Neuling sucht Hilfe im Steuerdschungel

  • Zitat von Farogor

    Im Grunde genommen ist jedes Rechenmodell reine Träumerei. Was nur fest steht und sich einigermaßen berechnen lässt sind die Erzeugungskosten je Kwh in den 20 Jahren. Und so lang diese deutlich unter dem normalen Bezugspreis liegen ist doch alles ok. Vielleicht ist ein Speicher noch nicht so wirtschaftlich aber wenn der Strompreis weiter steigt wir es immer interessanter. Auf jeden Fall können wir so soviel selbsterzeugten PV Strom wie möglich verbrauchen.


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    ... und du möchtest nicht doch noch mal mit der SUFU nach "Speicher Amortisation" suchen? :juggle:


    Wenn du dir alles so genau ausgerechnet hast, du also wohl der erste Mensch bist, der mit Speicher auf mindestens in 20 Jahren eine schwarze null kommst, ... warum fragst du hier nach Meinungen...?
    Verstehe ich jetzt nicht so ganz...
    User @Red5 fs hat glaube ich mal eine schöne kurze Aufrechnung gemacht... bin jetzt aber zu faul zum suchen...


    EDIT meint; Vielleicht ist es auch besser, hier nur den Steuerkram zu besprechen... wie die Überschrift suggeriert. kpr hat dir ja schon mal was Nettes geschrieben, abstrakt, aber sicherlich korrekt.
    Und dann stellst du mal dein Angebot in den Angebotsthread ein... da werden die Kollegen, die sich besser als ich auskennen, dir deine Rechnung mal genauer überprüfen...


    lg
    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 3045x

  • Alles klar so machen wir das.
    Aber trotzdem vielen Dank für euer Feedback und neue Denkanstöße.

  • Zur steuerlichen Seite:


    Die spielt hier schon fast keine Rolle mehr.
    Wie Du nun selbst erlebt hast, sind da noch gewaltige Deckungslücken in der Kalkulation vor Steuern.


    In er Nachsteuer-Kalkulation sieht es dann so aus, dass Du bis auf Rundungsdifferenzen die gleiche Umsatzsteuer auf den Direktverbrauch zahlst, wie auf gekauften Strom. Ein Nullsummenspiel.


    Bei sehr hohem DV und extrem günstigen Anlagenpreis, könnte es sich rechnerisch ausgehen, dass es besser wäre die KUR anzuwenden. Das ist aber relativ einfache Mathematik; die Probleme liegen in der Vorhersage der DV-Menge.
    Auch da haben Dir die Vorredner ja ein paar rote Fragezeichen in Deine Rechnung gemacht.
    Da bleibt nur rückwärts rechnen.... den Punkt ermitteln, wo die KUR besser ist..... und sich dann fragen, ob man den erforderlichen DV erreichen kann.


    Ertragsteuerlich gerät man in Bewertungsfragen hinein. Das kann schon mal ein kleineres Gefecht mit dem FA erforderlich machen. Objektiv ist die Bewertung der Sachentnahme mit mehr als der entgangenen Einspeisevergütung nicht zu rechtfertigen. Das liegt in Deinem Fall dramatisch unter Deinem Einkaufspreis für Strom. Die Versteuerung der Sachentnahme ist deutlich günstiger als die Zahlung des Zukaufs aus versteuertem Geld.


    Was Deine Wirtschaftlichkeitsberechnung angeht.... so scheint mir der EK für Strom vom EVU doch recht hoch.
    Erinnert mich an eine Bekannte, die auch eine PV bauen wollte, um die Stromkosten zu senken. Hat noch nie einen Strompreisvergleich durchgeführt und beim Grundversorger exakt Deine 29 Cent bezahlt.
    Sie hat erstmal den Stromanbieter gewechselt; zahlt jetzt 18 Cent pro kwH; hat keine PV gebaut... und hat vom gesparten Geld das Abi-Geschenk für die Tochter bezahlt.


    Bedeutet für Dich: Wenn Du Strom teurer kaufst als notwendig - darfst Du das in der Wirtschaftlichketisberechnung nicht zu Gunsten der Anlage werten. So lügt man sich selbst in die Tasche. (Ausnahmesituationen die die 29 Cent tatsächlich rechtfertigen natürlich ausgenommen.)

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Nachdem ich heute Abend noch die Chance hatte den Sachverhalt mit einem Steuerberater zu besprechen werden wir wohl bei der KUR landen.
    Alle Berechnung die ich bisher gemacht habe waren brutto.
    Und wenn ich bei Check24 nach einem günstigerem Stromanbieter suche bekomme ich bestenfalls 25 cent/Kwh.
    Durch die weitere Steigerung des Strompreises wird die Anlage sich aber wohl doch rechnen und selbst wenn die Rendite nicht berauschend ist haben wir uns an der Energiewende beteiligt und etwas für die Umwelt getan.

  • KUR würde ich nicht machen. Hat der liebe Steuerberater auch erwähnt, dass du für ein normales Gewerbe im Jahr VOR der Anmeldung als PV Anlage beim Finanzamt eine Rückstellung im Verhältnis zum Anlagenpreis bekommst?


    Bei uns waren das ZUSÄTZLICH zu den 19% der 14400€ Erstatttung nochmal etwa 1400 Euro on top. Wir waren eine Woche vor Ablauf der Korrekturfrist bei der Steuerberaterin, die das Rückwirkend in die Jahreseinkommensteuererklärung gebracht hat per Widerspruch.
    Rückstellung für Anschaffung der Anlage im Folgejahr quasi.



    In Summe habe ich dann 16x quasi für 16x Umsatzsteuevoranmeldung machen 4000 Euro Retoure bekommen und nach dem zweiten Kalenderjahr nen Wisch bekommen, dass das Finanzamt nun auf die monatliche Voranmeldung gegenüber einer jährlichen verzichtet.

  • Das Tool möchte für unsere Speichergröße ca. 12.000 Euro ausgeben. Das wäre drei komplette Neuanschaffungen. Und ich dem Fall hätte ich einen Verlust von 1600 Euro. Ich gehe von einer kompletten Neuanschaffung aus und würde dann quasi 2400 plus haben.


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