Planung PV-Anlage mit LWP und Pool

  • Hallo zusammen


    Ich plane ein PV-Anlage auf einem Bungalow, in den ich ab 01.07. einziehe.


    Das Haus hat ein Walmdach; die großen Flächen Süd/Nordausrichting. Das Süddach hat ca. 65m² und eine Dachneigung von 25°. Das Ostdach hat im Winter morgens etwas Verschattung durch ein Nachbarhaus. Das Westdach hat im Winter ab ca. 15:00 Verschattung durch Bäume des Nachbarn. Das Süddach hat im Winter ab ca. 15:00 Uhr die untere Hälfte durch das Nachbarhaus Verschattung. Das Haus wird mit einer LWP beheizt (und WW), die reversibel ist. Wir planen ferner einen Außenpool.


    Nun meine Überlegungen:
    • Knapp 10 KW/p-Anlage auf dem Süddach.
    • Kein Speicher. Speicher deswegen nicht, weil er sich nicht rechnet. Insbesondere deswegen nicht, weil die WP und auch der Pool soviel der Produktion abdecken, daß nicht mehr viel eingelagert werden kann. Überdies möchten wir an heißen Tagen die WP zum Kühlen einsetzen. Speicher vielleicht irgendwann nachrüsten.
    • Keine Module auf dem West- oder Ostdach wegen teilweiser Verschattung und weil ich sonst in die EEG-Umlage reinlaufe.
    • Keine Aufständerung, weil die Kosten in keinem Verhältnis zur Ertragsmehrung stehen.
    • Wegen Teilverschattung des Süddachs im Winter getrennte „Strings“ (wobei ich ehrlich gesagt nicht genau weiß, was das ist)?


    Was meint ihr zur Planung und meinen Überlegungen?
    Habt ihr sonstige Tips, insbes. Zu den Komponenten hinsichtlich evtl. Nachrüstung Speicher?


    Herzlichen Dank vorab


    Howie

  • Hallo und willkommen im Forum,


    Schatten im Winter ist nicht so tragisch; die relevanten Erträge werden immer noch von März bis Oktober gemacht.
    Wenn Du mit Ost und West deutlich über die 10 kWp kommst, also min. 13 kWp, würde ich grundsätzlich die beiden Dächer mitnehmen. Gerade bei Deinen Anforderungen mit der LWP und dem Pool wirst Du für jede kW dankbar sein. Da drei Ausrichtungen und Schatten bietet sich hier z.B. SolarEdge geradezu förmlich an. Damit brauchst Du Dir keine Gedanken zu Schattenstrings machen.
    Speicher und Aufständerung wegzulassen hast Du richtig erkannt.

  • hgause


    Herzlichen Dank für das schnelle feedback.


    Falls ich die beiden Stirndächer dazunehme, komme ich in jedem Fall in die EEG-Abgabe.


    Habe ich das richtig gelesen: Von jeder Kw/h Eigenverbrauch werden 40% der EEG-Umlage als Abgabe fällig?


    Oder wie verhält es sich mit dieser Abgabe?


    VG


    Howie

  • So habe ich es auch im Kopf.
    Grob geschätzt lohnt sich deshalb eine Anlage zwischen 10-13 kWp nicht. Ab 13 kWp soll dann der Mehrertrag die Kosten für EEG-Umlage wieder überholen.

  • @all


    So, ich habe jetzt mal die prognostizierten Erträge parat. Das wären für das Ost- und das Westdach jeweils ca. 800 Kw/h pro Kwp.
    Ich komme dann auf ca. 10 Kwp auf dem Süddach und jeweils 4 Kwp auf Ost- und Westdach.


    Jetzt meine Frage: Haltet ihr es für vernünftig, alle drei Dächer zu belegen oder stattdessen nur die knapp 10 Kwp-Lösung?
    Bei dieser hohen Leistung bin ich skeptisch wegen der 30% Kappung nach EEG, sprich: Da wird mir möglicherwesie oft etwas gekappt.



    Herzlichen Dank vorab


    VG
    Howie

  • ..noch zur Ergänzung:


    Der Verbrauch (insgesamt ca. 9000 KW/h) wird sich ungefähr wie folgt zusammensetzen: WP-Strom (läuft über Haushalstzähler) ca. 3800 KW/h; grob geschätzt ca. 1000 Kw/h Pool (mit WPool-WP beheizt), ca. 4000 KW/h Haushaltsstrom.


    VG
    Howie

  • Du müsstest mal über die Statistikdaten abschätzen, wie viel gekappt werden würde und ob sich ein etwas teurerer WR lohnt, der 70% weich machen kann. Dann wird nur dass gekappt, was du hausintern nicht verbraten kannst. Viele meinen, dass 70% hart (also gleich einen WR nehmen, der nicht mehr kann) einfacher und preiswerter (auf lange Sicht) ist. Musst du durchrechnen.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Wenn Ost und West jeweils 800 kWh/kWp bringen, würde ich die auf jeden Fall in Betracht ziehen. Wie kommst Du denn auf 4 kWp je Seite? Mit wievielen Modulen? Was hast Du da ins Auge gefasst? Stell doch mal ein Bild des Daches mit den Maßen ein.

  • Aha, hat geklappt.


    Mein Haus ist das mit dem Walmdach in der Mitte. Die Walme haben 14 Mtr. Länge, 10 Mtr Kantenlänge und "Höhe" des Dreiecks 7 Mtr.
    Das Süddach hat 19 Mtr Breite, die Schelkel 10 Mtr. und das kurze Stück das Trapezes 5 Mtr. Die "Höhe" des Trapezes beträgt7 Mtr.


    Die Veschattung des Westdachs ist im Winter morgens druch das Nachbarhaus gegenüber. Die Verschattung im Winter ab ca. 15:00 Uhr des Ostdachs erfolgt durch die Tannen links unten vom Nachbargrundstück.


    VG


    Howie