In­di­vi­du­el­les Netzent­gel­t §19 Strom­NEV

  • Hallo zusammen,


    ich betreibe mit einem Verein seit 2010 eine 29 kWp Solaranlage auf einem gemieteten Dach.
    Die Volleinspeisung ins öffentliche Netz erfolgt per bilanzieller Durchleitung durch das Mittelspannungsnetz des Gebäudeeigentümers, an dem auch noch einige andere Gebäude des Dacheigentümers angeschlossen sind.


    Für die bezogene Energie muss der Gebäudeeigentümer bisher nur ein sogenanntes individuelles Netzengelt zahlen, das deutlich geringer ist als das allgemeine Netzentgelt.
    Der Betreiber des öffentlichen Netzes ist jetzt der Meinung, dass die Tatsache, dass wir an diesem Netz hängen, das individuelle Netzentgelt nicht länger rechtfertigt und der Gebäudeeigentümer das allgemeine Netzentgelt zu zahlen habe, solange unsere Anlage weiter die erzeugte Energie durchleitet.
    Grund dafür sei eine bevorstehende neue Richtline der Bundesnetzagentur, was die Bewertung der angeht, in welchen Fällen ein individuelles Netzentgelt zulässig ist.


    Da ein höheres Netzengelt erhebliche Mehrkosten für den Eigentümer des Daches bedeuten, droht uns die Kündigung des Dachmietvertrages aus "wichtigem Grund", oder die Erstellung eines separaten Netzanschlusses auf eigene Kosten.


    Mich würde interessieren, ob es Erfahrungen anderer Betreiber gibt, die ebenfalls durch ein fremdes Netz mit individuellem Netzentgelt durchleiten, oder andere Erkenntisse zum individuellen Netzentgelt.


    Viele Grüße
    Martin Schmidt