"Großbau" Dach und eventuell Wiese, bitte um Ratschlag

  • Mahlzeit,


    wir spielen seit geraumer zeit mit dem Gedanken eine Solaranlage installieren zu lassen.
    Dabei sind wir uns nicht ganz sicher ob wir es bei einer kleinen/mittleren (Preissegment ~20k€) belassen oder direkt aufs ganze gehen (Preissegment bis ca 100k€)


    Hier mal grob umrissen die Daten:
    Wir haben 2 Dächer die in frage kommen, mit einer Dachfläche von etwa 150m².
    Dazu noch eine brachliegende Wiese am Hang mit einer Fläche von mindestens 500m².


    Lage von Dächern und Wiese ist etwa gleich: Ausrichtung Süd-Süd-Ost, Neigung etwa 50°.
    Keine Schatten. Das Grundstück steht in NRW (Sauerland).


    Momentan verbrauchen wir etwa 700kW im Jahr, tendenz steigend da wir in betracht ziehen in naher Zukunft 1-3 Elektro bzw Hybridautos zu kaufen.
    Darüberhinaus überlegen wir, auf dem Grundstück noch ein (sehr kleines) Haus zu bauen in welches dann eines der Kinder einziehen kann.



    Primäres Ziel ist, so weit es geht unabhängig vom Netzstrom zu sein. Heizung ist erstmal kein Thema, da haben wir eine Holzheizung. Fragt sich, ob es sich lohnen würde direkt voll aufs ganze zu gehen (zwecks Einspeisungsvergütung) oder ob man damit zufrieden sein sollte den eigenverbauch weitestgehend zu decken.


    Auch bezüglich der Batterie wissen wir nicht, wie groß diese dimensioniert sein sollte. Elektroautos mal außen vor gelassen.
    Nun habe ich auch gelesen das Tesla neben Elektroautos auch groß im PV Markt einsteigen will und nun eine Megafabrik fertiggestellt hat, die die Weltproduktion(!) von Lithium Batterien einfach mal verdoppelt hat, kann man also mit stark sinkenden Preisen rechnen?


    Ich wäre sehr dankbar wenn jemand mal ein paar Erfahrungswerte abgeben könnte, was sich lohnt und was nicht, was wie viel ca. kosten würde o.ä


    Hier mal ein google maps Bild, falls es hilft.
    https://img3.picload.org/image/ropolgdw/hauslol.jpg


    Vielen Dank im Voraus

  • Moin mralu und willkommen im Forum.


    Einspeiseanlagen kommen immer aufs Dach und sie müssen von einer qualifizierten Fachkraft installiert werden, welche dann auch bestätigt, dass alles korrekt ist (wenn man jemanden kennt, der sich drauf einlässt, kann man auch selber bauen und lässt das dann abnehmen). ´Private Freiflächenanlagen´ sind nach EEG nicht vorgesehen.


    Was sich jedoch anbieten könnte, wenn man schon so einen schönen Hang mit Südausrichtung hat, wäre eine (Halb-)Insel mit Freifläche. Das heißt, du bezahlst die Komponenten zwar brutto, hast aber hinterher weder mit Steuern noch Abgaben zu tun und sie ist sehr einfach im Aufbau (kein Gerüst) und in der Wartung (man kommt an alles leicht ran). Der Nachteil so einer Anlage ist, dass sich die meisten Solateure nicht mit der Auslegung so einer Anlage auskennen. Einfach mal beim zuständigen Amt nachfragen, ob es da irgendwelche Auflagen gibt. Und mal prüfen, ob du das nicht selber hinbekommen kann (zumindest Einbringung von Eigenleistung) und dann nur anschließen lässt.


    Wenn sich der Markt mit E-Mobilität auch nur entfernt so entwickelt, wie er sollte, dann ist nicht mit deutlichen Preisreduktionen zu rechnen, zumindest nicht in den nächsten 10 Jahren. Also sind die guten alten Bleispeicher angesagt.Wenn die EVs ofmals tagsüber vor Ort sind, dann ist eine brauchbare Idee, per PV zu laden. Der Umweg über eine Pufferbatterie ist sehr teuer, da verlustbehaftet.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • also für mich hat der sog. Hang keine Südausrichtung sondern eher Nordost :?:
    egal, weil das mit der Freiflächenanlage eh nichts ist.

  • Wenn es vom Feldweg (?) aus zum Haus hin abfällt, dann ist das eine Süd-West-Ausrichtung!
    Aber erklär doch mal, warum das eh nichts ist.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • 700 kW?
    Was soll das sein ...Der Stromverbrauch?
    Nicht eher 7000 kwh?
    Mit der Wiese kannst du vergessen....Wer soll den Strom verbrauchen ?
    Hier solltest du dich auf eine bis zu 30kWp Anlage konzentrieren! Das wird sehr interessant!!!
    Mfg Jochen

    2010: 134 kwp CSI,SMA | 2011: 5,00 kwp CSI,SMA | 2012: 54,5 kwp Eging,SMA | 2012: 30,0 kwp CSI,SMA | 2014: 60,0 kwp Schott,Fronius | 2014: 7,65 kwp Eging,SMA | 2016: 88kwp Qcells,SMA | 2017: 12 kwp SW,SMA | 2018: 9.8 kwp LG,SMA/ Tesla Powerwall 2 | 2019: 750 kwp JA Solar, Huawei | 2019: 29,9 kwp Longi,SMA | 2020: 750 kwp Longi Solar, Huawei 2021: 750kwp Longi Huawei

  • Hi,


    Zitat von jdhenning

    ´Private Freiflächenanlagen´ sind nach EEG nicht vorgesehen.


    macht ja nix. Wer baut schon private (nicht gewerbliche) Freiflächenanlagen . . .
    Und wieso soll das nix werden mit der Freifläche? EEG 2016 § 48.1.3b lässt Freiflächen im Gewerbegebiet zu . . .


    Klar ist, dass die geplante Größenordnung bei der Freifläche natürlich eine gewerbliche Anlage darstellt.
    Die werden bis 750 kWp nach EEG vergütet mit 8,51 Cent/kWh.
    Wenn das Gelände ein Gewerbegebiet oder ein Mischgebiet ist, ist`s u.U. genehmigungsfähig (braucht eine Baugenehmigung).
    https://www.solarwirtschaft.de…tungsuebersicht-Basis.pdf

  • Hallo und vielen dank für die vielen informativen Antworten :)


    Schade, dass es mit den Lithium Batterien wohl nichts wird.
    Und ja stimmt, der Verbrauch liegt bei 7000kwh pro Jahr, nicht 700, sorry.


    Es ist korrekt, das Grundstück fällt vom Feldweg (oben im Bild) nach unten.
    Habe in meiner grenzenlosen Intelligenz Osten mit Westen verwechselt, Ausrichtung sollte also Süd-Süd-West sein.


    Eventuell habe ich die Sachlage nicht genau genug beschrieben.


    Im Grunde haben wir 2 Ideen und für eine würden wir uns dann entscheiden wollen.


    Idee1: Solaranlage nur so weit bauen das der Eigenbedarf größtenteils gedeckt ist und die Armortisierung quasi komplett über die Stromkosteneinsparung erfolgt.


    Idee2: So groß wie möglich bauen um zusätzlich noch Gewinn über Einspeisungen zu erzielen.


    So oder so wird eine Batterie benötigt, da wir auch Nachts relativ viel Strom verbrauchen.


    Das Grundstück befindet sich nicht im Gewerbe oder Mischgebiet, sondern im Außenbereich. Das Wohngebiet endet beim Hause des Nachbarn.


    Hier noch einmal 2 Bilder, einmal von der Wiese und einmal von den Dächern.


    https://picload.org/image/ropcagoi/20170213_151816.jpg
    https://picload.org/image/ropcagow/20170213_152104.jpg


    LG

  • Wenn du bitte mal die Abmessungen der beiden Dächer einstellen könntest?
    Wurde da schon mal ein Belegungsplan erstellt?


    Mit den beiden Dächern ließe sich Idee 1 realisieren - Eigenbedarf ( davon ca 25%) abdecken, Rest einspeisen; Batterie verwerfen, da zu teuer.
    Idee 2 würde bedeuten, dass du die Anlage am Hang mitbauen müsstest und das bei der geringen Einspeisevergütung.
    Könnte man durchrechnen. Auch hier keine Batterie.
    Frage noch, lässt sich ein Teil des Nachtstroms tagsüber verbrauchen? Was läuft da?


    @ Hab mal gehört, im Sauerland gibt es im Winter keine Sonne, dafür Schnee bis April?

  • Und wo soll denn die Anlage mit 100.000€ installiert werden?

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


    elektrisch Mobil - TESLA Model S85 2013 bis 2017, seit Juni 2017 MX100D. - Tesla Roadster 2.5 seit Juni 2011 - BMW i3 seit Dezember 2013 - Renault ZOE seit September 2014

  • Zitat von open source energy

    Und wo soll denn die Anlage mit 100.000€ installiert werden?


    Siehe gurgel mops Bild - Anlage noch drehen - müsste man jetzt noch die Abmessungen kennen