Microwechselrichter für Ost/West

  • Hallo,


    ich bin schon lange Mitleser hier im Forum weil mich das Thema schon immer interessiert hat. Habe immer überlegt - machste was- machste nichts. Mit EEG ne große Anlage aufs Dach? Mit so einem Hybrid Wechselrichter wie von Effekta? Oder einfach klein aufs Garagendach. Da ich auch eine Haussteuerung (Loxone) habe, kann ich den Eigenverbrauch etwas steuern (Waschmaschine, Trockner usw)


    Momentan überlege ich folgendes:


    Auf das Garagendach Ost / West Ausrichtung erst einmal 4 x 250 Watt Module an einem! Microwechselrichter (Envertech EVT500). Wäre das ok wenn 500Wp am Morgen und 500Wp nachmittags ankommen?


    Ohne Anmeldung ohne alles. Bin selber Elektriker aber ohne Solar Erfahrung. Sonne gab es damals noch nicht :-)


    Würde mich über Meinungen freuen.


    Gruß


    Stefan

  • Erst mal zur Technik:


    Jeder Anschluß des Envertech EVT 500 kann max. 300W DC Modulleistung verarbeiten.


    Somit würdest Du ihm auch bei Ost West Dach überlasten.


    Dann generell:


    Muß jeder für sich selbst entscheiden ob er Guerilla sein will oder seine kleine Anlage
    beim VNB und der Netzagentur anmeldet. Allerdings machen die meisten VNBs die Anmeldung
    vorsätzlich schwer. Dadurch ist es keine Überraschung wenn die Mehrheit der Anwender den
    Guerilla Weg geht.

  • Hallo,


    Begründung?


    Ich würde sagen es geht so.


    250Wp Ost und 250Wp West auf einen MPP,
    das gleiche nochmals auf den anderen MPP,
    evt noch Dioden dazwischen.


    Gruß Verona

    7,995 kWp - 37 IBC 215TS - Solarmax + Mastervolt
    2,160 kWp - 12 Day4 180 - Solarmax
    2,250 kWp - 10 Sanyo HIP225 - Solarmax
    1,890 kWp - 06 Sunpower 315 - Mastervolt
    6,000 kWp - 24 Yingli 250 - 2 Steca
    12 kW ESS Peus-Testing
    http://www.solarlog-heckmann.de

  • Hallo Verona,


    du hattest doch geschrieben, dass du einen EVT500 mit 4 * 250 Watt betreiben möchtest?


    Das würde ich nicht machen, da bei Mittagssonne alle 4 Module Sonnenlicht abbekommen
    und im Sommer selbst dann die 600 Wattpeak überschritten werden könnten.
    Letz endlich kommt es darauf auch an, wie viel Gefälle das Garagendach hat.
    Dann muss man mit dem Solarrechner das überprüfen.


    Die Idee ist an sich gar nicht so schlecht gewesen.... nur glaube ich jetzt nicht, dass es mit 250 WP Solarmodulen funktioniert.
    Es wäre doof, wenn die EVT mehr als 300 WP auf einem MPPT abbekommt und kaputt geht.


    http://www.solaranlage.com/pho…k/aufbau/ausrichtung.html
    http://www.sma.de/home-systems/solarrechner.html
    http://www.photovoltaikbuero.d…i-solarmodulen-messungen/


    cawi

    Anlage ohne EEG: 2 * EVT500, 4 * 240 Watt

    Anlage ohne EEG: AEconversion INV350-60EU, 300 Watt


    Inselanlage Hytte 12V:
    Tracer 30A mit 2 * 190 Watt,
    Tracer 10A mit 1 * 150 Watt,
    1 * 50 Watt direkt,
    3 * 120 AH Solarbatterie

  • Hallo,


    und schon einmal vielen Dank das man nicht gleich gesteinigt wird. Kommt ja das ein oder andere mal vor in so einigen Foren :-)


    Ich hatte mir das so gedacht, wie es die Verona genauer beschrieben hatte. Ost 250 Watt und West 250 Watt. Auf einen MPPT. Selbst wenn beide Module Mittags Sonne abbekommen, dann geben sie doch nur sehr selten die maximale Leistung ab!? Geht so ein Tracker denn bei Überlast direkt kaputt? Ich hatte gelesen das gerade bei Ost oder West Dächern der Wechselrichter unterdimensioniert wird.
    Hintergrund ist natürlich der Preis. Der EVT500 kostet um die 250 Euro und Module um die 190 Euro. 4 Stück davon und der Wechselrichter also knapp über 1000 Euro. Für 1kwp ist das doch ok.
    Ich muss das Garagendach eh neu decken. Wenn ich mir dann die Pfannen spare sieht die Rechnung ja noch besser aus.


    Oder denk ich total falsch!?!?!?


    GRuß


    Stefan

  • Hallo,


    ich habe vor ca. 2 Jahren eine Balkonanlage betrieben, an der ein 190W- Modul Richtung Ost und 2x 190W- Modul richtung Süd fast senkrecht an der Wand hingen und parallel an einem 350W- Modulwechselrichter betrieben. Das ging problemlos. Der Wechselrichter ist beim Erreichen seiner Nennleistung aus dem MPP gefahren.
    Seit einem Jahr läuft die Anlage mit allen drei Modulen nach Süden aufgeständert (20° Dachneigung) ohne Probleme bei meinem Bruder.


    Ich gebe Dir natürlich keine Garantie, dass es Dein vorgeschlagener Wechselrichter auch so macht. Aber alle Wechselrichter, die ich bisher kennen gelernt habe, verhalten sich so, dass sie bei einem PV- seitigen Leistungsüberangebot aus dem MPP fahren und nur die Leistung vom PV- Modul abreifen, die sie auch verarbeiten können.
    Nur verpolen solltest Du die Module nicht. Das würde der Wechselrichter vermutlich nicht verkraften.


    Gruß Stefan

    20x 300WP IBC Monosol an StecaGrid 6003
    5x 235Wp an StecaGrid 3611_2

  • Hallo,


    wenn Solar_Stefan Recht haben sollte, wäre das sehr interessant.
    Ich habe 4 *230 Watt Module (400 EUR gebraucht) an 2 * EVT500 angeschlossen.
    Da ich ja Balkonstrom mache, habe ich die Module von Ost nach West aufgeteilt.


    Dementsprechend hätte ich die Module so wie beschrieben an einen EVT hängen können?
    Ich wollte nicht den EVT500 überlasten und zu einem Brick verarbeiten. :juggle:


    Man müßte mal CarpeDiem oder einen der anderen Anbieter des EVT500 fragen,
    was dieser macht, bzw. es selbst austesten.


    Aber 250 EUR schrotten mag ich auch nicht, wobei man auch einen EVT248 nehmen und testen könnte,
    da der EVT500 zwei von denen beinhaltet.....


    cawi

    Anlage ohne EEG: 2 * EVT500, 4 * 240 Watt

    Anlage ohne EEG: AEconversion INV350-60EU, 300 Watt


    Inselanlage Hytte 12V:
    Tracer 30A mit 2 * 190 Watt,
    Tracer 10A mit 1 * 150 Watt,
    1 * 50 Watt direkt,
    3 * 120 AH Solarbatterie

  • Er wirbt doch mit 20 Jahre Garantie und sooo fortschrittlich soll er auch sein im Gegensatz zu den AE. Da wird er wohl wie es sich gehört aus dem MPP rausfahren, so wie das alle anderen bisher auch gemacht haben.

  • Zitat von playboy

    Er wirbt doch mit 20 Jahre Garantie und sooo fortschrittlich soll er auch sein im Gegensatz zu den AE. Da wird er wohl wie es sich gehört aus dem MPP rausfahren, so wie das alle anderen bisher auch gemacht haben.


    Was ich noch nicht verstehe ist "aus dem MPP" rausfahren?
    Heißt das, dass bei 900 Watt Input es dann bei den maximal 600 Watt Output bleibt oder schaltet er komplett ab?
    Und wenn, was für eine Diode muss ich dazwischen bauen, wenn überhaupt?


    cawi

    Anlage ohne EEG: 2 * EVT500, 4 * 240 Watt

    Anlage ohne EEG: AEconversion INV350-60EU, 300 Watt


    Inselanlage Hytte 12V:
    Tracer 30A mit 2 * 190 Watt,
    Tracer 10A mit 1 * 150 Watt,
    1 * 50 Watt direkt,
    3 * 120 AH Solarbatterie

  • Hallo cawi,


    "aus dem MPP rausfahren" bedeutet, dass der Wechselrichter das PV- Modul auf seiner Kennlinie aus dem Punkt maximaler Leistung (Maximum Power Point) in Richtung Leerlaufspannung fährt und entsprechend nur die Leistung aufnimmt, die er kann (z.B. 530W DC @ 500W AC). So wie ein USB- Ladegerät für das Handy für den Zigarettenanzünder auch nur 0,5A bei 12V zieht, obwohl die Autobatterie 100A liefern könnte.


    Eine Diode muss dafür nicht verwendet werden. Außer vielleicht, wenn durch die Parallelschaltung die Rückstromfähigkeit eines einzelnen Moduls überschritten wird. Dann könnte jeweils eine Diode in Serie zum Modul Sinn machen.


    Gruß Stefan

    20x 300WP IBC Monosol an StecaGrid 6003
    5x 235Wp an StecaGrid 3611_2