 brutto; fertig installiert


    mich interessierte aber auch die Qualität der eingesetzten Produkte.


    Zitat von smoker59

    Wichtig wäre noch der Anlagenstandort sowie die genaue Ausrichtung, Dachneigung und Maße der zur Verfügung stehenden Dächer.


    Hauptdach Ost/West; 45 Grad Satteldach, die 10 auf einem Nebengebäude mit Flachdach


    Anlagenstandort wäre Nähe Berlin


    Zitat von smoker59

    Jetzt bin ich aber wirklich neugierig was für ein "Haus" dahinter steckt


    normales 1-Familien-Haus mit sehr großem Fischteich und dementsprechender Filteranlage, von daher auch der 24h Bezug.

  • sorry, ein Fehler war bei dem Preis, der war mit 31.000 netto.


    Der 2. WR war für das entfernt stehende Nebengebäude gedacht um das vorhandene Erdkabel zu nutzen und kein neues legen zu müssen.

  • Batterien und Akkus nutzen sich ab. Bei Blei kostet das mindest 15 Cent und bei Li mindestens 20 Cent pro durchgeleitete kWh; das ist so ziemlich das erreichbare Minimum. Als Daumenpeilung kannst du die Erzeugung mit 10 Cent pro kWh ansetzen. Bei Einsatz von einem Speicher kostet dich die kWh nachts also zwischen 25 und 30 Cent, lohnt sich also nicht.


    Setz dir eine nicht einspeisefähige Hybridanlage hin, die vorrangig den Strom aus der PV verbraucht und wenn der nicht reicht dann wird Netz zugemischt. Größe der Anlage so dimensioniern, dass du im Sommer über den Tag einen leichten Überschuß hast (so 15% du du einfach verfallen lässt), dann hast die nahezu kostenoptimale Anlage, also die meisten Rubel für die Eurone. Natürlich kann man den kleinen Überschuss im Hochsommer auch irgendwie anders verbraten, aber wahrscheinlich kostet die Bastelei mehr, als man je dadurch wieder rein bekommt.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Zitat von jdhenning

    Batterien und Akkus nutzen sich ab. Bei Blei kostet das mindest 15 Cent und bei Li mindestens 20 Cent pro durchgeleitete kWh; das ist so ziemlich das erreichbare Minimum. Als Daumenpeilung kannst du die Erzeugung mit 10 Cent pro kWh ansetzen. Bei Einsatz von einem Speicher kostet dich die kWh nachts also zwischen 25 und 30 Cent, lohnt sich also nicht.


    Kommt in etwa hin, ich würde die kWh aus dem Speicher noch etwas höher ansetzen denn Speicherverluste sind in deiner Rechnung vermutlich noch nicht drin.


    ALSO SPEICHER WEGLASSEN :!:


    Zitat von jdhenning

    Setz dir eine nicht einspeisefähige Hybridanlage hin, die vorrangig den Strom aus der PV verbraucht und wenn der nicht reicht dann wird Netz zugemischt.


    Das ist natürlich Blödsinn, warum sollte man auf Einspeisung und somit auf Einspeisevergütung verzichten :?:
    Die Einspeisevergütung trägt ganz erheblich zur Armortisation der Anlage bei, wer ist schon so blöd und verzichtet auf sichere Einnahmen.


    Zitat von tosa

    sorry, ein Fehler war bei dem Preis, der war mit 31.000 netto.


    Ein stolzer Preis wenn man bedenkt, daß du für das gleiche Geld locker eine 30 kWp PV-Anlage bekommt.
    Damit würdest du genug erwirtschaften um davon den Nachts benötigten Strom bezahlen zu können und ganz nebenbei armortisiert sich die Anlage in kürzester Zeit. MIt Akku geht das nicht, denn der kostet erstmal Geld und erzeugt keinen Strom.


    Mein Rat, schau dich auf dem Forumsmarktplatz nach einem Solateur um und lass dir ein Angebot für knapp 30 kWp machen wenn dein Dach es hergibt:
    https://www.photovoltaikforum.…-beteiligungen-gewer-f19/

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Zitat von smoker59


    Das ist natürlich Blödsinn, warum sollte man auf Einspeisung und somit auf Einspeisevergütung verzichten :?:
    Die Einspeisevergütung trägt ganz erheblich zur Armortisation der Anlage bei, wer ist schon so blöd und verzichtet auf sichere Einnahmen.


    Wenn man das Geld über hat, dann ist es natürlich sinnvoller das Geld in eine Einspeiseanlage zu stecken, bevor man Negativzinsen zahlt.


    Ansonsten ist die Situation bei einem Hybridwechselrichter so, dass dass man mit jeder selbst erzeugten und auch verbrauchten kWh 10 Cent Kosten hat, aber den Einkauf mit 25 Cent vermeidet, also jeweils 15 Cent spart. Wenn man einspeist, dann bekommt man 12 Cent Vergütung bei 10 Cent Kosten, verdient vor Steuern also 2 Cent, was nach Steuern wahrscheinlich so bei 1,5 Cent liegt. Wenn man also 15 Cent sparen gegen 1,5 Cent verdienen abwägt, dann wäre meine Entscheidung immer absolut klar. Da schaue ich ganz klar ins Portemonaie und nicht auf die reine Lehre des EEG.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • tosa:


    -wie ist die PLZ? Bei 45° O/W muss man genauer kalkulieren, weil die Erträge da nichtmehr so üppig sind.


    -was ist die genaue Ausrichtung des O/W-Dachs, und des Nebengebäudes (ggf. bei google maps rausmessen)? Auf welche Neigung sollen die Module dort aufgeständert werden? Maße der Dachfläche?


    -stell doch mal Fotos der Dächer ein, damit man sieht ob Schatten droht. Und auch die Belegungspläne des Solarteurs.


    -gibts eine Möglichkeit, die Stringkabel vom Nebengebäude zum Haupthaus zu führen, damit man sich evtl. den extra WR sparen kann?


    -was du beim Speicher draufzahlst, kannst du hier übershlagen: https://www.photovoltaikforum.com/static/speicher.php

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-


  • PLZ 14959


    ist genau O/W und auf dem Nebengebäude genau S


    Verschattung droht nur von einem Schornstein, dort sind keine Module geplant!


    Das Stringkabel vom Nebengebäude wäre ca. 40m lang, dort liegt bereits 5x4mm2 an, von daher kann man eine Phase abzweigen.


    die Speicherberechnung und Bilder stelle ich gleich mal ein, danke für den Link!

  • Zitat von jdhenning

    Ansonsten ist die Situation bei einem Hybridwechselrichter so, dass dass man mit jeder selbst erzeugten und auch verbrauchten kWh 10 Cent Kosten hat, aber den Einkauf mit 25 Cent vermeidet, also jeweils 15 Cent spart.


    Eine typische Milchmädchenrechnung :roll:
    Alles was dein Hybridwechselrichter erzeugen könnte, aber nicht erzeugt weil du es nicht abnehmen kannst geht verloren und das ist nicht wenig wenn man sich bei einer Anlage mit Überschußeinspeisung anschaut wieviel da ins Netz verkauft wird.
    Selbst wenn eine Anlage wie du sie beschreibst wesentlich kleiner ausgelegt wird entstehen erhebliche Überschüsse die abgeregelt werden.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59