Problem bei Einspeisevergütung 2 PV Anlagen

  • Hallo,
    ich betreibe 2 PV Anlagen
    Anlage 1: 18.04.2011 Leistung 3,36 KW
    Anlage 2: 25.08.2014 Leistung 3,35KW
    beide Anlagen haben einen eigenen Erzeugungszähler.
    Zähler an Anlage 2 wurde vom VNB gefordert.
    Die Netzeinspeisung der beiden Anlagen wird mit einem Zweirichtungszähler erfasst.
    Nun mein Problem:
    Die Einspeisevergütung der beiden Anlagen wird nur nach dem prozentualen Verhältnis der Erzeugerleistungen berechnet.


    Anlage 1 Faktor 0,489 (48,9%), Anlage 2 Faktor 0,511 (51,1%)


    Die Erzeugte Energie der jeweiligen Anlage spielt bei der Berechnung überhaupt keine Rolle.
    Der Erzeugungszähler für Anlage 2 wird vom VNB bei der Berechnung ignoriert.


    Bei Nachfrage beim VNB habe ich folgende Begründung bekommen:


    § 19 Absatz 2 EEG 2009
    „Anlagenbetreiberinnen und -betreiber können Strom aus mehreren Generatoren, die gleichartige Erneuerbare Energien einsetzen, über eine gemeinsame Messeinrichtung abrechnen. In diesem Fall ist für die Berechnung der Vergütungen vorbehaltlich des Absatzes 1 die Leistung jeder einzelnen Anlage maßgeblich.“
    Die tatsächlich erzeugte elektrische Energiemenge ist bei der Aufteilung der Einspeisemengen nicht maßgeblich.


    Ist das wirklich so, dass nur das Leistungsverhältnis der Anlagen, nicht die erzeugte Energie, bei der Berechnung der Einspeisevergütung maßgeblich ist?
    Wozu habe ich den Erzeugungszähler für Anlage 2 installiert????


    Gruß
    Rayk

  • Hallo,


    Ich habe das gleiche, 1 Anlage aus 2011 und eine aus 2013, nur andere Lösung:


    [Blockierte Grafik: http://i1224.photobucket.com/albums/ee367/HaraldLaible/Messkonzept71_1_zpsa37aad07.jpg]


    mfg Harald

    4,44 kWp Mitsubishi PV AD 185 MF5, SMA SB 4000 TL-20, 234°SW WebBox
    4,0 kWp Renesola JC255M-24/Bb, ABB PVI 3.6 OUT, 234°SW WebLog Pro
    1,6 kWp YingLi Panda YL270C-30b, SMA SB 1.5, 54°NO SL300
    3,5 kWp Galaxy Energy GS250M, SMA SB 4000 TL-20, 144° SO SL1000

  • Was willst du hören? Du hast den richtigen Paragraphen aus dem EEG zitiert. Dein Kunde handelt nach dem Gesetz.


    Zitat von enra

    Ist das wirklich so, dass nur das Leistungsverhältnis der Anlagen, nicht die erzeugte Energie, bei der Berechnung der Einspeisevergütung maßgeblich ist?


    Ja, ISSO.


    Zitat von enra

    Wozu habe ich den Erzeugungszähler für Anlage 2 installiert?


    Da musst du mal in dich gehen und dich selbst fragen, warum du der Forderung deines Kunden nachgekommen bist.

  • Hi,


    Zitat von enra

    Ist das wirklich so, dass nur das Leistungsverhältnis der Anlagen, nicht die erzeugte Energie, bei der Berechnung der Einspeisevergütung maßgeblich ist?


    nein, das ist natürlich NICHT so.
    Jede Anlage kann präzise nach ihrer tatsächlich eingespeisten Strommenge abgerechnet werden, wenn man ein entsprechendes Messkonzept installiert.


    Zitat von enra

    Wozu habe ich den Erzeugungszähler für Anlage 2 installiert????


    Für`n Arsch. Da bist Du vom Netzbetreiber veräppelt worden.


    Du hättest statt dessen einen zweiten EINSPEISEzähler installieren müssen, dann hätte man beide Anlagen sauber getrennt abrechnen können.
    Dein Elektriker kann das aber jederzeit für Dich ändern. Und lass` Dich nicht nochmal vom Netzbetreiber verkaspern.
    Wenn der nicht weiss, wie man sowas abrechnet, musst Du`s ihm eben klarmachen.


    Schau` Dir den Link unten im Fuß meiner Postings an, da habe ich irgendwo mein Messkonzept vorgestellt.
    Ich rechne 3 verschiedene PV-Anlagen damit auf die kWh genau ab und die 4. Anlage kommt dieses Jahr noch dazu.
    Du brauchst im Gegensatz zu mir aber keine Erzeugungszähler, weil Deine Anlagen so klein sind.
    Da ist`s zulässig, die Werte vom WR zu verwenden.

  • Die Messung hat in dem Fall so zu erfolgen, wie Hellraiser das dargestellt hat, wobei Z4 entfallen kann, wie das auch dort geschrieben steht.

    Zitat von enra


    Ist das wirklich so, dass nur das Leistungsverhältnis der Anlagen, nicht die erzeugte Energie, bei der Berechnung der Einspeisevergütung maßgeblich ist?


    Das ist in dem Fall nicht erlaubt, weil du für die Anlage aus 2011 die Selbstverrbauchsvergütung bekommst und daher (sinngemäß aus EEG2014, das für die neue Anlage gilt) nicht nach den selben Vergütungsregelungen abgerechnet wird.

  • Zitat von alterego

    ...nicht erlaubt, weil du für die Anlage aus 2011 die Selbstverrbauchsvergütung bekommst und daher (sinngemäß aus EEG2014, das für die neue Anlage gilt) nicht nach den selben Vergütungsregelungen abgerechnet wird.


    Das ist Quatsch.

  • Zitat

    § 19 Absatz 2 EEG 2009
    „Anlagenbetreiberinnen und -betreiber können Strom aus mehreren Generatoren, die gleichartige Erneuerbare Energien einsetzen, über eine gemeinsame Messeinrichtung abrechnen.


    Wie bereits im Thread start geschrieben steht in dem Paragraphen "können". Das heist sie müssen nicht gemeinsam Abgerechnet werden. Dann muss jedoch die Eingespeiste Menge exakt bestimmt werden.
    Das kann evtl bedeutet eine Andere Anordnung der Zähler oder auch einen Anderen Zähler wegen Eichung.
    Vorher sollte man aber selber ausrechnen ob es durch unterschiedliche Ausrichtung nicht sogar besser ist Anteilig zu rechnen. Wenn die Alte Analge weniger ertrag einfährt lohnt sich das.

    5,06 kWp, DN:35°, -27°SSO, Inbetriebnahme: 02.05.2016 ; PVGIS 4 Classic: 902kWh/kWp
    PVGIS-CM-SAF: 1010kWh/kWp

  • Zitat von alterego

    Dann sag mir bitte wo das steht.


    Im bereits erwähnten § 19 EEG 2009, dann im § 32 EEG 2014, dann im § 24 EEG 2017.

  • Ist das alles Volleinspeisung?
    Sonst sehe ich nicht, wie man den Selbstverbrauch der 2011er Anlage ermitteln soll - ok, man kann das Geld dafür auch den Umlagezahlern schenken, wenn man sich schon überflüssige Zähler hat aufschwatzen lassen :roll: