SonnenFlat City

  • Hallo allerseits,


    Vor kurzem hat SonnenBatterie die SonnenFlat City eingefuehrt und es wuerde mich interessieren was hier die Leute dazu denken?


    Wenn ich das richtig verstanden habe, wuerde man als potentieller Kunde 4000 Euro plus montage Kosten fuer die Batterie bezahlen plus 20 Euro pro Monat fuer die SonnenCommunity. Dafuer bekommt man dann ueber 10 Jahre, jaehrlich bis zu 2200 kWh Strom. Bezieht man mehr als 2200kWh im Jahr zahlt man weitere 23ct/kWh. Angesichts der Tatsache das die SonnenFlat City fuer Wohnungsbesitzer gedacht ist die keine eigene PV anlage haben, hat die Batterie demzufolge auch keinen Einfluss auf EEG Verguetung oder Eigenverbrauch.


    Nun sind meine Fragen hauptsaechlich:


    1) Macht es fuer den Kunden irgendeinen wirtschaftlichen Sinn? Und wenn ja, unter welchen Bedingungen?


    2) Da ich nicht alles auf unmittelbare wirtschaftliche Eigenintressen reduzieren moechte, wuerde mich noch mehr interessieren. Macht dieses Model (so wie es derzeit umgesetzt wird, bzw wenn es so sinnvoll umgesetzt waere wie moeglich) gesselschaftlichen/volkswirtschaftlichen Sinn? Das heist, selbst wenn es fuer den einzelnen Kunden nicht wirtschaftlich waere, wuerde es tatsaechlich helfen die Energiewende voranzubringen und der Umwelt zu helfen? Wenn ja, was waeren die wahrscheinlichsten Vorteile Einsparungen im gesamt System?


    3) Weis jemand was die eigentlichen Algorithmen sind mit denen diese Speicher dann betrieben werden? Ist diese Art der Speichernutzung tatsaechlich gesamt System dienlich? Wenn ich das richtig gesehen habe, werden die derzeitigen Sonnen Batterien (wie auch die meisten/alle anderen Homespeicher) auf Eingenverbrauchsoptimierung getrimmt. Das heist die Batterien werden moeglicherweise im Sommer vormittags beladen (sind zusaetzliche Verbraucher im Netz), wenn im gesamt Netz die Belastung hoch ist, und im Winter werden sie teilweise bereits am spaeten Nachmittag wieder entladen und sind dann z.B. um 18/19Uhr, wenn der Verbrauch am hoechsten ist bereits wieder leer. In sofern, mit dieser Betriebsweise, belasten sie das Netz moeglicherweise mehr als das sie es entlasten. Sind die Lade/Entlade Zyklen der SonnenBatterie City in der Hinsicht sinnvoller gestaltet? Bzw, werden die Batterien ueberhaupt "zyklisch" beladen/entladen oder werden sie rein fuer die Primaerregelleistung betrieben?


    Ueber fundierte Einschaetzungen und Diskussionen wuerde ich mich freuen.

  • Hi,


    Zitat von abxy

    Wenn ich das richtig verstanden habe, wuerde man als potentieller Kunde 4000 Euro plus montage Kosten fuer die Batterie bezahlen plus 20 Euro pro Monat fuer die SonnenCommunity. Dafuer bekommt man dann ueber 10 Jahre, jaehrlich bis zu 2200 kWh Strom. Bezieht man mehr als 2200kWh im Jahr zahlt man weitere 23ct/kWh.


    kann es sein, das dieses Angebot einfach nur Scheiße ist?


    Batterie: EUR 4.000,-
    Montage: EUR 500,-
    12 x 20 x 10 = 2.400,-
    Gesamtkosten: 6.900,-


    6.900 EUR / 22.000 kWh = 0,3136 EUR/kWh


    Häää?


    Davon mal ab vernichtet jeder Speicher Strom. Solange wir noch nicht ganz überwiegend aus EE Strom beziehen, erschliesst sich mir nicht, welcher Umweltnutzen hier entstehen soll ausser der Pioniertat eines Early Adopters.

  • Ralf hat die Rechnung schnell erklärt...bringt nix.

    *EFH zwischen Augsburg-Dachau
    *65m2 Dachfläche ohne Beschattung, Südausrichtung
    *Dachneigung 25 Grad
    *Betondachsteine "Planum" (Firma Nelskamp)
    *Stromverbrauch: 2400 kWh Haushaltsstrom, 2600kWh Heizkostenstrom (für Wärmepumpe)

  • Zitat von Ralf Hofmann

    0,3136 EUR/kWh


    Klar kann man auch für unter 25ct/kWh kaufen, aber so weit sind wir da nicht mehr weg bei um 2000kWh/a. Vor allem in den Großstädten mit ihren höheren Konzessionsabgaben und Netzentgelten.
    Die Speicherverluste sparen Heizkosten, wenn du ihn nicht draußen aufstellst 8)


    abxy: warum fragst du nicht den Anbieter, was er damit bezweckt außer Speicher zu verkaufen. Ohne den gockel zu befragen würde ich mir vorstellen, daß da Regelleistung vermarktet wird. Inwiefern der Speicherbesitzer nicht an den Einnahmen daraus beteiligt wird, könnte man ja noch nachfragen.

  • Zitat von CarstenK

    Ralf hat die Rechnung schnell erklärt.


    und dabei noch vergessen, dass man eine monatliche Grundgebühr bezahlen muss. Dann wird noch unwirtschaftlicher...

    Gruß PV-Express



    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • Obige Rechnung ist unsinnig. Sie vergisst das Stromkunden eine Grundgebühr bezahlen müssen, daher ist eine Umrechnung der Kosten auf einen Preis pro kWh falsch,.


    Sinnvoller wäre m.E. ein Vergleich mit den Kosten, die ein Stromkunde bei einem Stromversorger hat. Würde der Kunde die 2.200 kWh pro Jahr von Naturstrom beziehen, müsste er/sie aktuell 717,30 € im Jahr bezahlen. In 10 Jahren also 7.173 Euro. Man hätte also mit der sonnenCommunity city eine Einsparung von 275 Euro. Nicht berücksichtigt ist eine mögliche Einsparung durch den Energiemanager der sonnenBatterie, kann ich aber nicht beurteilen, und mögliche Preissteigerungen im Strompreis der nächsten 10 Jahre.


    Wie sinnvoll das ist, muss jeder selbst beurteilen. Aber unwirtschaftlich ist es nicht wirklich.

  • Zitat von energynet

    Obige Rechnung ist unsinnig. Sie vergisst das Stromkunden eine Grundgebühr bezahlen müssen, daher ist eine Umrechnung der Kosten auf einen Preis pro kWh falsch,.


    Mir ist es völlig egal, ob ich für (um es besser im Kopf rechnen zu können) 1000kWh 250Euro Grundgebühr und 0 pro kWh oder 25ct pro kWh bei 0 Grundgebühr zahle ode rirgendwas dazwischen, was auch 250 Euro im Jahr ausmacht. Daher rechne ich genau wie Ralf.
    Was er nicht berücksichtigt hat, ist, daß ,man das immer bezahlt. Wenn man nur 1500 oder 2000kWh verbraucht, wird die Rechung noch schlechter, wenn man mehr verbruacht durch den relativ günstigen Folgepreis von 0,23ct/kWh dagegen besser.

  • Und auch den Eigenverbrauch des Systems sollte man nicht ganz vernachlässigen.
    Wenn Energiemanager und Leistungselektronik im netzparallelen Betrieb nur 40W benötigen würden (was schon ein guter Wert wäre), dann fallen im Jahr zusätzliche 350kWh Verbrauch an. Das geht vom Verbrauch ab und man kann nur 1950kWh nutzen oder hat Mehrkosten von 80,50€/Jahr bei 0,23€/kWh.
    Wie die Wandlungsverluste der Batterie berücksichtigt werden, ist mir auch nicht klar. Dafür müsste man wissen, wie das Zähler- und abrechnungstechnisch funktioniert.


    Gruß Stefan

    20x 300WP IBC Monosol an StecaGrid 6003
    5x 235Wp an StecaGrid 3611_2