Gestaltungssatzung

  • Hallo,


    bin zwar nicht neu hier im Forum, verfolge seit langem schon passiv, hab nun aber eine Anfrage für die ich keine Antwort im www finde.


    Es handelt sich um eine geplante Photovoltaikanlage die in einer fränkischen Kleinstadt mit Gestaltungssatzung gebaut werden soll. In dieser Gestaltungssatzung sind auch dinge Verboten die auf dem Dach schon vor dem Inkrafttreten der Gestaltungssatzung errichtet wurden (Solarthermie, Dachflächenfenster, Satellitenschüssel). Es besitzt somit keinen Denkmalschutz, und auch in unserer Straße gibt es kein Denkmalwürdiges Gebäude. Das Haus ist der Rand der Gestaltungssatzung... .
    In der Gestaltungssatzung heist es: "Photovoltaikanlagen sind in die Dachfläche einzubauen. Sie sind vorzugsweise so
    einzubauen, dass sie vom öffentlichen Straßenraum aus nicht einsehbar sind. "
    Ich würde mich auch bereit erklären eine Indachmontage durchzuführen, sieht sowieso besser aus (für Hinterlüftung werde ich schon Sorgen). Aber das Dach ist vom öffentlichen Straßenraum einsehbar, sonst hätt ich schon gebaut.


    Nun die Frage: Muss ich die Anlage genehmigen lassen weil sie nicht alle Punkte der Gestaltungssatzung einhalte? Oder müsste ich auch eine Genehmigung einholen wenn sie nicht einsehbar wäre (2tes Projekt)?


    Es steht: " § 9 Unterhalt und Änderung baulicher Anlagen
    (1) Bauliche Anlagen sind, soweit sie von öffentlichen Flächen aus einsehbar sind, in einem Zustand zu erhalten, der das Orts- und Straßenbild nicht beeinträchtigt.
    (2) Bei der Änderung baulicher Anlagen sind die von der Änderung betroffenen Teile in einen Zustand zurückzuführen, der den Vorschriften dieser Satzung entspricht.
    § 10 Ausnahmen
    (1) Nach Art. 70 Abs.(2) BayBO kann die Bauaufsichtsbehörde im Einvernehmen mit der Stadt Langenzenn von den inzelnen Vorschriften der Gestaltungssatzung Abweichungen zulassen, solange diese den Absichten der Satzung nicht
    entgegenstehen.
    (2) Anträge auf Abweichungen bedürfen der Schriftform. Sie können mit Auflagen und Bedingungen, insbesondere mit gestalterischen aus Gründen des Denkmalschutzes, verbunden werden.


    Und es ist ja dann eine bauliche Änderung!?


    Ich habe auch gelesen, dass kleine Anlagen mehr Chancen hätte da akzeptablere "Beeinträchtigung". Ich hätte zwar ca 250 m² Schrägdachfläche zur Verfügungund würde die auch gerne ausnutzen, wäre aber auch mit einer kleinen Anlage (ca. 10 kW) zufrieden. Wie groß seht ihr dabei die Chancen der kleinen und großen Anlage? Soweit ich weis und sehe hat das hier noch keiner versucht oder es hat noch keiner geschafft...


    Und: An wen muss ich mich hierbei wenden um eine Info zu bekommen? Baubehörde? Denkmalschutz?


    Zum Gebäude: Dachfläche 30 x 10 Meter mit wenigen Dachaufbauten auf Südseite; Dachneigung 50°; Biberschwanzeindeckung Doppeldeckung; Ausrichtung Südost (140 Grad); Stromverbrauch: 7000 kWh Gewerbe 7-18 Uhr, 2500 kWh privat (Würde dann beides über einen Zähler laufen)


    Danke für eure Antworten,


    Solartist



    Nähere Infos zum Gebäude oder der Gemeinde per PN


    * Thread doppelt, da an anderer Stelle im Forum passender (Anlagenplanung)... kann gelöscht werden

  • Moin, da steht doch "Bauaufsichtsbehörde", das wären die ersten die fragen würde, was ich schriftlich wie einreichen muss um so eine Ausnahme zu bekommen!

    4,24 kWp Fronius Energy Package 9kW - Ausrichtung: DN:25°, -30° SSO
    3,19 kWp @ Symo 3.7-3 - Ausrichtung: 90°, +60° SSW


    Panasonic G(H)eisha seit 08-2018

    ZOE Zen 22kwh 05-2019


    Commetering Zähler 05-2018

    Stromanbieter: aWATTar 01-2020


    Mitglied SFV

    Mitglied DGS


    FAQ -> komprimiertes PV Wissen, optimal für Neulinge!


    Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht.