Neuling sucht Hilfe im Steuerdschungel

  • Zitat von Farogor

    Ok dann kommen nochmal ca. 800 € für den Wechselrichter und 2500 € für die Akkus nach 10 Jahren dazu.
    Evtl. Einsparungen und Vorteile durch die Gewerbeanmeldung noch nicht berücksichtigt.


    Einsparung und Vorteile durch die Gewerbeanmeldung... :juggle:
    Was meinst du denn damit genau?


    und 800,- für WR und 2500,- !!! für einen Akku von 8,6 kWh :juggle:
    Bekommst du nicht mal, wenn du beides selber baust...
    Es gibt hier schon genug threads, in denen Kunden sich ihren Speicher schönrechnen... such mal ein wenig...


    lg
    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 3045x

  • Ich meine damit die eingesparte MwSt. da ich bisher nur mit den Brutto Zahlen gerechnet habe.
    Mein Kompletter Speicher inkl. Gehäuse, Installationsmaterial etc. kostet 4245,-- €zzgl. MwSt. und für den Wechselrichter nehmen wir dann halt 1500 € an.
    Dann sind es 22 cent je Kwh. Dann wird aber der Speicher vollständig erneuert und nicht nur der reine Akku.
    Und die 22 cent sind auf 20 Jahre gerechnet.
    Ich glaube nicht, dass der Strom in 20 Jahren noch für 30 cent zu haben ist.

  • Zitat von Farogor

    Ich meine damit die eingesparte MwSt. da ich bisher nur mit den Brutto Zahlen gerechnet habe.
    Mein Kompletter Speicher inkl. Gehäuse, Installationsmaterial etc. kostet 4245,-- €zzgl. MwSt. und für den Wechselrichter nehmen wir dann halt 1500 € an.
    Dann sind es 22 cent je Kwh. Dann wird aber der Speicher vollständig erneuert und nicht nur der reine Akku.
    Und die 22 cent sind auf 20 Jahre gerechnet.
    Ich glaube nicht, dass der Strom in 20 Jahren noch für 30 cent zu haben ist.


    Leider unterschlägst du, dass du für 1000 kWh ca. 1200 kWh einspeichern musst.
    Dann muss die Anlage auf - ich glaube es waren 60 Prozent - gedrosselt werden...


    Such mal nach "Speicher Amortisation"... Da hast du zu Lesen, bis Weihnachten ist...
    und dann rechnest du noch einmal richtig...
    Das Ergebnis ist: Finanziell rechnet sich ein Speicher heute nicht...
    Wenn das Finanzielle aber egal ist, dann kannst du es machen... aber bitte vorher besser kalkulieren...


    lg
    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 3045x

  • Ok dann ziehen wir nochmals 400 Kwh Jahreserzeugung aus der Rechnung ab dann landen wir bei 0,23 € brutto
    Angenommene Werte wie folgt (alles brutto):
    Anschaffung Anlage komplett:14915,-- €
    Austausch Wechselrichter und Speicher: 6836,55
    Gesamtkosten über 20 Jahre: 21751,55
    Jährliche Kosten: 1087,58 €
    Jahreserzeugung Raum Bremen ca. 850 Kwh/Kwp =4845 Kwh
    Abzug von 400 Kwh für Ladetechnik und Steuerung des Speichers /Jahr
    Jährliche Kosten / Jahresertrag: ca. 0,24 € brutto
    Durch den relativ großen Speicher im Vergleich zur PV Anlage wird die Drosselung nur sehr selten erreicht.
    hier könnte nochmals ein Abzug von 5% der Jahresleistung berücksichtigt werden was dann zu einem Preis von ca. 0,25 €/Kwh führen würde.
    Wenn Machtnix recht behält und der Strompreis in 20 Jahren auf bis zu 0,5 € /Kwh gestiegen ist, ist doch der Preis von 0,25 € immer noch sehr gut.


  • du möchtest noch nicht aufgeben... :mrgreen:
    Mit wie viel Jahresvollzyklen rechnest du?


    Edit; Hast du dir schon einmal ausgerechnet, wie viele Kilowattstunden du für den Preis des Speichers kaufen könntest? :juggle:


    lg
    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 3045x

  • Bei einem Jahresverbrauch von 3000 Kwh benötigen wir in den kommenden 20 Jahren 60.000 Kwh (eher noch mehr da die Kinder irgendwann auch mehr E-Geräte nutzen etc.).
    Da wir beiden berufstätig sind und bis zum Mittag nur Grundlast in unserem Haus stattfindet kann der Strom nur Nachmittags und Abends verbraucht werden.
    Die PV Anlage produziert in 20 Jahren 96900Kwh.
    Ohne Speicher können wir max. 30 % davon direkt verbrauchen alles andere würde eingespeist werden.
    Somit Eigenverbrauch 29070 Kwh und Einspeisung 67830 Kwh (=9496,20 €)
    Mit Speicher können wir den Eigenverbrauch auf ca. 70 % erhöhen.
    Somit Eigenverbrauch 67830 Kwh abzüglich 400 Kwh/Jahr für die Speichertechnik = 59830
    Einspeisung 29070 Kwh (=4069,80 €)
    Ohne Speicher Bezugskosten von ca. 9000,-- € in 20 Jahren abzgl. 9500,-- € Einspeisung
    Mit Speicher Bezugskosten die vernachlässigt werden können. abzgl. Einspeisung 4000,-- €
    Sollte der Strompreis jährlich um 4 % steigen würde der Bezug ohne Speicher auf ca. 12.000 € steigen abzgl. 9500 € Einspeisung. Somit 2500,-- € Kosten
    Damit wären über die Laufzeit 6500,-- € Vorteil für die Speicheranlage.

  • Mal von dem Steuerkram abgesehen:


    Mit was heizt ihr: Strom/Gas/Öl/Pellet/Wärmepumpe?


    Beachte folgendes:
    1)
    Solltest du mit Strom/Wärmepumpe heizen hast du den meisten Verbrauch natürlich im Winter


    2)
    Euer Elektroauto braucht Heizungsbedingt im Winter am meisten Strom


    3)
    Du hast im Winter nicht Ansatzweise genug Produktion, um die Batterien laden zu lassen. Die werden Oktober bis Anfang Februar einen ziemlich niedrigen Ladestand haben. Da kaufst du massiv Strom aus dem Netz


    Als Beispiel dazu: Ich habe ne 9,88kwp Anlage mit Südausrichtung, quasi fast Verschattungsfrei


    Oktober: 333kwh
    November: 195kwh
    Dezember: 108kwh
    Januar: 177kwh
    Februar: mit Stand heute 56kwh bisher


    Wir heizen mit einer Wärmepumpe und haben keine Batterie. Auf den Monat gesehen wird 4/5 direkt verbraucht und nicht eingespeist. Hätten wir eine Batterie wäre sie wohl Mitte Oktober leer gewesen...


    Unser Konzept: Große Anlage so knapp wie möglich unter 10kwp damit du keine EEG löhnen musst, krasse Überproduktion im Sommer einspeisen die uns dann im Winter den teuren Stromzukauf mehrheitlich zahlt.


    Bis auf weiteres Finger wech von Batterien, würde in zwei Jahren nochmal schauen.

  • Also wir heizen aktuell mit einer Gasbrennwert Therme. Unser Speicher ist nicht nur relativ günstig sondern auch noch kompatibel zu einer stromerzeugenden Heizung. Sollte also in den kommenden Jahren die Heizung getauscht werden würde dann im winter die Heizung den fehlenden ertrag der PV Anlage ausgleichen.


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  • Träum weiter. :mrgreen:

    • Der Jammer bei den Weltverbesserern ist, daß sie nicht bei sich selber anfangen.
    • Im Leben kann man immer neu anfangen, aber nie von vorne.
  • Im Grunde genommen ist jedes Rechenmodell reine Träumerei. Was nur fest steht und sich einigermaßen berechnen lässt sind die Erzeugungskosten je Kwh in den 20 Jahren. Und so lang diese deutlich unter dem normalen Bezugspreis liegen ist doch alles ok. Vielleicht ist ein Speicher noch nicht so wirtschaftlich aber wenn der Strompreis weiter steigt wir es immer interessanter. Auf jeden Fall können wir so soviel selbsterzeugten PV Strom wie möglich verbrauchen.


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